Neue Rechner in der Schule

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Vandalismus Boshaftigkeit Schule

Vor einigen Jahren wurden an meiner damaligen Schule neue Rechner installiert. Schöne Dinger mit TFT-Bildschirmen und fetter Hardware. Waren auch super eingerichtet. Selbst so genannte "Wächterkarten" waren implementiert, so das Scherze von Schülern keinerlei Auswirkungen mehr nach einem Reboot hatten. Zu diesem Zeitpunkt war ich vielleicht so etwa 16 Jahre alt und IT-Technisch noch nicht sonderlich bewandert. Irgendwann sollten wir etwas mithilfe des Internets recherchieren und ich schaute mir den Desktop der neuen Rechner genauer an. Meine Aufmerksamkeit wurde auf ein kleines buntes komisches Symbol mit den Buchstaben "VNC" unten rechts in der Startleiste gerichtet. Einige von euch werden sicher jetzt schon wissen was folgt. Ich saß also da und recherchierte zum Thema VNC, statt wie vom Lehrer beauftragt Unterrichts konform mit dem Internet zu arbeiten. Kurz darauf fand ich heraus, dass man damit ja "Rechner steuern kann!". Kurz hektisch den VNC-Viewer geladen, installiert und anhand der dicken Sticker auf der Front eines jeden Rechners den Hostnamen meines Sitznachbarn in den den VNC-Viewer eingetippt und ich sah seinen Bildschirm und konnte alles mit seinem Rechner anstellen. Ich war zu dem Zeitpunkt relativ euphorisiert und stolz wie Oskar auf meine Entdeckung, so das ich sofort all meinen Freunden erzählen musste was für eine unfassbare Entdeckung ich da gemacht habe. In der Zeit darauf hatten ich und einige meiner Kollegen viel Spaß mit dem VNC-Viewer.


Durch die relativ simple Hostname Verteilung fand ich heraus, dass man von einem IT-Raum auch alle anderen Rechner in den anderen IT-Räumen steuern konnte. Somit haben wir uns auf Rechner ahnungsloser kleiner Mädchen geschaltet und die geschriebenen Texte in Chats mit "fi**en?" und allerlei anderen dekorativen Wörtern abgeändert. Die kleinen Mädchen und Jungs schrieben alle verzweifelt in ihre chat4free und ICQ felder: "ah, nein. das war ich nicht" und so weiter, doch geholfen hat es nichts. Im Nachhinein ist mir das sogar ein klein wenig peinlich wie unverschämt wir damals waren und wie viele Schüler wir terrorisiert haben. Gelegentlich schauten auch Lehrer aus den anderen IT-Räumen in unseren Raum und fragten unseren Lehrer ob unsere Rechner denn auch so spinnen würden.

Dadurch das wir unsere Klappe nicht halten konnten und die Durchführung dieses "Scherzes" sich äußerst trivial darstellt, (man benötigte nicht anderes als den Namen des zu steuernden Rechners und eine kleine .exe Datei auf einem USB-Stick) kamen im laufe der Zeit immer mehr Schüler in den Genuss fremde Rechner zu steuern. Wie man sich nun vorstellen kann, hat der damalige Informatiklehrer relativ schnell geblickt, was da vor sich geht und verpasste den VNC-Servern in den Einstellungen ein Passwort, womit die Rechner vor fremden Eindringlingen geschützt waren.
Zumindest hatte dies anfänglich den Anschein. Er musste wahrscheinlich jeden einzelne Rechner aufschrauben um die Wächterkarten entfernen zu können. Erst danach wurden veränderte Einstellungen am Betriebssystem nach einem Reboot auch gespeichert. Wie viel Arbeit und Zeit das setzen eines Passworts bei geschätzten 50 Rechnern gekostet hat, will ich gar nicht erst wissen.


Die Version des damals eingesetzten VNC-Servers hatte (leider) einen Bug. (Hier die News aus dem Jahre 2006 zu diesem Bug: heise.de/security/meldung/Fernwartung-ohne-Zugangsschutz-124431.html) Durch meine Recherchen im Internet kam ich an eine fertig compilierte .exe Datei, mit der man in der Lage war die Passwortabfrage zu umgehen.
Nun konnte ich (mal wieder) alle Rechner der Schule steuern. Meine Dreistigkeit steigerte sich noch durch eine kleine Spitzfindigkeit die ich an dieser "getunten" VNC-Viewer Datei vornahm. Dadurch das unser Informatiklehrer wusste wie der VNC-Viewer in der Startleiste aussieht, war die Wahrscheinlichkeit erwischt zu werden relativ hoch.
Durch ein kleines Tool konnte ich den VNC-Viewer umgestalten. Nach meiner Umgestaltungsaktion konnte ein in den Hintergrund verschobener getunter und umgebauter VNC-Viewer nicht mehr von einem Internet Explorer unterschieden werden. Selbst die momentan geöffnete URL des scheinbaren Internet Explorers habe ich auf die Google Startseite angepasst. Nichts hat in der Startleiste an einen VNC-Viewer erinnert.

