Menschenrechte und Meinungsfreiheit?

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Zorn Engherzigkeit Politik Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass mir diese öffentlich und politisch aufgezwungene bedingungslose Israelverbundenheit gehörig auf die Nerven geht. Die Vergangenheit wird wahrscheinlich in keinem anderen Land der Welt so stark aufgearbeitet, wie in Deutschland - zu Recht. Aber wenn man beachtet, dass wir uns stets bemühen, Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Demokratie zu verbreiten und international einzufordern, warum dann nicht auch von Israel? Die wenigsten Deutschen haben etwas mit den Gräueltaten von damals zu tun und verabscheuen diese zum Glück auch, zumindest die, die ich kenne. Was ist mit Menschenrechten und dem ganzen Blabla für Palästinenser? Israel wählt seit Jahren rechte Regierungen und ist offensichtlich vor den Augen der Weltöffentlichkeit der Hauptaggressor in dieser Region. Warum dürfen wir nicht zwischen Antisemitismus und Antizionismus unterscheiden und Letzteres klar verurteilen? Komischerweise habe ich auch nie vernommen, dass die jüdische Gemeinde in Deutschland zu mehr Integration und Offenheit aufgefordert wurde - zumeist verkehren deren Mitglieder auch nur unter sich. Es wird jeder öffentliche Versuch, mal eine Diskussion zu führen, mit der Anti-Semitismus-Keule totgeschlagen. Menschen, die es wagen, mal einen israelkritischen Ton von sich zu geben, werden öffentlich gebrandmarkt und deren Ruf zerstört.


Dass es sich aber sachlich betrachtet um einen künstlichen Staat, einen Besatzungsstaat handelt, wird aus der Geschichte mehr und mehr verbannt. Die Fehler der Alliierten von damals kann man nicht rückgängig machen, aber die Diskussion muss doch ehrlich erlaubt sein. Ich zähle mich zu einem aufgeklärten Menschen, der sehr wohl weiß, dass unser Lebensstandard nicht von ungefähr kommt. Mehr und mehr distanziere ich mich innerlich aber von der ganzen Illusion der Menschenrechte und Meinungsfreiheit, vor allem wegen der Scheinheiligkeit in dieser Debatte. Dies ist keine gerechte Welt, sondern eine Welt der Mächtigen. Schwarz-Weiß-Malerei und Opium für das gesamte, oder Prügel für das hinterfragende Volk.

Beichthaus.com Beichte #00035692 vom 12.05.2015 um 16:35:53 Uhr (23 Kommentare).

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Mein Bruder ist der Mittelpunkt der Welt!

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Hass Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Verzweiflung Familie

Ich hasse meinen Bruder. Er ist 8 Jahre jünger als ich (15) und wohnt natürlich noch zu Hause. Ich liebe meine Mutter und auch sonst jeden in meiner Familie, aber immer wenn ich meine Mutter für mehrere Tage besuchen fahre, dann muss ich ihn sehen. Ich hasse ihn so sehr, dass ich es nicht einmal im selben Raum mit ihm aushalten kann. Ich möchte vor Hass schreien, wenn ich ihn sehe. Ich möchte ihn einfach nur schlagen, wenn er irgendwas sagt! Ich finde, dass er keine einzige gute Eigenschaft hat! Er ist verwöhnt und eingebildet. Sein einziges Hobby ist Fressen und Internet. Alles, was er sagt, ist voller Arroganz, Besserwisserei und Selbstverliebtheit. So war er schon immer! Er hat sich schon als Kind wie ein Arsch aufgeführt und immer hat sich alles nur um ihn gedreht. Dabei hat er nie etwas getan, das Aufmerksamkeit verdient. Er hat einfach immer nur alles kaputtgemacht oder sich wie ein Arsch aufgeführt, damit sich alles, um ihn dreht. Mittlerweile ist er zwar etwas ruhiger geworden, aber es muss sich trotzdem noch alles um ihn drehen. Er nimmt sich, was er braucht, macht nur, was er will und hat nie ein freundliches Wort für niemanden! Nie ist irgendetwas gut genug für ihn! Ich kann mich an keine einzige Sekunde meines Lebens erinnern, in der ich ihn mir nicht von ganzen Herzen weg gewünscht hätte!


