Brennende Haare und stürzende Kollegen

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Gewalt Aggression Hass Arbeit

Ich wurde nach meiner Lehre zur Bürokauffrau von meinem Arbeitgeber leider nicht übernommen, obwohl die anderen fünf Mädchen immer noch dort arbeiten. So habe ich die erste wirklich große Enttäuschung in meinem noch so jungen Leben erleben müssen. Außerdem hat mich mein Freund nach nur einem Jahr ebenfalls abserviert, obwohl ich ganz ansehnlich bin. Jetzt habe ich einen Job bei einem Getränkehändler an der Kasse angenommen, um wenigstens arbeiten zu gehen und mir eine kleine Wohnung zu finanzieren. Meine Eltern meinen, dass es besser für mich wäre, eigenständig zu leben. Somit wird mein Hass auf die ganze Gesellschaft, besser gesagt auf die gesamte Menschheit, immer größer. Bisher habe ich die Menschen, die mich beispielsweise in der Schule gemobbt haben, immer auf meine eigene Weise bestraft. Während der Lehre habe ich einem der Lehrlingsmädchen beispielsweise die Haare angezündet. Aus meinem Sportverein bin ich rausgeflogen, nur weil ich meiner Konkurrentin die Schuhbändel zerschnitten habe.


Jetzt bin ich an einem Punkt angelangt, wo ich doch ziemlich alleine dastehe. Meine Eltern verbieten mir sogar den Umgang mit unserem Hund, obwohl ich nur manchmal etwas rabiat zu ihm war. Ich sehe ja ein, dass mein Verhalten manchmal etwas unkonventionell ist, aber es hat mir immer zu Respekt verholfen. Genau hier kommt der Punkt, an dem ich jetzt angelangt bin. Die Kunden im Getränkemarkt sind meistens nett, aber einige davon sind furchtbar, auch mein Vorgesetzter ist ein Schwein. Diese Menschen werden noch sehen, zu was ich fähig bin. Ich habe einen Kollegen im Lager, der hat mich vor Kurzem einmal ziemlich beleidigt. Daraufhin ist er wie aus Zufall im Lichtschacht eingebrochen, ihm ist so weit auch nichts passiert. Jetzt will er es aber petzen, dass der Schachtdeckel manipuliert war und ich habe Angst um meinen Arbeitsplatz. Ich möchte beichten, dass ich tatsächlich am Schacht eine Seite angehoben habe, sodass er kippt. Ich bereue dies jetzt.

Beichthaus.com Beichte #00035284 vom 20.03.2015 um 15:44:09 Uhr (20 Kommentare).

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Schicksalsbegegnung im Zug

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Lügen Liebe Bahn & Co.

Ich (w/26) habe einem lieben und netten Mann böse das Herz gebrochen und ihn auch noch belogen, allerdings um es nicht noch schlimmer zu machen. Da ich eine Art Sozialphobie habe, lerne ich neue Menschen fast ausschließlich im Internet kennen. So auch diesen Mann. Er ist zwar 10 Jahre älter, lieb, verständnisvoll, sieht auch auf seine Art gut aus. Er wohnt von mir sieben Stunden mit dem Zug entfernt. Nach vielen Enttäuschungen wagt er es aber nicht mehr, zu einer Frau zu fahren, sondern möchte sich bei ihm oder wenigstens in seiner Heimatstadt treffen, was ich, nachdem er mir einiges erzählt hat, auch nachvollziehen konnte. Ich mochte ihn bald sehr und konnte mir durchaus vorstellen, trotz der Entfernung, mit ihm zusammenzukommen, ein Kribbeln im Bauch war definitiv da.

