Unfähige Leute in der Personalabteilung

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Ignoranz Ungerechtigkeit Arbeit Riesa

Als ich den ersten Job nach meinem Studium in einer großen, namenhaften Firma annahm, war die Bezahlung ziemlich mies. Aber ich sagte mir "Okay, das wird schon werden." Die Arbeit war allerdings tipptop und mein Chef und die Kollegen ebenfalls. Bei sämtlichen Gehalts- und Beförderungsrunden wurde ich - und einige andere Kollegen, das hatte also System - allerdings generalstabsmäßig übergangen. An meinen Vorgesetzten lag dies jedoch nicht, sondern es war Willkür der Personalabteilung, die wohl die Vorgabe vom Management hatten, die Leute am langen Arm verhungern zu lassen. Mein Vorgesetzter fand das ebenfalls extrem ungerecht und sorgte auf anderen Wegen für ein besseres Einkommen für uns Mitarbeiter, sodass mich dieser Umstand fast acht Jahre lang davon abhielt, den Arbeitgeber zu wechseln.

Irgendwann gab ich jedoch dem hartnäckigen Werben diverser Headhunter nach und traf mich zu einem unverbindlichen Gespräch. Man bot mir bei diversen Arbeitgebern unverhandelt eine Verdoppelung meines bisherigen Gehalts, d.h. meinen Marktwert hatte ich fundamental unterschätzt. Das war natürlich ein ordentliches Argument, um meinen Arbeitgeber zu wechseln. Die Arbeit war auch gut und interessant und ich lernte so viel wie noch nie im Leben und entwickelte mich beruflich und persönlich weiter. Ich verlor jedoch nie den Kontakt zu den alten Kollegen und der Firma, da ich prinzipiell im gleichen Bereich blieb und man sich immer wieder über den Weg lief. Eines Tages suchte ein Abteilungsleiter meines alten Arbeitgebers den Kontakt zu mir und bot mir eine Stelle an. Fachlich war das Ganze einwandfrei und einen Großteil der alten Kollegen kannte ich auch noch. Ich sagte ihm jedoch, was ich jetzt verdiene und dass ich für weniger keinen Anreiz sehen würde, wieder zurückzukommen. Er wollte sich darum kümmern, dass das klargeht und zwei Wochen später stand ich zu einem, wie er sagte, Alibi-Gespräch mit der Personalabteilung auf der Matte, denn prinzipiell hatten wir in den wichtigsten Punkten eine Einigung erzieht.

Das Gespräch mit der Personal-Tante lief auch glatt - übrigens eine Azubine aus meiner vorherigen Zeit - bis es zu dem Punkt Gehalt ging. Sie schlug mir vor den Kopf, dass mein Gehaltswunsch ja über 100 Prozent von meinem letzten Gehalt vor meiner Kündigung wäre und dass das ja extrem unrealistisch wäre. Ich zog nur die Augenbrauen hoch und schaute sie an, ohne was zu sagen - ich musste ja nicht wechseln, sondern die wollten mich! Mein zukünftiger Vorgesetzter rutschte ebenfalls unruhig auf dem Stuhl und man sah ihm an, dass ihm das unangenehm war. Ich wurde zunehmend sauer auf die Personaltante, da sie wohl immer noch den gleichen Kurs wie vor zwei Jahren fuhren. Ich breitete lautlos meine Hände auf dem Tisch aus, was so viel bedeutete wie: "Und was machen wir nun?" Extrem selbstbewusst sagte mir die Dame dann, dass das überhaupt nicht ginge und man mir für die Stelle maximal 15 Prozent zu meinem alten Gehalt zahlen könnte.

Ich habe echt gedacht, ich sitze im falschen Film, schaute fassungslos zu meinem Bekannten, der mittlerweile auch ein hochrotes Gesicht hatte und sich vor der Personaltante rechtfertigen wollte, dass mein gefordertes Gehalt angemessen wäre. Zudem hatte er meine formale Bewerbung inkl. Gehaltswunsch ja an die Personalabteilung weitergeleitet, und da es keinerlei Beanstandung gab, dachte er, dass das wohl prinzipiell klargehen würde. Er wurde aber von der Personal-Tante, die vor gar nicht allzu langer Zeit eben noch als Azubi tätig war, ebenfalls abgebraten. Ich wollte ihn dann nicht bloßstellen, aber das war a) frech und b) hätte ich mir den ganzen Heckmeck sparen können. Ich sagte ihr also sehr ruhig und sachlich, dass sie als Personaltante erst mal ihre Hausaufgaben machen sollte, bevor sie andere Leute belehren würde. Darauf schaute sie nur verdattert und ich fragte weiter, ob sie so etwas wie Gehaltsspiegel, Berufserfahrung, Know-how und einiges Anderes in ihrer Ausbildung nicht gelernt hätte, oder ob sie nur leere Vorgaben umsetzen könne. Dann entschuldigte ich mich förmlich bei meinem Bekannten, dass ich "seine Zeit" mit dem Gespräch verschwendet hätte - es war ja schließlich meine - gab ihm die Hand und verließ den Raum.

