Moralischer Wandel im Knast
Beichthaus.com Beichte #00034916 vom 21.01.2015 um 08:00:07 Uhr (9 Kommentare).
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Es war mir egal, der Spaß stand im Vordergrund und ich habe mir über gar nichts Gedanken gemacht. Ich habe während dieser Zeit auch meine Frau geheiratet, es war mehr eine Drogenhochzeit als alles andere. Ein Jahr später waren wir in den Flitterwochen und kamen wirklich glücklich nach Hause - einen Tag später ging aber alles ganz schnell. Eines Morgens hämmerte es an der Tür, eine Durchsuchung von der Polizei, und ich fand mich in U-Haft wieder und wurde wegen mehrerer Dinge zu 1,5 Jahren Haft ohne Bewährung verurteilt. Es war mein Glück, dass sie mein Versteck nicht gefunden haben! Es wäre noch weniger geworden, hätte ich Leute verraten, aber dann wäre meine Frau nicht mehr sicher gewesen. Während der Zeit im Knast ging mir alles Mögliche durch den Kopf und ich schrieb meiner Frau einen Brief, in dem ich ihr alles gestanden habe - auch dass ich sie betrogen habe und gar nicht weiß, wie oft. Ich bekam die ganze restliche Zeit keine Antwort, ein Jahr und vier Monate lang hörte ich nichts von meiner Frau. Keine Antwort, kein Brief, kein Anruf. Wenn ich Freigang hatte, war sie nicht aufzufinden. Dann kam der Tag der Entlassung - ich wollte weg von diesem Ort, in eine neue Stadt, in der ich neu anfangen kann. Doch dann kam ich raus und da stand sie. Mir kamen die Tränen, sie nahm mich in den Arm und sagte mir, dass ich das nie wieder machen solle, meine Strafe hätte ich bekommen - auch von ihr - und wir sollten einfach ganz neu anfangen. Was wir dann auch taten. Wir zogen in ein 300 Kilometer entferntes Bundesland und sind seitdem wirklich glücklich.