Ich hätte dem Mädchen das Leben retten können!
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Als dann zwei weitere Beamte eintrafen, die sie beim Wohnheim abliefern wollten, breitete sich in ihren Augen die nackte Panik aus, sie fing nervös an, die Schnitte aufzukratzen, und sie flehte, insbesondere an mich gerichtet, darum, nicht mit der Streife fahren zu müssen. Nach einer Erläuterung den Beamten gegenüber sagten diese, dass ihre Mutter sie auch abholen könne. Nachdem ich ihr dies mitteilte und wir nach mehrmaligen Versuchen endlich ein Familienmitglied erreichten, hieß es warten. Als dann die Mutter eintraf, und ich ihr mit den Händen erklärte, was ihre Tochter getan hatte, brach sie in bittere Tränen aus und auch ihr stand die Angst ins Gesicht geschrieben. Damit beide gehen konnten, brauchten die Beamten lediglich noch die Zimmernummer des Zimmers, welches sie im Wohnheim bewohnten.
Ich versuchte, dies den beiden zu erklären, doch sie konnten mir keine Antwort geben. Entweder verstanden sie es nicht, oder schlicht, weil sie diese Information nicht hatten. Einer der Beamten wurde dann recht schnell ungeduldig und verfrachtete nach einem ruppigen Wortgefecht beide in die Streife. Beide flehten, dies nicht zu tun, und ein letztes Mal sah ich ihren angsterfüllten, nach Hilfe schreienden Blick, dann fuhr die Streife los. Aufgrund der Herkunft des Mädchens, der starken Schnittwunden und des Bargeldes vermute ich, dass dahinter Zwangsprostitution steckt und das Mädchen, je nachdem, mit schlimmen "Maßnahmen" seitens ihrer Landsleute rechnen muss. Am Abend habe ich dann, nachdem ich mit meiner Frau und meinem Schwiegervater über die Situation gesprochen habe, beim Supermarkt den Namen des Mädchens erfragt. Anschließend wandte ich mich an einen befreundeten Beamten und schilderte ihm alles und bat um Rat. Leider, so sagte er mir, würde auf Verdacht niemand nachschauen und ich müsse Anzeige erstatten.
Jedoch solle ich mir bewusst sein, dass Mädchen, welche in der Situation wie sie stecken, selten bis gar nicht gegen ihre Peiniger aussagen, da sie der Polizei nicht zutrauen, ihnen wirklich Schutz zu bieten. Im schlimmsten Fall würde sie mich der Lüge bezichtigen und es würde mir eine Anzeige wegen Verleumdung drohen. Zudem sei mit Leuten, die in solchen Kreisen die Fäden ziehen, nicht zu spaßen und mein Leben so wie das meiner Familie wäre dann vielleicht in Gefahr. Ich quäle mich nun seit 48 Stunden mit dem Gedanken, ob dem Mädchen etwas zugestoßen ist und ob ich es irgendwie hätte verhindern können. Und auch der Gedanke, dass wenn es ihr noch gut geht, sie bald dahin zurück muss, wo man ihr das angetan hat, lässt mich verzweifeln. Immerhin hätte sie, sollte es so sein, wie ich vermute, das Recht auf Asyl. Ich bereue zutiefst meine Feigheit, aber ich bitte nicht um Absolution für mich, die habe ich nicht verdient. Ich bitte um Absolution für das Mädchen.