Von Narren und extrascharfen Schokoriegeln

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Zorn Boshaftigkeit Vorurteile Ernährung Stockach

Es ist immer wieder schön, wie die Tradition der Fastnacht bei uns in Baden-Württemberg aufrechterhalten wird. In jedem Jahr feiere ich mit meinen Freunden von Donnerstag bis Dienstag. In den letzten Jahren fällt es mir immer schwerer, alle Veranstaltungen zu besuchen, weil mehr und mehr der hier lebenden Ausländer diese Veranstaltungen aufsuchen und meiner Meinung nach auch stören. Sie passen nicht ins Stadtbild, schon rein äußerlich, und sie kennen auch die entsprechenden Rufe und Gepflogenheiten nicht. Deshalb sind diese Menschen für mich nicht zu akzeptieren. Weil die Kinder von diesen Leuten auch sehr frech sind und die Narren mit Schneebällen bewerfen, sind diese Fremden heute zu einem großen Störfaktor geworden. Aber anstatt eine Schlägerei mit den Türken anzuzetteln, haben wir uns etwas anderes einfallen lassen.


Ich bin ein großer Liebhaber von scharfen Saucen und habe immer einen großen Vorrat zu Hause. Deshalb haben wir von der schärfsten Sauce, die es zu bestellen gibt, eine Spritze gefüllt und drei Marsriegel damit "geimpft." Diese Sauce sollte man nicht mit bloßen Händen anfassen, geschweige denn in die Augen oder Schleimhäute bekommen. Diese Riegel sind dann heute wie aus Zufall mit anderen Süßigkeiten in die Taschen und Tüten der Ausländerkinder gewandert. Meine Kumpels und ich können uns vor Lachen nicht mehr halten, wenn wir uns vorstellen, wie die Kinder in Schnappatmung verfallen, wenn sie in den Riegel beißen. Aber was, wenn sie deutsche Freunde haben und den Riegel verschenken? Das wollte ich natürlich nicht, daher die Beichte.

Beichthaus.com Beichte #00035099 vom 17.02.2015 um 09:03:42 Uhr in 78333 Stockach (24 Kommentare).

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Mutwillige Zerstörung in der Schule

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Vandalismus Feigheit Schule

Ich möchte etwas aus meiner Schulzeit beichten, dass mir heute wieder eingefallen ist. Unser Gymnasium hatte mehrere Gebäude. Eines für die Schüler bis zur zehnten Klasse und eines für die anderen. Das Schulhaus für die Jüngeren hinkte dem anderen immer hinterher, was Ausstattung, Ansehen, Aussehen, Förderung etc. anging. Wenn ausländische Schulen zu Besuch kamen, wurde sogar verheimlich, dass es das zweite Haus gab. Die Lehrer erzählten uns andauernd, wie sehr wir uns darauf freuen könnten, bald dauerhaft ins andere Haus zu dürfen. Irgendjemand musste ein Einsehen gehabt haben. Denn während meiner Schulzeit dort wurde endlich angefangen, zu renovieren. Alte, verschimmelte Holzbänke aus den naturwissenschaftlichen Räumen wurden gegen modernste Einrichtung getauscht. Die Räume wurden komplett runderneuert.


Doch den dicksten Fisch zog die Schule an Land, als das gesamte untere Stockwerk renoviert wurde. Über ein Jahr gab es dort keinen Unterricht, nur eine Baustelle mir Schutt und Lärm, die auch den Unterricht nicht ganz optimal gestalteten. Dann war endlich der Tag gekommen. Die Bauarbeiten waren fertig, das unterste Stockwerk wurde freigegeben. Und jetzt kommt das für mich immer noch Unfassbare: Am allerersten Tag, nachdem alles freigegeben wurde, viele Dinge waren sogar noch in Schutzfolien verpackt, fällt unserem Klassendeppen nichts Besseres ein, als mit einem gezielten Tritt einen Lichtschalter auf dem Gang in seine Einzelteile zu zerlegen. Er ging einfach unbekümmert weiter. Außer mir hat das nur eine andere beobachtet. Ich möchte beichten, dass ich diesen Vorfall nie einem Lehrer geschildert habe.

Beichthaus.com Beichte #00035009 vom 03.02.2015 um 22:48:34 Uhr (9 Kommentare).

