Gespräche sind überflüssig!

22

anhören

Vorurteile Zorn Gesellschaft Stuttgart

Ich (w/28) vermeide es immer mehr, mit Menschen zu reden. Versteht mich nicht falsch, ich bin kein zurückgezogener Einsiedlerkrebs ohne Freunde. Man würde mich sogar als charismatische und offene Persönlichkeit bezeichnen. Ich finde es nur vermeidbar und sinnlos mit Fremden zu reden. Und noch schlimmer, als persönlich zu sprechen, ist telefonieren. Ich hasse es, angerufen zu werden. Ich, und ganz alleine ich, entscheide wann ich mit jemandem reden möchte und finde es nahezu unverschämt, mir ungefragt ein Gespräch aufzwingen zu wollen. Manchmal frage ich mich, ob Menschen zu blöd sind um Mails zu schreiben, statt wegen jedem Mist anzurufen.

Ich kaufe so ziemlich alles online, bestelle Pizza online, gehe nie ans Telefon und tue so, als hätte ich es nicht gehört, wenn ich auf der Straße angesprochen werde. Gerade bauen wir ein Haus und Aufträge vergebe ich nur an Firmen, die es schaffen mir auf meine E-Mails zu antworten. Alle, die einen persönlichen Termin vereinbaren oder telefonieren wollen, werden aussortiert. Ich hasse auch Small Talk, oder wenn man sich nicht kurzfassen kann und Gespräche unnötig in die Länge zieht. Mit meiner Familie und meinen Freunden allerdings verbringe ich liebend gerne alle Zeit, die ich habe. Ich bin weder schüchtern noch arrogant, ich lehne sinnlosen Kontakt mit fremden Menschen einfach ab.

Beichthaus.com Beichte #00039998 vom 06.07.2017 um 22:10:35 Uhr in Stuttgart (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ein Genesungskorb für meinen kranken Nachbarn

15

anhören

Zorn Diebstahl Nachbarn Osnabrück

Ich (w/21) beichte, dass ich meine Nachbarin bestohlen habe. Ich konnte diese Frau noch nie leiden, da sie anderen Nachbarn erzählt, ich wäre magersüchtig. Ich war schon immer zierlich gebaut, krank bin ich deshalb noch lange nicht. Trotzdem werde ich nun ständig auf meine angebliche Krankheit angesprochen. Die Nachbarin hat auch einen Sohn, bei ihrem Ehemann wurde Krebs diagnostiziert. Statt ihm beizustehen, fährt sie mit ihrem Sohn in den Urlaub. Ihr scheint ihr Ehemann völlig egal zu sein, sie verschenkt Dinge und erklärt: "Wenn er nicht mehr ist, würde ich sie sonst wegwerfen!"

Ich hätte nicht gedacht, dass jemand so herzlos sein kann, was wohl ziemlich naiv ist. Heute Morgen habe ich sie im Treppenhaus getroffen, sie suchte in ihrer Tasche nach ihren Autoschlüsseln. Dabei fiel ihr Geldbeutel auf den Boden, was sie jedoch nicht bemerkte. Ich habe den Geldbeutel mitgenommen, zweihundert Euro waren drin. Als Studentin hätte ich es gut gebrauchen können. Statt es zu behalten, habe ich dem Ehemann damit einen Korb mit teurem Essen gekauft, zusammen mit einer Genesungskarte. Er hat sich unglaublich darüber gefreut, jedoch habe ich jetzt ein schlechtes Gewissen, da es das Geld seiner Frau war. Ich hätte das nicht tun dürfen, Diebstahl bleibt Diebstahl.

Beichthaus.com Beichte #00039995 vom 06.07.2017 um 15:49:21 Uhr in Osnabrück (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Sind alle zu blöd für den Straßenverkehr?

