Verliebt in einen Piefke

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Lügen Vorurteile Ignoranz Hass

Verliebt in einen Piefke
Ich (w) beichte, dass ich mich extrem zu Deutschen hingezogen fühle. Warum das eine Beichte wert ist? Ich komme aus dem tiefsten Bauerngebiet Österreichs und in meinem Umfeld ist nichts mehr verhasst als die "Piefke". Auch meine Familie schimpft regelmäßig auf die "Marmeladinger", die Schuld an absolut allem sind, das bei uns falsch läuft. Ich tue dann immer so, als ob ich auch so denken würde, obwohl ich mir dann hinter ihrem Rücken diverse deutsche Youtuber ansehe. Über das Internet habe ich dann auch einen sehr netten Kerl kennengelernt, der allerdings aus Bayern kommt. Wir sind inzwischen zusammen, nachdem wir uns mehrmals heimlich getroffen hatten - allerdings kann ich meiner Familie auf keinen Fall davon erzählen. Das belastet mich sehr, aber ich weiß genau, dass sie mich nicht verstehen würden. Unser ganzes Dorf hatte sehr unter Nazi-Deutschland zu leiden und der Hass, den sie dadurch entwickelt haben, ist nicht wieder verschwunden. Ich kann das auch ein bisschen verstehen, aber man darf doch nicht einfach alle über einen Kamm scheren. Es sind doch nicht alle Deutschen so, genauso wenig wie alle Österreicher makellose und treuherzige Mitbürger sind. Aber die Dorfgemeinschaft will das nicht verstehen. Ich möchte deshalb beichten, dass ich in deren Augen eine Art Todsünde begehe und mein ganzes Umfeld belüge.

Beichthaus.com Beichte #00032776 vom 24.02.2014 um 13:48:15 Uhr (54 Kommentare).

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Ich will unbedingt eine Familie!

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Morallosigkeit Dummheit Begehrlichkeit Familie Siegen

Ich (m/27) habe keine Familie mehr und habe mich nach dem Tod meines Opas immer einsam und ungeliebt gefühlt, obwohl ich einige Freunde hatte. Ich bin als Waisenkind aufgewachsen, weil meine Mutter bei der Geburt und mein Vater drei Jahre später bei einem Autounfall starben. Meine Großeltern väterlicherseits starben vor meiner Geburt und die meiner Mutter als ich 12 bzw. 17 Jahre alt war. Onkel und Tanten in irgendeinem Verwandtschaftsverhältnis habe ich nicht. Alles, was mir blieb, war eine mittelgroße Erbschaft, aber mit Geld kann man sich kein Glück kaufen. Als ich gerade zwanzig Jahre alt war, haben sich einige meiner Freunde verlobt, wurden Eltern oder hatten eine Beziehung. Der Schmerz wurde immer Schlimmer. Ich habe sie innerlich dafür gehasst, dass sie glücklich waren und ich nicht. Nichts konnte mich von meiner Trauer, der Einsamkeit und dem Schmerz ablenken. Eines Tages habe ich dann beschlossen, selbst eine Familie zu gründen. "Wenn ich schon von Gott keine Familie bekommen habe, dann mache ich mir doch selbst eine", war mein damaliger Gedanke.


Heute danke ich Gott dafür, dass er meine Gebete doch noch erhört hat, denn meine Entscheidungen sollten sich später als katastrophale Fehler herausstellen. Ich habe immer wieder versucht, Frauen abzuschleppen und absichtlich zu schwängern. Ob vergeben oder nicht war mir vollkommen egal. Ich wollte unbedingt Vater werden - ohne gleich wegen etwas ins Gefängnis zu müssen. Irgendwann hatte ich innerhalb kürzester Zeit Erfolg bei drei Frauen, die wohl jeden Kerl ranlassen. Ein paar Wochen später stellte sich heraus, dass sie schwanger waren, und nach und nach kamen sie alle Drei einzeln zu mir und wollten Unterhalt, wenn das Baby geboren wird. Ich habe richtig Panik bekommen. Mein Leben war danach die reinste Hölle. Da habe ich gemerkt, dass ich nur Blödsinn gemacht habe. Ich habe irgendwann allerdings erfahren, dass ich nicht der einzige Kandidat war, aber wohl der Einzige, der etwas mehr Geld hatte. Das war die einzige Hoffnung, die mir blieb - dass nicht alle drei Kinder von mir waren. War klar, dass ich schon zahlen soll. Ich habe mich geweigert und sie damit gezwungen, den Unterhalt durch Vaterschaftsfeststellung einzuklagen.


Wäre ein Test negativ gewesen, hätte ich ein Problem weniger gehabt. Das Ende vom Lied war, dass nicht ein Test positiv ausgefallen ist. Ich war sauber raus. Nach der Entscheidung habe ich nie wieder etwas von diesen Frauen gehört. Ich bereue zutiefst, was ich den Frauen angetan habe. Dass die Babys vielleicht ohne Vater aufwachsen müssen, ist traurig, aber da sie nicht von mir sind habe ich das nicht verursacht oder zu verantworten. Ich bereue es auch, meine Freunde gehasst zu haben. Sie haben in aller der Zeit immer zu mir gehalten. Und inzwischen bin ich glücklich verheiratet, auch wenn ich immer noch keine Kinder habe.

