Chemo während des Auslandsjahrs

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Lügen Falschheit Gesundheit

Ich (w/19) muss hier etwas beichten, was mich wirklich sehr belastet. Ich habe letztes Jahr mein Abi gemacht und wollte danach für ein Jahr nach Australien, was ich natürlich auch meinen Freunden und Verwandten erzählt habe. Ein paar Wochen vor meiner geplanten Abreise bekam ich jedoch beim letzten Arztcheck die Diagnose Darmkrebs. Für mich brach eine Welt zusammen, jedoch beschloss ich, erst einmal nur meinen Eltern davon zu erzählen. Ich bin mir sicher, dass einige meiner Freunde ihren eigenen Auslandsaufenthalt wegen mir abgesagt hätten, hätte ich ihnen davon erzählt. Ich wollte kein Mitleid und wollte auch nicht, dass sie sich Sorgen um mich machen. Also habe ich wie geplant meine Abschiedsparty gefeiert und bin anschließend in die Schweiz gegangen, wo ich immer abwechselnd Chemotherapie und Kur hatte. Den Kontakt zu meinen Freunden und Verwandten habe ich immer aufrechterhalten und regelmäßig Fotos von Australien aus dem Internet geschickt, sie als meine ausgegeben und mir die schönsten Geschichten ausgedacht, was ich angeblich alles schon erlebt habe und was für eine tolle Zeit ich habe. Mittlerweile geht es mir zwar schon wieder besser, mit der Chemo bin ich fertig, ich bleibe jedoch noch einige Monate hier auf Kur. Meine Haare wachsen mittlerweile wieder, ich werde meinen Freunden und Verwandten jedoch erzählen müssen, dass ich mir spontan eine Kurzhaarfrisur zugelegt habe. Es tut mir so unendlich leid, meine Liebsten so dreist zu belügen und in ein paar Monaten heimzukommen und so zu tun, als hätte ich gerade das Jahr meines Lebens in Australien verbracht. Aber ich will einfach nicht, dass die wichtigsten Menschen in meinem Leben wegen mir traurig sind, sich Sorgen machen und eventuell sogar ihre eigenen Pläne hinten anstellen würden, um mir beizustehen. Ich weiß, dass diese Lüge nicht zu entschuldigen ist, aber vielleicht versteht mich ja jemand.

Beichthaus.com Beichte #00033009 vom 06.04.2014 um 17:28:10 Uhr (13 Kommentare).

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Langweiliges Weichei

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Verzweiflung Trägheit

Ich bin ein totales Weichei. Ich bin über zwanzig, und SpongeBob-Fan. Ich sammle kleine Spielzeugautos einer sehr bekannten Marke, welche morgens im TV in der Werbung zu sehen ist - und Tierfiguren einer ebenfalls ziemlich bekannten Marke, die ihre Produkte mit einem kleinen Fähnchen kennzeichnet. Ich bin ein absoluter Tierfreund, rede mit meinen Katzen, wie andere mit ihren Kindern und gelegentlich bleibe ich beim Einkauf im Supermarkt auch draußen am Blumenstand hängen. Cool finden mich irgendwie auch nur die Kinder aus der Nachbarschaft, weil ich mich absolut nicht wie ein gestandener Erwachsener, sondern eher wie ein unreifer Teenager fühle und sie deshalb lieber mit mir quatschen, ob ich denn beispielsweise gestern auch Starwars geguckt hätte, oder ob sie meinen Fußball zum Spielen ausleihen könnten, und so weiter.