Jedenfalls hat er mich nach sechs Wochen des Schreibens, Telefonierens und Skypens so weit, dass ich, mit einem leichten Beruhigungsmittel ausgestattet, im Zug zu ihm saß. Eine Station weiter stieg ein junger Mann ein und setzte sich mir gegenüber in meinen Vierer. Anfangs beachtete ich ihn gar nicht, doch irgendwann sprach er mich an, ob es mich stören würde, wenn er seine Füße auf seine Tasche auf dem Sitz neben mir legen würde, er sei im Job viel gelaufen und sie täten etwas weh. Da sah ich ihn an und es machte ZOOOM! Ich hatte schon viel über Liebe auf den ersten Blick gelesen, es aber für Unsinn abgetan. Mein Herz schlug bis zum Hals, ich starrte ihn mit großen Augen an und stotterte ein Ja heraus. Ich hätte zu allem JA gesagt! Und zu meinem Erstaunen ging es ihm genauso. Wir unterhielten uns angeregt und stellten fest, dass wir in vielen Dingen einen ähnlichen Geschmack hatten und uns andere Dinge gegenseitig näher bringen konnten, die wir noch nicht kannten.

Um es kurz zu machen, ich fuhr an diesem Wochenende zwar zu meinem neuen Freund, aber es war nicht der Mann aus dem Internet. Mein Zugbegleiter war der perfekte Gentleman und fasste mich erst am Sonntagmorgen intim an, als ich ihn darum bat, mit mir zu schlafen. Meine Ängste vor Fremden waren wie weggeblasen, nach wenigen Stunden in dem Zug kannte ich ihn besser als jeden anderen Menschen in meinem Leben. Ja, ich weiß, es war ein Risiko, aber er bot mir auch an, ein Hotelzimmer für mich zu bezahlen und seinen Ausweis am Empfang vorzuzeigen, da fasste ich sofort Vertrauen zu ihm. Er war knallrot, als ich sagte, ich ginge mit zu ihm, und sagte er würde mir sein Bett geben und auf der Couch schlafen. Selbst heute, nach zwei Jahren, ist es immer noch so schön mit ihm, wie am ersten Tag, seit drei Monaten leben wir zusammen, und es ist einfach nur meine Traumbeziehung mit meinem Traummann. Ich zog zu ihm in dieselbe Stadt, in der auch meine Internetbekanntschaft lebte.

Dem anderen Mann habe ich damals jedoch erzählt, dass in dem Zug wohl das Noro-Virus herumgegangen wäre und ich zu seiner Sicherheit mit einem Mietwagen von der Hälfte der Strecke wieder nach Hause gefahren wäre. Ich wusste, dass er sehr anfällig dafür ist, weil er als Altenpflegehelfer arbeitet und es einmal jährlich mindestens bekommt. Zum Glück wohnt er in einem anderen Stadtteil. Auch wenn ich mir relativ sicher bin, dass er uns vor einigen Wochen mal zusammen in der Innenstadt gesehen hat, da er als er an mir vorbeilief, die Stirn runzelte und mir einen seltsamen Blick zuwarf, aber er sagte nichts. Er hat seit einem Jahr eine Freundin und ich gönne es ihm, denn ich war ja die Böse, die den Kontakt abbrach, nachdem ich um das zu rechtfertigen, einen Streit vom Zaun brach, aber ich wusste nicht, wie ich es ihm sagen sollte, ohne dass er sich zurückgesetzt und verarscht gefühlt hätte.

Beichthaus.com Beichte #00035281 vom 20.03.2015 um 14:32:33 Uhr (12 Kommentare).

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Die Wette der Frauenhelden

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Peinlichkeit Schamlosigkeit Hochmut Schule

Ich (m/27) habe mich in der heißen Phase des Abiturs auf eine dämliche Wette eingelassen. Damals war ich Anfang 18 der Mädchenschwarm der Oberstufe. Heute habe ich dank meines üppigen Speiseplans leider nicht mehr diese Anziehungskraft an das weibliche Geschlecht. Wie dem auch sei, zu dieser Zeit gab es diesen von mir verhassten Oliver im Deutsch-Grundkurs, der mit mir um die heißesten Schnitten konkurrierte. Irgendwie hatte er auch dieses gewisse Etwas, um regelmäßig bei Frauen zu landen. Als er es dann wirklich brachte, die süße Jenny zu angeln, war bei mir Ende im Gelände. Ich schubste ihn nach Schulschluss von der Treppe, damit er sieht, dass die Weiber dort mein Eigen sind. Tragischerweise kam er unverletzt davon, bemerkte aber meinen Neid. Um herauszufinden, wer der größte Stecher ist, bot er mir eine Wette an. Wer es schafft, bis zu den mündlichen Prüfungen mehr Mädels ins Bett zu kriegen, durfte sich vom Verlierer vor versammelter Klasse einen blasen lassen. Ich dachte, das sei endlich die Gelegenheit für die absolute Demütigung meines Gegenspielers. Damit auch wirklich alles fair abläuft, sollte nach jeder Nummer ein Foto von den damals schlechten Handykameras geschossen werden. Zu sehen sollten der Stecher und die Gestochene sein - und zwar beide nackt. Es sollte ja keiner betrügen dürfen.

