Psychiatrie und zurück

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Rache Hass Liebe

Es war eines schönen Tages im Jahre 2003, der August neigte sich dem Ende zu. Meine damalige Freundin hat mich nach 3 Jahren Beziehung in den Wind geschossen. Da ich dies damals nicht ohne weiteres verkraftet habe, begab ich mich in Psychologische Behandlung und stand endlich ein halbes Jahr später wieder mit 2 Füßen auf dem Boden. Es lief hervorragend im Job, denn ich wurde befördert und konnte mir deswegen einige finanziell Aufwändige Neuerungen leisten. Als das Triumphgefühl über Beförderung etc. so langsam nachließ, begann ich Abends wieder ein wenig nachzudenken.

Unglücklicherweise (ob für mich oder meine Ex-Freundin dürft ihr entscheiden) gingen meine Gedanken wieder in Richtung meiner ehemaligen Freundin und wie das meist so ist fühlte ich Hass und Wut und wollte mich an ihr rächen. Kaum hatte ich den Gedanken fertig gedacht nahm ich auch schon Stift und Papier zur Hand um Ideen zu sammeln. Ich informierte mich bei einer guten Freundin über den aktuellen Beziehungsstatus meiner EX und fand heraus, dass sie in diesem halben Jahr Affären mit 26 Männern sowie 2 Frauen hatte und sich gerade wieder in festen Händen befand. Was dann folgte war, dass ich ein Bild von ihr (kein Nacktbild oder sonstig pornographisches!) mit der Aufschrift ich habe 26 Typen und 2 Weiber gev*gelt in der Schule ans schwarze Brett ausgehangen habe.

Da sie eigentlich immer als "die unschuldige Jungfrau" hingestellt wurde ging Ihr ruf erst mal flöten und sie wurde als die Klassenschlampe abgestempelt. Ihr neuer Freund trennte sich umgehend von ihr und normalerweise hätte ich es hier schon gut sein lassen können, was ich leider Gottes jedoch nicht tat. Der nächste Schritt meiner Racheaktion war, dass ich zunächst inoffiziell mit einigen Freunden gewettet habe, wie lange ihre nächste Affäre dauern würde.

Diese Wetten weiteten sich dann aus und bald haben an die 50 Leute mitgemacht. Natürlich hat sie das dann spitzgekriegt und erzählte es ihren Eltern, die anstatt ihr mal einen Vortrag zu halten mir natürlich die Polizei auf den Hals hetzten. Jedoch habe ich die Herren von der Polizei (was ich alles ziemlich amüsant fand) davon überzeugen können, dass meine Ex-Freundin psychisch nicht ganz auf der Höhe sei, was selbige mit großen Ohren vernahmen und sich bei mir für die Störung entschuldigten. Was als nächstes passierte war, dass der Ortsansässige Psychiater zu meiner Ex-Freundin bestellt wurde, sie untersuchte und tatsächlich zu einem Klinikaufenthalt riet. Kurzum, sie war bei Mitschülern und Lehrern untendurch, hat von ihren Eltern die Hosen voll bekommen und musste einen Aufenthalt in der Psychiatrie ertragen, welche sie jedoch bereits 2 Wochen später wieder verlassen konnte.

Nachdem sie wieder draußen war, ging ich, da ich es ja nie so weit kommen lassen wollte, mit einem Präsent und einer geplanten Entschuldigung zu ihr (sie wohnte 3 Straßen weiter) und sie hat mich auch reingelassen. Ich habe mich dann provisorisch entschuldigt und ihr mein Präsent überreicht und stand schon in der Tür, als sie mich zurückrief. Ich ging also nochmal rein saß weinend auf dem Boden. Irgendwie rief alles in mir "abhauen" und hätte ich das getan wäre wohl alles anders gekommen.

