Traditionelles Familientreffen

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Lügen Falschheit Selbstsucht Familie Floß

Ich (m/24) habe viele Verwandte, die quer verstreut in Europa leben. Dementsprechend sind Familientreffen äußerst kompliziert und finden auch nur alle paar Jahre statt. In zwei Wochen wäre wieder eines und es wird darauf wertgelegt, dass ich dort auch erscheine. Ich beichte, dass ich behaupten werde, mein Chef hätte mir keinen Urlaub gegeben, dabei hätte ich noch genügend Urlaub. In Wahrheit habe ich geplant meinen Urlaubsflirt, eine ziemlich gut aussehende Ungarin, die gerade an diesem Wochenende Zeit hat, wiederzutreffen. Und sollte das mit dem Treffen nicht klappen, fällt mir schon etwas anderes ein, das besser ist, als 800 Kilometer zu meiner nervenden, esoterischen Tante und ihren hyperaktiven Kindern in die Schweiz zu fahren.

Beichthaus.com Beichte #00036251 vom 26.07.2015 um 12:42:53 Uhr in Floß (6 Kommentare).

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Eine Falle für Einbrecher

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Rache Diebstahl Last Night

Eine Falle für Einbrecher
Die Geschichte ist jetzt ungefähr 34 Jahre her, noch zu DDR-Zeiten. Ich war damals, glaube ich, 17 Jahre alt. Meine Mutter meinte des Öfteren, dass des Morgens im Erdgeschoss unseres Einfamilienhauses Gegenstände anders standen, als am Abend zuvor. Einbruchsspuren gab es keine. Wir waren aber uns sicher, dass nachts jemand im Erdgeschoss herumgeisterte. Zumal meine jüngere Schwester ihren Haustürschlüssel vermisste. Wir hatten ja einen Verdacht, konnten es aber nicht beweisen. Meine Schwester meinte, sie hätte ihren Schlüssel bei ihrer Freundin noch gehabt und später wäre er dann weg gewesen. Wir vermuteten also in dem Vater ihrer Freundin den nächtlichen Eindringling. Also beratschlagten wir (meine Schwester, mein damaliger Freund und ich), wie wir den Eindringling schnappen könnten. Als Erstes entfernten wir den Fußabstreifrost vor den Vorbautreppenstufen. Unter den Rost war eine ca 25 cm tiefe Bodenwanne. Also die perfekte Stolperfalle. Die Eingangstür schlossen wir wie gewohnt ab, streuten aber im Flur Mehl vor die Tür, um eventuelle Fußspuren zu sehen.

Die Eltern wussten von unserem Vorhaben, wir hatten sie aber gebeten, schlafen zu gehen. Dann warteten wir im dunklen Wohnzimmer und hatten den knapp 20 Meter langen Gehweg zum Haus im Auge. Wir warteten stundenlang hinter der Gardine und wollten schon aufgeben und uns schlafen legen. Auf einmal polterte es draußen, wir hörten einen Schmerzensschrei und Fluchen. Wir sind also raus, schlossen die Tür auf, machten Licht an - aber derjenige war schon weg. Mein Freund ist gleich hinterher, hat ihn aber nicht einholen können. Auf den Betonstufen der Vorbautreppe sahen wir einige Blutspritzer und einige abgebrochene Zähne. Eines war sicher: Der Eindringling hatte sich verletzt. Am nächsten Tag ist meine Schwester zu ihrer Freundin. Dort erfuhr sie, dass unser Verdächtiger - der Vater der Freundin - "plötzlich und über Nacht alle Vorderzähne verloren hat." Jetzt waren wir sicher, wer der Täter war. Angezeigt haben wir ihn nicht. Aber von da an ist nie wieder jemand durch das Erdgeschoss gegeistert. Er konnte uns ja auch nicht anzeigen, denn zu DDR-Zeiten wäre er verurteilt worden und eingefahren. Heute würde ich eine solche Stolperfalle nicht mehr machen, denn die Einbrecher haben ja eine Lobby und könnten uns auf Schmerzensgeld verklagen.

Beichthaus.com Beichte #00036228 vom 23.07.2015 um 00:43:15 Uhr (14 Kommentare).

