Meine schrecklich nette Nazi-Familie

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Falschheit Ignoranz Politik Varel

Ich (w/22) beichte, dass ich seit Jahren verdränge, wie meine Familie wirklich ist. Ich habe mich jahrelang gefragt, wie es heutzutage noch Menschen gibt, die so rassistisch und antisemitisch sind. Dabei habe ich es ignoriert, dass meine Mutter schlimme Kommentare von sich gab, von wegen man sollte mit Schulkindern keine KZs besuchen. Das sei alles, um der heutigen Jugend ein schlechtes Gewissen einzureden. Laut ihr sollte man alle Gedenkstätten abreißen und nach vorne schauen. Mein Vater meinte mal, es gab Gründe für den Antisemitismus damals. Außerdem kennt er wen, der hat gehört, dass Juden und Zigeuner bis heute in Deutschland keine Steuern zahlen müssten. Trotzdem habe ich mir eingeredet, dass sie es nicht so meinen. Nein, meine Eltern sind doch keine Antisemiten oder Rassisten. Es war unvorstellbar. Es hat gereicht, dass mein Opa einer war. Auch dass habe ich lange nicht sehen wollen. Ich war beeindruckt, wie er mit über 70 das Internet nutzte. Ich wusste, dass er einen politischen Blog hat, aber meine Eltern hatten es mir verboten, ihn zu lesen. Je älter ich wurde, klickte ich trotzdem hin und wieder darauf. Mir schauderte von den Verschwörungstheorien, die er dort verbreitete. Aber ich schob all das von mir weg, als ich bei ihm und seiner Frau zu Besuch war. Es war irgendwann wie in einer Parallelwelt. Waren das wirklich seine Gedanken? Wir sprachen nie über politisches. Er erzählte viel über Kunst, die Imkerei oder die Berge und von früher. Nie Politik. Sein Blog war, soweit ich es beurteilen kann, ziemlich bekannt. Vor einigen Wochen ist mein Opa verstorben. Erst nach seinem Tod konnte ich akzeptieren, was für ein Mensch er war. Meine Mutter sagt, ich übertreibe. Das war halt die Meinung von ihm und ach, soo viele Leute liebten seinen Blog.

Vor einem Jahr haben waren wir bei ihm zum Grillen eingeladen und ich war glücklich, eine harmonische Familie zu haben. Heute denke ich anders. Ich schäme mich für meine Familie und an Opa will ich nicht mehr denken.

Beichthaus.com Beichte #00041228 vom 30.04.2018 um 03:10:56 Uhr in Varel (9 Kommentare).

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Mit der Geduld am Ende

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Begehrlichkeit Engherzigkeit Dating Berlin

Ich bin 20 und mein derzeitiges Date ist 37. Oder soll ich Affäre sagen? Wir hatten bis jetzt noch nichts körperliches ausgetauscht und ich bin auch sehr vorsichtig dabei. Ich möchte ihm noch nicht so schnell Sex geben, weil ich keine Lust habe, in einer wirklichen Affäre zu landen und nie wieder rauszukommen. Jetzt ist die Frage, ob ich mit ihm schlafen soll oder nicht. Ich bin kurz davor die ganze Sache abzublasen und ihn komplett zu vergessen, bevor ich in einem Dilemma lande und naher nur ausgenutzt werde. Obwohl ich schon zugeben muss, das absolut jede Frau gerne an meiner Stelle wäre. Er ist gutaussehend, beruflich erfolgreich, scheint sehr nett zu sein, gebildet, etc. Ich bin dennoch sehr skeptisch und lasse mich nicht leicht einlullen von irgendwelchen Männern die denken könnten, jede junge Frau würde ihnen zu Füßen liegen. Ich frage mich echt, ob ich diesen Schritt wagen soll, oder mich einfach um die vernünftigen Dinge im Leben kümmern soll - wie zum Beispiel meine Karriere und meine persönliche Selbstentwicklung zum Glücklichsein.

Beichthaus.com Beichte #00041214 vom 24.04.2018 um 22:33:14 Uhr in Berlin (29 Kommentare).

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Rachegelüste gegen meine Mobber

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Aggression Hass Schule Berlin

Ich (m/20) beichte, dass ich ab 17 bis 18 in einer Phase des Wahnsinns war, in der ich rachephantasien über meine Mobber hatte, die aber niemals ausführbar waren. Hier ist die Vorgeschichte: Ich war schon immer das Mobbing-Opfer wegen meiner ruhigen und gutmütigen […]
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Beichthaus.com Beichte #00041196 vom 18.04.2018 um 23:10:26 Uhr in Berlin (14 Kommentare).

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Assibengel auf dem Spielplatz

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Aggression Rache Kinder Dranske

Ich (m/27) habe mal etwas überreagiert. Mit 14 war ich mit meinen Eltern und meiner damals 4-jährigen Schwester auf einem Zeltplatz an der Ostsee. An einem Tag war ging ich mit meiner Schwester auf einen Spielplatz, einer mit Holzturm zum hochklettern und runterrutschen. Und da war so ein richtiger Assi-Bengel, um die 6-7 Jahre alt. Der hat permanent meine Schwester geärgert, bis sie geheult hat. Ich habe sie auf den Arm genommen und bin mit ihr etwas an die Seite gegangen, um in Ruhe mit ihr zu spielen, aber der kleine Arsch kam uns hinterher und hat uns mit Sand beworfen. Das ich zwei Köpfe größer war und ihm mehrfach sagte, er solle uns in Ruhe lassen, beeindruckte ihn überhaupt nicht.