Ab diesem Zeitpunkt kannte meine Dreistigkeit keine Grenzen. Anstatt dem Lehrer einen Tipp zu geben und mir dadurch gute mündliche Noten zu sichern, habe ich (Depp) diese Datei ins Internet gestellt und einigen Leuten den Link gegeben den Tipp das mit die Tastenkombi "Alt Umschalt" den Viewer schnell und unauffällig in den Hintergrund verschiebt und er somit für Lehrer unauffindbar ist. Den Informatiklehrer muss mein exzentrischer Eifer damals in den Wahnsinn getrieben haben. Hiermit beichte ich das ich ein verdammt fieser und dreister Schüler gegenüber meinem Informatiklehrer war. Wirklich Öffentlich rausgekommen ist glücklicherweise nie etwas. Ob der Lehrer wusste das er wegen mir 2 mal an fast über 50 Rechnern Rumschrauben musste, weiß ich bis heute noch nicht. Es tut mir alles Leid.

Beichthaus.com Beichte #00028694 vom 03.03.2011 um 14:54:20 Uhr (23 Kommentare).

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Die Alkoholsucht meiner Oma

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Trunksucht Lügen Verrat 50+

Seit ich zurückdenken kann, gab es in meiner Familie nur Streit und Aggression. Wir Kinder, ich hatte noch zwei jüngere Brüder, und meine im selben Haus lebenden Großeltern litten sehr unter dem Verursacher all diesen Terrors - meinem Vater. Am schlimmsten war die häusliche Situation aber für meine Großmutter, meine Mutter und mich. Zudem litt meine Oma an starken Depressionen.
Oft flüchtete sie in Panik vor meinem Vater mitten in der Nacht ins Freie, und sie musste manchmal tagelang gesucht werden, bis man sie völlig erschöpft in irgendeinem Schlupfloch aufstöbern konnte. Dazu kam noch, dass sie heimlich an die Schnapsvorräte meines Vaters ging - Depressionen und Alkohol - man kann sich wohl vorstellen, was das bedeutet: Alle paar Monate landete sie deswegen in der Klapse.
Deshalb gab es ein striktes Alkoholverbot für meine Oma, und ich wurde von meiner Mutter miteingebunden, dies zu überwachen.
So schlimm es auch klingen mag, aber ich war zu dieser Zeit geradezu süchtig nach Streit, was ich natürlich erst jetzt als Erwachsener so sehen kann.
Als meine Mutter wieder einmal verlauten ließ, dass meine Großmutter endgültig in der Irrenanstalt landen würde, sollte sie noch ein einziges Mal versuchen an Schnaps zu kommen. Ich weiß auch nicht-jedenfalls verpetzte ich meine Oma und erfand noch so einiges dazu, nur um zu sehen, wie meine Mutter ausflippte.
Das Traurigste an der Geschichte aber ist, dass sich meine Großmutter mit Nitroverdünnung vergiftete und einen qualvollen Tod starb. Das schlechte Gewissen lässt mich seither nicht mehr los, irgendwie zu der Verzweiflungstat mitbeigetragen zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00027731 vom 22.04.2010 um 10:09:34 Uhr (33 Kommentare).

