Verletzung einer Menschenseele

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Fremdgehen Verzweiflung

Ich (w/18) möchte etwas beichten, das euch ganzen Fremgehen-ist-so-geil-Menschen vielleicht mal zu denken gibt. Ich bin vor etwa eineinhalb Jahren von Zuhause aus- und in eine 600 Kilometer entfernte Großstadt gezogen, um in der Nähe meines Freundes zu sein. Eigentlich bin ich eine ziemlich starke Persönlichkeit, die so einiges aushält, aber mit 17 in eine fremde, riesige Stadt zu ziehen, in der man nur einen Menschen hat, den man kennt, mit Schulwechsel und allem Drum und Dran, gehört nicht zu den Dingen, die man einfach so wegsteckt, ohne ein gewisses Maß an Veränderung durchzumachen. Ich muss dazu sagen, dass ich, auch wenn meine Entscheidung und der Umzug in den Sommerferien und völlig überstürzt in zwei Wochen geplant und durchgeführt waren, mir durchaus mögliche Konsequenzen bewusst gemacht habe. Dass Beziehungen an so etwas kaputt gehen können. Dass ich mein ganzes eigentlich sehr glückliches altes Leben für einen Menschen aufgebe, in einem Alter, in dem die meisten anderen auf jeder Party einen anderen Kerl abschleppen. Und tatsächlich ging es nach meinem Umzug kontinuierlich Berg ab. Ich bin auf einer Schule gelandet, auf der - inklusive mir - zwei Menschen des 12er-Geschichtskurses auf die Frage, wer denn bitteschön Sokrates sei, eine Antwort parat hatten. Als ich endlich mein eigenes WG-Zimmer beziehen konnte - ich hatte zuvor bei meinem Freund gewohnt, meinte er, er könne mir jetzt leider nicht helfen, er sei krank (es war eine leichte Erkältung).

Und in mir hat sich nach und nach immer mehr Wut angestaut. Wut darüber, dass er mir nicht geholfen hat, obwohl ich mein Leben für ihn über den Haufen geworfen habe, Wut darüber, dass ich auf dieser Scheiß-Schule festhänge, Wut über alles, was mir nicht gepasst hat. Er konnte sich Tausende Male für Dinge entschuldigen, für die er nichts konnte, er hat mich damit nur noch wütender gemacht. Ich wollte ihn verletzen, ich wollte ihm - auch wenn es mir erst im Nachhinein bewusst geworden ist - so schlimm wehtun, wie ich nur irgendwie konnte. Ein oder zwei Mal bin ich während dieser Monate noch zur Besinnung gekommen, habe versucht einfach "nur" mit ihm Schluss zu machen, aber ich habe es nicht durchgehalten. Dann kurz nach Weihnachten, als er noch bei seiner Familie war, habe ich etwas mit einem guten Freund von ihm angefangen und es ihm an unserem Einjährigen gestanden. Nie, nie in meinem Leben habe ich solchen Schmerz in dem Blick eines Menschen gesehen.
Und auf einen Schlag ist mir bewusst geworden, was es bedeutet, wenn jemand, den du über alles liebst, auf diese Weise dein Vertrauen bricht. Ich würde alles dafür tun, um den Moment ungeschehen zu machen, in dem ich diesen Menschen so verletzt habe. Wenn ich wüsste, es wäre ungeschehen, wenn ich aus dem Fenster springen würde, ich säße schon auf dem Sims. Ich habe nun schon seit einer ganzen Weile einen neuen Freund, den ich wirklich sehr gerne mag und ich würde ihn niemals mehr betrügen, weil ich gesehen habe, was das für einen fürchterlichen Schaden in einer Menschenseele anrichten kann.

Beichthaus.com Beichte #00025220 vom 26.11.2008 um 21:07:08 Uhr (16 Kommentare).

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Schlecht für die Ex

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Falschheit Stolz Rache Ex Hamburg

Vor ziemlich genau einem halben Jahr hat sich meine Ex überraschend von mir getrennt. Die Zeit danach ging es mir unglaublich beschissen, doch dann war ich plötzlich wie ausgewechselt. Ich hatte Spaß daran, neue Leute kennenzulernen, ich wurde Jahrgangsbester an der Uni und ich hatte auch keine Probleme mehr damit, Frauen kennenzulernen und mit denen in die Kiste zu springen. Meine Beichte: Meiner Ex gegenüber tue ich immer noch so, als ob es mir ganz schrecklich beschissen geht, weil sie darunter leidet und ich genieße ihr schlechtes Gewissen auf immer und ewig.

Beichthaus.com Beichte #00025029 vom 01.11.2008 um 16:44:10 Uhr in Hamburg (Bramfelder Chaussee) (15 Kommentare).

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“Beichte

Bin ich doch nicht homosexuell?

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Verzweiflung Begehrlichkeit

Leute, ich muss was beichten! Eigentlich bin ich homosexuell, doch es ist mir vor Kurzem passiert, dass ich mich in einen Menschen des anderen Geschlechts verknallt habe. So ein Mist. Das Coming-out war so schwer und nun das? Zu meiner Verteidigung muss ich aber sagen: Dieser Mensch sieht sehr nach einem Mitglied meines Geschlechts aus, also ist es wohl doch nicht so schlimm. Doch jedes Mal, wenn ich ihn in Unterhose sehe, könnte ich ihn anspringen und vernaschen. Mein ganzes Umfeld ist jedoch davon überzeugt, dass ich homo bin und ich will das auch nicht ändern. Was mache ich nun? Ich bin verzweifelt.