Ich gebe mir so viel Mühe, eine gute Tochter zu sein. Ich habe eine gute Ausbildung, versuche neben dem Studium zu arbeiten, wie ich es auch schon in der Schulzeit getan habe, damit ich meine Mutter finanziell entlasten kann. Daran würde er nicht einmal denken. Ich verschweige ihr sogar, dass ich homosexuell bin, damit ich ihr keine Probleme mache. Und er macht nur Probleme und es ist ihm scheißegal! Er lebt da mit seinem fettigen Gesicht, seinen fettigen Haaren und seinem fetten Körper und tut so, als wäre er der Mittelpunkt der Erde. Und alle Menschen, um ihn herum sind nur dazu da, damit sein Leben so perfekt wie möglich ist. Er ist so ein Ekel. Und trotzdem liebt meine Mutter ihn. Obwohl nicht eine einzige liebenswerte Eigenschaft an ihn ist, obwohl er sich wie der letzte Wichser benimmt, liebt sie ihn genauso wie mich, obwohl ich mich so bemühe! Und obwohl er so ein widerlicher Mensch ist, darf er gesund sein und ich habe einen Herzfehler, MS, Grünen Star, Diabetes und wahrscheinlich noch mehr. Ich hasse ihn so sehr. Und er hat keine Ahnung. Meine Mutter auch nicht. Ich benehme mich wie eine normale Schwester, wenn ich hier bin. Aber immer, wenn ich mit ihm rede, sehe ich vor meinen Augen, wie ich ihn schlage oder würge, damit er endlich nicht mehr da ist! Bitte vergib mir meinen Hass.

Beichthaus.com Beichte #00035682 vom 10.05.2015 um 18:06:41 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Unfall, der mir meine große Liebe nahm

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Verzweiflung Engherzigkeit Selbstsucht Unfall Tod

Ich (w/24) möchte auch etwas beichten. Als ich 17 Jahre alt war, traf ich einen wirklich tollen Jungen. Er war zwei Jahre älter als ich, sah sehr gut aus und war dazu auch noch einer der coolsten Typen aus unserem Dorf. Eines Abends begegnete ich ihm auf einer Party einer guten Freundin, eigentlich kannte ich ihn schon länger, durfte ihn aber bis zu diesem Zeitpunkt nur aus der Ferne anhimmeln, da ich nie gedacht hätte, dass sich ein Junge wie er mit einem Mädchen wie mir abgeben würde. Aber das tat er und wir beide wurden schnell ein Paar - meine damalige beste Freundin kam mit seinem Kumpel zusammen. Er war meine erste große Liebe und ich tat alles für ihn, ich machte sogar eine Falschaussage vor Gericht, nur um ihn zu schützen. Meine Eltern waren natürlich gegen unsere Beziehung und so kam es, dass ich von zu Hause abhaute. Wir fuhren, ohne das Wissen meiner Eltern, zusammen in den Urlaub, konsumierten "harmlose" Drogen, besuchten Festivals und genossen unsere Jugend einfach in vollen Zügen, wie in einem schnulzigen Teeniefilm. In der Nacht auf meinen 18. Geburtstag brachen mein damaliger Freund, meine beste Freundin und ihr Freund in ein Freibad ein. Das war die Nacht, in der die Liebe meines Lebens mir einen Heiratsantrag machte.


Wir planten durchzubrennen und uns zu viert eine WG im Ausland zu suchen, um uns von unseren Familien zu trennen, die eine Heirat niemals erlaubt hätten. Wenige Monate später geschah dann das Unglück: Mein Freund hatte mit seinem Kumpel und meiner besten Freundin einen Autounfall. Die beiden Jungs starben noch am Unfallort, meine Freundin kam mit ein paar Brüchen und Prellungen davon. Für mich brach eine Welt zusammen und ich konnte mir ein Leben ohne ihn und auch ohne seinen Kumpel, der nun auch ein enger Freund von mir war, nicht mehr vorstellen. Was ich allerdings vor lauter Trauer vergaß, war, dass auch meine beste Freundin ihre große Liebe und einen guten Freund verloren hatte. Anfangs besuchte ich sie im Krankenhaus, wir gingen zusammen auf die Beerdigung und trafen uns gelegentlich, aber mit ihrem Anblick assoziierte ich zu viele Erinnerungen, die mich kaputtmachten, und so brach ich den Kontakt ab. Natürlich erklärte ich ihr, was los war, doch sie konnte und wollte es nicht verstehen.


