Organisierter Diebstahl in der Familie

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Diebstahl Lügen Selbstsucht Habgier Geld Stockelsdorf-Curau

Ich (w/24) beichte, dass ich früher wiederholt meine eigenen Eltern bestohlen habe. Wir sind und waren nie arm dran, meine Eltern sind beide berufstätig und verdienen gutes Geld, wir leben in einem sehr großen schönen Haus, mit mittlerweile drei Autos und Pool im Haus. Als ich ungefähr 11 war, fing ich an, mich für materielle Dinge zu interessieren, Zeitschriften, Schmuck, Klamotten. Da ich vier Geschwister habe, fiel mein Taschengeld eher gering, dem Alter aber sehr angemessen aus. Mir reichte das nicht. Ich fing damit an, meiner Mutter die Münzen für den Einkaufswagen aus den Jackentaschen zu klauen. Wenn niemand in Sicht war, auch mal kleinere Beträge aus der Geldbörse - wir reden hier von 50 Cent bis zwei Euro. Davon kaufte ich mir Bibi-Blocksberg-Zeitschriften und Süßigkeiten. Ab und zu wurde sie misstrauisch und fragte mich, woher ich das Geld dafür hätte. Ich log und sagte, ich hätte gespart und jetzt absolut gar nichts mehr an Geld übrig. Mein Diebesgut versteckte ich irgendwo in meinem Zimmer.


Mein Vater schien etwas weniger Übersicht über seine Finanzen zu haben. Er bewahrte stets eine Menge Bargeld in seinem Geldbeutel in der Jackentasche auf. Des Öfteren bediente ich mich mit über 50 Euro in der törichten Annahme, er würde das nicht bemerken, da niemals Kommentare oder Ähnliches kamen. Ich kaufte mir munter Klamotten und Schmuck, gab die Sachen als Geschenke und Abgetragenes von Freundinnen aus. Eines Tages lag auf dem Küchentisch ein Zettel meiner Mutter, auf dem sie bekannt gab, dass jemand in der Familie Geld klauen würde und sie sehr enttäuscht von uns Kindern wäre. Sie hätten uns immer gerecht und gut behandelt und es hat uns ja auch wirklich nie an etwas gemangelt. Trotzdem wollte ich immer mehr und besseres. Ich habe die Schuld von mir geschoben und so kam nie raus, wer das Geld wirklich genommen hatte. Über die Aktion wurde nach dem Zettel nicht ein einziges Wort verloren. Mein Vater verstaute sein Geld von da an woanders und ich musste aufhören, mich zu bedienen. Einige Male habe ich auch 50er und 100er aus der Handtasche meiner Reitlehrerin mitgehen lassen. Auf Familienfesten habe ich Jacken durchstöbert, aber nie was gefunden.


Ich habe keine Ahnung, ob jemals jemand vermutet hat, dass ich das war, aber ich habe im Alter von 11 bis ungefähr 16 unglaubliche Summen an Geld geklaut - von meinen liebevollen, aufrichtigen und niemals knausrigen Eltern. Das tut mir unendlich leid, aber ich glaube nicht, dass ich das ihnen gegenüber jemals zugeben werde. Ich schäme mich unendlich, zumal sie mich heute noch mit Geld unterstützen im Studium, wobei sie nicht wissen, dass ab und zu etwas davon für Zigaretten und Tattoos drauf geht, wovon beide gar nichts halten würden. Ich liebe meine Eltern und bitte um Absolution für mein gieriges 11-jähriges Ich. Ich habe mir fest vorgenommen, ihnen möglichst viel zurückzuzahlen, sobald ich ein geregeltes Einkommen habe. Des Weiteren kann ich mittlerweile sehr gut mit Geld umgehen. Ich lebe sparsam und bestehe darauf, dass ich mit meinem Freund und generell Freunden Kosten immer fair aufteile. Ich habe nie wieder geklaut und inzwischen reizt es mich nicht mal mehr, selbst wenn ich vielleicht könnte.

Beichthaus.com Beichte #00035381 vom 02.04.2015 um 15:08:32 Uhr in Stockelsdorf-Curau (7 Kommentare).

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