Der Kaffeefleck der Lehrerin

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Zorn Ungerechtigkeit Ungerechtigkeit Schule

Ich muss beichten, dass ich als Kind echt naiv und blauäugig war. In der zweiten Klasse hatte ich eine Lehrerin, die meine Lieblingslehrerin wurde, weil sie so nett und hübsch war und der Unterricht Spaß machte und weil sie mich immer als verantwortungsbewusstes Kind bezeichnete sowie bevorzugte, wenn es um Bastelarbeiten mit Scheren, Nadeln oder auch Kerzenwachs ging. Weil wir irgendwann Thema "Feuerwehr" bekamen und sie fragte, wer denn noch was an Ideen oder Literatur beisteuern konnte, gab ich eines meiner heißgeliebten Ravensburger Kinder-Lernbücher zu diesem Thema in ihre Obhut und war natürlich auch stolz, dass sich eine Lehrerin mein Buch ausgeliehen hatte. Zurück kam es dann ein paar Tage später mit einem fetten Kaffeefleck auf den ersten Seiten, der aus dem Papier nicht mehr rauszukriegen war. Trotzdem habe ich sie weiterhin als Lieblingslehrerin angehimmelt. Heute schäme ich mich unglaublich für so viel Naivität, denn als Lehrerin war und ist sie eigentlich ein Vorbild oder hätte es sein müssen - einen ausgeborgten Gegenstand in solch einem Zustand zurückzugeben ist unter aller Sau, da hätte sie lieber die fünf Mark investieren und ein neues Exemplar besorgen können. Hoffentlich hat sie daraus gelernt, vorsichtiger und ja, lustigerweise auch verantwortungsbewusster als so manches Kind mit Leihgaben umzugehen. Ich habe jedenfalls gelernt, dass ich Ausgeliehenes sofort nach Rückgabe prüfe, um mich gegebenenfalls direkt zu beschweren. Verzeiht mir die kindliche Dummheit.

Beichthaus.com Beichte #00035346 vom 29.03.2015 um 12:36:10 Uhr (12 Kommentare).

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Ich will verprügelt werden

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Fetisch Lügen Dating

Ich (w/20) beichte, dass ich mich vor einer Woche mit einem Mann, den ich im Internet kennengelernt habe, getroffen habe, damit er mich stark verprügelt und erniedrigt. Es hat mich angemacht, doch im Nachhinein schäme ich mich und fürchte mich vor meiner eigenen […]
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Beichthaus.com Beichte #00035343 vom 28.03.2015 um 09:29:34 Uhr (16 Kommentare).

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“Beichte

Warum ist der Flugzeugabsturz für alle so schlimm?

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Zorn Ungerechtigkeit Flug & Co. Lisberg

Ich möchte etwas beichten, für das ich mich sehr schäme. Nach dem tragischen Flugzeugunglück vor Kurzem, bei dem 150 Menschen umgekommen sind, eskalieren die Medien förmlich. Überall ist das Unglück präsent. Ob im Radio, Internet oder im Fernsehen. Normales Fernsehprogramm wird unterbrochen, damit die Nachrichten dieselben Infos wie vor einer Stunde noch mal senden können. Ein bekannter deutscher Comedian hat seine Show am Tag des Unglücks abgesagt, weil "es an so einem Tag nichts zu lachen gäbe". Ich persönlich finde dieses Unglück sehr grausam und ich fühle mit den Hinterbliebenen und Familien sehr mit. Was mich jedoch total ankotzt, ist diese fürchterliche Doppelmoral. Ganz Deutschland berichtet wie bescheuert über dieses Unglück. So weit, so gut. Die anderen Flugzeugunglücke, die es in letzter Zeit gab, wurden aber nicht annähernd so viel beachtet, wie das jetzige. Natürlich, dieses Mal war es ja eine deutsche Maschine mit 72 Deutschen an Bord.


Ich finde es ungeheuerlich, dass die deutschen Medien anscheinend den Tod von Deutschen mehr betrauern, als den von "Ausländern". Mich kotzt dieser Fakt so unglaublich an, dass ich jedes Mal, wenn ich nur das Wort Flugzeug höre, die Augen verdrehe. Ist denn wirklich der Tod von Deutschen bedeutender, als der von Asiaten? Gibt es tatsächlich etwas zu lachen, wenn ein Flugzeug abstürzt, in dem keine Deutschen saßen? Wenn ich jedes Mal, wenn etwas Schreckliches passiert, meine Comedyshow absagen würde, dann dürfte dieser Mensch theoretisch gar nicht mehr senden, da tagtäglich durch gewisse Terrorgruppen Menschen entführt, gefoltert und getötet werden. Aber das ist ja nicht so wichtig, die sind ja nicht deutsch! Wofür ich mich nun schäme? Langsam aber sicher bin ich sauer, dass diese Menschen gestorben sind. Sie können nichts dafür, aber trotzdem nervt es mich. Und gleichzeitig schäme ich mich sehr dafür, da ich das Ganze wirklich tragisch und meine eigenen Gedanken grauenvoll finde.