Beichthaus.com Beichte #00032770 vom 23.02.2014 um 22:23:17 Uhr in 57076 Siegen (Weidenauer Straße) (16 Kommentare).

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“Beichte

Taschenrechner mit Wasserschaden

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Feigheit Engherzigkeit Kinder Schule

Ich habe in der sechsten Klasse einem Jungen eine große Hand voll Schnee in seine offenstehende Schultasche geschmuggelt, weil er mich öfter ärgerte. Da ich sonst nicht viel mit ihm zu tun hatte, hörte ich nichts weiter davon und vergaß die Aktion schnell. Erst Jahre später haben wir in einer Unterrichtsstunde über Mobbing und so etwas gesprochen und er meldete sich und erzählte, dass ihm irgendein Idiot in der sechsten Klasse Schnee in die Schultasche gesteckt hätte - in das Fach mit dem Taschenrechner, der dann hinüber war, ebenso wie seine Schulhefte. Natürlich sprach er von meinem Streich und ich wurde knallrot. Als Kind habe ich nicht darüber nachgedacht, aber jetzt tut mir das wirklich leid. Inzwischen ist er mein bester Freund und wäre mir bestimmt auch nicht böse, wenn ich ihm davon erzählen würde, aber ich traue mich nicht. Stattdessen habe ich überlegt, wie ich es wieder gutmachen kann und werde ihm das Geld für den Taschenrechner wohl anonym zukommen lassen, um ihn zu entschädigen.

Beichthaus.com Beichte #00032752 vom 20.02.2014 um 19:41:57 Uhr (14 Kommentare).

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Alles nur Erfindung

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Lügen Falschheit

Ich bin jemand, der von seinen Mitmenschen in der Regel eher wenig Aufmerksamkeit geschenkt bekommt. Wenn doch, dann oft in Form von Gemeinheiten oder Gehässigkeiten, da ich nicht gerade das Aussehen einer Traumfrau habe. Deshalb habe ich mir über die Jahre hinweg angewöhnt, mir Erlebnisse auszudenken, die ich meiner Familie und meinen Freunden bei einer passenden Gelegenheit erzählen kann. Meist haben sie einen Hang zum dramatischen, oft werde ich darin auch als Opfer von Ungerechtigkeiten oder Ähnlichem dargestellt, um Mitleid zu erregen. Hin und wieder erfinde ich aber auch lustige Geschichten. Doch all diese Dinge sind mir eben nie passiert. Ich genieße einfach die Aufmerksamkeit und das Mitgefühl, das ich dadurch erhalte. Diese Geschichten häuften sich mit der Zeit und teilweise wusste ich ernsthaft nicht mehr, was ich wirklich erlebt habe und was nicht. Denn im Grunde waren die Erfindungen zwar fiktiv, aber durchaus realistisch. Als mir klar wurde, dass ich es nicht mehr unter Kontrolle habe, zwang ich mich dazu, das Ganze zu unterlassen. Heute erfinde ich immer noch Erlebnisse, aber deutlich weniger. Nur mein Selbstwertgefühl hat unter der geringeren Aufmerksamkeit gelitten. Es ist mir peinlich und ich finde es auch selbst erbärmlich - aber ich brauche es, um mich selbst besser zu fühlen.

Beichthaus.com Beichte #00032746 vom 19.02.2014 um 19:39:59 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Jugend in der rechten Szene

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Lügen Dummheit Vorurteile Feigheit Partnerschaft

Ich (m/25) habe vor ein paar Wochen ein wundervolles Mädchen kennengelernt, mit der sich langsam eine intensive und schöne Beziehung anbahnt. Das einzige Problem ist, dass ich ihr noch nicht die ganze Wahrheit über mich gesagt habe. Ich geriet in der Pubertät nämlich auf die schiefe Bahn und trieb mich in der rechten Szene herum - bis ich den ganzen Mist irgendwann mal satthatte, über das Ganze nachdachte und dann ausstieg. Ich zog aus dem alten Umfeld weg, brach alle Kontakte zu ehemaligen Kameraden ab und ließ alles nach und nach hinter mir. Welche Dummheit mich damals dazu getrieben hat, eine rechtsgesinnte Meinung zu vertreten kann ich bis heute nicht verstehen. Ich habe inzwischen so viele gute Freunde, die auch aus verschiedensten Nationen und Ländern stammen, dass ich über meine Pubertät und all diesen Scheiß nur den Kopf schütteln kann. Ich schäme mich zutiefst dafür. Keiner weiß von meiner Jugend in der rechten Szene und das Schlimme ist, dass ich auch jetzt bei meiner ersten richtig großen Liebe den Mund nicht aufkriege. Sie verabscheut nichts mehr als Nazis, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit, was ich nur zu gut verstehe. Wenn ich ihr erzählen würde, dass ich einst selbst so ein Arschloch war, würde sie wohl sicherlich das Weite suchen. Andererseits kann und will ich sie nicht länger belügen, weil sowieso jede Lüge mal auffliegt. Doch immer, wenn ich ihr gerade beichten will, was mir auf der Seele brennt, mache ich aus lauter Feigheit doch wieder einen Rückzieher.

Beichthaus.com Beichte #00032745 vom 19.02.2014 um 18:06:08 Uhr (21 Kommentare).

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