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Kampf der Triebe

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Wollust Missbrauch Freihung

Es fällt mir extrem schwer damit an die Öffentlichkeit zu gehen, aber mein Gewissen und mein Glauben treiben mich dazu: Jeder liest zur Zeit über Missbrauchsfälle in Einrichtungen der katholischen Kirche. Mit jeder neuen Veröffentlichung bekomme ich mehr Angst, dass auch mein verhalten aus der Vergangenheit offenkundig wird und ich die Konsequenzen zu tragen habe. Vor ungefähr 15 Jahren verspürte ich zum ersten mal große Erregung, als ich den mir anvertrauten Zöglingen eines katholischen Jugendheims beim Duschen nach einem Fußballspiel zusah. Ich konnte kaum noch an mich halten und suchte in der folgenden Zeit immer wieder die körperliche Nähe der Knaben. Ich kämpfte dagegen an, wollte meinen trieben nicht nachgeben, doch sie obsiegten. Als ein Jugendlicher eines Abends um Rat für ein Referat bat übermannte mich die Lust und ich begann mich ihm anzunähern. Es kam mir vor, als wäre er nicht abgeneigt, als wolle er es auch. Gott weiss was ich getan habe, dass ich für den Jungen nur das Beste wollte, doch nun fürchte ich davor, der Junge könnte es verdrehen und an die Öffentlichkeit gehen. Ich schäme mich nicht und bitte um Nachsicht und Verständnis.

Beichthaus.com Beichte #00027586 vom 05.03.2010 um 09:23:37 Uhr in Freihung (74 Kommentare).

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Wenn aus Spaß ernst wird

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Lügen Morallosigkeit Telefon

Als ich ungefähr sieben Jahre alt war und meine Schwester circa 18 besuchte ich sie in ihrer Wohnung. Es dauerte nicht lange, bis ich auf die Idee kam, fremde Leute anzurufen, um sie zu ärgern und hinter das Licht zu führen. Also nahmen wir das Telefonbuch und suchten uns immer gemeinsam einen Namen aus. Als die Person am anderen Ende zu hören war, habe ich mich z.B. als die Telekom ausgegeben. Ich erzählte den Leuten, dass deren Leitung verstopft sei und sie doch mal bitte kräftig ins Telefon pusten sollen. So unlogisch es klingen mag, vor allem ältere Menschen, taten, was ich ihnen sagte. Meine Schwester und ich lachten uns wirklich kaputt. Aber dann geschah es. Ich wählte eine Nummer, und als ein Mann den Hörer abnahm, sagte ich: "Papa, Papa, hilf mir doch, hier brennt es, Papa, ich habe solche Angst, Hilfe!" Was ich nicht ahnte: Der Mann nahm meine Worte todernst. Er fragte mich sehr besorgt, wo ich sei. Dann legte ich auf. Ich wusste nicht, wie ich mich jetzt verhalten soll. Meine Schwester zwang mich dann regelrecht, die Familie noch einmal anzurufen, um die Wahrheit zu sagen, dass das alles nicht stimmt. Schweren Herzens und mit zitternden Knien rief ich noch einmal an. Diesmal nahm eine Frau den Hörer ab. Ich hörte schon an ihrer Stimme, dass sie sehr aufgebracht war. Stotternd und kleinlaut sprach ich die Wahrheit aus und entschuldigte mich für meine Scherze. Mir tut es sehr Leid, dass ich diese Familie in eine solche Situation gebracht habe.

Beichthaus.com Beichte #00026981 vom 11.09.2009 um 15:48:40 Uhr (11 Kommentare).

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Rasierklingenspiele

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Drogen Gewalt Waghalsigkeit Last Night Lingen (Ems)

Ich (m/21) habe vor ein paar Monaten etwas gemacht, was ich sehr bereue. Es war ein ganz normaler Abend und ich war mit meiner Freundin und zwei Kollegen feiern. Als wir wieder zu Hause waren, wir haben alle bei mir übernachtet, haben wir bisschen rumgeblödelt. Durch guten Alkohol und Drogenkonsum bin ich etwas zu weit gegangen. Ich persönlich schneide mich regelmäßig, und aus irgendeinem Grund kamen wir auf die Idee ich solle mal jemand anderen schneiden. Meine Freundin brachte mir eine Rasierklinge und ich Schnitt einem der beiden Kollegen ins Bein. Leider ging der Schnitt so tief, dass es geblutet hat wie Sau, und der zweite Kollege hat dann noch an der wunde rumgespielt und man konnte sogar Muskeln und Knochen sehen. Weil es so geblutet hat, haben wir die Wunde mit Panzerband und Klopapier verarztet und den Notarzt gerufen. Die haben uns natürlich kein Wort geglaubt. Eigentlich fand ich das ganze ziemlich lustig, aber jetzt nicht mehr. Er hat eine 15 cm lange Narbe am Bein und er tut so als wäre alles Spaß. Mir tut das ganze aber Leid.

Beichthaus.com Beichte #00026977 vom 10.09.2009 um 20:23:41 Uhr in 49809 Lingen (Ems) (Nöldekestraße) (38 Kommentare).

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