Toilettenpapierhalter in Brand gesetzt

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Faulheit Waghalsigkeit Vandalismus Schule Bern

Ich (m/18) hatte in der Berufsschule nach der Mittagspause 3 Lektionen Deutsch. Da ich meine Lehrerin hasse und nicht zu ihr in den Unterricht wollte, habe ich auf dem Klo den Toilettenpapierhalter in Brand gesetzt. Nach 15 Minuten hatte es so viel Rauch, dass das ganze Schulhaus evakuiert werden musste, die Feuerwehr und die Polizei kamen. Am nächsten Tag habe ich von einem Kollegen erfahren, dass 3 Personen vom Hausdienst eine Rauchvergiftung erlitten haben.

Beichthaus.com Beichte #00027082 vom 07.10.2009 um 11:56:47 Uhr in Bern (36 Kommentare).

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Waghalsige Spritztour

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Dummheit Waghalsigkeit Auto & Co.

Waghalsige Spritztour
Als ich 15 war, habe ich zusammen mit einem Kumpel, der auch in meinem Alter war, eine Spritztour mit dem Auto seiner Eltern gemacht. Auf die Idee kamen wir relativ spontan, da seine Eltern gerade nicht da waren und der Autoschlüssel auf dem Tisch lag. Also Schlüssel geschnappt, ins Auto rein und ein paar Runden gedreht. Dabei fuhren wir ein recht begrenztes Straßenstück hoch und runter. Da er sehr abgelegen wohnte, waren wir eigentlich ziemlich sicher, dass uns kein Auto entgegen kommen sollte. Zum Wenden haben wir immer den Garagenhof von einer Rot-Kreuz-Dienststelle genommen, da der ziemlich groß war und in der Dienststelle zu dieser Zeit keiner war, der uns hätte sehen können. An jenem Garagenhof sind wir quasi immer einmal um diese Dienststelle herum gefahren, um dann in die andere Richtung wieder zu seinem Haus zu fahren. Der Schock war jedoch groß, als wir um eine Hausecke der Dienststelle rumfuhren und dort auf einmal ein Polizeiwagen stand. "Scheiße", haben wir uns gedacht, was nun? Also Rückwärtsgang rein und natürlich passiert das, was passieren muss, wenn man noch nicht richtig Autofahren kann und aufgeregt ist, man würgt den Wagen ab. Wir natürlich total in Panik, stiegen aus dem Auto aus und laufen zu einer Seitentür am Haus, in der Hoffnung, dass diese offen ist. In dem Moment kommen die beiden Polizisten um die Ecke und sprechen uns an. Man muss sich jetzt bitte einmal die Situation vor Augen führen: Zwei Jugendliche, die tierisch aufgeregt sind und ein Auto, was mitten im Weg herum steht. Frage vom Polizisten: "Arbeiten Sie hier?" - Mein Freund: "Ja" - Polizist: "Dann kommen Sie doch bitte mal eben mit". Wir haben zu diesem Zeitpunkt mit dem schlimmsten gerechnet, gedacht dass wir jetzt in den Polizeiwagen gesteckt und zur Wache gefahren werden, doch dann... "Schauen Sie mal, wir sind hier gerade lang gefahren und haben gesehen, dass der Altkleidercontainer offen stand, aber da Sie ja hier sind brauchen wir uns ja keine Sorgen machen, oder?" - Mein Freund: "Nein natürlich nicht, muss ich wohl vergessen haben den wieder zu verschließen." - Polizist: "Na dann, schönen Tag noch!" - Wir: "Ebenso". Das war mit Abstand einer DER größten Glücksmomente in meinem Leben. Ich weiß echt nicht, ob die beiden Polizisten irgendwie blind waren, aber eigentlich war die Situation so offensichtlich. Jedenfalls haben wir erstmal gewartet, bis der Polizeiwagen außer Sicht war und sind dann zurück gefahren, haben den Wagen abgestellt und uns geschworen es erstmal mit dem Autofahren sein zu lassen.

