Das Dilemma meines Lebens

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Verzweiflung Faulheit Trägheit Lügen

Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Im Grunde habe ich mein Leben bereits in den Sand gesetzt, bevor es richtig begonnen hat. Ich habe mich aus einer guten Situation heraus selbst überschätzt, mich dann nach einem Fehlschlag zu lange ausgeruht und komme jetzt nicht mehr auf die Beine. Ich habe mir Geld geliehen, welches ich nicht zurückzahlen kann. Ich würde gerade wirklich jeden Job annehmen - und kriege trotzdem nur Absagen. Ich bin in einer eigentlich noch glücklichen Beziehung und sehne mich nach mehr, da meine Partnerin mir im Grunde hörig ist. So blöd es klingt, aber ich hätte gerne einen Partner auf Augenhöhe. Möchte meiner jetzigen Partnerin aber nicht den Laufpass geben, bevor ich "etwas Besseres" dingfest gemacht habe. Ich habe definitiv mehr als nur geflunkert und gelogen, um mich nicht den Tatsachen stellen zu müssen - und mir gehen langsam die Lügen aus. Ich weiß einfach nicht mehr weiter, flunkere mir aber selbst Tag für Tag vor, dass morgen alles besser wird. Das geht nun schon eine ganze Weile so und ich bin mir zu einem Stück weit bewusst, dass es nicht so weitergehen kann. Dennoch schaffe ich es morgens nicht, den Arsch weit genug aus dem Bett zu bewegen, um an meiner Situation etwas zu ändern. Ich finde stets neue Ausflüchte, um einen weiteren Tag verstreichen zu lassen.


Ich weiß nicht, was ich tun soll. Also im Grunde weiß ich es schon - zuerst sollte ich mir einen richtigen Job suchen und einen Schlussstrich unter jeden bisherigen Zeitvertreib ziehen. Aber ich weiß nicht wie. Ich gammele vor mir her und schaffe an einem von zehn Tagen etwas wirklich Tolles, Positives und Dingfestes - und ruhe mich dann wieder ewig lang darauf aus. Ich bin nicht so verzweifelt, dass ich mir selbst etwas antun würde. Also keine Sorge, wer auch immer diesen kleinen Hilfeschrei so interpretiert. Aber ich weiß nicht, wie ich mir selbst in den Hintern treten kann, sodass ich endlich wieder anfange, Fortschritte zu machen, statt einfach nur auf der Stelle zu treten.

Beichthaus.com Beichte #00032922 vom 25.03.2014 um 02:49:43 Uhr (18 Kommentare).

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Der verachtete Ex

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Verzweiflung Selbstsucht Stolz Ex

Ich habe meine Freundin mehrmals betrogen und habe sie auch generell schlecht behandelt - aber ich habe sie niemals beleidigt oder geschlagen, so etwas würde ich nie tun! Wenn sie mich gebraucht hat, war ich nicht da. Wenn sie sich auf etwas gefreut hat, hat es mich nicht interessiert, oder ich habe es ihr sogar schlecht geredet. Wenn sie mich überraschen wollte, habe ich sie stehen lassen. Sie wollte immer gut zu mir sein und ich habe mich benommen wie das letzte Arschloch. Sie hatte mich zwar einmal betrogen und ich wollte ihr verzeihen, doch das war wohl unterbewusst nie möglich, ich war nur immer damit beschäftigt, mein Ego aufzupolieren. Ich bin ein hübscher junger Mann, finanziell gut abgesichert und karrieretechnisch auf dem besten Weg. Wir haben uns nach langer Zeit getrennt und selbst dann konnte ich es nicht lassen, ihr eins auszuwischen. Ich habe mit anderen Frauen geschlafen, und zwar so, dass sie es mitbekommt. Ich habe sie finanziell an ihre Grenzen getrieben. Ich weiß nicht, was mit mir los war, ich bin so enttäuscht von mir selbst, dass ich nicht einmal mehr in den Spiegel schauen kann. Ich liege seit Wochen nur rum und überlege, wie ich das wiedergutmachen kann. Ich möchte zwar nicht mehr mit ihr zusammen sein, aber dass sie mich nun so verachtet macht mich ziemlich fertig. Die Erkenntnis kam leider mal wieder viel zu spät und ich komme mit der Situation nicht mehr klar. Eigentlich weiß niemand davon, wie es mir wirklich geht. Ich habe unheimliche Probleme damit, mein wahres Gesicht zu zeigen. Und doch bröckelt langsam die Maske - ich trinke derzeit sehr oft, habe wieder mit dem Rauchen begonnen und flüchte mich in bedeutungslose Frauengeschichten. Ich schäme mich ihr gegenüber und es tut mir unendlich leid!