Während ich den Flur runterging, hörte ich nur noch ein: "Verdammte Scheiße, Frau XYZ!" Abends rief er mich dann auf dem Handy an, entschuldigte sich 15 Mal und berichtete, dass er ein Gespräch mit dem Personal-Vorstand hatte und Frau XYZ nun erst einmal wieder Personalakten sortieren würde. Auf seine Frage: "Haben wir noch eine Chance für ein zweites Gespräch?" antwortete ich nur, dass ich jetzt wieder wüsste, warum ich die Firma damals verlassen habe. Auf so einen Mist hatte ich keine Lust mehr. Einerseits tut mit die junge Personaltante leid, da sie wohl nur blind Vorgaben erfüllen musste, andererseits kann sie doch nicht so blöd und blind sein, dass ein Bewerber, der zu einem Gespräch eingeladen ist, sich auf so einen Scheiß einlässt. Also, junge Personaltante, tut mir leid, dass du Akten sortieren musst, aber eventuell solltest du auch mal darüber nachdenken das Unternehmen wechseln!

Beichthaus.com Beichte #00036021 vom 25.06.2015 um 13:19:33 Uhr in Riesa (15 Kommentare).

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Beziehung zwischen Lehrer und Schüler

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Begehrlichkeit Maßlosigkeit Schule

Seit kurzer Zeit ist da etwas zwischen mir und meinem ehemaligen Lehrer. Wir sind noch an derselben Schule, jedoch bin ich nicht mehr in seinem Kurs. Durch einen anderen Kurs kam ich allerdings hin und wieder mit ihm in Kontakt, und da wir uns schon immer gut verstanden haben, schäkerten wir hin und wieder wie alte Freunde miteinander. Obwohl er 28 Jahre älter ist, verstehen wir uns blendend, auch wenn seit kurzer Zeit irgendwie etwas anders ist. Bei normalen Unterhaltungen kommt er mir ziemlich nah, sucht immer das Gespräch und berührt mich hier und da am Arm.

Durch Zufall kam ich an seine Handynummer und habe ihm aus Spaß unser gemeinsames Selfie, das im Zuge der Verkleidungswoche von uns Abgängern entstanden ist, geschickt. Er nahm es sofort als Profilbild und schrieb mir so auch hin und wieder, immer auf der Suche nach einem Gespräch oder eventuellen Diskussionen, weil wir teilweise ganz verschiedene Standpunkte vertreten. Er ist Junggeselle, Mitte 40, gut aussehend und sehr gebildet, was er an einer Schülerin wie mir findet, weiß ich nicht. Oft sprechen wir auch schon ganz ungezwungen miteinander, letztens erzählte er mir von seiner Trennung und dass er jetzt ja erst mal keinen Sex mehr hätte. Ich habe das Ganze weggelächelt, obwohl ich das schon ziemlich merkwürdig fand. Langsam habe ich das dumpfe Gefühl, dass sich da etwas zwischen uns anbahnt. Was daraus wird, weiß ich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00036018 vom 24.06.2015 um 21:35:15 Uhr (14 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein Vorgesetzter ist ein Schleimer!