Sie versuchte zwanghaft unsere Freundschaft zu retten, aber meiner Meinung nach gab es da nichts mehr zu retten. Kurze Zeit später zog ich zusammen mit meiner Schwester in eine größere Stadt. Heute wohne ich zusammen mit meinem Verlobten und wir werden in Kürze heiraten. Als ich vor etwa drei Wochen bei meinen Eltern zu Besuch war, traf ich meine ehemalige beste Freundin und wir redeten ein wenig, hauptsächlich über alte Zeiten. Sie hat es immer noch nicht ganz geschafft, das Ganze zu verarbeiten. Meine Beichte ist also, dass ich meine beste Freundin in der vielleicht schlimmsten Zeit unseres jungen Lebens im Stich gelassen habe. Vielleicht wäre alles besser verlaufen, wenn wir füreinander da gewesen wären. Außerdem möchte ich beichten, dass ich, rückblickend betrachtet, damals sehr naiv war. Ich bin mir ziemlich sicher, dass meine Beziehung zu diesem Jungen früher oder später in die Brüche gegangen wäre, und bin einerseits froh, dass ich nicht die Chance hatte, das alles mit einer frühen Hochzeit etc. zu überstürzen. Und obwohl ich meinen jetzigen Verlobten sehr liebe und mir mit ihm eindeutig eine glückliche Zukunft vorstellen kann, wünsche ich mir, dass dieser Unfall nie passiert wäre und ich somit meinen Verlobten nie kennengelernt hätte. Ruht in Frieden D. und M., ich liebe und vermisse euch.

Beichthaus.com Beichte #00035670 vom 08.05.2015 um 18:24:08 Uhr (6 Kommentare).

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Der weltbeste Spion

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Engherzigkeit Zorn Ignoranz Gomadingen

Ich (31) bin nahezu unsichtbar. Ich wäre der beste Spion überhaupt! Natürlich nicht physisch unsichtbar, aber "für andere Leute" sozusagen. Schon als Kind wurde ich kaum geachtet, eher verachtet, wenn überhaupt wahrgenommen. Das zieht sich bis ins Erwachsenenalter. Wenn ich mich mit anderen Menschen unterhalte, dann nehmen sie mich nur so lange wahr, wie ich mit ihnen alleine unter vier Augen bin. Wenn eine dritte Person dazu kommt, bin ich sofort unsichtbar.


Es geht sogar so weit, dass ich etwas in einer Gruppe von Leuten sage, alle es hören und wahrnehmen. Ein paar Sekunden später wiederholt es eine andere Person aus der Gruppe mit genau dem gleichen Wortlaut und bekommt plötzlich Reaktionen darauf: "Haha, das ist aber lustig!" oder "Cool, so habe ich das noch nie gesehen!", wenn ich fünf Sekunden vorher für alle wahrnehmbar gesagt habe, obwohl mich die Leute in manchen Fällen dabei sogar angeschaut haben. Oft passiert es auch, dass ich mit einer Gruppe von Leuten etwas unternehme und am nächsten Tag vergessen sie, dass ich dabei war, und erzählen mir, wie toll es doch war und warum ich nicht dabei war: Sie sind dann extrem überrascht zu erfahren, dass ich dabei war. Das extremste Beispiel war, als ich mit meiner Familie zur Feier meines abgeschlossenen Abiturs essen ging. Bei diesem Fest war ich sozusagen die Hauptperson. Knapp eine Woche später fragt mich mein Onkel, warum ich nicht mitgekommen bin, weil es doch so ein gutes Restaurant war.


Ich überlege mir schon seit Jahren, wie ich dieses Phänomen als Karriere nutzen kann. Bis jetzt fiel mir nur ein, dass ich wohl der weltbeste Spion wäre. Ich bin anwesend, ich kriege alles mit, bin für alle sichtbar. Nach kurzer Zeit vergessen sie, dass ich dabei war, dass es mich überhaupt gibt, oder dass das, was sie gesagt haben eigentlich von mir stammte. Ich kann Leute Ideen einreden und sie denken sie sind selbst drauf gekommen. Und jetzt zu der eigentlichen Beichte: Ich bin sogar bereit, moralisch fragwürdige Dinge mit dieser Gabe zu tun, weil sich inzwischen eine ziemliche Wut aufgestaut hat. Wenn sie so dumm und unsensibel sind, dass sie mich vergessen, dann verdienen sie es auch nicht anders!

Beichthaus.com Beichte #00035667 vom 08.05.2015 um 06:59:54 Uhr in Gomadingen (17 Kommentare).

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Mir ist egal was ihr esst!

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Ignoranz Zorn Falschheit Gesellschaft Ernährung

Ich (w/20) hasse Vegetarier und Veganer aller Art. Dieses missionarische, ignorante "Wir retten den Planeten"-Getue geht mir unbeschreiblich auf den Zeiger. Herablassende Blicke und Bemerkungen, wenn sich in der Umwelt ein Nicht-Vegetarier aufhält, oder die Aufzählungen von alternativen Nahrungsmitteln - ich könnte stundenlang weitere Beispiele geben. Was ich beichten möchte? Dass ich seit neun Jahren vegetarisch lebe und mich einen feuchten Dreck darum kümmere, was andere Menschen essen. Diese Gleichgültigkeit kann ich gar nicht in Worte fassen!

Beichthaus.com Beichte #00035659 vom 07.05.2015 um 13:19:27 Uhr (13 Kommentare).

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