10

anhören

Zorn Selbstsucht Auto & Co. Hamburg

Ich (m/32) hasse das allgemeine Verhalten von Menschen im Straßenverkehr. Egal ob ich als Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer unterwegs bin, laufend ist man von rücksichtslosen Idioten umgeben. Als Autofahrer muss ich aufpassen, dass mir in der Stadt trotz roter Ampel keine Leute vor das Auto laufen, muss beim Reißverschlussverfahren zwei Leute vorlassen, weil einer wieder cleverer ist als die anderen und massiv drängelt und muss auf Radfahrer achten, die ich nach fünf Minuten Schleichen endlich überholen konnte, damit die an der nächsten Ampel sich rechts an mir vorbeiquetschen. Als Radfahrer darf ich alle zwei Wochen meine Bremsen testen, weil Autofahrer nicht auf Radfahrer achten (trotz hervorragend einsehbarer Wege und Radfahrerampeln), muss den Nichtsmerkern ausweichen, die trotz vier Meter Fußweg plötzlich auf den einen Meter Radweg laufen müssen (ohne zu schauen selbstverständlich) und werde von der Straße gedrängt, in welcher Radfahrer von beiden Richtungen vorsichtig einfahren dürfen (weil die Autofahrer keine Schilder lesen).

Als Fußgänger muss ich am besten neonfarbene Klamotten tragen, zu jeder Zeit, weil Rechtsabbieger keine fünf Sekunden warten können, muss Radfahrern ausweichen die auf der falschen Straßenseite auf dem Bürgersteig fahren (was übrigens eine Ordnungswidrigkeit ist) und muss auch den Nichtsmerkern ausweichen, weil die an mir vorbeirennen und dann direkt vor mir stehen bleiben. Nicht selten kommt es dann zu einem verbalen Schlagabtausch, weil ich beim 50. Vorfall am Tag irgendwann dann nicht mehr ruhig bleiben will. Drei Mal in den vergangenen Monaten wurde es etwas heftiger, einmal habe ich die Polizei gerufen (da hat mich ein Autofahrer in die parkenden Autos abgedrängt, weil er meinte, ich dürfte gar nicht auf der Straße in diese Richtung fahren - steht aber überall Radfahrer dürfen in die Einbahnstraße). Auf meinen Hinweis hin, dass ich ihm sogar Platz gemacht habe und er dann meinte, er wolle mich anzeigen, hat es mir gereicht. Ende vom Lied war eine Anzeige gegen ihn, u. A. wegen Nötigung und Sachbeschädigung.

Beim zweiten Vorfall habe ich einen Kerl umgefahren, weil ich absolut nicht bremsen konnte (mit dem Fahrrad), dabei war ich nicht mal schnell unterwegs. Der Depp hat aber nur auf sein Telefon gestarrt und nicht auf den Weg geachtet. Ich habe mich nicht entschuldigt, sondern ihn angepöbelt und er ist kleinlaut abgehauen. Der dritte Vorfall ist mein Highlight. Ein Autofahrer, der auf sein Telefon guckt und mich beinahe umfährt. Seine Erklärung, er wolle da ja nur kurz halten (auf einem Zebrastreifen) weil er Pokemon Go spielt und ich hätte ja aufpassen sollen, war dann zu viel an dem Tag. Ich hatte ihm beim Ausweichen schon versehentlich den Seitenspiegel abgerissen und habe mich dann dazu hinreißen lassen, ihm zu drohen. Er wollte dann die Polizei rufen, aber hat dann gemerkt, dass er den Mist gebaut hat und ist doch lieber schnell abgehauen.

Egal was ich mache, egal welche Routen ich nehme, ich muss immer mit der Dummheit anderer rechnen und ich kann jeden verstehen, der dadurch ein Aggressionsproblem bekommt. Davon bin ich noch weit entfernt, aber wenn sich die Vorfälle weiter häufen, hilft auch das tiefe Durchatmen nicht mehr.