Beichthaus.com Beichte #00032904 vom 22.03.2014 um 03:33:38 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Diagnose: Leukämie

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Verzweiflung Partnerschaft Gesundheit

Ich (m/30) muss etwas beichten, das mich wirklich total fertigmacht. Ich habe eine wundervolle Freundin (20), mit der ich seit knapp acht Monaten zusammen bin. Die Beziehung zu ihr ist etwas völlig anderes, als ich davor erlebt habe. Ich liebe sie aufrichtig und von ganzem Herzen, wie ich noch nie jemanden geliebt habe. Umso schockierender war die Nachricht, dass meine Freundin an Leukämie erkrankt ist. Für sie und mich brach erst einmal eine Welt zusammen. Doch für mich war klar, dass ich immer an ihrer Seite bleiben werde, egal was passiert. Am Anfang arrangierten wir uns damit, doch mit der Zeit entstanden immer mehr Probleme. Durch ihren Haarverlust und die immer längeren Krankenhausaufenthalte veränderte sie sich stark. Sie verlor an Selbstbewusstsein und auch ihr Kampfgeist ließ immer mehr nach. Also versuchte ich alles Menschenmögliche, um sie aufzuheitern, ihr beizustehen und vor allem um ihr wieder Lebensmut zu schenken. Mit Erfolg.


Inzwischen kann sie immer öfter lachen und plant wieder gemeinsam mit mir die Zukunft. Doch das Problem mit ihrer Glatze steht immer noch zwischen uns. Sie sagt andauernd, wie fremd und schrecklich sie ihr neues Aussehen findet, auch wenn sie natürlich gleichzeitig froh ist, dass sie am Leben ist. Versteht mich nicht falsch! Ich finde sie trotzdem bildhübsch, doch manchmal erwische ich mich dabei, wie ich alte Fotos anschaue und ihr altes Aussehen vermisse. Ihre langen Haare und ihre tolle Ausstrahlung. Ich bin so dankbar, dass es ihr immer besser geht, doch gleichzeitig fehlt mir einfach etwas. Wenn ich sie jetzt anschaue, sehe ich keine sexy Frau, sondern eine von der Krankheit gezeichnete, schwache Frau. Und dafür schäme ich mich so sehr. Ich bin so wütend, dass eine Krankheit alles verändert hat und ich nicht weiß, wie das alles weitergehen soll. Denn inzwischen fühle auch ich mich innerlich total kaputt und würde gerne eine Auszeit von allem nehmen. Und das, obwohl meine Freundin todkrank ist und nicht ich. Ich fühle mich im Moment einfach nur schrecklich und hoffe, dass es alles irgendwie wieder wird, wie damals.

Beichthaus.com Beichte #00032903 vom 21.03.2014 um 21:54:15 Uhr (15 Kommentare).

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Prügel für den Frauenschläger

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Aggression Gewalt Last Night

Ich möchte beichten, dass ich gestern einen Mann mindestens krankenhausreif geschlagen habe. Ganz ehrlich gesagt hätte er auch am Boden sterben können und ich wüsste es jetzt nicht einmal, denn ich bin danach ziemlich schnell weg - oder besser gesagt, von meinen Freunden weggeschickt worden. Ich bin sonst ein sehr, sehr ruhiger Typ. Lasse mich durch nichts und niemanden provozieren oder irgendwie in einen Streit verwickeln. Doch gestern habe ich zum ersten Mal in meinen 30 Jahren einfach nur noch Rot gesehen, wirklich Rot! Das ist mir so noch nie passiert. Wie es so weit kam? Er hat meine Freundin geschlagen, dass weiß ich noch ganz genau. Ich stand ein paar Meter entfernt, als er ihr seinen halben Drink über den Arm schüttete. Das war jedoch noch überhaupt kein Grund für mich auszurasten, denn ich weiß, meine Freundin kommt mit solchen Situationen ziemlich gut alleine klar.