Die Wette lief erst mal zwei Wochen vor sich hin. Während ich gerade eine aus der Disco abschleppen konnte, konnte mein Gegenüber gleich mit drei Bettbekanntschaften prahlen. So ein Mist, dachte ich. Die Fotos haben es eindeutig belegt. Aber es waren zum Glück noch drei Wochen bis zu den mündlichen Prüfungen. Mit dem Gedanken, nun mehr Gas geben zu müssen, griff ich in die Trickkiste. Zuerst überredte ich meine Schwester dazu, mit mir ein Nacktfoto schießen zu lassen. Das klingt problematischer als es ist, da niemand meine Schwester kennt und sie mit einem Zehner entschädigt wurde. Ins Lusthaus meiner Kleinstadt musste ich leider auch. Schließlich war es die unkomplizierteste Methode für einen schnellen Verkehr. Schwierig war es nur, heimlich das Foto zu machen. So vergingen auch schon die drei Wochen. Bei mir blieb es leider bei den drei Nummern, doch zu meinem Glück ruhte sich mein Gegner aus. Es stand also Unentschieden. Irgendwie war das für beide Seiten eine dämliche Situation, da die Klasse sehnsüchtig die Einlösung der Wette erwartete. Also musste das Körbewerfen am Basketballfeld entscheiden. Derjenige, der zuerst fünf Mal den Korb trifft, hat gewonnen.

Unter der sengenden Hitze spielten meine Nerven verrückt. Ich verlor glasklar mit 5:1. Damit war mein Schicksal besiegelt. Nach der Chemie-Stunde löste ich unter Gelächter meine Wette ein. Noch nie wurde ich so erniedrigt. Man steht da wie ein Loser, wenn man vor der ganzen Kameradschaft, dem Feind seinen Willi lutschen muss. Die Videos verbreiteten sich wie ein Lauffeuer, sodass ich für die restlichen Wochen ein bestimmtes Image hatte. Von nun an war ich nicht mehr der Frauenheld, sondern der Homo. Bis heute schaffe ich es nicht mehr, mich mit Kumpels auf Wetten einzulassen, geschweige denn Basketball zu spielen. Jedenfalls konnte ich mich schnell der Hölle befreien, weil ich für das Stadium meinen Wohnort wechseln musste. Also Leute, lasst euch nicht auf pubertäre Wetten ein!

Beichthaus.com Beichte #00035278 vom 19.03.2015 um 20:22:30 Uhr (20 Kommentare).

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Verschwundene Bücher in der Bib

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Aggression Hass Zorn Selbstsucht Studentenleben

Ich muss beichten! Zwar habe ich noch nicht explizit gehandelt, werde aber demnächst wohl zu körperlicher Züchtigung meiner Kommilitonen greifen - wir schreiben gerade eine Hausarbeit und seit Montag ist auf mysteriöse Weise eines der Bücher aus dem Präsenzbestand, also eines, das man nicht ausleihen kann, verschollen. Egal, zu welcher Zeit man danach sieht, es ist nie im Regal, auch unmittelbar zur Öffnungszeit nicht, und das sagen die befreundeten Kommilitonen, die dort ebenfalls gern mal reinsehen würden, auch. Am letzten Donnerstag habe ich es kurz in den Händen gehalten, und nachdem wir es wieder an seinen Platz stellten, war es dann fort. Aufregen tut mich das, weil man jetzt, wo man in der Bibliothek praktisch lebt, mitbekommt, dass Leute die Bücher bunkern. Wenn man die Bib verlässt oder in die zweistündige Mittagspause geht, stellt man das Material doch wieder zurück, wenn man so lang schon einen der raren Plätze blockieren muss.


