Meine tratschenden Mitfahrer

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Hass Boshaftigkeit Verschwendung Bahn & Co. Wien

Ich (m/23) hasse alle Menschen, die in der U-Bahn/Straßenbahn/Schnellbahn alle Mitfahrer an ihrem üblen Gerede teilhaben lassen. Nun wären das wenigstens Themen wie Oligoklonale Banden, Kryptofaschismus, Wirtschaftskrise oder Literatur. Nein, ständig nur grammatikalisch falsche Dreiwortsätze. Ich habe vor drei Monaten eine super Methode gefunden, diese Penner zum schweigen zu bringen oder zumindest zu verwirren. Ich bin Diabetiker Typ 1 und habe deswegen für den Fall, dass meine Insulinpumpe mal einen Aussetzer bekommt einen Insulinpen dabei. Das Ding schießt gute zwei Meter weit mit Insulin. Insulin hat einen sehr strengen Geruch, der zwar bald wieder verdunstet, aber wenn man das nicht kennt, kann man schon erschrecken. Ich ziele also immer unauffällig auf diese Tratschmäuler und lache mir dann über ihre Panik ins Fäustchen. Manche steigen sogar aus, weil sie den Geruch nicht aushalten. Sorry, aber euer Gerede will keiner hören.

Beichthaus.com Beichte #00029572 vom 29.11.2011 um 15:01:07 Uhr in Wien (Karlsplatz) (25 Kommentare).

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Meine Achatschnecken

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Rache Zwietracht Tiere Osnabrück

Ich (w) habe mir vor einiger Zeit Achatschnecken zugelegt, das sind sozusagen Riesenschnecken. Ich habe mich liebevoll um die Tiere gekümmert und keine Kosten und Mühen gescheut ihnen ein angenehmes Leben zu bereiten. Ich hatte sie jetzt um die 2-3 Wochen und man konnte schon sehen, dass sie deutlich gewachsen sind. Meine Stiefmutter und ich haben einen schlechten Draht zueinander und da ich das kleine Terrarium, das ich jetzt für die Baby-Schnecken benutze, in der Küche vergessen hatte, hat sie es aus reiner Boshaftigkeit nach draußen in die Kälte gestellt. Naja, und wie man sich denken kann sind alle Schnecken jetzt tot. Ich hatte dafür Geld bezahlt und wie schon geschrieben auch viel Herz mitreingesteckt.
Am nächsten Morgen sah ich meine Katze wie sie am frischgebauten Lebkuchenhaus meiner Stiefmutter genüsslich rumleckte und ich hab sie nicht weggejagd, nein, ich hab sie genüsslich weiterlecken lassen und wenn sie weg wollte habe ich sie wieder drangesetzt damit sie nochmal drüberleckt. Ich beichte hiermit, dass ich meiner Katze den unglaublich schrecklichen Geschmack der Backkünste meiner Stiefmutter ausgesetzt habe. Sie hat Lebewesen auf dem Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00029571 vom 29.11.2011 um 12:55:41 Uhr in Osnabrück (27 Kommentare).

Gebeichtet von Lelouch
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“Beichte

Mein verklebtes Gehirn

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Dummheit Neid Eifersucht Fremdgehen Partnerschaft

Ich habe hier letztens eine Beichte gelesen, in der eine junge Frau ihren Freund für einen Trottel verlassen hat, das hat mich daran erinnert, dass mir mal etwas ganz Ähnliches passiert ist. Ich war damals gerade 19 geworden und hatte einen sehr gut aussehenden, intelligenten und begabten Freund, der ähnliche Hobbies und Wertevorstellungen hatte wie ich. Leider hab ich das damals nicht in dem Maße erkannt und gewürdigt, wie es vielleicht angebracht gewesen wäre. Heute weiß ich, dass es naiv war zu glauben, so etwas fände Frau an jeder Straßenecke. Mein Freundeskreis bestand zu dieser Zeit aus einem Haufen partywütigen Mädels und wir haben an den Wochenenden oft sehr exzessiv gefeiert. Mein damaliger Freund war erst öfter mit, aber da ich begierig darauf war, meinen Marktwert auch bei anderen Männern zu testen, vermied ich es später ihn mitzunehmen. Eines verhängnisvollen Tages lernte ich auf einer Party einen netten Jungen kennen, der mir ziemlich gefiel. Er machte mir den Hof und versprach mir, er würde alles für mich tun. Naiv wie ich war glaubte ich ihm. Wir trafen uns öfter zum Kaffee und schrieben täglich SMS. Schließlich trennte ich mich für ihn von meinem damaligen Freund.


