Hilfe, meine Eltern sind Vegetarier!

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Falschheit Völlerei Lügen Ernährung

Meine Eltern leben beide schon seit Jahren vegetarisch. Mich (w/19) haben sie anfangs aber nicht vegetarisch erzogen, damit ihnen keiner einen Vorwurf macht, sie hätten mir die Entscheidung genommen. Zu Fast-Food-Restaurants ging ich aber nur, wenn Eltern von Freunden mich mitnahmen. Dennoch habe ich es - wie wohl jedes Kind - geliebt, dort hinzugehen. Gummibärchen aß ich auch immer lieber als Schokolade und Fleisch mochte ich auch generell gerne, auch wenn meine Eltern das nicht allzu oft kauften. Als ich dann älter wurde, merkte ich, dass der Druck meiner Eltern wuchs. Sie begannen regelrecht, andere Eltern zu hassen, die mich mit in Fast-Food-Restaurants nahmen oder mir bei ihnen zu Hause Fleisch zu essen gaben.

Sie zeigten mir auch immer wieder offen ihre Enttäuschung und Entrüstung, wenn ich nach Wurst, Gummibärchen oder sonst etwas fragte. Irgendwann kamen dann auch abfällige Kommentare dazu. Es war offensichtlich, dass sie von mir erwarteten, dass ich vegetarisch lebte. Mit neun Jahren wollte ich dann dem Druck ausweichen und gab nach. Neun weitere Jahre war ich dann Vegetarierin. Mit 18 habe ich schließlich meine Ausbildung angefangen. Ich war eh nie so ein Mensch, der sofort seine Essgewohnheiten rumposaunt und mich hatte in meinem Ausbildungsunternehmen und in der Berufsschule auch keiner danach gefragt. An einem Tag, als wir mal sehr wenige Mitarbeiter in der Abteilung waren, ziemlich am Anfang meiner Ausbildung, brachte plötzlich ein Kollege für jeden Mitarbeiter einen Cheeseburger aus einer bekannten Fast-Food-Kette mit - also auch für mich. Zum einen wollte ich nicht unhöflich sein und ablehnen, zum anderen erinnerte ich mich auch daran, wie gern in die Dinger als Kind gegessen hatte. Also griff ich zu. Und es war göttlich.

Seit einem Jahr esse ich nun wieder regelmäßig Fleisch. In der Mittagspause gehe ich oft mit Kollegen oder Klassenkameraden zum Döner oder Burger essen, oder so. In der Schule hole ich mir zum Frühstück Wurstbrötchen. Und meine früher so geliebten Gummibärchen nasche ich inzwischen auch wieder. Ich esse ehrlich gerne Fleisch und habe es die letzten Jahre auch immer irgendwie vermisst. Wenn meine Eltern das wüssten, wären sie mehr als enttäuscht und ich glaube im Ernst, sie würden mich zu Hause rausschmeißen. Denn die beiden leben inzwischen sogar schon vegan. Ich beichte also, dass ich zu Hause weiterhin brav die Vegetarierin spiele, obwohl ich mich außerhalb mit Fleisch vollstopfe. Meinen Eltern gegenüber habe ich manchmal ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00038894 vom 05.11.2016 um 22:30:58 Uhr (22 Kommentare).

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Um Gottes Willen, bestellt keine Salate!

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Ekel Unreinlichkeit Betrug Ernährung

Ich (m/30) habe in meiner Jugend knapp drei Jahre nebenbei für diverse Pizzadienste gearbeitet. Hauptsächlich in der sogenannten Küche, teilweise aber auch als Fahrer. Aufgrund der hygienischen Zustände, die ich erlebte und teilweise mitverursachte, bestelle ich bis zum heutigen Tag grundsätzlich nichts bei irgendwelchen Lieferservice-Läden. Auch wenn ich bei Freunden bin und die auf die Idee kommen, mal etwas zu bestellen, lehne ich das grundsätzlich ab und bleibe notfalls auch hungrig. Meine Beichte: Insgesamt habe ich bei fünf solcher Läden gearbeitet, bei vier Läden relativ kurz, weil es jeweils eine Anstellung zur Vertretung war, bei dem fünften über fast zwei Jahre.

