Warum haben Paketboten es immer so eilig?!

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Aggression Ignoranz Arbeit Heidelberg

Ich (m/25) beichte, dass mir das schnell-schnell Verhalten der ganzen Paket-Lieferanten auf den Sack geht. Oftmals ist es so: Lieferant kommt in den Laden, sagt kein Wort, tippt jedes Mal meinen Namen anders falsch ein und lässt mir ca. eine halbe Sekunde zum Unterschreiben, ehe er schnurstraks und ohne was zu sagen wieder rausgeht. Gestern habe ich daher entschieden, selbst zu entscheiden, wie lange ich unterschreibe und ihm zu zeigen was passiert, wenn man auf andere keine Rücksicht nimmt. Ich nahm also den Stift für die digitale Unterschrift in die Hand und fing langsam an, den ersten Buchstaben zu schreiben. Er wurde schnell nervös und wie erwartet, ist er nichtmal nach der Hälfte der Unterschrift losgelaufen. Ich habe den Stift aber trotzdem erstmal nicht losgelassen und als er merkte, dass da ein Widerstand war, drehte er sich um und ich ließ den Stift los, der dann mit voller Wucht in seinem Gesicht landete. Ich habe natürlich auf reumütig getan und mich entschuldigt. Heute hat er mir tatsächlich ausreichend zeit gelassen zu unterschreiben und er zuckte sogar ein kleines bisschen, als ich den Stift losließ. Rache ist Blutwurst!

Beichthaus.com Beichte #00040262 vom 01.09.2017 um 15:39:29 Uhr in Heidelberg (Rathausstraße) (23 Kommentare).

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Der Hund meines Freundes ist eine Missgeburt!

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Aggression Zorn Tiere Nürnberg

Ich möchte beichten, dass ich den Hund meines Freundes ärgere. Dieses hässliche Vieh widert mich so dermaßen an. Es stinkt, sabbert, ist überaus frech und ist wird von seinem Herrchen auch noch so sehr verwöhnt, dass mir bei dem Gedanken schon das Kotzen kommt... Dieser scheiß Hund springt mich zur Begrüßung immer an, am liebsten würde ich ihm in die Fresse dafür schlagen. Ich kann es überhaupt nicht ab, wenn Hunde so etwas tun, vor allem dieses Gebelle zur Begrüßung. Er stinkt, rotzt und sabbert rum und zieht beim Gassi gehen ohne Ende. Dazu noch diese Proletenstatur dieser Missgeburt (französische Bulldogge).

Wenn mein Freund mal nicht da ist, habe ich dem Vieh schon mal in die Ohren geschnipst oder mal in den Arsch getreten - der macht was er will. Dabei habe ich früher jedem Hund der in meine Nähe kam, immer über den Kopf gestrichen. Wir hatten selbst früher einen. Mein Freund lässt diese Kreuzung aus Schwein und Prolet sogar in seinem Bett schlafen. Wie es da riecht brauche ich nicht zu beschreiben. Wenn das Vieh röchelt, weil es keine oder schlecht Luft bekommt, empfinde ich unheimliche Schadenfreude. Ich verstehe nicht wie man an dieser Kreatur etwas Positiv finden kann... Ich schäme mich für meine schlechten Gedanken und ich habe grundsätzlich nichts gegen Tiere oder speziell auch Hunde, aber dieses Tier geht einfach gar nicht.

Beichthaus.com Beichte #00040251 vom 30.08.2017 um 17:24:43 Uhr in Nürnberg (Bergstraße) (17 Kommentare).

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Meine Ausrede? Ich habe eine Essstörung!

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Lügen Morallosigkeit Gesundheit Selbstsucht Düsseldorf

Was ich (m) in meiner Schulzeit abgezogen habe, war wohl die Spitze des Eisberges. Die Lehrer haben immer einige Mitschüler bevorzugt, die aber größtenteils Mobber waren. Es ging mir auf die Nerven, da ich mich anstrengte und doch immer der war, den man grundlos anschnauzen konnte. Irgendwann kam mir dann eine Idee, wäre ich das Sorgenkind, würde ich mehr Verständnis erwarten. Eine Essstörung wäre sofort aufgefallen, da ich normalgewichtig war. Ich fing an, immer weniger zu essen, ernährte mich hauptsächlich von Gurken und Wasser und tatsächlich: bald sah man mir meinen Gewichtsverlust deutlich an und ich machte weiter, bis es schon krank aussah. Körperlich war ich angeschlagen, doch die Vorteile überwogen. Plötzlich machten sich die Lehrer Sorgen um mich und sprachen mich darauf an, woraufhin ich eine dramatische, erlogene Geschichte erzählte. Sofort wurde ich zugetextet, es wäre ja so schlimm, dass ausgerechnet mir so etwas passiert. Man hätte es nicht ahnen können. Ich nickte traurig und drückte auf die Tränendrüse.