Beichthaus.com Beichte #00027072 vom 05.10.2009 um 10:53:06 Uhr (30 Kommentare).

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Der Karabiner

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Neugier Diebstahl Waghalsigkeit Kinder

Der Karabiner
Meine Sünde liegt schon viele Jahrzehnte zurück: In den 1960ern war der Großvater eines Freundes von mir an Demenz erkrankt. Heute würde man sagen Alzheimer, damals kannten wir das Wort noch gar nicht. Er war Landwirt und die Familie konnte überhaupt nicht mit der Sache umgehen. Der Großvater war nicht mehr klar im Kopf, machte nachts Feuer im Ofen und schloss die Ofentüre nicht und ähnliches. Deshalb wurde er in den Altenstift gegeben. Die Frau des Großvaters war einige Jahre zuvor bereits gestorben und so stand die Schlafkammer der Großeltern leer und wurde nicht mehr betreten nachdem der Großvater weg war. Eines Tages schlichen wir uns tagsüber, als alle ihrem Tagesgeschäft nachgingen, in das Zimmer und guckten neugierig alles durch. Da fanden wir das ganze Zeug: zwei Pistolen und einen abgesägten Karabiner, alles Kriegswaffen. Der Großvater musste als Unteroffizier noch in den Krieg, trotz Hof, und hat den Kram irgendwie zur Seite geschafft, vielleicht sogar um zu wildern. Dafür spricht der abgesägte Karabiner, den man unterm Mantel verstecken konnte. Für die Pistolen war keine Munition da, aber beim Karabiner lagen noch einige Clips mit Munition. Wir wollten natürlich schießen, haben uns aber nicht getraut. Erst ein oder zwei Jahre später, der Großvater war gestorben und ich dachte das Thema sei jetzt erledigt, da kam der Freund wieder auf mich zu und erzählte was er damals getan hatte: er hatte den Karabiner gestohlen und versteckt. Die Pistolen waren nach dem Tod des Opas gefunden worden. Aber das Gewehr eben nicht. Wir nahmen die Waffe nachts mit in den Tunnel einer alten Passstraße in der Nähe. Dort war im Umkreis von zwei Kilometer kein Haus, die moderne Straße lief jetzt anders und wir dachten es sei der richtige Platz um die Waffe auszuprobieren. Im Tunnel versuchten wir die Waffe zu laden, bekamen die Munition zuerst nicht geladen, irgendwie ging es dann doch. Mein Freund drückte ab, zum Glück stand ich einige Meter abseits und hielt mir die Ohren zu, denn der Knall war höllisch laut. Mein Freund erlitt einen Hörschaden und zu allem Überfluss hörte ich im Moment darauf Hundegebell: Ein Jäger musste in der Umgebung auf dem Hochsitz gewesen sein zur Jagd. Dass der jetzt alles daran setzen würde uns zu kriegen, war klar. Wir rannten als ginge es um unser Leben. Mein Freund heulte trotz seiner fünfzehn Jahre Rotz und Wasser auf dem ganzen Weg ins Dorf, er hatte starke Schmerzen. Natürlich hatten wir die Waffe vergessen, er hatte sie vor Schreck fallen gelassen. Am Tag drauf war es das Thema im Dorf und auch in der Zeitung: bei uns wird wieder gewildert! Mein Freund versuchte noch zwei Tage lang seine Verletzung zu verbergen, aber die Mutter merkte es bald. Woher die Verletzung kam, war klar, der Sohn wurde in die nächste Stadt ins Krankenhaus gefahren. Auch wenn es bald alle wussten, dass er dort war, wusste ja keiner was ihm fehlte. Gerüchte gab es aber mehr als genug und es schien mehr als unwahrscheinlich, dass jetzt die Kinder schon wildern. Ich vergesse es ihm nie, dass er mich nicht reinziehen wollte, auch wenn es sich die Eltern bestimmt denken konnte. Auf jeden Fall kühlte das Klima zwischen seinen Eltern und mir merklich ab, wenn ich ihn besuchen kam. Die Waffe wurde unbrauchbar gemacht (zugeschweißt) und steht bis heute im Gemeindehaus in einer Vitrine als letzte Waffe eines Wilderers in der Gegend. Eigentlich ging die Sache noch gut aus, nur mein Freund hörte auf einem Ohr immer schlecht. Er starb zwölf Jahre nach diesem Ereignis an Muskeldystrophie und noch immer besuche ich an seinem Geburtstag sein Grab.

