Der Postbote, der vom Dach des Versandhauses fiel

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Falschheit Lügen Dummheit 50+ Telefon Grafenau

Ich möchte hiermit beichten, dass ich mit circa 13 Jahren mit einem Kumpel den ganzen Tag lang Telefonstreiche gespielt habe. Wir tippten zufällige Nummern ein und redeten völligen Unsinn. Mal waren wir von der geschlossenen Anstalt geflohene Irre, manchmal furzten wir einfach nur so lange in den Hörer, bis aufgelegt wurde. An eine Geschichte erinnere ich mich noch heute: Wir erwischten eine ältere Dame und gaben uns als Postbote aus, welcher ein dringendes Paket vom Quelle-Versand per Nachname übergeben muss. Die Oma stritt immer wieder ab, dass sie etwas bestellt hätte. Es entbrannte ein richtiger Streit und die Beschimpfungen wurden immer heftiger bis schlussendlich aufgelegt wurde.

Drei Minuten danach riefen wir wieder an, diesmal waren wir eine Irrenanstalt, welche sich für den Vorfall gerade eben entschuldigte, da der Postbote, der zuvor anrief, früher mal vom Dach des Quelle Hauses fiel und seitdem geistig verwirrt ist. Die Oma hatte vollstes Verständnis und sprach uns ihr Mitleid aus. Noch heute habe ich ab und zu ein schlechtes Gewissen, wenn ich dran denke, wie die Alte es wohl ihren Tratsch-Freundinnen bei Kaffee und Kuchen erzählt haben muss, ohne zu wissen, dass alles nur erfunden war und völlig umsonst Mitleid mit einer fiktiven Person hatte.

Beichthaus.com Beichte #00030277 vom 20.09.2012 um 07:45:42 Uhr in Grafenau (Rachelweg) (19 Kommentare).

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Unterwäsche-Modenschau im Schrebergarten

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Lügen Falschheit Nachbarn Berlin Wuhletal

Meine Eltern besitzen einen Schrebergarten, in dem wir während der Sommersaison auch ständig wohnen. Jetzt Anfang September hatte ich das Teil für 14 Tage zur Alleinnutzung, da meine Alten verreist waren. Der Nachbargarten gehört einer Familie mit einer geistig etwas zurückgebliebenen Tochter, welche die nervige Angewohnheit hat ständig zu uns rüberzustarren und unqualifiziertes Zeug zu reden. Man kann sie auch prima verarschen, denn sie macht alles, was man ihr sagt, da sie nicht besonders helle im Kopf ist. Als ich bei schönstem Wetter auf der Veranda in der Hollywoodschaukel rumgammelte und am Zocken war, hatte sie wieder mal so einen Anfall von Dummglotzerei, was extrem gestört hat und da hab ich sie aus Dumdideldei gefragt, ob sie nicht Lust auf eine Unterwäschemodenschau hätte, dann könnte sie auch beim Supermodel mitmachen. Nicht dass sie besonders toll aussieht, sollte halt nur eine Verarschung werden, damit das blöde Geglotze aufhört und ich in Ruhe weiterdaddeln kann. Hat die sich doch glatt in der Laube ausgezogen und ist zum Ärger der anliegenden Kleingartenbesitzer stolz wie Oskar nur mit ihrer Unterwäsche auf dem Gartenweg rumstolziert. Ich hab mich halb kaputt gelacht, wer hätte denn ahnen können, dass die wirklich so stumpf ist und ein auf Mannequin macht? Und das Beste ist, das ihre Eltern ihr das nicht glauben, das die Idee von mir kommt, da sie schon öfter solche ähnlichen Aktionen gebracht hat. Irgendwie tun mir ihre Eltern ein klein wenig leid, war ein gewaltiger Aufreger in der Gartensparte und ihrem guten Ruf dort bestimmt nicht gerade förderlich, aber ich hoffe mal, bis nächstes Jahr im Mai ist das wieder vergessen.

Beichthaus.com Beichte #00030275 vom 19.09.2012 um 23:11:24 Uhr in Berlin Wuhletal (31 Kommentare).

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Rechnung von der Bibliothek

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Faulheit Peinlichkeit Lügen Studentenleben Stuttgart

Als Studentin habe ich einmal eine ganze Menge Bücher aus der Bibliothek daheim gehabt und war zu faul, um sie wieder zurückzubringen. Ich habe das immer wieder vor mir hergeschoben. Nachdem ich die Bücher ein ganzes Semester nicht abgegeben hatte, flatterte mir eine unglaublich Rechnung über 150 Euro ins Haus. Ich hob Geld von meinem Konto ab und fuhr zur Bücherei. Ich war so unheimlich peinlich berührt, als ich in der Schlange wartete und als ich dran war und die nette junge Dame den Code des ersten Buches eingescannt hatte und erschrocken in den Bildschirm ihres Rechners starrte, stammelte sie nur: Das kann doch jetzt gar nicht sein!


