Der Mörder in der Familie

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Hass Zorn Mord Familie

Ich (w/21) beichte, dass ich erst dieses Jahr erfahren habe, wie mein Opa gestorben ist. Das war ein paar Jahre vor meiner Geburt. Mir wurde immer gesagt, er wäre krank gewesen und ich bin oft mit meiner Oma zu Opas Grab gegangen und habe die Blümchen gegossen oder den Schnee weggefegt - was man halt so macht. Aber einen wirklichen Bezug hatte ich nie, ich hatte ja leider nie die Möglichkeit, ihn kennenzulernen. An seinem Todestag vor ein paar Monaten war ich bei meiner Oma und dann brach es aus ihr heraus. Mein Onkel - der seit vielen Jahren im Ausland lebt, zu dem wir alle aber eigentlich ein ganz gutes Verhältnis haben und der sehr witzig und interessant ist - hat ihn damals umgebracht. Erstochen mit einem Küchenmesser, im Streit um Geld. Ich bin aus allen Wolken gefallen. Wie kann man als Sohn seinen eigenen Vater umbringen?! Das geht mir einfach nicht runter. Ich habe oft das Gefühl gehabt, dass mein Opa nicht "normal" gestorben ist, aber wer rechnet mit so einer Geschichte? Das Schlimmste, was ich mir zusammengereimt habe, als ich älter war, war ein eventueller Selbstmord. Aber dass er umgebracht wurde?!


Meine Oma ist seitdem auch alleine. Sie sagt, sie hätte ihren Mann geliebt und sie will und wollte keinen anderen mehr. Dafür bewundere ich sie sehr. Nun zu meiner Beichte: Seitdem ich von dieser Story erfahren habe, hasse ich meinen Onkel. Er hat seine Strafe zwar abgesessen, hat eine Frau und zwei Kinder, die ich auch alle sehr mag, aber es geht einfach nicht mehr. Er war damals übrigens noch nicht volljährig und wurde zu einer Jugendstrafe von ein paar Jahren verurteilt. Lächerlich. Ein paar Jahre für ein Menschenleben! Wenn er irgendwann mal wieder nach Deutschland kommt, um einen Besuch zu machen, werde ich einen Teufel tun und da hingehen. Ich fühle mich beraubt, er hat mir meinen Opa weggenommen, der ein toller Mann gewesen sein muss. Und meiner Oma hat er ihre große Liebe geraubt. Und sich mit keinem Wort bei ihr entschuldigt, nie. Ich will nichts mit einem verurteilten Mörder zu tun haben. Ich verhalte mich vielleicht kindisch und egoistisch, da meine Oma ihm auch vergeben konnte, aber ich kann und will das nicht. Zumindest im Moment noch nicht.

Beichthaus.com Beichte #00032236 vom 15.11.2013 um 11:21:20 Uhr (12 Kommentare).

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Spendenmarathon ohne mich!

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Engherzigkeit Geiz Geld Gesellschaft

Ich beichte, dass mir diese ganze Spendensache absolut auf den Geist geht. Natürlich ist es tragisch, wenn irgendwo eine Naturkatastrophe passiert. Aber warum ist Deutschland immer bei den Ersten, die helfen? Oder Griechenland - na logisch liebe Griechen, ihr bekommt den Arsch voll Geld gesteckt und macht euch dann auch noch über uns lustig. Schönen Dank auch. Oder ganz prima ist auch der Spendenmarathon von dem Sender mit den drei Buchstaben. Hinz und Kunz versammeln sich und bitten um Spenden für arme Länder. Wie wäre es denn, wenn wir erst mal unser eigenes Land auf die Beine bringen? Hier gibt es genug Kinder, die Hunger haben. Nichts Ordentliches zum Anziehen oder Spielen besitzen. Ich kann das nicht nachvollziehen. Absolut nicht. Aber darf man das öffentlich ansprechen? Nein! Nur wieso nicht? Unsere Politiker stellen sich als Heiland der Welt hin und hier geht alles den Bach runter. Ich beichte, dass ich keinen Cent an irgendwelche Länder spende.

Beichthaus.com Beichte #00032226 vom 14.11.2013 um 11:47:23 Uhr (27 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Das kriminelle Pack

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Vorurteile Hass Diebstahl Auto & Co.

Ich beichte, dass ich nicht genau weiß, wen ich mehr hassen soll. Die Polizei und den Staat oder das kriminelle Pack, das in Deutschland lebt. Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen und darüber nachgedacht, dass mein Auto in der gestrigen Nacht aufgebrochen wurde. Radio, Navi, sämtliche Innenbeleuchtung und zwei Reisetaschen mit meinen ganzen Klamotten, meinem Schmuck - also eigentlich allem - welche im Kofferraum mit Abdeckung lagen, wurden geklaut und mein Fahrerfenster eingeschlagen. Bei der Polizei sagte man mir, dass neben meinem Auto noch fünf weitere in der Nacht aufgebrochen wurden. Und dass ich eh keine Chance habe, dass es aufgedeckt wird. Normalerweise lasse ich meinem Kram nicht im Auto und provoziere so etwas noch, aber es hat sich in dieser Nacht nicht vermeiden lassen. Ich finde es echt schade, dass ich (w/23) als Studentin, die kurz vor dem Abschluss steht und letzten Monat 180 Stunden gearbeitet hat, nun mein gesamtes Geld in die Reparatur und Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes investieren muss, anstatt es zu sparen oder damit Gutes zu tun. Außerdem habe ich meinen Glauben an das Gute in gewisser Weise verloren. Den Pennern, denen ich begegnete, habe ich immer Geld oder etwas zu Essen gegeben - aber jetzt werde ich den Gedanken nicht mehr los, dass genau diese Personen sich an meinem Auto zu schaffen gemacht haben.

