Die Hälfte der Einrichtung

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Rache Vandalismus Ex

Ich habe eine Aktion zu beichten, die schon einige Jahre zurückliegt. Damals war ich gerade mit meiner ersten Freundin zusammengezogen. Wir hatten uns die Kosten für die Einrichtung unserer kleinen Wohnung redlich geteilt. Ich war total glücklich und der Meinung, diese Beziehung würde ewig halten. Leider verlor meine Freundin kurz nach dem Einzug unerwartet ihren Studentenjob, und so trug ich die komplette Miete ein knappes Jahr alleine, da sie nicht gleich einen neuen Job fand. Nach einiger Zeit fiel mir auf, dass sie von Woche zu Woche abweisender wurde, und wir uns ständig wegen Banalitäten stritten. Eines Tages kam ich von der Uni nach Hause und stellte fest, dass sie rege mit einem anderen Typen skypte, ihn aber, als sie mich bemerkte, direkt abwürgte, und den Laptop ausmachte. Auf Nachfrage sagte sie, es sei nur ein Kommilitone. Ich war nicht direkt misstrauisch, aber fand ihr Verhalten direkt danach etwas komisch. Sie begann in der Folgezeit ihr Handy vor mir zu verstecken, loggte sich bei Facebook immer aus, was sie sonst nie getan hatte, und war angeblich öfter auf Mädelsabenden. Naiv, wie ich war, nahm ich das ohne großes Nachfragen hin.


Sie benahm sich schließlich immer sonderbarer mir gegenüber, war tagelang abweisend, höhnisch und aggressiv, nur um plötzlich total lieb und anhänglich zu werden. Nachdem das eine Weile so gelaufen war und ich mit den Nerven und meinem Latein am Ende war, gestand sie mir ziemlich emotionslos zwischen Tür und Angel, dass sie seit einigen Monaten eine Affäre hatte, und wollte, dass ich ausziehe. Sie stünde ja als Hauptmieter im Mietvertrag, und ich könne in meine alte WG zurück, wo zu der Zeit zufälligerweise gerade ein Zimmer frei war. Ich hätte eine Woche, um mein Zeug zu packen, die ausstehende Miete für das Jahr würde sie mir schnellstmöglich überweisen. Natürlich war ich vollkommen fertig. Erst recht, als ich erfuhr, dass ihr neuer Typ direkt nach mir bei ihr einzog. Ich wartete danach drei Monate lang vergeblich auf mein Geld. Als ich sie darauf ansprach, meinte sie höhnisch, ich solle mich mal nicht so kleinlich haben, ich wüsste ja genau, dass sie Geldprobleme hätte. Allerdings könne ich die wörtlich "Hälfte der Einrichtung" ruhig haben, die sei sowieso potthässlich. Sie meinte dann noch, dass sie und ihr neuer Freund demnächst eine Woche in Urlaub fahren würden, dann könnte ich mir das Zeug holen, den Schlüssel würde sie mir in den Briefkasten werfen.


Ich schnappte mir also einen meiner Kumpels und los ging es: Wir mieteten uns beim Baumarkt zwei große Pendelhubstichsägen und einen Trennschleifer und zerteilten im Anschluss fein säuberlich das Bücherregal samt einigen Büchern, den Couchtisch, das Sofa, den Schreibtisch, die Kommoden, ihren geliebten Schuhschrank, einen Sessel, den Nachttisch, das Bett, und auch den Fernseher, den sie unbedingt behalten wollte, den ich aber zur Hälfte mitbezahlt hatte. Außerdem musste noch der Kleiderschrank dran glauben. In der Küche bauten wir einige Elektrogeräte aus, um sie für die WG zu verwenden. Die Wohnung sah aus wie ein modernes Kunstwerk. Ich ließ ihr einen netten Zettel da, dass ich sie in gerichtlich wirksamen Zahlungsverzug setzen würde, sobald sie Anzeige wegen Sachbeschädigung erstatten würde, und die Mietnachzahlung erheblich teurer wäre, als ein paar neue Möbel. Sie kochte zwar vor Wut, unternahm aber tatsächlich nichts, und behielt sogar einige der zersägten Möbel, die noch halbwegs brauchbar waren. Ihr Neuer verließ sie übrigens kein halbes Jahr nach der Aktion wegen einer anderen. Karma.

Beichthaus.com Beichte #00034367 vom 20.11.2014 um 11:35:03 Uhr (13 Kommentare).

