Mein virtuelles Doppelleben

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Betrug Lügen Morallosigkeit Manie Internet Hirschaid

Meine Geschichte beginnt vor etwas über einem Jahr. Ich war damals arbeitslos und mir war generell ziemlich langweilig. Ich war damals schon auf einer großen deutschen Chatseite unterwegs und aus Langeweile beschloss ich, mir dort einen weiteren Account zuzulegen. Nur diesmal gab ich nicht meine eigenen Daten an, sondern dachte mir welche aus. Ich erstellte mir also einen weiblichen Fake-Account und chattete einfach drauf los. Die meisten Anfragen, die ich bekam, waren sexueller Natur, woran ich aber kein Interesse hatte. Ein paar Tage ließ ich den Account ruhen, bevor ich mich wieder einloggte und diesmal kamen auch anständige Gespräche mit Mädchen zustande. Ich dachte mir eine richtige Geschichte zu meinem Fake-Account aus und es machte mir sogar riesigen Spaß, die freche Göre aus der Hauptstadt zu spielen. Mein "zweites Ich" wurde mit der Zeit immer mehr ein Teil von mir selbst und ich war immer bemüht, es sehr glaubhaft zu spielen. Meine Freundesliste dort wuchs stetig und nie kamen Zweifel an meiner Identität auf; ganz im Gegenteil, man schlug mich sogar als Chatmoderatorin vor. Ich lehnte aber ab. Manchmal, ich habe mittlerweile wieder Arbeit, kommt es mir selbst komisch vor. Tagsüber gehe ich meinem normalen Leben nach mit Arbeit, Freunden und so und abends und am Wochenende schlüpfe ich in die Rolle einer mittlerweile 20-Jährigen und führe quasi ein merkwürdiges Doppelleben.

Ich habe mir nie wirklich Gedanken gemacht, dass ich ja auch viele Leute ziemlich verarsche, da ich sie in meiner Rolle ja hintergehe, bis ich dann Marie kennenlernte. Wir haben intensiv gechattet und das über Monate. Bei ihr hatte ich das erste Mal ein schlechtes Gewissen wegen meiner Lügen, andererseits, dachte ich, wenn sie es nicht weiß, kann es sie auch nicht verletzen. Wie gesagt: mittlerweile habe ich ihr gegenüber schon ein schlechtes Gewissen wenn ich mit ihr chatte, jedoch möchte ich ihr auch nicht die Wahrheit sagen. Ich hatte schon überlegt meinen Fake-Account dort einfach stillzulegen, aber das brachte ich dann irgendwie doch nicht fertig. Es ist so, als ob ich dieses zweite Leben mittlerweile brauchen würde.

Beichthaus.com Beichte #00030856 vom 06.03.2013 um 10:12:42 Uhr in Hirschaid (17 Kommentare).

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Der Vater fehlt

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Verzweiflung Drogen Familie Gesellschaft

Ich (m/16) muss beichten, dass ich zur Zeit mein Leben nicht auf die Reihe bekomme und jeden Tag zusehen muss, wie es immer weiter bergab geht. Alles fing vor drei Monaten an, als mein Vater, mit dem ich wohl das beste Verhältnis hatte, das man sich vorstellen kann, […]
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Beichthaus.com Beichte #00030855 vom 06.03.2013 um 02:41:55 Uhr (25 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Gefälschte Statistik

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Betrug Morallosigkeit Habgier Arbeit

Ich bin Studentin und wie fast alle Studenten muss ich mir ein paar Euros dazuverdienen. Ich arbeite als Telefoninterviewerin in einem Meinungsforschungsinstitut und führe Umfragen per Telefon durch, welche zu statistischen Zwecken ausgewertet werden. Der Verdienst ist ganz gut. Es gibt als Festgehalt fünf Euro die Stunde und der restliche Verdienst hängt davon ab, wie viele Interviews man führt. Führt man also pro Stunde kein einziges Interview (dazu muss man aber sehr trottelig sein und sich lieber einen anderen Nebenjob suchen), bekommt nur die fünf Euro. Mit ein bisschen Übung liegt das durchschnittliche Gehalt, je nach Umfang der Befragung, bei zehn bis zwölf Euro pro Stunde.


