Problembär Bruno

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Boshaftigkeit Familie Tiere Mord Dummheit Spitzingsee

Zur Zeit als Bruno der Problembär durch Deutschland zog und in Süddeutschland und besonders in meiner Gegend in Aufruhr waren, wollten mein Bruder (28) und ich (m/26) unserer Eltern und Großeltern schocken. Dazu muss gesagt werden, dass unsere ganze Familie in einem großen Haus direkt am Waldrand wohnt. Wir haben uns aus dem Verleih ein Bärenkostüm ausgeliehen und der Spaß konnte beginnen. Während mein Bruder dann die Nacht darauf in dieses schlüpfte und sich um unser Haus rumtreiben sollte, war ich im Haus der Lockvogel. Also brüllte ich nachts plötzlich, dass ich einen Bären gesehen hätte. Nicht lang und meine Familie stand kerzengerade im Bett und alles rannte ins Wohnzimmer, wo ich gerade war. Ich zeigte auf meinen Bruder, der dort draußen eine mega Show lieferte. Meine Mutter erschrak so sehr, dass ich und meine Oma sie sofort auf die Couch setzen. Mein Opa spurtete los, um alle Türen auf Geschlossenheit zu überprüfen und mein Vater rannte ans Telefon. Das passierte alles so schnell, dass ich die Kontrolle verloren habe. Als ich meine Vater fragte, wen er anrief, meinte er, er hätte einen befreundeten Jäger aus dem Dorf angerufen und die Polizei. Nun hatte ich Angst um meinen Bruder, weil er noch seine Freundin erschrecken wollte, die in der Nachbarschaft wohnte. Nach ein paar Minuten muss mein Bruder die Aufregung im Haus aber gesehen haben und ist ohne dem Kopfteil zum Fenster gekommen. Alle waren geschockt aber erleichtert. Ich beichte hiermit, dass mein Vater aus Peinlichkeit der Polizei trotzdem sagte, dass er einen Bären gesehen hat und keine zwei Tage später, der Bruno in unserer Gegend erschossen wurde. Bruno, es tut uns Leid. Wegen uns waren die Leute bei uns schon auf dich vorbereitet.

Beichthaus.com Beichte #00029197 vom 27.07.2011 um 05:15:40 Uhr in Spitzingsee (17 Kommentare).

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Alltag eines Fahrradfahrers

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Aggression Zorn Hass Auto & Co. Mannheim

Ich beichte, dass ich öfters auf dem Fahrrad ausraste, weil fast kein Autofahrer und nur wenige Fußgänger und andere Fahrradfahrer fähig sind, vorausschauend und sicher zu fahren. Ich fahre täglich etwa zwei Mal zur Uni und zurück, je 5 km, also 20 km täglich. Mindestens einmal pro Tag nimmt mir ein Auto die Vorfahrt, mindestens einmal am Tag tüdelt irgendeine Oma seelenruhig auf dem Fahrradweg, zu Fuß, und wundert sich dann noch, wenn ich meine Klingel benutze, weil das ja so unhöflich sei!


Inzwischen schreie ich auch schon mal Leute an, die mir aus dem Auto raus noch in die Augen starren und mir dann die Vorfahrt nehmen. Einem habe ich schon mal mit voller Wucht mit der Faust aufs Auto geschlagen, weil es da echt knapp wurde. Die Beichte dazu ist, dass ich extra spät gebremst habe, um die Situation ein bisschen mehr eskalieren zu lassen, als bei einer frühen Bremsung von mir. Ein anderes Mal habe ich eine Frau angeschrien, die mir auf dem Fahrrad entgegen kam und ständig auf dem Fahrradstreifen (einer für beide Richtungen) von links nach rechts gewechselt ist. Als ich gemerkt habe, dass sie sich für keine Seite entscheiden würde, habe ich eine Vollbremsung gemacht und bin ihr trotzdem noch reingekracht. "Verdammte Scheiße, das darf doch wohl nicht wahr sein! Hast du keine Augen im Kopf? Außerdem fährt man in Deutschland RECHTS!", gab es dann von mir. Von ihr nur verwirrtes Kopfschütteln und weg war ich.

Beichthaus.com Beichte #00029180 vom 21.07.2011 um 13:26:49 Uhr in Mannheim (46 Kommentare).