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Allein mit einer seltenen Erkrankung

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Ungerechtigkeit Verzweiflung Hass Gesundheit

Ich (m/38) möchte hiermit beichten, dass ich einen riesigen Hass auf die Institutionen ARGE und AOK habe. Und zwar habe ich eine seltene, von deutschen Krankenkassen bisher nur in vier Einzelfällen anerkannte Krankheit, die meine Nerven und meinen Kreislauf betrifft. Diese Krankheit hat noch nicht einmal einen richtigen Namen, sondern wird als ein Syndrom mit einem Doppelnamen bezeichnet, welcher sich aus dem Patienten Alpha und dem Wissenschaftler, der sie untersucht, zusammensetzt. Das Miese daran ist, zu 99 Prozent der Zeit geht es mir normal und gut. Aber ich bekomme etwa 2-4 heftige Migräneanfälle im Jahr und breche ca. 20 Mal im Jahr ohne Vorwarnung kreislauftechnisch völlig zusammen und muss in beiden Fällen notärztlich medizinisch behandelt werden, sonst kann es zum Herzstillstand kommen oder ich renne mir bei der Migräne den Kopf an der Wand ein.


Stellt euch die schlimmsten Zahnschmerzen vor, die es gibt. Stellt sie euch in allen Zähnen zugleich vor und dazu noch im gesamten Kopf. Nehmt das mal 100. Dann habt ihr eventuell eine leise Ahnung von dem, was ich durchmache, wenn es losgeht. Die Krankheit ist durch einen Test leicht und einwandfrei feststellbar, und wäre ebenso leicht behandelbar, sodass fast alle Symptome völlig verschwinden und statt der Migräneattacken und Kreislaufprobleme nur ein leichter Schwindel auftreten würde. Mein Körper kann schlichtweg einen wichtigen Stoff nicht ohne einen Hilfsstoff verarbeiten, und es gibt die Vermutung, dass extrem viele Menschen diese Krankheit haben, ohne es auch nur zu ahnen. Bei denen aber auch die Symptome keine solchen Auswirkungen haben. Der Hilfsstoff ist ein ungemischtes chemisches Element, darf aber aus irgendwelchen Gründen nicht nach Deutschland eingeführt werden, und es selbst entsprechend aufzuarbeiten, ist nicht möglich.


Ich besitze zwei Ausbildungen, doch in beiden wäre es fatal, wenn eines der beiden Symptome auftritt, denn weder als Maschinenführer noch als Pflegekraft kann ich es verantworten, meine Arbeit und mich selbst fallen zu lassen. Das größte Problem ist, dass die ARGE diese Krankheit trotz Attest nicht anerkennt und mich ständig kürzt, und das damit begründet, dass es halt nicht geben darf, was die Krankenkassen nicht in ihren Krankheitenkatalog haben. Ich habe bereits drei Prozesse vor dem Sozialgericht gewonnen, welches seltsamerweise keine Probleme mit der Anerkennung meiner Krankheit hat. Und nach dem dritten Prozess habe ich die ARGE sogar per Gerichtsvollzieher pfänden lassen, welcher denen tatsächlich zwei Laptops und ein Diensthandy pfändete. Dieser sagte, er käme gerne jederzeit wieder. Aber dennoch läuft momentan der vierte Prozess, da ich wieder, sich überlappend, um mehr als 50 Prozent gesperrt bin, was sogar ungesetzlich ist.


Das Traurige ist, ich WILL arbeiten. Ich bin motiviert. In einem meiner Jobs, woanders, es wäre unwichtig. Ich würde das einzige Medikament dagegen auf eigene Kosten einführen lassen, doch es fällt in Deutschland wie gesagt unter das Arzneimittelgesetz und Sondergenehmigungen werden nicht erteilt. Ich habe drei Ärzte, einen Neurologen, einen Hausarzt und einen Internisten, die hinter mir stehen und für mich kämpfen. Ich stand schon in der Zeitung. Trotzdem passiert nichts zu meinen Gunsten und an manchen Tagen sitze ich hier und bin wegen dieser Schwäche, die das Ganze in mir auslöst, einfach nur noch am Heulen. Und das als das, was man als gestandenes Mannsbild bezeichnet, aber so was ist mir egal. Ich habe 2014 und 2015 auch schon jeweils längere Zeiten in der Psychiatrie verbracht, weil ich bereit war, meinem Leben ein Ende zu setzen, das aber auf der anderen Seite eben auch selbst verhindert habe. Aber oft weiß ich einfach nicht mehr, was ich noch tun soll. Wieso wird ein Mensch allein gelassen, weil etwas existiert, was eine nicht medizinisch ausgebildete Bande von Bürokraten nicht als Krankheit anerkennt?

