Trennung statt Zusammenziehen
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Nun, scheinbar empfand er die Beziehung als perfekt und als er meinte wir sollen bald zusammenziehen, hörte ich die Alarmglocken schrillen. Eine Trennung musste her, doch ohne triftigen Grund wär ich mir schlecht vorgekommen. Ein paar Tage später schrieb ich ihn mit einem fake account auf einer Social Media Plattform an und gab mich als eine fremde Person aus. Ich verdrehte ihm wohl ein wenig den Kopf, denn nach ein paar Stunden kam es zum Sexting - für mich ein absoluter Vertrauensbruch und Grund genug eine Beziehung zu beenden.
Ich erzählte ihm, dass mir sämtliche Screenshots von ihm und der fremden Person zugeschickt wurden und dass ich keinen Sinn mehr in unserer Beziehung sehe, da ich ihm nicht mehr vertrauen kann. Er hat sich gefühlt Abermillionen Mal entschuldigt, aber dies änderte nichts an meinem Entschluss. Diese Beziehung ist jetzt knapp zwei Monate her und ich bin durchaus froh über die Trennung, aber was mir hin und wieder ein mulmiges Gefühl bereitet, ist die Tatsache, dass ich es unbewusst nicht erwartet hätte, dass er mich hintergeht. Schließlich habe ich nahezu alles für ihn gemacht. Ich habe ihm geholfen sein Rauch-, sowie Alkoholproblem in den Griff zu bekommen und dass er aus seinem Dauertief rauskommt. Ich dachte, dass er wissen müsste sowas zu schätzen.
Ja, es ist feige gezielt nach einem Trennungsgrund gesucht zu haben, dafür bitte ich um Absolution und klar für viele bin ich wahrscheinlich nicht viel besser als er, wenn ich sage, dass ich ihn nie geliebt habe und dennoch eine Beziehung eingegangen bin, aber ich finde, dass Liebe sowieso komplett überbewertet wird. Für mich ist Liebe das Schätzen und Unterstützen einer Person, sowie Loyalität und das Streben nach einem gemeinsamen Ziel, die romantische Gefühlswelt lässt mich da eher kalt.