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Putzender Pizzafahrer

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Diebstahl Ungerechtigkeit Habgier Arbeit

Ich arbeite seit ein paar Monaten bei einem der größten Franchise-Unternehmen Deutschlands. Um genauer zu sein: bei einem Pizzalieferservice. Ich habe den Job als Pizzafahrer angenommen, da ich in der Zeit nach dem Abitur etwas Geld verdienen wollte. Ich muss nicht nur ausliefern, sondern auch putzen, abwaschen oder auch Reparaturarbeiten übernehmen. Habe ich eine Schlussschicht, so arbeite ich manchmal bis zu drei Stunden unbezahlt, da nach der Schließung des Ladens die reguläre Arbeitszeit aufhört und ich aber noch den Schuppen in Ordnung bringen muss. Das wäre ja alles kein Problem, wenn die Arbeit nicht so schlecht bezahlt, die Schichtleiter freundlicher und das Trinkgeld nicht immer schlechter werden würden. Zu meiner Beichte: Vor ein paar Wochen habe ich nun begonnen zu klauen, um wenigstens etwas vom Job zu haben. Ich nehme kein Geld, aber alles was man unbemerkt aus dem Kühlhaus entwenden kann. Soßen, Eis, Muffins, Getränke, sogar manchmal die Gewürzmischungen. Immerhin fühle ich mich danach etwas gerechter behandelt.

Beichthaus.com Beichte #00029131 vom 07.07.2011 um 19:18:29 Uhr (34 Kommentare).

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Fußball WM 2006

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Aggression Gewalt Trunksucht Ignoranz Berlin

Als 2006 die Fußball-Weltmeisterschaft in Deutschland war, waren meine beste Freundin und ich (w) beide 16 Jahre alt. Wir wollten an der Gedächtniskirche ein wenig den Sieg gegen Argentinien feiern. Tranken ein paar Bier und setzten uns zum Essen kurz an einer Currywurstbude an einen Tisch. Da torkelte ein Besoffener etwa Mitte 40-jähriger Kerl an, der es auf meine Freundin abgesehen hatte und sie bedrängte, sie solle ihm einen Kuss geben. Er lehnte schon über sie und ließ sich nicht abwimmeln. Ich, schon etwas angesoffen und natürlich sauer, griff meine leere Bierflasche und zog sie dem Kerl über. Er sackte zusammen und lag dann am Boden. Jung, besoffen und panisch wie wir dann waren, haben wir das Weite gesucht, anstatt noch Hilfe zu suchen.

Beichthaus.com Beichte #00029114 vom 03.07.2011 um 16:31:12 Uhr in 10789 Berlin (Breitscheidplatz) (24 Kommentare).

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Deutschenhass

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Vorurteile Gewalt Gesellschaft Luzern

Ich (m/23) komme aus der Schweiz und habe ein sehr positives Bild von Deutschland. Leider sehen das die meisten Schweizer nicht zuletzt auch wegen einer populistischen rechten Partei mit hohem Wähleranteil nicht so.
Als ich an einem Fußballspiel in Luzern war mit meinem deutschen Mitbewohner und wir uns natürlich auf Deutsch unterhielten, wurden wir schon zu Beginn des Spieles von drei lächerlichen Gestalten angepöbelt, die offensichtlich etwas gegen Deutsche hatten, was von uns jedoch ignoriert wurde. Am Ende des langweiligen Spieles machten wir uns dann auf den Weg nach Hause und die drei angetrunkenen Narren folgten uns und hatten sich vermutlich gegenseitig angestachelt, es dem Deutschen mal so richtig zu zeigen. Ich ignorierte sie, sogar auch den verfehlten Wurf mit einer glimmenden Kippe. Ich konnte mich jedoch nach dem Wurf eines halbleeren Bieres nicht mehr zusammenreißen.
Ich stellte den vermeindlichen Werfer also auf Schweizerdeutsch zur Rede, verdutzt, jedoch noch immer auf Streit aus gab er mir eine, mich richtig in Fahrt bringende Ohrfeige, woraufhin ich ihm einen ordentlichen Faustschlag verpasst habe, sodass er erstmal aus dem Spiel war. Der zweite Witzbold hatte seinen Gurt schon um die Faust gewickelt gehabt und verfehlte mein Gesicht nur knapp woraufhin ich auch ihm die Lichter ausgeblasen habe. Der Dritte lief davon, etwas anderes war auch nicht zu erwarten. Ich muss beichten, dass ich das Gefühl, diesen halbstarken Versagern eine Lektion erteilt zu haben, mich beflügelte und ich noch heute gerne auf diesen Moment zurückblicke. Es gibt weniges, was mich mehr aufregt als die lächerliche Deutschenfeindlichkeit hier. Vielleicht haben wenigstens die 3 Vollidioten etwas aus der Geschichte gelernt.

Beichthaus.com Beichte #00029105 vom 30.06.2011 um 10:52:24 Uhr in Luzern (23 Kommentare).

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