Sesselbrand am Parkplatz

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Dummheit Trunksucht Verzweiflung Last Night Bad Camberg

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und wie das dann eben so ist, man blickt auf sein Jahr zurück. Im Zuge dessen fiel mir eine Sache ein, die ich beichten möchte. Kennt jemand den Roman "Vollidiot" von T. Jaud? Es geht darin um einen Vollidioten, der nach und nach alles verliert und überall versagt, sei es im Beruf, in der Liebe, bei Freunden und so weiter. Nun muss ich zugeben, dass ich selbst eher pessimistisch veranlagt bin und mich entsprechend auch gerne mal als totalen Versager sehe, was auch nicht so weit hergeholt ist. Kein großer Erfolg bei Frauen, im Job oder sonst wo. Nun kam es, dass ich mal wieder alleine in meiner Wohnung sitzend und dem Alkohol fröhnend in meinem Selbstmitleid versank und mich selbst bedauerte. Mein Blick fiel dabei irgendwie auf mein Bücherregal und auf jenen Roman. Ich erinnerte mich daran, dass der Roman am Anfang ziemlich lustig ist. Also habe ich mir das Buch geschnappt und es durchgeblättert. Nun sind die ersten Kapitel auch wirklich lustig, wandeln sich im Nachhinein aber, um schlussendlich noch mal einen Funken Hoffnung aufkeimen zu lassen, wenn der Protagonist seinen Singlesessel verbrennt, als Zeichen des Umbruchs.


Und jetzt dürft Ihr mal raten, was ich, betrunken, mich selbst bemitleidend und dieses Buch lesend, festgestellt habe? Richtig, ich saß in genau so einem Sessel. Und ich war natürlich nicht so rational, um zu sagen: "Hey, das ist ein Roman!" Nein, der gute Herr muss in solchen Fällen direkt glauben, dass er das Drehbuch seines Lebens vor sich hat und kommt natürlich auf die blödeste Idee des gesamten Buches. Ich habe mir also den Sessel geschnappt, einen Benzinkanister und ein Feuerzeug und bin zum nächsten großen Parkplatz gefahren - zur nächsten Schwedenmöbelfiliale war es dann doch zu weit. Und da habe ich dann, feierlich, mit feinster Metal Musik im Hintergrund, meinen Singlesessel verbrannt. Gott sei dank war der Parkplatz leer, abgeschieden und hatte nichts Brandförderndes in seiner Nähe. Ich möchte also beichten, dass ich eines Nachts sturzbesoffen Auto gefahren bin, um anschließend meinen Sessel auf einem Parkplatz mit Benzin zu tränken und zu verbrennen, um damit meinem Singleleben eine Wendung zu verpassen. Die Aktion hat allerdings nichts genutzt, ich bin immer noch genau so ein großer Vollidiot, mit der Ausnahme, dass ich jetzt ein Dreier-Sofa habe. Da kann man auch allein bequem drauf liegen.

Beichthaus.com Beichte #00030532 vom 04.12.2012 um 07:39:11 Uhr in Bad Camberg (10 Kommentare).

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Das ewige Andenken

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Dummheit Last Night Sex Düsseldorf

Seit meinem 18. Lebensjahr war mir klar, dass ich ein Tattoo haben wollte. Allerdings gehörte ich nicht zu den Leuten, welche direkt ins nächste Tattoo Studio rennen und sich etwas machen lassen. Dafür hatte ich viel zu viel Respekt vor der Sache - immerhin ist es […]
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Beichthaus.com Beichte #00030503 vom 29.11.2012 um 08:20:35 Uhr in Düsseldorf (Steinstraße) (22 Kommentare).

Gebeichtet von ganjafly
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“Beichte

Das Unglück der Ältesten

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Hass Familie

Ich (w) beichte, dass ich meine Eltern hasse. Ich bin religiös aufgewachsen und habe sehr wohl gelernt, Vater und Mutter zu ehren. Allerdings finde ich, dass dies auf Gegenseitigkeit beruhen sollte und ich fühle mich nicht gerade geehrt. Ich habe zwei kleine Geschwister […]
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Beichthaus.com Beichte #00030478 vom 22.11.2012 um 06:49:44 Uhr (32 Kommentare).