Viel Spaß mit meiner dreckigen Wäsche, meinen Kaschmirpullovern, sämtlichem Karnevalskram und einem nagelneuen Dirndl. Ich hoffe ihr verdient gut an den fünf Lampen und meinem uralten Navi bzw. Radio und könnt euch irgendwie über Wasser halten. Ich komme schon irgendwie zurecht und werde versuchen, mich dafür einzusetzen, dass so etwas wie euch eine andere Option gewährt wird, als zu klauen. Über diesen finanziellen Schaden, welcher mich momentan stark mitnimmt, werde ich in einigen Monaten vermutlich lachen. Doch euch werde ich immer bemitleiden und auch irgendwie hassen. Dreckiges Pack!

Beichthaus.com Beichte #00032225 vom 13.11.2013 um 08:18:19 Uhr (38 Kommentare).

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Weihnachten = Saufen, Kiffen, Zocken

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Lügen Engherzigkeit Weihnachten Partnerschaft

Weihnachten = Saufen, Kiffen, Zocken
Normalerweise feiere ich immer mit meinen Eltern Weihnachten. Diese fliegen dieses Jahr aber in die Karibik und meine Freundin möchte gerne zu ihren Eltern fahren, die aber am anderen Ende von Deutschland wohnen. Ich habe ihr gesagt, dass sie zu Ihren Eltern fahren soll, ich aber leider nicht mitfahren kann, da sie für mehrere Tage bleibt und ich keinen Urlaub bekäme. Sie hat jetzt ein ganz schlechtes Gewissen, mich alleine zu lassen. In Wirklichkeit habe ich die ganzen Tage zwischen Weihnachten und Neujahr Urlaub und freue mich, endlich mal meine Ruhe zu haben und die Zeit nur mit Saufen, Kiffen, Zocken und Fernsehen zu verbringen, ohne dass jemand mich stört! Das fehlt mir sehr, seit wir zusammengezogen sind. Und Weihnachten fand ich sowieso immer schon scheiße.

Beichthaus.com Beichte #00032195 vom 08.11.2013 um 17:52:42 Uhr (12 Kommentare).

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Mein Kreuz für die NPD

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Dummheit Morallosigkeit Ignoranz Politik

Als ich (w) 18 Jahre alt war, standen irgendwelche Wahlen an. Kurz zuvor hatte ich einen Iraner kennengelernt, den ich sehr mochte. Ich freute mich richtig darauf, ihn wiederzusehen. Nur leider war das Ganze nicht so einfach. Er rief mich nicht an und ignorierte meine Anrufe - bis er sich dann irgendwann wieder meldete und mir einen Grund für seine Abwesenheit nannte. Doch schon bei unserem nächsten Telefonat verstrickte er sich in Widersprüche und ich erkannte, dass seine Entschuldigung eine Lüge gewesen sein musste. Ich ließ mir aber nichts anmerken. Damals ging es mir schon schlecht genug, weil ich von ihm so dreist belogen wurde - aber ich ärgerte mich auch noch über mich selbst, weil ich auf diesen Lügenbold hereingefallen bin. Und dass ich überhaupt so viel Energie in unsere kurze Bekanntschaft gesteckt hatte. Am Samstagabend rief er dann an und wollte, dass ich bei ihm vorbeikomme. Inzwischen hatte ich jedoch meinen Stolz insofern zurückgewonnen, dass ich nicht auf Kommando aufsprang. Dieses Mal ließ ich ihn abblitzen. Doch noch heute ärgere ich mich ungemein darüber, dass ich einen solchen Kerl so wichtig genommen habe.


Ihr fragt euch jetzt, was ich beichten möchte? Die Wahlen waren direkt am Sonntag darauf - und ich gab der NPD mein Kreuz. Nur, weil ich mich von einem Mann so auf die Palme bringen ließ. Damals hatte ich auch kein schlechtes Gewissen, denn ich fühlte mich einfach besser dadurch. Inzwischen weiß ich natürlich, dass es eine kindische Kurzschlussreaktion war und das mit so einer Sache nicht zu spaßen ist. Ich glaube nicht, dass mein Kreuz in Deutschland Unheil angerichtet hat, aber ich bereue es. Ich war noch ein Kind. Ein kleines, dummes und gekränktes Kind. Und es tut mir leid, dass ich das nicht erkannt habe.

Beichthaus.com Beichte #00032171 vom 04.11.2013 um 21:18:31 Uhr (21 Kommentare).

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