18 Jahre Beziehung umsonst

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Ehebruch Fremdgehen Zorn Zwietracht Partnerschaft Hamburg

Vor etwa 6 Jahren erfuhr ich (33), dass mein Mann mich mit der Kindergärtnerin betrog. Danach war nichts mehr wie zuvor, ich habe meinen Mann, als ich ihn das erste mal sah, geliebt. Damals war ich 12 Jahre alt, habe ihn niemals betrogen und ihm zwei Kinder geschenkt. Ich konnte ihm den Betrug nie wirklich verzeihen, da war immer etwas, was weh tat, eine Wunde die auch in den Jahren danach nie wirklich heilte. Er wollte nie, dass ich ohne ihn ausgehe, las meine sms und hatte immer ein Auge auf mich. Andere Männer durften mich anschauen (dann war er sehr stolz), aber nie anfassen. Irgendwann lernte ich in einem Chat einen Mann kennen, dem es ähnlich erging wie mir, es entwickelte sich eine Freundschaft daraus und ich konnte jemandem eine Art vertrauen schenken, die ich meinem eigenen Mann so nicht mehr geben konnte. Ich entwickelte Gefühle für diesen anderen Mann und redete darüber mit meinem Mann. Tage darauf las er meine Chatprotokolle und warf mir vor, ich würde ihn betrügen. Kurz darauf trennten wir uns, ich bat meinen Mann auszuziehen, was er auch tat. Ich traf mich dann irgendwann mit dieser Chatbekanntschaft und es wurde mehr daraus. Ich war blind vor Gefühlen, spürte Vertrauen und Ehrlichkeit und genoss es in vollen Zügen, während er eben auch diese gleichen Dinge genoss. Trotzdem waren nach 17 Jahren Beziehung mit meinem Mann noch starke Gefühle da, so dass ich ihn nie wirklich loslassen konnte. Ich habe mein halbes Leben mit meinem Mann verbracht, war ihm immer Treu und aufrichtig gewesen.


Nach einem halben Jahr gab ich die neue Beziehung auf, um mir (war schwerst depressiv geworden)und meinem Mann eine Chance zu geben (der sich gleich zu anfang der Trennung anderweitig amüsierte) bat ihn aber darum mich erst selbst zu finden und ging für zwei Monate in ein Krankenhaus. Ich habe es danach nicht wirklich geschafft einen weg zu ihm zu finden, es mir aber immer gewünscht und vieles dafür getan. Ich wollte mein Leben zurück, dass Glück das einmal so vollkommen war, ehe er mich das erste mal betrog. Da ich keinen Weg fand, ging ich zur Therapie um nach wegen zu suchen, um zu mir selbst zu finden, um mir darüber klar zu werden was ich noch geben kann, was ich zu erwarten habe und was ich dafür zu tun habe. Mein Mann hat mir die ganze Zeit mehr oder weniger zur Seite gestanden und mir und unseren Kindern immer wieder gesagt "er wolle alles tun, um wieder eine Familie zu werden". Dennoch wusste ich, dass es auch in dieser Zeit, in der ich an mir arbeitete, andere Frauen gab.
Vor kurzem schrieb er mir eine Mail: "Ich liebe Dich, ich kann dich nicht loslassen, will nicht ohne euch leben, ihr seid mein Leben!" Etwa drei Tage nach dieser Mail suchte ich ihn auf um ihm zu sagen das ich es mit ihm noch einmal versuchen will, wir uns aber Hilfe suchen müssen. Da steht er vor mir und sagt: "tut mir Leid, jetzt habe ich eine neue Freundin, für sie habe ich Gefühle, die ich für dich nie empfunden habe". Ich habe über ein Jahr versucht zu ihm zu finden, war die ganze zeit über depressiv, habe Medikamente genommen und war auch in der Klinik, er, unsere Familie war das Ziel.


Jetzt ist er weg und sieht auch kaum Schuld bei sich, ich hingegen bin ziellos. Ich hasse ihn, für meine verlorene Zeit, für die Demütigungen, das Leid und den Schmerz und mache ihn allein dafür verantwortlich, dass wir alles verloren haben, was wir uns in 18 Jahren aufgebaut hatten. Deshalb und auch für die Tatsache, dass ich sehr vieles dafür unternommen habe, dass seine neue Beziehung kaputt geht, ich ihn hasse und trotzdem liebe bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00028537 vom 18.01.2011 um 17:25:57 Uhr in Hamburg (37 Kommentare).