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Zorn Arbeit

Ich arbeite in einer Firma, in der wir bis vor Kurzem einen Abteilungsleiter hatten, der unterste Schublade war. Er war das lebendigste Beispiel für nach oben buckeln und nach unten treten. Es war kein Geheimnis, dass er mit Ende 40 noch unverheiratet und wohl auch sein Leben lang beziehungslos war, und mit seiner Mutter zusammenlebte, die eine total herrische Frau ist. Wenn einer aus der Chefetage kam oder anrief, war er im wahrsten Sinne des Wortes nur am Buckeln, man sah richtig einen Unterschied in der Körperhaltung, und wenn er mit uns sprach, schnauzte er nur. Anschnauzen war sein normales Gesprächsverhalten. Für Fehler wurde man direkt angebrüllt, selbst wenn es nicht die eigenen waren. Und davon abgesehen geschehen Fehler nun bei jedem Menschen hin und wieder. Hatte er einen Fehler gemacht, wurde man dafür auch angeschnauzt, und er entschuldigte sich nicht einmal, wenn er einem Unrecht getan hatte.

Doch dann kam mein großer Tag. Herr B. war bei mir im Büro und ich war dabei, meine Sachen für den Feierabend zusammenzupacken. Zuletzt griff ich in die Stiftablage und steckte einen Kuli ein. Herr B. sah mich finster an und sagte: "Frau L., Sie wissen, dass das Diebstahl ist. Sie wissen, was ich jetzt machen muss." Und dann präsentierte er mir ein kurzes Video. Der Typ hatte tatsächlich in der Ecke gestanden, das Handy mit Kamera bereits parat, und wollte bereit sein, falls ich irgendetwas Unrechtes tue. Man muss sagen, dass ich mir in der letzten Zeit, wie auch eine andere Kollegin, nicht mehr alles von B. gefallen ließ und sachlich, aber direkt sagte, dass ich mir einen solchen unsachlichen Ton mir gegenüber verbitte. Ich grinste nur in mich hinein. Der Typ bat dann darum, mir den Stift sofort auszuhändigen. Ihr seht schon, er ist ganz, ganz schlimm weltfremd. Ich glaube, der ist auch echt unglücklich mit sich selbst, aber selber schuld.

Er schaute sich den Stift nicht einmal genau an, steckte ihn direkt ein. Am nächsten Morgen war er direkt in der Chefetage. Ich wurde auch gerufen. Dann erst klärte ich die Sache auf - der Kuli gehörte nämlich mir, das sah man auch am Schriftzug - es war ein Kuli des Vereins, in dem mein Papa Mitglied ist. Von denen haben wir Dutzende. Ich sagte dann, dass Herr B. mir nicht einmal die Möglichkeit ließ, die Sache aufzuklären. Das stimmte so ja nicht, aber ich wollte ihn ins offene Messer laufen lassen. Hinterher war ich aber ein wenig enttäuscht - der Chef erzählte mir mit einem Augenzwinkern, dass die Aktion generell völlig überzogen war, selbst wenn der Kuli der Firma gehört hätte, und dies das Fass zum Überlaufen gebracht habe. Beobachtet hatten sie B. schon seit längerer Zeit, aber da er doch fachlich ein guter Mitarbeiter war, zögerten sie immer, ihn zu entlassen.

Am nächsten Tag war B. nicht mehr da. Ich weiß nicht, was genau sie gedeichselt haben, denn eigentlich konnte man B. ja nicht einfach so feuern, aber er kam nicht wieder. Meine eigentliche Beichte ist allerdings, dass es mir auch irgendwie reichlich egal ist, wenn er sich jetzt irgendwo in einer Bahnhofstoilette einen goldenen Schuss setzt oder eine Schachtel Herz- oder Schlaftabletten schluckt und nicht mehr aufwacht. Die Vorstellung, dass der vielleicht irgendwo wieder eingestellt wird und wieder andere Mitarbeiter tyrannisiert, ist grausam für mich. Aber ich gehe irgendwie davon aus, dass er erst mal weg vom Fenster ist. Zu guter "Flurfunk" - hoffentlich warnt unser Chef jetzt erst einmal alle. Ich wusste gar nicht, dass er so menschlich ist - echt supernett, voll auf dem Teppich und keineswegs arrogant. Wir hatten bisher allerdings kaum etwas mit ihm zu tun, nur mit diesem Herrn B., der dafür drei Mal so arrogant war, nur weil er daheim vor Mama kuscht.

Beichthaus.com Beichte #00036017 vom 24.06.2015 um 20:55:07 Uhr (7 Kommentare).