Der erste Schock in meiner frischen Beziehung war, als mir der Typ gestand, er wäre erst 17. Mir hatte er vorneweg immer gesagt, er sei 21. Dementsprechend ging er auch noch zur Schule, und studierte gar nicht, wie er außerdem erzählt hatte. Die nächste unangenehme Überraschung war, dass er mit seiner alleinstehenden Mutter in einer versifften Zweiraum-Plattenbauwohnung lebte, obwohl er angeblich eine eigene Wohnung besaß. Er schwor hoch und heilig, dass er mir nur etwas vorgeflunkert habe, weil ich seine Traumfrau sei, und er ohne mich nicht leben könne. Seine süßen Worte verklebten mir mein Gehirn sehr gründlich und so dachte ich nicht darüber nach, was er mir noch so für Lügen erzählt haben könnte. Wir schliefen am Anfang oft miteinander, aber nach einiger Zeit begann er, danach immer Playstation oder Computer zu spielen. Ich war dann für ihn Luft, außer, dass ich ihm ab und zu was zu essen oder zu trinken bringen sollte. Als ich ihm das vorwarf, guckte er nur unschuldig und versprach, etwas zu ändern, was er aber nie tat. Sein Freundeskreis bestand aus lauter Möchtegern-Gangstern, die sich mit etwa 80 Prozent Schimpfwörtern und 20 Prozent Personalpronomen betitelten. Nach ungefähr drei Monaten hatten wir komplett das Interesse aneinander verloren, er hatte in der Disco schon mehrere neue Kontakte zu Mädchen geknüpft, und mir dämmerte langsam, was ich an meinem Ex gehabt hatte. Ich machte also Schluss und durfte mich als Schlampe beschimpfen lassen, nur um noch im selben Satz zu erfahren, dass er mir ja schon seit einem Monat mit einer Anderen fremd ging, und er mich sowieso nie geliebt hatte. Ich dachte, ich könnte vielleicht zu meinem vorherigen Freund zurück, und schrieb ihm eine ellenlange Entschuldigungsmail. Er antwortete nie darauf. Stattdessen erzählte mir eine gemeinsame Freundin auf Nachfrage, dass er wieder glücklich vergeben sei. Seine Neue ist übrigens hübscher und vermutlich weniger naiv als ich, und er ist jetzt seit 9 Jahren mit ihr zusammen. Seit 2 Jahren haben sie eine kleine Tochter. Ich war währenddessen in mehreren Kurzzeitbeziehungen, aber bis jetzt war nichts wirklich Gutes dabei. Immer wenn ich meinen Ex und seine Familie auf der Straße sehe, verfluche ich meine eigene Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00029569 vom 29.11.2011 um 11:37:37 Uhr (27 Kommentare).

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Auf der Tischtennisplatte

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Wollust Trunksucht Schamlosigkeit Berlin

Ich (w) hatte mein erstes Mal kurz nach meinem 15. Geburtstag auf einer Tischtennisplatte draußen im Dunkeln in einem Innenhof. Er war 18 und es war ein One-Night-Stand. Wir hatten Wodka mit Orangensaft getrunken und ich war so besoffen, dass ich mich kaum mehr erinnern kann. Seinen Vornamen weiß ich noch, aber seinen Nachnamen hat er mir nie gesagt.
Hiermit beichte ich, dass ich so dumm war, mich von ihm abfüllen zu lassen und zu betrunken war um Nein zu sagen.

Beichthaus.com Beichte #00029532 vom 20.11.2011 um 00:22:01 Uhr in Berlin (Jakob-Kaiser-Platz) (28 Kommentare).

Gebeichtet von Upmarket
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Der wohltätige Burgerverkäufer

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Betrug Waghalsigkeit Diebstahl Arbeit Restaurant Wittmund

Der wohltätige Burgerverkäufer
Vor circa einem Jahr habe ich für eine geraume Zeit in einer namhaften Fastfoodkette gearbeitet, um mit ein bisschen Geld fürs Studium zu verdienen. Dabei war es meine Aufgabe die Bestellungen am Tresen entgegenzunehmen und folglich selber vorzubereiten.
Mit fortschreitender Zeit begann ich die Filiale und die gesamte Fastfoodkette abgrundtief zu hassen. Nicht nur, dass die Burger gefühllos zusammengequetscht werden, um möglichst schnell den Nächsten bedienen zu können, nein, öfters sind die Dinger auch nicht ganz durch oder die Pommes Frites abgestanden, wenn länger kein Kunde da war. Von den Preisen müssen wir gar nicht erst sprechen.

Dies war besonders in der Nachtschicht der Fall. Da die Bezahlung außerdem miserabel war und der Chef ein rücksichtsloser, geldgeiler Mensch, begann ich bald schon die Menüs nach meinem Gutdünken etwas zu erweitern. Konkret heißt das: In die Getränke schüttete ich entgegen den Vorschriften möglichst wenig Eis, dafür umso mehr vom Getränk selbst. Bestellte jemand die mittlere Größe eines Menüs, gab es von mir die größte Cola und die größten Pommes Frites dazu. Bestellte jemand das Kindermenü mit dem billigen chinesischen Plastikspielzeug, enthielt die entsprechende Kinderpackung bei der Übergabe ein zweites Exemplar. Kaufte ein älterer Herr ein Menü zum Mitnehmen, wird er zu hause überrascht zwei Burger in der Tasche vorgefunden haben.

Auch bei Beschwerdefällen handelte ich etwas großzügiger, als es der Herr Chef wohl gerne gehabt hätte. Beschwerte sich eine Mutter mit ihrem Kind über einen lauwarmen Burger, gab es von mir zusätzlich kostenlos ein neues, heißes Exemplar. Selbstverständlich erforderte meine "Kampagne" die präzise Sichtung meines Umfelds, um nicht auf frischer Tat ertappt zu werden. Dementsprechend führte ich meine "Aktionen" meistens in der Nachtschicht oder an Zeiten aus, in denen maximal zwei oder drei Mitarbeiter anwesend waren. Teilweise ging meine Gutmenschlichkeit soweit, dass ich noch heute in der Gegend gefragt werde, "ob ich nicht der freundliche, junge Mann vom Schnellimbiss XYZ wäre". Ich beichte also, dass ich letztes Jahr bewusst für Umsatzeinbußen bei meinem Chef gesorgt habe.

Beichthaus.com Beichte #00029528 vom 17.11.2011 um 10:14:09 Uhr in Wittmund (48 Kommentare).

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