Nachdem ich das dritte Mal meine Schwester auf den Arm genommen hatte und vernünftigerweise ein Stück weiter gegangen bin, wurde mir das zu bunt. Als er wieder mit Sand ankam, setze ich meine Schwester ab, schnappte mir den Pimpf und seifte ihm das Gesicht mit Sand ein! Voller Sand im Mund, heulend und die Nase voller Rotz zog er ab. Mittlerweile waren auch meine Eltern da und saßen auf einer Bank und als drei Minuten später die Mutter mit ihrem Bengel im Schlepptau ankam und mich anmistete, hat mein Vater sie noch herrlich rund gemacht! Ich beichte, dass ich mich an einem körperlich deutlich unterlegenen armseligen Wurm ausgetobt habe, aber verdammt, der hat es ernsthaft darauf angelegt.

Beichthaus.com Beichte #00041177 vom 14.04.2018 um 03:48:54 Uhr in Dranske (Nonnevitz) (9 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die fette Genießer-Lobby: Warum gesund leben?

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Zorn Ernährung Gesundheit

Ich (w/31) rege mich über Leute auf, obwohl ich weiß, dass ich eigentlich darüber stehen sollte. Ich bin 1,71 m groß und wog bis vor kurzem noch fast 90 Kilo. Bedingt durch einen Bürojob, der Bewegungsmangel fast automatisch mit sich bringt, und jahrelange falsche Ernährung. Am Wochenende hab ich mich zwar immer durchaus gerne an der frischen Luft bewegt, aber das hat wohl nicht ausgereicht. Vor etwa einem halben Jahr habe ich beschlossen, endlich was dagegen zu tun und habe mit Bodyweight Training begonnen, sowie meine Ernährung umgestellt. Dinge wie Brot und Nudeln sowie Süßkram sind gestrichen und wurden ersetzt durch viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse, sowie gelegentlich Eier, Fleisch und Fisch. Letzteres selten, weil ich versuche, nicht zu viele tierische Produkte zu konsumieren. Erfreulicherweise hab ich nun schon über zwölf Kilo abgenommen und fühle mich einfach großartig. Selbst banale Dinge, wie eine Treppe hochrennen, sind plötzlich um so vieles einfacher, dass ich regelrecht schockiert bin, was ich meinem Körper früher angetan habe. Zudem benötigt man dafür relativ wenig Zeit und kann die Trainingseinheiten dadurch auch gut in einen Arbeitstag integrieren.

Soweit, so gut. Was mich aber zusehends wütend macht, sind die Leute aus meinem Bekanntenkreis, die genauso fett sind wie ich es war, mit dem Unterschied dass sie ihren Allerwertesten nicht hochbekommen, und es auch nicht vorhaben. Das allein wäre mir ja noch egal, jeder soll so leben wie er will, geht mich nichts an. Leider haben diese Idioten jedoch meist nichts besseres zu tun, als mich als Spinner zu bezeichnen, weil ich nun plötzlich "aufgehört habe, mein Leben zu genießen". Mit erstaunlicher Penetranz versuchen sie mich zum Einknicken zu bewegen, indem sie mir ständig Torten und Kuchen unter die Nase halten und wie Papageien wiederholen, dass ich ja wohl mal eine Ausnahme machen könne, und das es unhöflich sei, ihre Leckereien abzulehnen. Liebe Leute, wenn ich immer eine Ausnahme machen würde, wenn mich jemand dazu auffordert, müsste ich ca. 5 Ausnahmen die Woche machen, und dann wäre ich noch genauso dick wie vorher. Und seit wann zum Henker ist man unhöflich, nur weil man es vorzieht, nicht pausenlos zu fressen? Außerdem muss ich mir ständig anhören, wie wichtig Genießen ist, und dass verbissen Sport treiben und sich gesund ernähren daher ja ach so falsch sei.

Verdammt, ich renne auch nicht durch die Gegend und versuche jedem meine neue Lebensweise aufzudrängen. Ich hab nie versucht, jemanden zu etwas zu überreden, trainiere allein in meinem Keller und das Thema kommt nur zur Sprache, wenn mich jemand auf meinen Gewichtsverlust anspricht. Ich weiß, ich sollte das alles ignorieren und mich einfach für meinen Erfolg freuen, stattdessen regt mich die Ignoranz und Gehässigkeit der Leute unbeschreiblich auf. Ich habe das Gefühl, sie haben einen regelrechten Hass auf jemanden, der es schafft, sich nicht beirren zu lassen, und sind erst dann wieder glücklich, wenn ich wieder fett und unglücklich wäre. Sorry, falls meine Geschichte langweilig ist, aber ich musste mir meinen Frust mal von der Seele schreiben. Heute Abend werde ich mich wieder exakt 40 Minuten abmühen, um meinem Idealgewicht wieder ein bisschen näher zu kommen, und ich werde mir dabei vorstellen, dass meine Klimmzugstange, an der ich mich hochziehe, der Hals eines dieser Nervtöter ist. Vielleicht zaubert mir das ein Lächeln ins Gesicht. Danke fürs Lesen.

Beichthaus.com Beichte #00041173 vom 13.04.2018 um 08:05:16 Uhr (24 Kommentare).

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