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Wie man sich an seiner Ex rächt

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Rache Fremdgehen Maßlosigkeit Ex

Ich (m/27) möchte Folgendes beichten: Meine damalige Freundin, heute Ex-Freundin, ging mir fremd. Dies bekam ich über gute Kontakte mit. Und mit Fremdgehen meine ich nicht flirten, sondern dass sie mit diesem Typen im Bett war. Da ich dies nun wusste und der Hass sich breitmachte und mich förmlich anschrie, ich solle ihr den Garaus machen, reifte der Gedanke eines Racheakts in meiner Gedankenwelt. Nun sahen wir uns ein paar Tage später wieder. Ich hielt mich zurück und sagte nichts, da mein Plan feststand. Ich machte die Dame also heiß und zeigte ihr anschließend noch mal nach allen Regeln der Kunst, wo denn genau dieser ominöse Hammer hängt, von dem jeder redet. Als ich nun strammen Schrittes in Richtung Höhepunkt marschierte, nahm ich, wie einst 1954 Helmut Rahn maß, und feuerte die Ladung gekonnt in Richtung Bauch. Der Siegtreffer war erzielt, jetzt galt es, den Sack zuzumachen.

Ich stand auf, zog mir den Schlüpfer an, griff in meine Jeanshose und fischte aus der Tasche einen 5-Euro-Schein. Diesen klebte ich ihr auf den Bauch mit den Worten: "Hier! Nutten müssen bezahlt werden!" Bevor sie realisierte, was ich da gerade gemacht hatte, schnappte ich mir meine Sachen und rannte, nur in Boxershorts bekleidet, in Richtung Ausgang und zum Auto. Ich raste los, genervt von meinem klingelnden Handy und hielt etwas abgelegen, um mich wieder anzukleiden. Dies erledigt, feierte ich meinen Sieg gebührend mit einem Kaltgetränk und ließ das Handy weiterklingeln. Es folgten unzählige Hassnachrichten, die ich aber allesamt ignorierte. Nun, im Nachhinein, finde ich das Ganze allerdings schon etwas hart und möchte um Absolution für mein Verhalten bitten. Auch wenn sie mir fremdging, hätte ich das durchaus etwas anders lösen können.

Beichthaus.com Beichte #00036016 vom 24.06.2015 um 18:18:05 Uhr (27 Kommentare).

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Warum sagen Frauen nicht mal was sie wollen?

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Begehrlichkeit Fetisch Neugier

Ich (m/26) kann mich nicht im Geringsten über mein Sexleben beschweren. Ich habe mehrere Sexpartnerinnen, die ständig wechseln, oder, wenn es mir Spaß gemacht hat, auch dieselben bleiben. Probleme, Frauen kennenzulernen, habe ich nicht, da ich behaupten kann, dass ich recht attraktiv bin - stark gebaut und muskulös. Dennoch empfinde ich seit einer geraumen Zeit eine gewisse Langeweile und Desinteresse, diese Sexbeziehungen weiterzuführen. Ich führe es auf die Tatsache zurück, dass es für mich immer und immer das Gleiche ist und ich selten eine Frau treffe, die mich positiv überrascht oder es gar schafft, mich in ihren Bann zu ziehen oder mich zu begeistern. Meistens bin ich die treibende Kraft, die sagt und macht.

Ich möchte beichten, dass ich mir wünsche, eine Frau kennenzulernen, die die Führung übernimmt. Ja, ich wünsche mir auch eine Frau, die mich zum Teil auch dominiert, mir Sachen zeigt, die ich noch nicht kenne und die für den normalen Bürger nicht vertretbar sind. Auch habe ich den Wunsch, nachdem ich dominiert worden bin, die Rollen zu tauschen und die Frau so zu nehmen, wie ich das will. Ich wünsche mir harten, brutalen und tabulosen Sex. Ich wünsche mir Sex mit allen möglichen Hilfsmitteln, angefangen von Dildos bis zu Fesseln, Gel, Latex, und so weiter. Ich spiele auch seit geraumer Zeit mit dem Gedanken, mich in die BDSM-Szene zu begeben. Das grundlegende Problem hierbei ist allerdings, dass ich absolut nicht weiß, wie das geht. Zudem kommt auch noch, dass ich in einem sehr kleinen Kaff irgendwo in NRW lebe, wo absolut nichts los ist. Ich bin mittlerweile schon fast verzweifelt und finde momentan nur ein bisschen innere Ruhe, indem ich mir dementsprechende pornografische Medien anschaue, wobei ich stark bezweifle, dass das auf Dauer eine Lösung ist.

Beichthaus.com Beichte #00036014 vom 24.06.2015 um 00:35:52 Uhr (12 Kommentare).

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