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Unfall mit Zwei

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Dummheit Waghalsigkeit Unfall Auto & Co. Lahr

Ich (m/22) möchte hiermit beichten, dass ich in frühen Jahren eine Straßenlaterne mit meinem Kopf zertrümmerte. Vor etwa ziemlich genau 20 Jahren, habe ich recht früh Fahrradfahren gelernt, zwar mit Stützrädern, aber ja es hat geklappt. Es war mein 2. Geburtstag, als ich ein Fahrrad mit Stützrädern bekam. Zu Besuch waren meine Verwandten und Bekannten, unter anderem auch der Klassenkamerad meines Bruders. Beide sind etwa 4-5 Jahre älter, also um die 6-7 Jahre. Als ich gegen Abend wieder mit meinem neuen Bike posierte und Jedem die neuen Funktionen und Stunts erklärte, kamen die Beiden auf die Idee mir doch einfach die Stützräder abzumontieren, weil sie der Meinung waren, ich sei in dem Alter auch ohne fahren zu können. Die Dinger waren schnell abmontiert und ich wurde auf das Fahrrad gesetzt. Es kam, wie es von keinem erwartet wurde. Ich fuhr wie eine wilde Sau auf der Straße rum und küsste die Straßenlaterne. Der Kuss bescherte mir ein Loch im Kopf und ein Loch am Kinn, so dass ich meine Zunge unterhalb der Lippe raus strecken konnte. Außerdem fiel durch den Aufschlag die Abdeckung der Straßenlaterne, hinter der sich die Sicherung versteckte, ab. Es tut mir sehr Leid eine Laterne in meinem kindlichen Elan zerstört zu haben, sie konnte ja nichts dafür, sie stand da wo sie immer stand. Aber eigentlich hätte sie es doch auch sehen und aus dem Weg springen können. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, ist sie doch auch selbst schuld, nicht wahr?

Beichthaus.com Beichte #00028536 vom 18.01.2011 um 17:04:33 Uhr in 77933 Lahr (26 Kommentare).

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“Beichte

Elektrischer Türöffner

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Rache Boshaftigkeit Nachbarn Leipzig

Was ich (w/43) jetzt beichte, zählt wohl eher unter die Kategorie Jugendsünden. Ich lebte in einer Wohnung mit meinem Mann und meiner Tochter (damals 2 Jahre alt). Wir hatten Nachbarn welche die Wohnung neben uns hatten. Es war ein äußerst primitives Paar. Jeden Tag nach der Arbeit scheuchte der ausgesprochen faule Mann seine Frau und alle anderen Hausmieter auf, indem er die penetrante, nervige Klingel drückte anstatt einfach den Schlüssel zu zücken. Das darauf folgende nasale Surren machte das alles auch nicht besser. Mein Mann und ich waren einfach nur genervt. Warum verdammt nochmal nahm er nicht den Schlüssel? Unsere Tochter schreckte auch jedes Mal aus ihrem Schläfchen auf. Das war die Hölle! Also hatten mein Mann und ich eine Idee. Wir warteten, bis der Sack nach seinem Arbeitstag nach Hause kam und klingelte. Nachdem das Surren ertönt war, hielt mein Mann den Surr-Knopf gedrückt. Als der Mann oben ankam und der Frau sagte, er wäre jetzt ja drinnen und sie solle den Knopf loslassen, sagte sie nur, dass sie den Knopf gar nicht drücke. Ich schaute durch den Spion und sah so, was passierte, und ich sag euch: Es war zum schießen lustig! Mein Mann bekam schon ein Krampf im Finger, aber ich sagte nur: "Drück drauf! Nicht loslassen!" Die Beiden wurden immer panischer und versuchten es mit bestimmten Knöpfen und rhythmischem Drücken. Dann gingen sie zur Tür, vielleicht war ja was verklemmt, und ruckelten wie blöde und schlugen die Tür mehrfach auf und zu. Mein Mann und ich mussten natürlich leise sein, das war sehr schwer. Langsam kamen auch die anderen Mieter und fragten, was los sei. Die Beiden hatten voll Panik und sie wurden anschließend von ihm zum Hausmeister geschickt. Ich sah sie noch vom Küchenfenster aus davonstöckeln, mit ihren goldenen Hauspantoffeln, ihren Schiki-Micki-Bling-Bling-Schuhen. Dann ließen wir, bzw. mein Mann, den Klingelknopf los und er stürmte panischer als zuvor durchs ganze Treppenhaus um ihr hinterher zu brüllen, es habe sich erledigt. Er klingelte nie wieder, wir hörten nur noch den Schlüssel im Schloss.

Beichthaus.com Beichte #00028532 vom 17.01.2011 um 20:16:38 Uhr in Leipzig (33 Kommentare).