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Strafzettel in Australien

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Selbstsucht Engherzigkeit Auto & Co. Urlaub Australien

Als ich (m/27) im Alter von 23 Jahren mit einem sehr guten Freund einen Sprachaufenthalt in Australien machte, haben wir Strafzettel im Wert von ungefähr 700 Dollar gesammelt, die von uns nie beglichen wurden. Es fing alles damit an, dass wir die English-School, die wir besuchten, spontan um die Hälfte der Zeit kürzten, um mehr Zeit für unseren Roadtrip zur Verfügung zu haben. So weit nichts zu beichten, wir haben Anreise, Schule, Unterkunft, etc. alles aus eigener Tasche bezahlt. Der Plan stand, von der Westküste über die Südküste bis hin zur Ostküste zu fahren und ab da zu schauen, wie viel Zeit noch übrig ist. Alles klar, wir haben uns also ausgerechnet, ob es günstiger ist, ein altes Auto zu kaufen oder eines zu mieten. Es lagen wirklich nur wenige Dollar dazwischen und der Komfort eines eigenen Wagens darf nicht unterschätzt werden.

Nun gut, wir machten uns auf die Suche, fanden ziemlich schnell einen günstigen Ford - 300.000 Kilometer, überall Rost, 4L Motor, gefühlte 100 PS. Aber egal, er lief und hatte Platz für zwei Personen im Kofferraum. Ebenfalls war ein komplettes Camping-EQ im Auto, wie perfekt für unseren Trip. Wir kauften den Wagen einem sehr netten, jungen französischen Pärchen ab, welche den spiegelverkehrten Roadtrip hinter sich hatten. Und hier beginnt die Beichte. Wir kamen wirklich gut mit den Franzosen aus, sie vertrauten uns sogar so weit, dass sie uns den Wagen mitsamt noch zwei Monate gültigen Papieren, welche natürlich auf ihre Namen liefen, übergeben haben. Mit der Bitte, dies schnellstmöglich umzuschreiben. Wollten wir eigentlich auch machen. Doch einen Tag später fuhren wir mit dem Wagen zum Strand und mussten feststellen, dass Parkplätze dort wirklich Mangelware sind. Aber naja - da gibt es ja noch die besonderen Parkplätze, direkt neben dem Zugang zum Strand, reserviert für was auch immer. Uns wurde klar, solange das Auto nicht abgeschleppt wird, können wir doch überall gratis parken. Um es ab hier kurz zu machen: Wir haben von diesem Zeitpunkt die ganzen zwei Monate lang nicht ein Mal für einen Parkplatz bezahlt und somit in jeder größeren Stadt Australiens insgesamt Strafzettel im Wert von 700 Dollar gesammelt.

Als unser Trip dann endete, brachten wir es nicht übers Herz, das Auto an einen Unwissenden zu verkaufen, weil wir genau wussten, dass dieser mitunter arge Probleme bekommt, sollte ihn die Polizei anhalten. So haben wir beschlossen, uns die Taxifahrt zum Flughafen zu sparen, sind mit unserem Auto los, ließen es mit gestecktem Schlüssel auf dem Flughafenparkplatz stehen und hofften darauf, dass das Schicksal entscheiden solle, wer diesen Wagen bekommt. Die Beichte? Es tut mir leid, gerade in einem so friedlichen Land, welches einen ganzen Kontinent einnimmt, als Ausländer einen Scheiß auf deren Regel gegeben zu haben. Okay, wir haben niemandem direkt geschadet, jedoch sicherlich indirekt!

Beichthaus.com Beichte #00034980 vom 29.01.2015 um 13:42:44 Uhr in Australien (Sydney) (12 Kommentare).

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Kleine Diebereien einer Künstlerseele

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Diebstahl Manie Zwang Wiesbaden

Ich (w/24) möchte beichten, dass ich oft kleine Dinge mitgehen lasse. Am Liebsten mache ich das bei WG-Feiern. Ich schaue, sobald ich auf der Party bin, was man gut einstecken könnte und überlege dann, wann der beste Zeitpunkt gekommen ist, es sich unauffällig in die Tasche zu stecken. Dabei handelt es sich allerdings nicht um echte Wertgegenstände, sondern um so etwas wie Werbepostkarten, Verpackungen von Gitarrensaiten mit schönem Design, Flyern, ein ausgewaschenes Würstchenglas und so weiter. Es sind Sachen, die oft im Altpapier, im Müll oder auf dem Flur liegen, oder von denen mehr als zwei vorhanden sind, so wie bei den Flyern oder Postkarten - ohne Schrift hinten, also solche, die nicht von Freunden aus dem Ausland geschickt wurden. Mit den gestohlenen Sachen bastele ich Collagen, Poster und andere Dinge. Die Gläser benutze ich für Teelichter, als Stifthalter oder Wassergläser beim Malen. Auch toll sind bunte Glasscherben, daraus sind schon diverse Mobile entstanden.