Beichthaus.com Beichte #00035337 vom 27.03.2015 um 10:12:18 Uhr in Lisberg (16 Kommentare).

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Piloten nicht am Steuer

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Aggression Zwietracht Flug & Co.

Ich (m/31) möchte mich für meine Aggressivität gerade auf dem Ryanair-Flug nach London entschuldigen. Ich saß ziemlich weit vorne. Nach allem, was bei den letzten Flugzeug-Katastrophen passiert ist, haben die Piloten anscheinend noch nichts dazugelernt. Die Piloten gingen nacheinander auf die Toilette und machten Ewigkeiten ihre Scherze mit den Stewardessen, statt für die Sicherheit an Bord zu sorgen. Wenn dieser einen Person im Cockpit was passiert, kommt niemand mehr rein, da hilft dann auch kein Klopfen. Warum kann nicht wenigstens jemand von der Crew im Cockpit sein, während einer der Piloten auf Toilette ist? Zwischendurch standen auch mal beide Piloten in der Tür.

Ich habe mir das Schauspiel eine Weile angeguckt und dann die Stewardess darauf hingewiesen. Auf eine herablassende Art und Weise, sagte sie mir mit ihrem Vorstadt-Pub-Englisch, dass ich mich um meinen eigenen Scheiß kümmern solle. Dann ging die Diskussion erst richtig los und einige andere Passagiere mischten auch noch mit. Vielleicht mag es paranoid klingen, aber ich möchte mein Leben nicht aufgrund von dummen und faulen Personen verlieren. Ich bin beruflich viel unterwegs und habe von blonden vollbusigen Cockpit-Besucherinnen bei Air Berlin bis hin zu Champagnerpartys der Piloten von Thai Airways schon einiges erlebt. So etwas ärgert mich einfach.

Beichthaus.com Beichte #00035321 vom 26.03.2015 um 08:35:36 Uhr (18 Kommentare).

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“Folge

Hochzeitsempfang von Fremden

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Schamlosigkeit Trunksucht Waghalsigkeit Diebstahl Völlerei Waldmünchen

Vor Kurzem war ich mit meiner Freundin beim Fotografen, um professionelle Bilder machen zu lassen. Wir hatten uns dazu natürlich sehr schick angezogen. Im Anschluss sind wir im Sonnenschein um einen nahegelegenen See spaziert. Direkt am See ist ein sehr nobles Hotel, wegen des schönen Wetters waren alle Glastüren nach draußen geöffnet. Nach und nach sind immer mehr Leute eingetroffen und es ist uns aufgefallen, dass es sich um eine riesige Hochzeitsgesellschaft handeln musste. Wir sind dann aus Neugier hingelaufen. Dort wurden wir von einer Hotelangestellten empfangen, da sie wohl dachte, wir gehören zur Gesellschaft. Wir erhielten Champagner und labten uns reichlich an den kalten Platten. Meiner Freundin war dies anfangs sehr peinlich, sie hatte dann aber auch Spaß an unserem Verhalten. Ich wurde immer dreister und unterhielt mich sogar mit Gästen, sodass ich die Namen des Hochzeitpaares herausfand. Unter den vielen Gästen fielen wir nicht im Geringsten auf. Meine Freundin trank ihr fünftes Glas Schampus und ich bestellte mir mein sechstes Bier, als der Stehempfang beendet war. Damit war auch unser Schauspiel vorüber, denn im Saal des Hotels standen Namensschildchen auf den Tischen. Wir waren beide pappsatt und auch ziemlich angetrunken. Selbstverständlich hat meine Freundin auch Rosen mitgenommen, die eigentlich jede Frau am Ende des Festes bekommen hätte. Wir hatten wirklich zwei wunderschöne Stunden, allerdings bin ich danach auch noch Auto gefahren.

Beichthaus.com Beichte #00035305 vom 23.03.2015 um 17:14:18 Uhr in Waldmünchen (12 Kommentare).

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