Ich blieb also und fragte ganz unbefangen was denn los sei. Da sie immer noch weinte war schwer, wenn nicht gar unmöglich zu verstehen was sie sagte, es hat mich aber dennoch umgehauen. Sie erzählte mir nämlich dass sie sich eigentlich nie von mir trennen wollte und dass es ihr so Leid getan hat dass ich ihretwegen in psychiatrischer Behandlung war. Ich sprach sie dann auf die vielen Affären an, worauf sie nach einem erneuten Weinkrampf sagte, dass sie zwanghaft nach einem Vergleich zu mir suchte, ihn aber nie fand. Ich erwartete nie, dass sie mir meine Aktionen verzeiht, doch sie tat es und wir haben es erneut miteinander versucht.

Heute sind wir seit 3 Jahren verheiratet und haben einen 2-jährigen Sohn. Wenn uns nochmal jemand auf früher anspricht können wir darüber nur lachen, denn das hat uns wohl so zusammengeschweißt, dass ich sie noch wie am ersten Tag liebe und jeder Tag mit ihr einfach wundervoll ist.

Beichthaus.com Beichte #00026960 vom 06.09.2009 um 16:13:42 Uhr (56 Kommentare).

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Die Arzthelferin beim Kieferorthopäden

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Boshaftigkeit Hass Verrat Internet

Es gibt da ein Mädchen, das ich ziemlich hasse. Sie arbeitet als Azubi bei einem Kieferorthopäden. Das ist so eine richtige "Alter, ich hau dir auf die Fresse"-Tussi, die es mal richtig verdient hat, selbst eine auf den Deckel zu kriegen. Darum kam es mir gerade recht, als ich vor einigen Tagen in einer Internet Community auf ihr Profil gestoßen bin und dabei Fotos gefunden habe, die in der Praxis gemacht wurden. Auf denen ist sie mit ihrer Kollegin zu sehen, wie sie gerade dabei sind, mit sämtlichen Arbeitsgeräten irgendwelche Faxen zu machen. Nicht gerade fördernd für eine große und bekannte Praxis, oder? Der Oberhammer kam aber noch, den über einem Foto bezeichnete sie die Praxis als "Shit-Laden." Vorgestern habe ich also alle Fotos auf meinen USB-Stick gepackt, bin zu einem Drogeriemarkt gefahren, in dem man Fotos ausdrucken kann, habe einen Umschlag und einen Stift mitgenommen und ja, im Drogeriemarkt dachte ich mir noch so: "Was tu ich hier eigentlich?" Aber die Gedanken an diese asoziale Person haben meine Gewissensbisse schnell wieder verschwinden lassen. Ich habe dann also die Fotos in den Umschlag gesteckt, bin zur Praxis gefahren, habe den Namen des Arztes auf den Umschlag geschrieben und ihn in den Briefkasten geschmissen. Ich hoffe nicht unbedingt, dass sie gefeuert wird, jedoch sollte sie sich mal überlegen, ob es heutzutage sinnvoll ist, seinen Arbeitsplatz im Internet so darzustellen.

Beichthaus.com Beichte #00026959 vom 06.09.2009 um 12:31:56 Uhr (33 Kommentare).

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“Beichte

Zwei Jahre spielsüchtig

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Sucht Verschwendung Games Hildesheim

Ich (m/19) hatte vor ein paar Jahren eine beunruhigende Zeit. Ich war süchtig. Es waren weder Alkohol oder Drogen. Es war schlicht und einfach ein sehr bekanntes und gewaltsames Computer-Spiel. Ein guter Freund von mir besaß das Spiel zuerst. Nachdem ich ständig bei ihm spielte, kaufte ich es mir selber und hockte mich direkt nach der Schule bis zum Einschlafen davor. Am Wochenende spielte ich die gesamten Tage. In der Schule wurden meine Noten schlechter, meine Freunde sah ich immer seltener und auch die abendlichen Unternehmungen wurden immer geringer. Es gab zu Hause ständig Ärger und es wurde mir ständig damit gedroht, dass mein PC weggenommen wird. Es machte nach circa 2 Jahren erst "Klick" als meine Schwester mir mit tränenden Augen erzählte, dass meine Eltern mich in Behandlung bringen wollen. Mir war die ganze Zeit klar, dass ich zu viel spiele, aber ab diesem Moment wusste ich, dass ich aufhören musste. Ziemlich schnell schraubte ich meine Spielzeiten runter (zum Psychiater musste ich zum Glück nicht) und fing an mein Leben zu leben. Erst heute wird mir klar, wie viel Zeit ich verspielt habe und wie sehr ich meine Freunde und besonders meine Familie verzweifeln ließ. Es tut mir leid. Es war ein großer Fehler!