Ich dekoriere damit öfter meine Wohnung um, fülle mein Privatkunstarchiv oder verschenke die Sachen unter anderem an die Leute, von denen ich sie einst habe mitgehen lassen. Dinge, die ich nicht wieder verwerten kann, sammle ich in einer kleinen Box bei mir zu Hause und erfreue mich an meiner "Beute", wenn mir danach ist. Ab und zu tausche ich auch einfach aus Lust und Laune die gleichen Sachen aus. Ich habe z.B. immer eine volle Packung Streichhölzer bei mir, wenn ich ausgehe. Auf der letzten Feier entdeckte ich zu meiner großen Freude die gleiche Packung im Flur. Ich tauschte den Inhalt dieser Packung mit meiner, als keiner in der Nähe war, und setzte mich nach der "Tat" wieder zu den anderen, als wäre nichts gewesen. Besonders gerne mache ich das mit Kugelschreibern, da es gerade hier immer die gleichen Modelle gibt. Auch hier wird drauf geachtet, dass der Ausgetauschte, den ich zurücklasse, noch funktionstüchtig ist. Ich weiß, es ist völlig bescheuert und belanglos, schließlich könnte ich die Leute auch einfach fragen, aber ich brauche diesen kleinen Kick beim Klauen von Sachen und dieses kleine Gangstergefühl "Ich nehme mir, was ich will und wann ich es will!" Zudem mag ich es, wenn Dinge eine "Geschichte" haben, so kommen auf einer Collage quasi viele "Erinnerungen" zusammen. Mein Leben ist alles andere als langweilig, aber von dieser Macke, die letzten Endes trotzdem Diebstahl bleibt, komme ich nicht los.

Beichthaus.com Beichte #00034964 vom 27.01.2015 um 16:52:45 Uhr in 65203 Wiesbaden (Straße der Republik) (8 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Einen Fuß in der Tür

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Zorn Engherzigkeit Bahn & Co. Ettenheim

Es ist ungefähr 10 Jahre her, da war ich (w) Anfang 20. Mein Zug nach der Arbeit hatte extreme Verspätung, und als er endlich kam, war ich wirklich in Zeitnot, da ich noch einen wichtigen Termin hatte. Er war natürlich extrem voll und ich stand, wie viele andere. Irgendwie fiel uns auf, dass er trotz Verspätung nicht fuhr. Da sahen wir auch schon den Ursprung dieser Situation - eine dunkelhäutige Frau, afrikanisch gekleidet, hatte ihre Füße in der Tür. Es war aber weit und breit niemand zu sehen. Irgendwann erkannte man von Weitem einen ebenfalls afrikanisch aussehenden Mann, wahrscheinlich ihrer, der garantiert sieben Tüten von Kaufhäusern mit sich schleppte. Im Zug wurden die Leute wütender und wütender, denn auch nach fast fünf Minuten hatte die Dame ihre Füße noch in der Tür.


Der Fahrer machte eine Durchsage nach der anderen, aber immer gleich freundlich, die Leute baten die Frau zuerst höflich, dann brüllten sie. Mehrere Leute beschimpften die Frau als Dreckskanacke etc. Ich war mir aber nicht sicher, ob sie wirklich ausländerfeindlich waren oder die Wut über ihr Verhalten der Grund war. Ich hatte mich bisher herausgehalten, denn ich hasse Ausländerfeindlichkeit, zumal ich ja auch viele ausländische Freunde habe und meine Vorfahren ursprünglich aus Russland kommen. Aber irgendwann habe ich mich den Leuten angeschlossen und sie angefaucht, dass sie doch zu blöd sind, Deutsch zu lernen und deshalb keine Fahrpläne am Bahnhof lesen können. Und noch anderes mehr. Ich habe mich zu Hause nur noch geschämt, obwohl ich den Termin ohne die Frau eingehalten hätte. Wir sind erst nach knapp zehn Minuten losgefahren - mit dem Ehepaar.

Beichthaus.com Beichte #00034936 vom 24.01.2015 um 20:30:10 Uhr in Ettenheim (13 Kommentare).

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