Ich muss zugeben, dass ich leider auch einfach ziemlich jung aussehe und auch nicht gerade groß bin. Das lässt mich bei den meisten Leuten automatisch für sechzehn durchgehen. Wenn das Wetter schlecht ist, sitze ich am PC und spiele Rennspiele, gucke SpongeBob oder schaue mir Pornos an, weil sich meine deutlich ältere Freundin in der Menopause befindet und es daher schon seit einiger Zeit vorzieht, asexuell zu leben. Manchmal bin ich deswegen frustriert und suche die Fehler bei mir. Dann schreibe ich ihr romantische Gedichte, liebevolle Karten oder mache ihr andere kleine Überraschungen. Aber irgendwie ist die Luft scheinbar raus, denn egal, was ich versuche, nichts kommt an. Gespräche mit ihr brachten bisher auch nichts, da sie sich nicht mit den Problemen beschäftigen will. Das Nachmittags-TV oder ihre Browsergames im Internet sind meistens viel wichtiger. Ich glaube, Frauen stehen einfach nicht auf liebevolle Softi-Typen. Aber ich kann mich einfach nicht ändern, obwohl ich auch lieber ein toller Typ wäre, dem die Mädels hinterherrennen und nicht seine Katzen. Und natürlich mit einem gut bezahlten Job, um seiner Frau etwas bieten zu können. Aber ich bin das einfach nicht. Da ich sonst weder Familie noch Freunde habe, fühle ich mich dann einsam und ziehe mich in meine kindische Welt zurück. Ich schäme mich dafür.

Beichthaus.com Beichte #00032993 vom 04.04.2014 um 00:44:46 Uhr (18 Kommentare).

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Frauen mit Piercings

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Fetisch Feigheit Neugier Masturbation Partnerschaft

Ich (m/21) habe mir in den letzten Jahren eine beträchtliche Sammlung an Fotos von Frauen gesammelt - aber nicht, wie die meisten jetzt vielleicht denken, von leicht bis kaum bekleideten Frauen in eindeutigen Posen. Nein, das Einzige, das alle Frauen in meiner "Sammlung" gemeinsam haben, ist, dass sie weit aufgedehnte Ohrlöcher, viele Piercings, körperfüllende Tattoos und andere, härtere Körpermodifikationen haben. Aber das alleine ist, denke ich, noch keine Beichte wert. Allerdings habe ich die Fotos von diesem Typ Frau über viele Jahre zur Selbstbefriedigung benutzt, sodass sich gewissermaßen ein Muster in meinem Kopf festgebrannt hat: Ich kann nur zum Höhepunkt kommen, wenn ich an riesige Ohrlöcher oder stark gepiercte Frauen denke. Meine superliebevolle Freundin (22), mit der ich mittlerweile ein Jahr zusammen bin, hat allerdings weder Ohrlöcher noch Piercings, was aber auch überhaupt nicht in ihr zartes Gesicht passen würde.


Unsere Beziehung ist wahnsinnig toll und wird jeden Tag noch besser, allerdings muss ich im Bett, bevor ich den "finalen Schuss" abgeben kann, tatsächlich immer noch an die tätowierten Gören von den Fotos denken. Das Ganze führt so weit, dass ich sogar, wenn sich die Chance bietet, mit einer solchen Dame ins Bett zu steigen, aus reiner Neugier fremdgehen würde, obwohl ich normalerweise strikt gegen solche Betrügereien bin. Dass meine Freundin die Bildersammlung entdeckt, ist übrigens ausgeschlossen, da sie niemals auf meinem PC spionieren würde und wir zudem eine Wochenendbeziehung führen. Daher ist meine Sammlung heute schon wieder um eine dreistellige Zahl an Fotos aus sozialen Netzwerken, Fotoblogs und einschlägigen Communitys gewachsen. Dazu kommt, dass ich selbst im Laufe der letzten drei Jahre schon elf Piercings an verschiedensten Körperstellen hatte, die ich aber allesamt nach wenigen Tagen wieder herausgenommen habe, damit niemand in meinem Umfeld etwas davon merkt. Letztendlich hatte ich noch nicht die Eier, meiner Freundin zu sagen, dass ich auf Piercings und Tattoos stehe, oder gleich wieder Schmuck in meine alten "Löcher" einzusetzen, weil ich Angst habe, sie könnte negativ darauf reagieren, was für mich ein kleiner Weltzusammenbruch wäre. Ansonsten ist sie nämlich die perfekte Frau zum Heiraten, Kinder kriegen und alt werden.

Beichthaus.com Beichte #00032985 vom 02.04.2014 um 22:44:21 Uhr (14 Kommentare).