Beichthaus.com Beichte #00026951 vom 04.09.2009 um 20:28:38 Uhr in Hildesheim (28 Kommentare).

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Taxifahrer verarscht

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Boshaftigkeit Dummheit Falschheit Last Night Berlin

Neulich haben zwei Kumpels und ich uns ein bisschen Spaß gegönnt. Wir haben uns am Zoo ein paar Bier gekauft und sind weiter zum Tiergarten. Als das Bier alle war, sind wir weiter gezogen, kauften uns noch billige Pizzen und weiteres Bier und setzten uns dann auf ein niedriges Mäuerchen und genossen den Abend. Von unserem Sitzplatz aus hatten wir freie Sicht auf eine vielbefahrene Kreuzung und einem meiner Kumpels (er ist nebenberuflich Taxifahrer) fiel eine Taxirufsäule auf der anderen Straßenseite auf.

Nach einigem hin und her beschlossen wir, den dort wartenden Taxifahrer ein bisschen zu ärgern. Also suchten wir die Rufnummer der Säule raus, schalteten unsere Rufnummernkennung aus und begannen, die Säule anzurufen. Dazu muss man wissen, dass Taxen, die frei (also ohne Fahrgäste sind), ihre Leuchte auf dem Dach anschalten müssen. Außerdem haben die meisten Taxen in Berlin einen Funkchip. Wenn sich also ein Taxi in der nähe der Säule befindet und frei ist, und jemand die Säule anruft, piept es im Taxi und eine Lampe blinkt.

Wir riefen also bei der Säule an, sahen, wie der Taxifahrer aus dem Taxi sprang und zur Säule rannte und legten dann auf. Das ganze machten wir ein paar mal, danach wollten wir den Taxifahrer zu einer erfundenen Hausnummer in der nächsten Querstraße schicken. Leider sprang er nicht mehr aus dem Wagen, wenn es piepte, sondern schaltete seine Lampe aus, wodurch es in seinem Wagen nicht mehr piepte, sondern nur noch blinkte. Wenn wir aufgelegt hatten, dauerte es nicht lange, bis er die Lampe wieder einschaltete. So ging das dann gut eine halbe Stunde. Anrufen, Lampe geht aus, auflegen, Lampe geht wieder an, anrufen usw... Bis der Taxifahrer das Weite suchte. Schade.

Doch wir mussten nicht lange warten, da fuhr ein freies Taxi die Straße entlang. Genau als es an der Säule vorbei fuhr, riefen wir an. Die Fahrerin legte ein Vollbremsung hin, sprang aus dem Wagen und lief zur Säule. Wir schickten sie dann zur nächsten Querstraße (und einer erfundenen Hausnummer) und bekamen uns vor Lachen nicht mehr ein, als sie wirklich an der nächsten Kreuzung abbog. Nur ein paar Minuten später hielt ein zweites Taxi an der Säule und auch dieses schickten wir zu der "Adresse". Leider haben wir die Gesichter der Taxifahrer nicht gesehen, als sie feststellen mussten, dass es die Hausnummer nicht gibt, aber für uns war der Abend perfekt.

Ein bisschen tut es mir Leid für die Fahrer, aber andererseits sind die meisten von denen geldgierige und vor allem unfreundliche Aasgeier. Und das sagte mein Kumpel, der selber Taxifahrer ist.