Bei JEDEM dieser Läden waren die hygienischen Zustände unter aller Sau. Das Essen war grundsätzlich überlagert, hatte Gefrierbrand, wurde in Uraltfett frittiert, um den schlechten Geschmack zu übertünchen, selbst die Getränke hatten das MHD schon überlebt (achtet mal selbst drauf, bei den Getränken kann man es wenigstens überprüfen). Die Küchen waren komplett verdreckt. Das Personal bestand zu 50 Prozent aus kompletten Analphabeten und Schwachsinnigen oder Halb- und Vollkriminellen. Falls sich wer fragt, wo Leute nach dem Aufenthalt im Knast wieder einen Job finden: Genau dort. Wer zu blöd ist, die Baumschule abzuschließen, produziert halt Fastfood-Abfall oder liefert ihn. Die anderen 50 Prozent bestehen aus Studenten und den armen Schweinen, die als "Ausländer"/Migranten ohne große Kenntnisse der deutschen Sprache ihren ersten Job gefunden haben und einen Kulturschock erleben. (Wozu ich gezählt habe? Dummer, armer Student mit mangelnder Moral.)

Entsprechend absurd ist auch die Stimmung unter den Kollegen und die Zusammenarbeit. Zu Stoßzeiten, wenn viel Personal in der Küche war und Essen zubereitete, stand ich mit einem Pakistani, der kein Wort deutsch oder englisch verstand, einem verurteilten volltättowierten 150-kg-Ex-Knasti und einem Typen mit dem IQ von Frittierfett in der Küche und produzierte Pizzen und weiteren Kram. Keiner wusch sich die Hände, einer hatte die Angewohnheit selbstgedrehte Kippen in der Küche zu rauchen, was auf den Boden fiel, wurde einfach wieder in die Packung geschmissen. Und ich machte da auch noch mit. Man verstand sich zwar irgendwie und arbeitete die Bons ab, allerdings gab es auch reichlich Missverständnisse. Naja.

Aber ich brauchte die Kohle dringend und ehrlich gesagt war es mir nach einem kurzen Schock dann irgendwann auch egal. Gelegentlich redete ich mir ein, dass ja eigentlich jeder normale Mensch mitbekommen müsste, was für eine abartige Scheiße da eigentlich geliefert wurde. Ich meine, der Käse ist megabillig, die Salami im Prinzip Fleischabfall, der Teigling für die Pizza wird im Ausland produziert und Monate oder Jahre gefroren aufbewahrt - alles trieft vor Fett. Das "frische Gemüse" ist aufgetautes Zeug, was tagelang halb aufgetaut, halb rottend im Kühlschrank rumliegt. Das wird dann alles in den Ofen geschoben. Meiner Meinung nach wird es vor allem so stark erhitzt, um Keime abzutöten, damit man nicht schon während des Essens einen Kotzanfall bekommt. Durchfall ist dann gewöhnlich am Folgetag angesagt und es ist nicht mehr so richtig zu beweisen, dass es die Gammelpizza war. Und wer denkt, dass es nur die Pizza ist: NEIN! Nudelgerichte bestehen aus uralte Fertigsoßen, Beilagen sind ebenfalls uralt, Burger werden mit dreckigen Pfoten zusammengemanscht und Salate? Um Gottes Willen, bestellt keine Salate!

Eigentlich ist es ein absolutes Wunder, dass diese Läden nicht ständig in den Schlagzeilen stehen. Dass nicht ständig Leute mit Klagen drohen, weil sie sich irgendwelche Krankheiten eingefangen haben. Vielleicht hatte ich auch sagenhaftes Pech, dass ich nur solche Läden vorfand. Wobei ich nach dem zweiten Laden dann einfach dachte, dass es wohl überall so zugeht. Wenn ich mir zum Beispiel das Sushi vom Sushilieferanten um die Ecke anschaue, dann denke ich manchmal schon, dass es gut ausschaut und bestimmt lecker ist. Aber dann denke ich an den Kostendruck, die billigen Zutaten, die billigen Mitarbeiter, usw. Und dann kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass das hochwertige und frische Zutaten sind, die dort verarbeitet werden. Wenn ich mich für 20 Euro mit zwei fetten Pizzen vollstopfen kann, die von jemandem zubereitet und geliefert sowie als Rohling eingekauft werden - und ein Chef auch noch Gewinn machen will?! Wie kann ich denn dann erwarten, dass die Pizzen Zutaten enthalten, die nicht totaler Abfall sind? Wie soll das gehen?

Beichthaus.com Beichte #00038893 vom 04.11.2016 um 17:07:18 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Sex mit meiner Ex - und meiner Freundin

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Fremdgehen Begehrlichkeit Selbstsucht Falschheit

Ich bin seit Kurzem mit meiner Freundin zusammen. Wir kennen uns schon ewig und waren lange nur heiß aufeinander. Wir hatten, bevor wir zusammenkamen, viel und oft Sex. Sie hatte damals neben mir noch andere Männer am Start und ich auch noch andere Frauen. Ich beichte, dass ich meine Freundin mit meiner Ex betrüge. Zu der Zeit, als ich noch mit meiner Ex zusammen war, betrog ich diese auch mit meiner jetztigen Freundin. Der Sex ist mit beiden ziemlich geil, sodass ich ihn weder mit der einen, noch mit der anderen vermissen möchte.