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Ohne Respekt

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Gewalt Hass Vorurteile Schule Familie Hamburg

Meine Eltern kommen aus Afghanistan. Ich bin in Hamburg geboren und wuchs in einer Gegend auf, in der sehr viele Ausländer wohnen und jeder Jeden kennt. Schon als Kind hatte ich (w/22) mit meinen Geschwistern eine sehr schwierige Beziehung zu meinem Vater. Er war uns immer sehr fremd und nach der Trennung meiner Eltern (da war ich ungefähr 6 Jahre alt) hatte sich alles verschlimmert. Die Familie meines Vaters hat sich regelrecht gegen uns gestellt. Natürlich hatte sich das herumgesprochen und Jeder meinte, das Recht zu haben, sich da einzumischen. Laut Aussagen standen wir im Unrecht, weil wir unseren Vater und Ehemann nicht genug Respekt entgegengebracht haben. Wir wurden von Jedem gemieden, uns wurde gedroht und in der Schule fing der Horror erst an. Ungefähr 90 Prozent aller Schüler waren Ausländer und irgendwie haben die das mitbekommen. Meine Geschwister und ich wurden jeden Tag nach Hause gejagt und wir kamen ständig mit irgendwelchen blauen Flecken nach Hause. Über die Jahre wurden sie immer brutaler und das schlimmste was mir je passierte, war ein gebrochener Kiefer. Der Schulwechsel brachte uns leider auch nicht viel. Irgendwann mal wollte die Familie meiner Mutter nicht mehr mitziehen, ihnen war das alles zu viel und so kehrten sie auch uns den Rücken. Dadurch hat meine Mutter jeden Halt verloren, und die Beziehung zwischen uns ging auch kaputt. Sie fing an verschiedene Tabletten zu nehmen, hat sich im Haus verkrochen und nahm an Gewicht ab, bis sie magersüchtig wurde. Ein paar Jahre später wurde sie eingewiesen. Meine Geschwister und ich gehen alle unterschiedlich damit um. Der Umzug in eine ganz andere Gegend tut mir gut und ich bereue, das nicht viel früher gemacht zu haben. Ich gehe meine Mutter nicht oft besuchen, weil es mir das Herz zerbricht, sie so zu sehen und alte Wunden wieder geöffnet werden. Nun zu meiner Beichte: Ich beichte hiermit über die Jahre einen Hass gegen meine Kultur und meine Landsleute aufgebaut zu haben. Ich meide Jeden, der aus Afghanistan kommt oder mit meinen Landsleuten zu tun hat und verurteile alle sofort, auch wenn ich weiß, das nicht alle gleich sind. Ich habe über die Jahre geschworen, nicht mehr afghanisch zu sprechen und jetzt habe ich die Sprache wirklich verlernt. Viele sagen jetzt bestimmt, dass man seine Wurzeln nie vergessen soll und seiner Kultur und Religion treu bleiben soll. Aber bei mir ist leider der Zug abgefahren.

Beichthaus.com Beichte #00028507 vom 11.01.2011 um 11:19:28 Uhr in Hamburg (39 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Schlüsselkind ohne Schlüssel

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Dummheit Vandalismus Lügen Polizei

Als ich (w/22) so 13 war, lebte ich in einem Dorf. Meine Eltern waren beide berufstätig und ich daher ein Schlüsselkind.
Ich bin eines Tages nach der Schule aus der Stadt wieder in mein Dorf und hatte mal wieder meinen Schlüssel vergessen. Die Nachbarin, die einen Ersatzschlüssel hatte, war nicht da. Es war Winter und mir war kalt, im Dorf konnte ich zu niemandem hin und hatte damals noch kein Handy. Nach einiger Zeit musste ich auf Toilette und versuchte irgendwie rein zu kommen. Draußen lang ein Brecheisen oder ähnliches, womit ich versuchte unsere Holztür aufzukriegen. Ich versuchte auch mit dünnen Eisendrähten das Schloss zu knacken. Nichts klappte, aber das Schloss war schön kaputt. Ich erleichterte mich dann in der Garage in einen gelben Sack.


Als meine Eltern nach Hause kamen, fiel ihnen das kaputte Schloss auf. Da meine Eltern sehr streng sind und ich Angst hatte, sagte ich, dass ich nichts davon wüsste. Hätte die ganze Zeit im Garten gewartet. Die Polizei wurde gerufen und es wurde als Einbruch aufgenommen. Ich habe vor den Augen der Polizei dann ganz viel am Schloss rumgefummelt, damit ich eine Ausrede hatte, falls sie meine Fingerabdrücke finden würden. Meine Eltern mussten das Schloss austauschen, in der Nachbarschaft ging Angst um und ich betete, dass sie es nicht rausfinden würden. Es tut mir Leid, dass ich Angst geschürt habe, ein Schloss kaputt gemacht habe und die Polizei unnötig antanzen musste. Ich war noch jung und dumm.

Beichthaus.com Beichte #00028499 vom 10.01.2011 um 10:24:30 Uhr (15 Kommentare).

Gebeichtet von Foko98
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