Beichthaus.com Beichte #00026950 vom 04.09.2009 um 17:08:55 Uhr in Berlin (Tiergarten) (24 Kommentare).

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40 Schlaftabletten

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Selbstverletzung Verzweiflung Dummheit

Ich (w/17) wollte vor knapp 2 Monaten Selbstmord begehen. Ich habe lange zuvor recherchiert wie die sicherste und beste Methode dafür ist. Die sicherste ist natürlich sich eine Waffe an den Kopf zu halten und abzudrücken. Ich habe keine Waffen in meinem Umfeld also schied diese Möglichkeit aus. Als erschwinglichste Möglichkeit sah ich Schlaftabletten. Also bin ich ab in die Apotheke und habe mir 2 Päckchen mit jeweils 20 Tabletten besorgt. Diese ganze Aktion mit Umbringen hatte ich schon lange geplant nur noch keinen anständigen Termin dafür gefunden. Diese Schlaftabletten habe ich sozusagen gekauft falls es gar nicht mehr weiter geht. In der Woche hab ich mir noch Perspektiven ausgerechnet und mit einer sehr netten Psychologin in der Schule über die weiteren Möglichkeiten für einen Beruf gesprochen. Bald war ich mir sicher das ich mich nicht Umbringen möchte, weil ich doch noch die Möglichkeit hatte weiter ans Gymnasium zu gehen. Die Vorgeschichte ist das ich 2 lange Jahre versucht habe zur Polizei zu kommen weil dieser Beruf alles für mich war. Da ich in Bayern zu klein für diesen Beruf bin hab ich es auch in anderen Bundesländern probiert und damit auch das Umziehen aus der Heimat in kauf genommen. Leider hat es aufgrund der hohen Bewerberzahl mal wieder nicht geklappt und ich stehe heute noch auf der Nachrückerliste. So also weiter zur Geschichte. Die Psychologin und gute Freundin von mir hat mich wieder aufgebaut und motiviert. Wie gesagt ich wollte mich eigentlich zu dem Zeitpunkt nicht mehr Umbringen. Aber am Donnerstag schlug ich meinen Eltern vor das ich weiter von der Realschule auf das Gymnasium übertreten wollte um dort mein Abitur zu machen. Mein Vater war strikt dagegen und meinte das ich ihm das doch nicht antun könnte weil ich würde ja dann noch ihm 3 Jahre auf der Tasche liegen und kein Geld verdienen. Des weiteren meinte er das ich mich ja nur noch bei ihnen "durchfuttern" würde. Geistig lief bei mir im Kopf das Fass endgültig über. Er wollte das ich eine x-beliebige Arbeit anfange um Geld zu verdienen um dann gleich auszuziehen. Ich verschwand am Freitag gleich aus der Schule, schrieb einen Abschiedsbrief an meine lieb gewonnene Psychologin und ging nach Hause. Ich nahm die ganzen 40 Schlaftabletten zu mir und schlief langsam im Bad ein. Irgendwann wachte ich stark vernebelt vom klingeln meines Handy auf. Es war meine Psychologin. Zu dem Zeitpunkt konnte ich aber nicht mehr Reden. Sie verständigte gleich jemanden um mich da rauszuholen. Ihr hab ich zu verdanken das ich jetzt noch lebe. Jetzt tut es mir Leid um all die Menschen die sich um mich wahnsinnig gesorgt haben. Ich denke es war eine dumme Kurzschlussaktion von mir. Ich hatte es aus Rache an meinen Vater gemacht. Er nahm mir alle Perspektiven um doch noch zur Polizei zu kommen und damit auch meinen Lebenswillen. Manchmal wünsche ich ihm den Tod und ich weiß das das nicht richtig ist. Nochmals Danke an die Person die mich gerettet hat, denn wenn sie nicht gewesen wäre hätte mich keiner bemerkt und ich wäre ruhig dahingestorben.

Beichthaus.com Beichte #00026942 vom 02.09.2009 um 13:14:55 Uhr (72 Kommentare).

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