Beichthaus.com Beichte #00027061 vom 02.10.2009 um 12:02:33 Uhr (15 Kommentare).

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Guten Morgen

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Feigheit Peinlichkeit Kindergarten Kinder Bochum

Guten Morgen
Als ich noch klein war, Kindergartenalter, war ich sehr schüchtern und habe mich vor Fremden immer geschämt. Immer wenn wir morgens in den Kindergarten kamen, sind wir an unseren Betreuerinnen vorbei und mussten Guten Morgen sagen. Ich habe mich aber nie getraut, keine Ahnung warum, und habe mich immer irgendwie vorbei geschlichen. Irgendwann ist es den Betreuerinnen dann aufgefallen und ich musste so lange vorne stehen bleiben, bis ich Guten Morgen gesagt habe. Da ich auch noch total stur war (bin ich auch heute noch) stand ich da bestimmt zwei Stunden, bis ich keinen Bock mehr hatte. Ich habe dann Guten Morgen gesagt und konnte spielen. Ich habe mich auch immer vor meinen Verwandten geschämt, wenn wir zu Besuch waren. Dort musste ich auch immer im Flur bleiben, weil ich ja kein Hallo gesagt habe. Manchmal habe ich das echt den ganzen Tag ausgehalten. Ich war einfach stur und wollte das nicht. Heute finde ich das echt dämlich. Meine Eltern haben sich bestimmt auch total für mich geschämt. Ich kann mir heute auch nicht erklären, was damals in mir vorgegangen ist. Jetzt bin ich ein total offener Mensch, habe keine Probleme fremde Leute anzusprechen und knüpfe auch gerne neue Kontakte.

Beichthaus.com Beichte #00027060 vom 02.10.2009 um 11:03:00 Uhr in Bochum (19 Kommentare).

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Geburtstagsparty eines alten Schulfreundes

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Eifersucht Neid Vandalismus

Vor kurzem fragte mich meine Freundin, ob ich Lust hätte, sie zu einer Geburtstagsparty eines alten Schulfreundes zu begleiten. Er wohnte in einem der feineren Stadtteile und hatte wohl auch recht wohlhabende Eltern. Als wir in seiner kleinen Villa ankamen, waren schon etliche Freunde von ihm vor Ort. Meine Freundin wurde mit großer Freude und "Küsschen hier und Küsschen da" begrüßt. Ich fühlte mich gleich irgendwie unwohl und kam mir wie der Trottel vor, der sie begleitete. Sie war auch gleich vollkommen mit ihren alten Bekanntschaften beschäftigt und es wurden erst einmal Geschichten aus der Vergangenheit ausgetauscht. Irgendwann musste ich auf die Toilette. Die Party war mittlerweile auf dem Höhepunkt angekommen. Alle hatten schon ziemlich gut getrunken und das Haus war voll. Ich entdeckte eine Gästetoilette, die mit tollem Marmor ausgestattet war. Ich war so sauer, dass ich noch mal kurz nach draußen ging und mir einen Stift schnappte. Ich fing an das Bad mit Blumen und irgendwelchen Symbolen, die mir einfielen, zu bemalen. Danach drängte ich meine Freundin ganz unauffällig zu einem schnellen Aufbruch. Wir haben nie wieder eine Einladung von dem Typen bekommen und ich bin immer noch glücklich mit meiner Freundin.

Beichthaus.com Beichte #00027051 vom 01.10.2009 um 08:04:09 Uhr (18 Kommentare).

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