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Die Beziehung mit meinem besten Freund

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Fremdgehen Ex Freunde Köln

Ich (w/24) hatte fünf Jahre lang eine sehr schöne und stabile Beziehung. Er war mein erster Freund. Vorher waren wir beste Freunde, aber beim gemeinsamen Lernen für das Abitur kamen wir uns näher. Ich dachte, er wäre die große Liebe meines Lebens. Doch nach fünf Jahren verließ ich ihn, weil ich mich „richtig“ verliebt hatte. Mir war das erst nicht so bewusst, aber meine langjährige Beziehung entwickelte sich aus Freundschaft und großem Vertrauen heraus, aber Schmetterlinge im Bauch gab es dabei nie richtig. Ich verliebte mich intensiv in einen Kommilitonen, der sehr um mich warb. Wie er später meinte, wäre er noch nie in seinem Leben so verliebt in jemanden gewesen wie in mich. Mich zog seine verrückte und irgendwie auch sehr zerbrechliche Art so an, dass ich ihm nicht lange widerstehen konnte. Ich verließ also meinen langjährigen Freund für eine kurze und sehr intensive Zeit mit meinem Kommilitonen. Denn die Beziehung zerbrach schon nach einigen Wochen, weil er, im Gegensatz zu meinem Ex-Freund, kein Vetrauen mir gegenüber aufbringen konnte. So sehr er sich vorher um mich bemüht hatte, so sehr hielt er mich nun auf Abstand. Aus irgendeinem Grund interpretierte er alles, was ich sagte und tat, ins möglichst Negativste. Noch schlimmer ist es, dass besagter Kommilitone versucht, mich zurückzugewinnen, egal um welchen Preis. Das heißt, einerseits kommt er mit Liebesschwüren daher und andererseits sind ihm meine Gefühle völlig egal. Mein Ex-Freund steht mir bei und tröstet mich. Er meinte, er wolle mich nicht verlieren, da er unsere Freundschaft und unser Vertrauen sehr schätzt. Nun zu meiner Beichte: Mein Ex-Freund war nicht wirklich wütend, als ich ihn verlassen habe, da er auch das Gefühl hatte, dass wir keine Leidenschaft füreinander empfinden würden und da doch eigentlich mehr sein müsse. Er hielt mir auch immer zugute, dass ich erst unsere Beziehung sauber beendet habe und dann erst mit meinem Kommilitonen zusammen gekommen bin. Er weiß aber nicht, dass ich ihn einmal mit ihm betrogen habe und dann erst Schluss gemacht habe. Jedes Mal, wenn er mich tröstet, habe ich ein furchtbar schlechtes Gewissen! Manchmal denke ich, dass es die gerechte Strafe ist, dass es mir in meiner neuen Beziehung so ergangen ist und dass es mich weiterhin so quält. Ich möchte wirklich keine Absolution dafür, lediglich vielleicht einen Ratschlag, denn ich weiß selbst, dass ich völlig falsch gehandelt habe.

Beichthaus.com Beichte #00030465 vom 17.11.2012 um 14:18:17 Uhr in 50923 Köln (Albertus-Magnus-Platz) (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Die Folgen des Mobbings

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Hass Selbstverletzung Neurosen Schule Dachau

Ich (m) wurde in der Schule ab der fünften Klasse, also mit dem Wechsel aufs Gymnasium, gemobbt. Das Mobbing reichte von verbalen Sticheleien, über Diebstahl, zu körperlicher Gewalt. Sehr oft wurde ich wegen meiner Figur gehänselt. Das Paradoxe war, dass einige […]
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Beichthaus.com Beichte #00030450 vom 13.11.2012 um 00:24:39 Uhr in Dachau (25 Kommentare).

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