Als sie ihn zur Rede stellen wollte, hat er nichts gesagt. Nein, es gab sofort und unkommentiert eine kräftige Ohrfeige von ihm. Ich habe so etwas vorher noch nie erlebt und es war wohl auch zu viel für mich, zu sehen, wie meine Liebe geschlagen wird. Denn in diesem Moment brannten meine Sicherungen total durch. Ab da kann ich mich nicht mehr an alles erinnern und das nicht wegen des Alkohols, denn ich war nüchtern. Ich habe noch das Geräusch im Kopf von seiner Nase, wie sie brach, ich habe noch sein blutendes Gesicht mit ausgerenktem Kiefer vor Augen und höre immer noch die Stimmen um uns, wie sie schreien, ich solle doch aufhören, aber sonst fehlen die Details in meinem Gedächtnis. Ich weiß nicht mehr, wie oft ich ihn geschlagen habe, aber wegen meiner geschwollenen Hand mit offenen Knöcheln denke ich, dass es einige Male waren. Ich weiß auch nicht mehr genau, wie ich heim und ins Bett gekommen bin. Blackout aus Wut!? Nun bin ich gerade von der Arbeit gekommen und warte auf den Anruf der Polizei. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob dieser Anruf kommen wird, aber wundern würde es mich nicht und da müsste ich halt durch. Die Anrufe meiner Freunde habe ich heute alle ignoriert, denn ich wollte ehrlich gesagt gar keine Details wissen. Meine Freundin wird bald nach Hause kommen und mir dann sicher alles erzählen und davor graut es mir. Eine Kleinigkeit gibt es, die mir heute geholfen hat, doch ein bisschen weniger traurig zu sein. Wenn ich so darüber nachdenke, hat er es auch irgendwie verdient. Vielleicht nicht so heftig aber doch ein wenig, denn Frauen dürfen von Männern prinzipiell nicht geschlagen werden, NIE! Ich bitte um Absolution, denn so bin ich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00032896 vom 20.03.2014 um 21:05:27 Uhr (49 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Bücher für die Erstsemester

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Morallosigkeit Engherzigkeit Geld Studentenleben

Ich beichte, dass ich unwissende Erstsemester ausnutze. Das Ganze läuft folgendermaßen. Ich stehe kurz vor Abschluss meines Studiums und wie man sich vorstellen kann kommt da alles Mögliche an Skripten und Büchern zusammen über die Jahre. Da ich die meisten davon aber im Berufsleben nicht mehr benötige, biete ich die Literatur zum Verkauf an. Dies geschieht zum einen über die Pinnwand in der Uni, zum anderen über diverse Uni-Gruppen in sozialen Netzwerken. Und da ich ein sogenanntes Massenstudium mache, finden sich immer sehr schnell ein paar Opfer. Ich schreibe bewusst Opfer, denn die meisten der Bücher, die ich los werden will, werden die Käufer selbst auch nie benötigen. Fakt ist, dass die meisten der Dozenten die Studenten auffordern völlig überteuerte Primärliteratur zu kaufen, obwohl diese für das Bestehen der Prüfung nicht oder nur sehr eingeschränkt relevant ist. In meiner eigenen Unwissenheit als Erstsemestriger habe ich mir jedoch so ziemlich jedes Zeug besorgt das angeboten wurde, natürlich habe ich um zu sparen die Bücher gebraucht von Studis aus höheren Semestern gekauft. Das Gemeine daran, egal wer mir etwas verkauft hat, jeder hat darauf bestanden, dass das Buch unbedingt notwendig ist. HAHA. Tja gebraucht habe ich nur einen Bruchteil davon was ich mir gekauft habe. Einige der Bücher nicht einmal aufgeschlagen. Der Grund liegt einfach darin, dass mittlerweile derartig viele Mitschriften und ausgearbeitete Klausuren online kursieren, die ein Lernen aus Büchern beinahe überflüssig machen.

Naja und so kam es, dass ich hier jetzt Bücher im Wert von ungefähr 400 Euro rumliegen habe. Und nun ziehe ich dieselbe Tour mit den Erstis ab, wie sie mit mir abgezogen wurde. Seit einigen Tagen biete ich die Literatur nun zum Verkauf an und mein Handy glüht förmlich. Verkaufen werde ich wegen der hohen Nachfrage wohl alles, und sollte mich einer Käufer fragen, ob man das wirklich alles braucht um die Prüfung zu bestehen, dann werde ich schön die Schnauze halten und lügen, was das Zeug hält. Mein schlechtes Gewissen lässt mich allerdings jedoch nicht in Ruhe. Aber was solls, sie bekommen was sie haben wollen, und ich bekomme das Geld und hab mehr Platz auf dem Regal, also profitieren eigentlich ja alle. Außerdem werden meine Opfer in ein paar Semestern genau das gleiche mit anderen Erstis abziehen. Also schließt sich der Kreis wieder. Ich beichte daher, dass ich den Kreis nicht durchbrechen werde, weil ich das Geld brauche und dadurch Unwissende bewusst schädige.

Beichthaus.com Beichte #00032886 vom 19.03.2014 um 00:55:23 Uhr (10 Kommentare).

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