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Die hippen Verkäuferinnen

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Aggression Zorn Hass Shopping

Ich (w/26) beichte, dass ich es hasse, von Verkäuferinnen im Laden ungefragt geduzt zu werden. Ich gehe selten einkaufen, aber in letzter Zeit fällt es mir immer mehr auf, dass dies anscheinend absolut normal geworden ist - zumindest in den bekannten Kleidungsgeschäften. Ich bin eine, wie ich behaupten würde, erwachsene Frau, sehe auch so aus und kleide mich entsprechend. Teilweise werde ich dann jedoch von über 40-jährigen "jung gebliebenen" und hip gekleideten Verkäuferinnen fortlaufend geduzt. Natürlich darf auch der billige Modeschmuck nicht fehlen, oder gar die bunte Trash-Frisur. Ich bekenne, dass dies in mir unglaubliche Aggressionen auslöst, die ich aber aus Höflichkeit unterdrücke und stattdessen einfach die Zähne zusammenbeiße. Deshalb hasse ich mittlerweile shoppen allgemein und bestelle mir alles auf Kosten der Umwelt online. Ich bitte um Verzeihung.

Beichthaus.com Beichte #00032958 vom 29.03.2014 um 23:38:03 Uhr (26 Kommentare).

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“Beichte

Durch Streiks zur Umweltsau

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Vandalismus Ekel Morallosigkeit Zorn

Ich wohne hier seit einigen Jahren in einer süddeutschen Großstadt, wo es mir ganz gut gefällt. Ich verdiene mein Geld in der Privatwirtschaft und bin von den ganzen Streiks des öffentlichen Dienstes sehr genervt und seit dem letzten Warnstreik der Müllabfuhr auch selbst Betroffener. Meiner Meinung nach sollen die froh sein, dass ihnen - unabhängig von der Art und Weise wie der Betrieb wirtschaftet - zumindest am Monatsende ein Gehalt überwiesen wird, welches in den meisten Fällen die Arbeitsleistung auch adäquat entlohnt. Jedenfalls findet dank diversen Warnstreiks seit nunmehr zwei Wochen keine Leerung der Mülltonnen mehr statt, was ich schon aus hygienischen Gründen für unverantwortlich halte. Die Mülltonnen des Mehrfamilienhauses, in dem ich wohne, sind mittlerweile so voll, dass nichts, aber auch wirklich nichts mehr hineingeht, geschweige denn sich der Deckel noch schließen ließe. Da ich zwar viel Müll produziere, allerdings alles andere als ein Messie bin, der seinen Müll in der Wohnung aufbewahren möchte, stand ich vor einem kleinen Problem. Wohin damit?

Und hier fängt auch meine Beichte an, ich glaube, ich bin eine Umweltsau: Die erste Ladung hat der öffentliche Nahverkehr abbekommen, bzw. deren Mülltonnen an der nächsten Bushaltestelle. Leider waren die sehr schnell voll, sodass ich weiter ziehen musste. Den zweiten Sack habe ich mitten in der Nacht in den Altkleidercontainer des DRK geworfen. Meiner Meinung nach haben die es ohnehin verdient, weil sie mich trotz des Hinweises "Bitte keine Werbung einwerfen" am Briefkasten ständig mit ihren Flyern terrorisieren. Selbst Schuld, wenn sie in diesen den Standort ihrer Tonne preisgeben. Bei dem dritten Sack bin ich mir noch unschlüssig. Entweder wieder DRK, oder beim Nachbarn über die Hecke, dessen Katze immer bei uns in den Garten scheißt, oder in einen dieser Zeitungsstände, bei welchen man eine Zeitung entnehmen kann und selbst Geld einwerfen sollte. Hier würde ich mir den von der Bildzeitung aussuchen. Mittlerweile finde ich das sogar lustig und hoffe, dass ich damit aufhören kann, sobald die Tonnen wieder gelehrt werden. Daher bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032951 vom 29.03.2014 um 14:27:13 Uhr (11 Kommentare).

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