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Das Grab des Kotzbrockens

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Vandalismus Ekel Schamlosigkeit Tod Chef Mindelheim

Ich (m/20) habe etwas getan, was ich sehr bereue. Um zu erklären warum, muss man wissen, dass ich keine tolle Lehrzeit hatte. Ich musste extrem viele körperliche Anstrengungen auf mich nehmen, obwohl es sich um eine Ausbildung zum Baustoffkaufmann handelte. Der damalige Seniorchef des Unternehmens steckte mich ins Lager und ich musste täglich mehrere Tonnen Steine und Fliesen für Ausstellungszwecke stapeln, umstapeln, wieder einlagern und so weiter. Ich war damals schon recht pummelig und nach Feierabend körperlich meist vollkommen am Ende. Die kaufmännische Seite wurde zügig abgehandelt. Die Kolleginnen und Kollegen wurden von ihm ebenfalls sehr hart herangenommen. Unbezahlte Überstunden, sich anschreien lassen etc. Ich habe mich trotzdem durchgebissen, allerdings gleich nach der Ausbildung den Arbeitgeber gewechselt. Mein ehemaliger Seniorchef ist jetzt vor einigen Wochen gestorben.


Aufgrund der Todesnachricht habe ich am Wochenende nach der Beerdigung ein rauschendes Fest in meinen Partykeller veranstaltet. Ich habe gemeinsam mit 15 damaligen Kolleginnen und Kollegen Bier, Wodka und Chips besorgt. Einer hatte mehrere Bilder des Alten mitgebracht. Ein Bild haben wir auf meine Dartscheibe geklebt und unter lautem Gelächter darauf geworfen. Ein anderes wurde ins Klo gelegt, darauf stand: "Du hast uns lange genug angepisst und zusammengeschissen", teilweise habe ich gar nicht so mitbekommen, was alles mit den Bildern geschehen ist, es war allerdings überall Gelächter. Gegen zwei Uhr waren praktisch alle Partygäste völlig betrunken. Jetzt kommt das, was mich so beschäftigt. Eine der aktuellen Auszubildenden kam dann auf die Idee, zum Friedhof zu gehen und ihn dort zu besuchen. Dort haben wir eine ganze Menge leerer Flaschen auf seinem frischen Grab zur Deko abgelegt und das durchlöcherte Dartbild ans Holzkreuz gepinnt. Selbstverständlich wurde auch uriniert, einer hat sogar auf das Grab gekotzt. Unter lautem Gelächter sind wir wieder zurück und über das abgeschlossene Tor geklettert. Irgendwie war es richtig geil, andererseits schäme ich mich inzwischen dafür.

Beichthaus.com Beichte #00034326 vom 15.11.2014 um 18:22:24 Uhr in Mindelheim (27 Kommentare).

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Das Flittchen hat mir den Freund ausgespannt!

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Eifersucht Rache Verzweiflung Vandalismus Ex

Mein Freund (24) hat mich (w/32), nachdem wir zwei Jahre zusammen waren, für eine 19-Jährige sitzen lassen. Ich habe ihm jeden Wunsch von den Augen abgelesen und bei jeder Konfrontation sofort nachgegeben. Vielleicht muss ich anmerken, dass ich immer wieder als "Mauerblümchen" gesehen werde, was ich nicht so empfinde. Wir hatten uns beim Schwimmen kennengelernt und ich musste sehr viel Aufwand betreiben, bis er sich in mich verliebt hat. Zusammengewohnt haben wir nie, aber er durfte jederzeit kommen, ich habe bereitwillig alles zugelassen, was er mit mir machen wollte. Die 19-jährige Schlampe wohnt bei ihren Eltern, hat eine Lehre begonnen und dabei meinen Freund kennengelernt. Ich war bereits bei ihren Eltern und habe mich dort ausgelassen, wie unmöglich das Verhalten ihrer Tochter sei, einfach anderen Frauen den Freund auszuspannen. Die haben mich einfach rausgeschmissen. In mir kocht und brodelt es. Am Liebsten würde ich das Flittchen zerreißen. An ihrem Roller habe ich bereits die Reifen zerstochen, als ich dann mitbekommen habe, dass mein Freund diese freiwillig gewechselt hat, tat es mir wieder leid. Daher offenbare ich mich auch über das Beichthaus. Ich bin wirklich ratlos und habe keine Ahnung, wie es weitergehen soll.

Beichthaus.com Beichte #00034316 vom 14.11.2014 um 09:17:40 Uhr (33 Kommentare).

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Das Auto des Punks

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Vandalismus Ekel Boshaftigkeit Trunksucht Auto & Co.

Mittlerweile ist diese Sache fast 20 Jahre her. Wir kannten da mal einen Typen, den wir allesamt nicht wirklich mochten. Der Typ hat auch alles dafür getan. Heroin rauchen, Flokatis als Westen anziehen und auf Extrem-Punk machen. Wie es dann der Teufel wollte, trieb der Typ sich immer dort rum, wo wir auch waren und so kam es zu allerlei Konflikten, die alle aber eher von harmloser Natur waren. Dummerweise zog der Typ dann ausgerechnet in das Haus, in dem ich zu dem Zeitpunkt wohnte. Es gibt wirklich nicht viel Positives über diesen Menschen zu berichten, abgesehen von seinem echt geilen Auto, welches er damals besaß. Einen richtig schönen, alten Opel Kadett aus den 60er Jahren. Scharfes Teil. Dämlich, wie der Typ aber nun einmal war, versuchte er, seinen Wagen schwarz zu lackieren. Dass dieses Unterfangen mit Dispersionsfarbe und Lammfellrolle eher suboptimale Ergebnisse zur Folge hatte, merkte er bei der ersten Fahrt in die Waschstraße dann auch. Natürlich sehr zu unserer Erheiterung. Aber ich schweife vom Thema ab.