Zu meiner Beichte: Um möglichst viel zu verdienen, kreuze ich manchmal einfach in der Software bei mehreren Fragebögen irgendwelche Antworten an, obwohl ich niemanden angerufen habe. Mir ist klar, dass bei jedem stichprobenartig mitgehört wird, aber das ist bisher noch keinem aufgefallen. Bei jedem Fragebogen, bei dem ich mir die Antworten ausdenke, kreuze ich dann in der Telefonliste immer irgendeinen Namen an, damit es so aussieht, als wenn ich denjenigen angerufen habe. Das dauert oft nur zwei bis drei Minuten. So komme ich auf einen echt guten Stundenlohn. Ich beichte hiermit, dass ich mehr Geld verdiene, als mir zusteht und damit Statistiken verfälsche.

Beichthaus.com Beichte #00030854 vom 06.03.2013 um 00:09:38 Uhr (32 Kommentare).

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Offline Freunde, Online Feinde

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Hass Verzweiflung Internet

Offline Freunde, Online Feinde
Ich beichte, dass ich herausgefunden habe, dass eine andere Beichthaus-Userin, mit der ich hier ziemlich oft aneinander gerate, über die ich mich immer tierisch aufrege und die mir hier mega unsympathisch ist, eine gute Freundin von mir ist. Sie saß letztens in der […]
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Beichthaus.com Beichte #00030853 vom 05.03.2013 um 16:25:25 Uhr (25 Kommentare).

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“Beichte

Die Insolvenz des ehemaligen Arbeitgebers

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Boshaftigkeit Morallosigkeit Rache Arbeit Senden

Ich beichte, dass ich mich tierisch an der Insolvenz meines letzten Arbeitgebers aufgeile, an der ich wohl nicht unschuldig bin. Bis letztes Jahr arbeitete ich in einer Bäckerei. Eine 45 Stundenwoche war normal, auch mal 13 Tage am Stück und dazu noch Mobbing. Alles in allem nicht die geilste Arbeit der Welt, aber ich war froh, dass ich überhaupt etwas hatte. Aber dann hat eine Situation dem Fass den Boden ausgeschlagen: An einem Tag wurde ich gezwungen, Flammkuchen mit Lachs zu verkaufen, der schon eine Weile abgelaufen war. Dass ich mich weigerte, half nichts. Er wurde dennoch verkauft und sogar als kostenlose Probe meiner Kollegin angeboten. Als dann der Chef vorbeischaute, zog ich ihn zur Seite und fragte ihn, ob es denn in Ordnung sei, dass hier abgelaufener Fisch verkauft wird. Er ist auf der Stelle ausgeflippt und hat mich lautstark vor meinen Kolleginnen, unseren Kunden und dem gesamten Supermarkt bloßgestellt, dass das natürlich nicht in Ordnung wäre, wenn ich das vor allen Leuten erzähle. Ich dachte, ich hätte mich verhört. Ich hatte ganz leise in einer Ecke mit ihm gesprochen. Alle schauten mich an. Dann sagte ich ihm, dass wir das dann halt im Büro klären könnten und als wir drin waren, hat er so richtig losgelegt! Besagte Kollegin schwärmte dem Chef vor, dass der Lachs noch gut sei und er noch gut rieche, also für den Verkauf noch geeignet sei. Den Dreck probieren wollte aber auch keiner. Nach dieser Aktion traute ich mich nicht mehr da hin. Kurz darauf flatterte die Kündigung ins Haus. Das restliche Geld ließ auf sich warten mit den Worten "Wer Schlechtes sagt oder tut, darf sich nicht wundern, wenn ihm Schlechtes widerfährt".


Dieser Satz ging mir nicht aus den Ohren. Ich erzählte allen, die ich kenne, diese Geschichte. Auch meine Kollegin, die dort kündigte, erzählte es allen. So kam es, dass es innerhalb von zwei Wochen alle Ärzte, Friseure, Cafés und weitere Geschäfte wussten und sogar meine Oma darauf angesprochen wurde, was da für eine miese Tour mit ihrer Enkelin abgezogen wurde. Es lief zwar schon schlecht für die Bäckerei, aber vier Monate später meldete die Firma Insolvenz an. Ein Familienbetrieb seit über 40 Jahren. Aber leider freue ich mich darüber. Ich gönne es dem Ehepaar, die sich Chefs nennen wollen und freue mich über jeden Zeitungsartikel über ihre Insolvenz, den ich, freudestrahlend, auf Facebook teile. Und jetzt will ihnen noch nicht mal jemand die Bäckerei abkaufen, weil sie von Grund auf verdreckt ist und man alles abreißen müsste.

Beichthaus.com Beichte #00030852 vom 05.03.2013 um 15:15:19 Uhr in Senden (18 Kommentare).

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