Beichthaus.com Beichte #00036197 vom 19.07.2015 um 18:16:14 Uhr (11 Kommentare).

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Buchhandel an der Uni

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Habgier Schamlosigkeit Geld Studentenleben

Ich (m/20) beichte, dass ich ein Buch für die Uni, welches ich günstig gebraucht gekauft hatte, nach einem Jahr teurer an einen Erstsemester-Studenten verkauft habe. Es war immer noch günstig, aber ich habe ein wenig Gewinn machen können. Ich hätte nicht gedacht, dass das klappen würde. Und ja, ich studiere BWL.

Beichthaus.com Beichte #00036151 vom 13.07.2015 um 11:16:05 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mein Ex ist ein Psychopath

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Hass Zorn Gewalt Ex Süderbrarup

Ich (w/28) beichte, dass ich dumm genug war, mich auf meinen gleichgültigen, strunzdummen, beleidigenden und sogar gewaltbereiten Psychopathen von einem Ex-Freund einzulassen. Ich dachte immer, so etwas könne mir nicht passieren, aber es ist mir passiert. Wir waren als Teenager sechs Jahre lang nur befreundet und in dieser Zeit war er nett, lustig und hilfsbereit. Das einzig Negative an ihm war, dass er in der Schule recht faul war, was mich damals aber nicht störte, da ich ja nicht vorhatte, je ein solches Verhältnis mit ihm anzufangen, in dem dies eine Rolle spielen könnte. Als er mir dann seine "Liebe" gestanden hatte - mittlerweile waren wir ca. 20 Jahre alt - entwickelte sich daraus doch allmählich eine Beziehung, denn ich habe ihn nie mit Absicht in die Friendzone gedrängt oder so. Sobald er sich allerdings sicher war, dass ich ihm nicht mehr einfach so davonlaufen würde, zeigte er jedoch sein wahres Gesicht. Das Gesicht eines Monsters. Beispiele gefällig?

Er brachte es so weit, dass er, nachdem er mehrere Schulklassen wiederholt hatte, von der Schule flog - ich hingegen machte nach dem Abi eine kombinierte Ausbildung zur Grafikdesignerin mit einem kaufmännischen Zweig. Seitdem bestand sein Tagesablauf daraus, bis drei Uhr nachmittags zu schlafen und anschließend faul vorm Fernseher zu liegen, sich ständig durch die Kanäle zu zappen und immer fetter zu werden. Geduscht und Zähne geputzt wurde natürlich nur, wenn er das Haus verlassen wollte. Geraucht wurde auch im Bett, aufstehen wäre ja zu anstrengend gewesen. Wenn ich bei ihm war, wollte er, dass ich ihm Essen und Trinken ans Bett serviere. Wenn etwas nicht nach seinen Vorstellungen war, oder ich mich weigerte, beschimpfte er mich brüllend als Arschloch und blöde Sau. Wenn ich ihn küssen wollte, deutete er mir den Mittelfinger. Sex hatten wir nur selten, denn es war ausnahmslos immer schmerzhaft für mich, was er achselzuckend hinnahm und ignorierte. Wenn ich sein Zimmer betrat, ignorierte er mich als Erstes, und wenn ich den Mund aufmachte, brüllte mich wiederum an, dass er jetzt meinetwegen den Fernseher nicht verstanden hätte, was natürlich eine Katastrophe apokalyptischen Ausmaßes darstellte.