Beichthaus.com Beichte #00039988 vom 05.07.2017 um 11:05:13 Uhr in Hamburg (10 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Absturz meines besten Freundes

22

anhören

Vorurteile Engherzigkeit Zorn Paderborn

Ich (m/29) melde mich mittlerweile nicht mehr bei meinem ehemals besten Freund. Wir sind kurz nach dem Abitur richtig gute Freunde geworden und haben fast jedes Wochenende und generell viel Freizeit zusammen verbracht. Er war bis vor Kurzem mit seiner Jugendliebe verheiratet, hat ein Kind mit ihr gezeugt. Sie hat sich von ihm getrennt, weil er wohl nicht so ganz in der Rolle des Familienvaters aufgegangen ist, sondern die Wochenenden weiterhin mit uns verbracht hat. Danach nahm alles seinen Lauf: Er wurde arbeitslos (wenn auch nur kurz), fand eine neue Frau im Internet und zog nach ca. zwei Monaten bereits mit ihr zusammen. Seine neue Stelle hatte er zwischenzeitlich verloren, arbeitet aber nun wieder. Dennoch ging mir sein Gejammer über Familie, sein erstes Kind und seine Geldprobleme irgendwann auf die Nerven.

Ich selbst bin kein Familienmensch und möchte keine Kinder. Er hat seine neue Freundin nach nicht mal einem Jahr Beziehung trotz Geldproblemen geschwängert. Wunschkind natürlich. Wir haben ihn am Anfang der Beziehung darauf angesprochen, dass sich sein Lebensstil gewaltig zum Negativen geändert hat. Anfangs gab es dann Besserung, später wurde nicht mehr darauf geachtet. Er müsste eigentlich wegen gesundheitlicher Probleme mal zu einem Facharzt, findet aber nie Zeit sich einen Termin zu machen (oder möchte keine Zeit finden). Die ersten beiden Monate habe ich ihn noch darauf angesprochen, mittlerweile ist es mir egal. Aufgezwungene Veranstaltungen mit seinem Kind zusammen habe ich durch die Blume abgelehnt, seitdem herrscht so gut wie Funkstille. Ich muss sagen, mir ist dadurch ein Stein vom Herzen gefallen. Manchmal denke ich, dass ich dadurch zu einem schlechten Menschen geworden bin. Andererseits können sich Menschen und deren Interessen doch auch auseinander entwickeln, oder?

Beichthaus.com Beichte #00039984 vom 04.07.2017 um 18:00:57 Uhr in Paderborn (22 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Ehe für alle!

51

anhören

Vorurteile Zorn Maßlosigkeit Ungerechtigkeit Gesellschaft Stuttgart

Mir geht dieses ganze "gay pride"-Tam-Tam tierisch auf den Kranz. Seitdem das "Ehe für alle"-Gesetz verabschiedet wurde liest man nichts anderes mehr. Auch auf den ganzen Foren und Social-Media-Plattformen ist nichts anderes mehr zu sehen. Plötzlich sind alle total tolerant und reden von nichts anderem mehr. Warum spielt das so eine große Rolle? Sobald das Thema auf den Tisch kommt und man deswegen nicht sofort vor Begeisterung aus der Haut fährt, wird man komisch und verständnislos angeschaut. Sogar als Gegner betitelt und teilweise echt übel angegangen. Natürlich ist es ein wichtiger Schritt und es ist sicher auch eine gute Sache, aber jetzt mal ganz ehrlich, niemanden hat zu interessieren was sich in fremden Schlafzimmern abspielt und wer wen liebt. Wie soll das zur Normalität werden, wenn jedes Mal so ein riesiger Aufriss darum gemacht wird? Lasst die Leute doch einfach ihr Leben so leben, wie sie es für richtig halten und hört auf euch mit eurer großartigen Toleranz in den Mittelpunkt zu stellen. Ich glaube, dass es viel mehr zur Akzeptanz beitragen würde, wenn deswegen nicht jedes Mal riesige Wellen geschlagen werden würden. Kümmert euch um euer eigenes Liebesleben und lasst die Leute in Ruhe. Das sind auch nur ganz normale Menschen und keine Sensation, die in ihre Bestandteile zerpflückt werden muss...

Beichthaus.com Beichte #00039980 vom 02.07.2017 um 23:44:30 Uhr in Stuttgart (51 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000