Ich wollte nicht, dass jeder um uns rum das ganze mitbekommt und meinte hastig: Doch, das kann leider sein! Sie schaute mich so böse an und ich merkte schon, wie ich rot wurde. Da erzählte ich einfach, dass ich die Bücher so lange nicht abgeben konnte, weil ich ein Semester im Ausland verbracht hätte. Das entsprach absolut gar nicht der Wahrheit, aber mir war das so rasend unangenehm und ich wollte einfach eine Erklärung liefern!! Sie wurde freundlicher und fragte, wo ich denn gewesen sei. Ich sagte: Finnland, warum, weiß ich bis heute nicht, es fiel mir eben spontan ein. Sie freute sich enorm und meinte, dass sie auch ein Semester in Finnland studiert hätte und wo genau ich denn gewesen sei. Panisch überlegte ich und sagte die einzige Stadt, die ich wenigstens namentlich kannte: Helsinki.


Daraufhin freute sie sich noch mehr und rief fröhlich: Ich auch! Mir brach der Schweiß aus, aber ich gab ebenfalls vor, mich enorm zu freuen. Da meinte sie, dass sie da was an der Rechnung drehen könne, das sei doch gar kein Problem! Ich lehnte ab und meinte, dass ich doch anderen Studenten, die Bücher doch vorenthalten hätte, aber sie meinte nur "Ach was!", tippte irgendwas ein und meinte strahlend, dass ich nur 50 Euro zahlen bräuchte. Ich zahlte, ging und schämte mich. Sie war ja so nett und freundlich gewesen und ich war so ein verlogenes Stück! Ich war so sinnlos feige und verlogen, es tut mir echt Leid! Ich habe nie mehr etwas aus der Landesbibliothek ausgeliehen.

Beichthaus.com Beichte #00030267 vom 16.09.2012 um 17:00:03 Uhr in 70173 Stuttgart (Konrad-Adenauer-Straße 8) (27 Kommentare).

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Mein kleines Kunstwerk

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Lügen Familie Weihnachten

Mein kleines Kunstwerk
Es war Weihnachten 2011, der 23.12, Sachen mussten gepackt werden, Dinge auf den letzten Drücker noch besorgt werden um dann im Feiertagsverkehr 250km zur Familie zu tuckern. Mit Kind damals 2 etwas stressig, da mein Mann den Tag noch arbeiten musste. Soweit so gut, Geschenke für die Familie wurden liebevoll verpackt. Meiner Tochter schlug ich vor doch ein schönes Bild für Oma und Opa zu malen. Man kennt ja mit der Zeit die großelterliche Erwartung, wie schön es doch sei, ein selbst gemaltes Bild vom Enkelchen zu bekommen. Meine Schwiegereltern sind da etwas extrem. Leider hatte meine Tochter null Bock darauf. Also schnappte ich mir kurzerhand Buntstifte und Papier und kritzelte ein kleines buntes Kunstwerk aus Strichen. Zusammengerollt, Schleifchen drum, Fertig. Die Freude unterm Weihnachtsbaum war groß, wie toll das Bild doch sei, bla bla bla. Dieses Kunstwerk hängt nun seit Weihnachten 2011 schön eingerahmt bei meinen Schwiegereltern im Esszimmer. Bei jedem Besuch sitze ich mit einem kleinen Schmunzeln im Gesicht da, und genieße mein kleines Kunstwerk.

Beichthaus.com Beichte #00030256 vom 08.09.2012 um 13:14:53 Uhr (29 Kommentare).

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Aufstrebender Sänger auf Wikipedia

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Falschheit Lügen Stolz Internet

Ich habe bei Wikipedia aus Spaß einen Artikel über mich selbst verfasst und abgeschickt. Ich war eigentlich fest davon ausgegangen, dass dieser niemals einer redaktionellen Überprüfung standhalten würde. Umso erstaunter war ich als ich nach einigen Tagen auf Wikipedia meinen Artikel vorfand. Entschuldigung an all jene, die jetzt denken ich sei ein aufstrebender Sänger, der seine Texte selber schreibt und so ganz nebenbei noch kurz vor der Publikation seines ersten Buches steht.

Beichthaus.com Beichte #00030243 vom 04.09.2012 um 16:49:32 Uhr (17 Kommentare).

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