In der Öffentlichkeit waren Küsse und Händchenhalten verboten, da er nicht wollte, dass ihn jemand Gefühle zeigen sah - dass ich seine Freundin war, posaunte er jedoch begeistert herum, damit jeder wusste, wie gut er bei Frauen ankommt. Wenn ich ein ernsthaftes Gespräch mit ihm führen wollte, wurde ich dümmlich grinsend entweder über die gewaltige Größe seines Genitals oder der seines letzten Stuhlgangs informiert, was er für wahnsinnig witzig hielt. Das eigentliche Gesprächsthema wurde brav ignoriert. Alle meine Hobbys waren Dreck in seinen Augen. War er krank, sollte ich mich um ihn kümmern, war ich krank, ekelte er sich vor mir. Von mir wünschte er sich zum Geburtstag teures Zubehör für sein Handy, mir schenkte er nichts, mit der Ausrede, er hätte nicht gewusst, was mir gefiele.

Ich könnte die Liste seiner Taten noch ewig fortsetzen. Etwa ein halbes Jahr hielt ich das aus, dann fasste ich mir ein Herz und trennte mich - nachdem er mir grinsend die Nase blutig geschlagen hatte. Als ich ihm sagte, dass ich die Beziehung beenden wollte, wurde er plötzlich, aus Angst mich zu verlieren, wieder der liebste und netteste Mensch, den man sich vorstellen kann. Noch einmal ließ ich mich jedoch nicht täuschen und zog den Schlussstrich. Daraufhin folgten endlose SMS, Anrufe bis in die Nacht hinein, er bezog Stellung vor der Wohnung meiner Eltern, und stalkte mich, wenn ich das Haus verließ. In unserem Bekanntenkreis erzählte er herum, dass wir weiterhin ein Paar seien und ihm fiel nicht einmal auf, dass ihn alle deswegen auslachten. Mir hatte er bei unserem letzten Gespräch, bei dem ich ihm gesagt hatte, das ich mich trennen wollte, erklärt, unsere Beziehung sei erst zu Ende, wenn er es wollte und nicht, wenn ich es sagte.

Das Ganze hatte erst ein Ende, als ich meinen nächsten Freund, der mittlerweile mein Ehemann ist, hatte. Mittlerweile sind sieben Jahre vergangen und mein Leben verläuft großartig, ich bin glücklich verheiratet, habe einen Job, in dem es sich in jeder Hinsicht aushalten lässt, und viele Hobbys, die mir Freude bereiten. Mein Ex ist immer noch arbeitslos, eine neue Freundin hat er nie gefunden, ich war wohl die Einzige, die dumm genug war, auf ihn reinzufallen. Jedoch hat er mittlerweile ein halbes Haus, ein nagelneues Auto und einen Haufen Geld geerbt und sitzt weiterhin auf seinem dicken Hintern, ohne einen Finger zu rühren. Obwohl ich eigentlich mit diesem düsteren Kapitel abschließen und mein mittlerweile tolles Leben ohne Bitterkeit genießen möchte, kann ich nicht umhin, ihn immer noch mit Inbrunst zu hassen. Je besser mein Leben verläuft und je liebevoller mein Ehemann zu mir ist, desto mehr wächst mein Hass auf meinen Ex, da dadurch für mich immer deutlicher wird, wie mies er mich eigentlich behandelt hat.

Das Einzige, worauf ich stolz bin, ist, dass ich mir diesen faulen Drecksack nicht lange angetan habe, wie viele Menschen, die sich aus Angst vorm Alleinsein oft eine katastrophale Beziehung antun. Dass ich mich selbst, aus eigenem Antrieb von ihm getrennt habe. Trotzdem wünsche ich mir fast jeden Tag, dass er endlich mal die Quittung für sein Verhalten bekommt. Es soll ihm endlich irgendwas Schlimmes passieren, am Besten wäre natürlich, er würde sich verlieben und genauso schlecht behandelt werden. Sollte ihn irgendwann ein Schicksalsschlag treffen, werde ich wahrscheinlich selig lächeln und mir eine Flasche des teuersten Champagners kaufen.

Beichthaus.com Beichte #00036052 vom 30.06.2015 um 13:22:26 Uhr in Süderbrarup (9 Kommentare).

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