Aber nein, es wird dann bei den Kumpels untergebracht, bis man wiederkommt, oder bleibt offen auf den Tischen liegen - das Personal geht natürlich dann davon aus, dass da jemand sofort wiederkommt, und räumt das nicht wieder ein, zumal man die Bücher ja auch selbst wieder wegpackt. So viel Unkollegialität macht mich unglaublich aggressiv und wenn ich das das nächste Mal mitbekomme, gibt es eine Nackenklatsche. Und ich hoffe aus tiefstem Herzen, dass so fiese Leute eine grottige Hausarbeit schreiben! Oder bestenfalls wegen Plagiaten oder so etwas null Punkte erhalten. So viel Egoismus kapiere ich nicht, denn wir sitzen ja alle im selben Boot.

Beichthaus.com Beichte #00035272 vom 18.03.2015 um 14:51:35 Uhr (14 Kommentare).

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Erfundene Freunde

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Verzweiflung Feigheit Falschheit Lügen Gesellschaft

Ich (m/24) möchte beichten, dass ich sämtliche Personen in meiner Umgebung regelmäßig anlüge. Angefangen hat das Ganze, als ich in die Pubertät kam. Da ich schon immer schüchtern war, habe ich in der neuen Schule nicht wirklich Freunde gefunden. Ich war jedoch kein klassisches "Opfer", da ich sehr groß und sportlich gebaut war. Jedenfalls haben meine Eltern sich immer mehr Sorgen gemacht und mich gedrängt, etwas mit meinen neuen Freunden zu unternehmen. Da sie wirklich traurig waren, habe ich mir dann unter anderem Freunde ausgedacht und habe mit diesen imaginären Freunden Silvester und Geburtstag gefeiert - in Wirklichkeit saß ich irgendwo alleine rum und habe die Zeit abgesessen. Für mein Studium musste ich dann umziehen, und auch hier hatte ich wieder Probleme, Anschluss zu finden. Die neuen Kommilitonen habe ich auch alle belogen. Natürlich kam dann auch mal das Thema Frauen auf, und mit wie vielen man schon geschlafen hätte. Ich bin bis heute Jungfrau und habe noch nie eine Frau geküsst, ich hatte noch nicht mal ein Date. Ich kann wenig bis überhaupt nicht mit Frauen reden, geschweige denn flirten. In der Schulzeit war mir das schon extrem peinlich und zum Beispiel meine kleine Schwester und mein Vater haben mich immer damit aufgezogen, dass ich schwul wäre und meine Mutter hat sich natürlich auch gewundert. Mir ist das Ganze unbeschreiblich peinlich und wenigstens vor ihnen wollte ich gut dastehen.


Ich glaube, dass ich mittlerweile unter einer sozialen Phobie leide, jedenfalls ist das Ganze nie aufgeflogen. Meinen Kollegen und meiner Familie habe ich dann Bilder von Frauen (meinen "Freundinnen") aus dem Internet gezeigt, um die Illusion aufrecht halten zu können. Mich zerfrisst das Ganze einfach, und wenn ich sehe, wie viele Freunde andere in meinem Alter haben, oder was für hübsche Freundinnen, würde ich mich am Liebsten vor die nächste Bahn schmeißen. Jeden Tag muss ich die Leute immer weiter belügen, damit das Ganze nicht auffliegt - von Leuten im Fitnesscenter bis hin zu meinen Großeltern. In Wirklichkeit gibt es keine einzige Person, mit der ich mal reden könnte oder die die Wahrheit kennt. Es tut mir wirklich leid, jedoch kann ich damit auch nicht einfach aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00035268 vom 17.03.2015 um 18:20:44 Uhr (15 Kommentare).

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