Da der Wagen immer auf dem Parkplatz vor unserem Haus stand, kannte ich dieses Fahrzeug sehr gut und wusste auch, dass an der Beifahrerseite das kleine Dreiecksfenster vorne kaputt war. Jedenfalls saßen wir eines Abends beisammen und regten, über den Idioten auf und überlegten, wie wir ihm eins auswischen konnten. Im Rahmen dieses Brainstormings kam irgendwann die Idee auf, wie genial es wäre, ihm in sein Auto zu pissen. Ich argumentierte sehr zügig, dass es sich dabei um eine nicht unrealistische Idee handelt, denn ich wüsste, wie man es öffnen könnte, ohne die Scheibe einzuschlagen - eben, indem man durch das defekte Dreiecksfenster greift und den Knopf hochzieht. Wir waren zu dritt und jeder war von der Idee extrem begeistert. Wir tranken extra viel Bier, damit die Blase auch ordentlich Druck bekommt. Als wir startklar waren, schlichen wir uns im Schutz der Dunkelheit auf den Parkplatz. Als Erstes überprüfte ich meine Theorie mit dem Öffnen des Autos, welche sich als absolut richtig erwies. Der Wagen stand offen vor uns. Kurzum: Zwei standen Schmiere, während der andere dann seine Blase ins Innere des Autos entleerte. Wir haben peinlichst genau darauf geachtet, keinen Bereich des Innenraumes trocken zu lassen. Also, wirklich alles. Armaturenbrett, Schaltknauf, Sitze, Fußraum und so weiter. Drei volle Blasen geben echt eine Menge Urin her. Wir haben den Wagen also tatsächlich von oben bis unten unter extremsten Lachanfällen zugepisst und die Tür zum Abschluss wieder geschlossen und auch fein den Knopf runtergedrückt.

Am nächsten Nachmittag, als ich von der Arbeit nach Hause kam, sah ich den Spinner, wie er mit Glasreiniger und Küchenrolle fluchend darum bemüht war, sein Auto zu reinigen. Ich musste mich so stark beherrschen, nicht in Gelächter auszubrechen. Da dieses Auto eine Lederausstattung hatte, war unsere Pisse natürlich über Nacht schön in die Bezüge eingezogen und da war nichts mehr zu retten. Nach ein paar Tagen war das Auto auch für immer verschwunden. Ich beichte also, dass ich einmal mit zwei Freunden ein echt tolles Auto mutwillig und aus reiner Gehässigkeit unbrauchbar gemacht habe. Aber es war mitunter der größte Spaß meines Lebens und wir erinnern uns auch heute noch immer wieder gerne daran und lachen weiterhin herzlich über unseren Frevel.

Beichthaus.com Beichte #00034313 vom 13.11.2014 um 18:54:24 Uhr (12 Kommentare).

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Tinte auf dem Lehrerstuhl

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Vandalismus Feigheit Schule

Tinte auf dem Lehrerstuhl
Mir (m) liegt seit einigen Jahren etwas am Herzen. Als ich in der siebten Klasse war, gab es ein Ereignis in der Schule. Wir hatten Streit mit unserer Parallelklasse, es ging um ein Mobbingopfer, welches von dort in unsere Klasse versetzt wurde. Es kam dann zu einer Rangelei im anderen Klassenzimmer, bei der sogar Tische umgestoßen wurden. Ich habe das Durcheinander genutzt und auf den Lehrerstuhl aus schwarzem Stoff Tinte geleert. Ich kann mir jetzt gar nicht mehr genau erklären, warum ich das gemacht habe, bisher war ich völlig unauffällig. Irgendwie wollte ich wohl auch einmal böse sein. Auf jeden Fall hat die Lehrerin der Parallelklasse getobt und ist völlig ausgerastet. Ihr gelbes Kleid hatte am Hintern einen gigantischen Fleck, der vielleicht nie wieder herausgeht. Die gesamte Klasse lag damals auf dem Boden vor Lachen. Bei der Befragung gab niemand aus der ganzen Jahrgangsstufe zu, etwas gesehen oder gemacht zu haben. Ich habe mich natürlich nicht gemeldet. Dabei hätte ich es vielleicht doch tun sollen, denn bis zum heutigen Tag habe ich ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00034297 vom 10.11.2014 um 13:43:49 Uhr (8 Kommentare).

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