Was ich mir in den folgenden Wochen erlaubte, war wirklich das Letzte. Ich kam öfters zu spät zum Unterricht, hatte mich ein Lehrer darauf angesprochen, fing ich mit der angeblichen Essstörung an. Ich wäre zusammengebrochen, wollte aber trotzdem zur Schule. Und wieder: Lob und Anerkennung für den mutigen, kleinen Jungen. Ich wurde von allen Seiten in Watte gepackt, musste nicht mehr am langweiligen Sportunterricht teilnehmen und konnte mir mit den Hausaufgaben mehr Zeit nehmen oder sie ganz weglassen. Als meine Eltern allerdings immer verzweifelter und trauriger wegen mir wurden, fing ich an, wieder normal zu essen. Alle freuten sich, ein Happy End! Doch die restlichen Schuljahre verbrachte ich damit, meine Essstörung als Ausrede zu benutzen, schließlich ist man nie vollständig geheilt und gerade durch den Stress in der Schule verliere ich den Hunger. Heute tut es mir leid, dass ich so viele Menschen belogen und ausgenutzt habe. Sogar meine Gesundheit habe ich aufs Spiel gesetzt, um vor lästigen Dingen zu fliegen. Ich habe wirkliche Essgestörte in den Dreck gezogen, durch Menschen wie mich werden viele als Lügner dargestellt. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00040247 vom 30.08.2017 um 09:36:34 Uhr in Düsseldorf (3 Kommentare).

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Hilfe, mein Sohn war arbeitslos!

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Peinlichkeit Ungerechtigkeit Familie München

Ich habe meinen Sohn im Stich gelassen und ihn noch bestraft, als er arbeitslos wurde und man ihm sein Geld sanktioniert hatte. Er hat drei Monate weder Bargeld noch sonstiges Vermögen besessen. Ich habe damals geglaubt, dass die Leute, die über ihn schlecht geredet hatten, recht haben - dass er wirklich ein Schmarotzer sei. Erst hinterher, als er wieder eine Arbeit fand, habe ich ihn zu Hause bei uns reingelassen und er hat mir das alles erzählt. Ich fühle mich so erbärmlich. Hätte ich das früher gewusst, hätte er in unserer oberen Wohnung einziehen können. Zu dem Zeitpunkt haben wir die Wohnung vermietet.

Wir haben uns vor den Leuten geschämt, weil wir es nicht kennen, dass jemand in unseren Kreisen tatsächlich arbeitslos werden würde. Ich habe nur eine Freundin, die ist mal Teamleiterin in so einem Jobcenter gewesen, nun hat sie sich aber selbstständig gemacht und uns so einiges erzählt. Ich erschrecke mich, dass mein Sohn so leiden musste. Jetzt geht es ihm wieder besser - er fand eine sehr gute Anstellung und ist auch durch das Erbe abgesichert. Er soll nie wieder so eine erbärmliche Erfahrung machen. Mein Sohn hat Besseres verdient, als sich mit dem Jobcenter rumzuplagen.

Beichthaus.com Beichte #00040246 vom 29.08.2017 um 23:14:09 Uhr in München (14 Kommentare).

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“Beichte

Ich lebe schon seit Jahren im gleichen Trott

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Aggression Zwang Neurosen Basel

Als ich (m/22) zehn Jahre alt war, bekam ich extreme Gedankenzwänge und litt darunter sehr. Ich musste alles richtig machen und wurde zu einer Art Muttersöhnchen. Meine Eltern waren auf eine Art konservativ; strenge Regeln, keine Musik die man außerhalb des Zimmers hören konnte, kein Smartphone bis ich 18 wurde, etc. In den Ausgang ging ich praktisch nie. Als ich 16 wurde, schickte man mich ins Heim, da ich nicht genug für die Schule lernte und zu mühsam war. Sehr paradox, da ich im Umfeld als liebenswürdig galt und nie große Probleme machte. Alles was rebellisch und jugendlich war, verabscheute ich zutiefst. Ich kam mit meinen Mitmenschen in meiner Altersgruppe nicht zurecht. Unter anderem verstand ich meine Eltern und ihre Ansichten, aber wollte zugleich auch jung sein und mich so fühlen.

Ich bekam Wutzustände und schlug, wenn ich in meinem Bett war, mit dem Rücken auf und ab, später wurde de Aggression so stark, dass ich mit mit meinem Oberkörper auf und ab bewegte und teils dem Tisch zu nahe kam, sodass ich bis jetzt, schon ungefähr acht Mal am Kopf Wunden nähen musste, ausgeschlossen andere Wunden im Kopfhaarbereich, die ich nicht behandeln ließ. Gedanklich gingen bei mir Situationen durch den Kopf, wie ich mich bei Ungerechtigkeit oder Benachteiligungen wehre, u. a. mit Gewalt. In der Schule und in der Ausblidung war ich oft unkonzentriert und gedanklich abwesend. Ich war schon oft beim Psychologen, aber das war eher ein nettes Gespräch als eine wirkliche Hilfe. Natürlich kommen noch etliche Faktoren dazu, aber das würde den Rahmen sprengen.

Ich beichte, dass ich trotz guter Eigenreflexion nicht in der Lage bin, mich mit der Situation abzufinden und mich nicht verändern kann und seit Jahren im gleichen Trott lebe. Obwohl ich oberflächlich mit den meisten Menschen klarkomme, innerlich verabscheue ich diese. Ich lasse meine Pflichten schleifen und schäme mich zugleich, da ich es verglichen mit anderen Menschen sehr gut habe und trotzdem psychisch einbreche.

Beichthaus.com Beichte #00040235 vom 28.08.2017 um 01:57:02 Uhr in 4001 Basel (3 Kommentare).

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