Beichthaus.com Beichte #00038880 vom 02.11.2016 um 12:37:50 Uhr (8 Kommentare).

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Blockierte Züge

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Aggression Gewalt Vorurteile Bahn & Co.

Ich pendle jeden Tag mit dem Zug. Heute hatten wir 80 Minuten Verspätung. Grund war, dass sich ein Asylbewerber im Wald einfach auf die Strecke gestellt hat. Ein Lokführer eines entgegenkommenden Zuges hat den wohl gesehen: Streckensperrung. Unser Zug ist ganz langsam vorwärtsgefahren und hat angehalten. Ich sitze immer ganz vorne und konnte durch die Scheibe schon erkennen, dass der Lokführer zu einer Person vor dem Zug schaut, wenn gleich ich diese nicht gesehen habe. Wenigstens war die Durchsage ehrlich, dass wir nicht weiterfahren könnten, weil der Zug blockiert wird.

Ich habe dann an der Kabine vom Lokführer geklopft und gemeint, dass ich Pfefferspray und einen Teleskopschlagstock habe und er mich bitte bei sich rauslassen solle. Weiterhin solle er mich zehn Minuten in Ruhe lassen und niemandem etwas sagen. Er hat kurz überlegt, dann aber abgelehnt. Als die Bundespoliozei kam, habe ich gesehen, dass die einen aufgebrachten Schwarzafrikaner mitnahmen. Ich muss gestehen, dass ich ihm ordentlich zugesetzt hätte, wenn mich der Lokführer bei sich rausgelassen hätte.

Beichthaus.com Beichte #00038869 vom 31.10.2016 um 10:30:22 Uhr (28 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Stromkosten meiner Scheißnachbarn

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Boshaftigkeit Verschwendung Hass Nachbarn

Ich (w/24) hasse meine Nachbarn abgrundtief und treibe deswegen absichtlich die gemeinsamen Stromkosten jährlich um bestimmt einen Euro in die Höhe. Alles fing damit an, dass mein Freund und ich zusammengezogen sind. Etwa einen Monat vor dem Einzug haben wir die Wohnungsschlüssel bekommen und hatten Zeit zum Renovieren. Erst nach diesem Monat, also zum Einzugstermin, haben wir uns bei den betroffenen Nachbarn, auch die "Scheißnachbarn" genannt (beide circa Ende 20), vorgestellt. Das fanden die Scheißnachbarn natürlich total doof und viel zu spät.

Nach einiger Zeit fingen die dann, an sich bei uns zu beschweren. Wir würden die Haustür zu laut schließen. Wir selbst wären zu laut im Flur. Unsere Schuhe (Gummisohle!) seien morgens im Flur ebenfalls zu laut. Unsere Garagenzufahrt sollten wir doch öfter von Unkraut befreien. Unsere Wäsche würde viel zu lange auf der Wäscheleine hängen - wir teilen uns übrigens mit den zwei Parteien fünf Wäscheleinen, von denen wir lediglich die Hälfte benutzen. Die Scheißnachbarn blockieren aber tatsächlich alle Leinen und das auch teilweise für fast eine Woche am Stück.

Unsere Moppeds sollten wir doch die steile Garageneinfahrt nicht hochfahren. Das wäre zu laut. Manchmal bekommen wir auch SMS, dass wir doch alle Kellertüren schließen sollen, weil dem Herr Scheißnachbarn das "total auf den Sack geht", wenn eine Tür offenstünde. Als eine Tür sogar mal verschlossen war, hat der Kacknachbar sich kurzerhand selbst zum Hausmeister ernannt und sämtliche Kellerschlüssel abgezogen. Diese verwahrt er seitdem bei sich in der Wohnung. Diese Liste könnte ich noch weiterführen.

Der springende Punkt ist jedoch, dass ich aus lauter Hass und Boshaftigkeit nun absichtlich jedes Mal das Flurlicht einschalte. Auch tagsüber, obwohl genug Licht vorherrscht. Und wenn das Licht nach einer Minute wieder ausgeht, schalte ich es wieder ein. Auch, wenn ich noch vor Erlöschen wieder in unserer Wohnung bin und das Licht nicht gebraucht hätte. Ich verschaffe mir Genugtun mit der Vorstellung, dass der doofe Nachbar sich darüber ärgern würde, sollte er es herausfinden. Manchmal stelle ich mir sein rotanlaufendes Meerschweinchengesicht vor, wenn er mir über den Weg läuft. Ich bitte für mein kindisches Verhalten um Absolution. Und um angenehme Nachbarn.

Beichthaus.com Beichte #00038851 vom 24.10.2016 um 23:57:20 Uhr (18 Kommentare).

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