Beichthaus.com Beichte #00024867 vom 30.09.2008 um 09:35:33 Uhr (26 Kommentare).

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Der letzte Mensch der Welt

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Hochmut Selbstsucht Hass

Der letzte Mensch der Welt
Ich wünsche mir ziemlich oft, dass ich der letzte Mensch auf Erden wäre. Das ist mein absoluter Traum. Ich hätte immer Grün auf der Straße, und wenn der Tank leer ist, nehme ich mir das nächste Auto. Keine nervigen Menschen mehr an der Kasse vor mir. Keine sinnlosen […]
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Beichthaus.com Beichte #00024865 vom 30.09.2008 um 05:13:14 Uhr (60 Kommentare).

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“Folge

Der Meister der Tarnung

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Trägheit Stolz Ungerechtigkeit

Mein Einkommen ist unverschämt hoch und spiegelt in keinster Weise meine berufliche Leistung wider. Zufall und verdammt viel Glück haben mich so hochgespült. Von Anfang an konnte ich beruflich eigentlich nie die in mich gesteckten Erwartungen erfüllen, es ging trotzdem immer weiter nach oben. Mir wurden all diese Dinge quasi auf dem Tablett serviert. Ich musste nur noch zugreifen. Dabei leben ich weder vom Erbe meiner Eltern, noch verfügte ich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn über Referenzen, Verbindungen, Erfahrungen oder Beziehungen. Es lief einfach alles von alleine. Ich konnte mich gegen meinen beruflichen Aufstieg und Erfolg nicht wehren. Warum auch? Innerhalb eines Jahres habe ich mit damals 28 Jahren eine große, erfolgreiche Abteilung bekommen, einen fetten, nigelnagelneuen 5er BMW mit Vollausstattung als Firmenwagen, konnte mir ein großes Haus kaufen und habe dreimal pro Jahr fett Urlaub in den Traumregionen dieser Welt gemacht. Ich will hier auch gar nichtrumposen, von wegen was für ein geiler Macker ich bin und alle für mich arbeiten lasse usw. Denn so ist es nicht. Die Abteilung läuft von selbst. Geleitet wird sie eigentlich nur durch die grundsätzlichen Firmendirektiven an die sich alle Mitarbeiter halten und von zwei meiner Assistenten, die sich deswegen schon längst nicht mehr mit mir absprechen. Kurios auch, dass mein Rat gerne gehört wird und ich in viele Sondergremien und sogenannten Arbeitsgruppen gebeten werde und man mich als absoluten Gewinn in einer solchen Runde empfindet. Dort sind die Schamgefühle besonders schlimm. Denn es ist so, dass ich schon so wahnsinnig lange keine meiner angelernten bzw. studierten Fähigkeiten eingesetzt habe, dass ich sie alle wieder verlernt und vergessen habe. Ich kann fast gar nichts mehr. Neulich hätte ich auf das gesamte Repertoire zurückgreifen müssen und habe kläglich versagt. Ich konnte es aber überspielen in dem ich auf Allgemeinplätze umschwenkte und lockere Witzchen im Plauderton in die Runde warf. Ich bin nach wie vor ein Meister der Tarnung und des Vertuschens. Ich schäme mich. Aufgrund meiner Position werde ich auch nicht in Frage gestellt. Ich bin totunglücklich über diese Situation, bin aber inzwischen geistig so gelähmt und verblödet, dass ich mich keinen Meter mehr bewegen kann. Ich wüsste 1000 Dinge die ich machen könnte, damit es mir besser geht, ich noch mehr Provision bekomme und es der Firma helfen könnte. Aber ich tue nichts dergleichen. Meine Bequemlichkeit und Faulheit hat die Oberhand gewonnen. Mein größtes Problem jeden Tag ist womit ich meinen Stundenzettel füllen soll. Ein Stundenzettelsystem, dass ich selbst zur Erzielung von mehr Effizienz entwickelt habe und in der kompletten Firma genutzt wird. Da ich nichts mache tagsüber muss ich mir immer etwas aus den Fingern saugen. Größtenteils schreibe ich die Stundenzettel meiner Assistenten ab. Ich sehe ganz klar, wie das alles mit großen Schritten einem katastrophalen Fiasko entgegen geht, aber ich kann bzw. will da nicht gegensteuern. Leuten mit ähnlichen Problem rate ich, sie sollen endlich mal über ihren Schatten springen und den Arsch hochkriegen. Ich bin kein Kiffer, trinke wenig Alkohol und treibe regelmäßig Sport. Ich selber bin aber total platt und befinde mich im Zustand der geisten Stase. Wie lange soll das noch gutgehen? Ich könnte ja auch nicht woanders arbeiten. Dafür kann ich inzwischen viel zu wenig. Jeder Uni-Absolvent würde mich outperformen. Teufelskreis!

Beichthaus.com Beichte #00024654 vom 03.09.2008 um 17:05:10 Uhr (20 Kommentare).

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