Verpetzt

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Ungerechtigkeit Verrat Schule Bochum

Meine Geschichte hat vor fünf Jahren in meiner Berufsschulzeit stattgefunden und in gewisser Weise bin ich darin der Held, hätte mir aber gewünscht, dass es nicht so heftig kommt. Wir hatten damals jemanden in unser Berufsschulklasse von der Marke stark und dumm. Niemand, der klar bei Verstand war, hätte sich getraut, diesen Typen offen zu provozieren. Im Internet ist das natürlich eine andere Geschichte. So tauchte dann irgendwann ein Profil von ihm auf einer Partnerbörse für Seitensprünge auf. Es wurde natürlich so eingefädelt, dass er davon Wind bekam. Von da an wurde es immer schlimmer. Auf seine unbeholfene Art und Weise hat er in der Klasse und wohl auch außerhalb versucht, herauszufinden, wer dafür verantwortlich war. Bald wurden noch mehr Profile angelegt und in Internetforen wurden Gerüchte über ihn verbreitet. Ich habe mir das Ganze zwar immer durchgelesen, hatte selber aber keine Lust, daran mitzuschreiben. Schließlich wurde es immer schlimmer und Viele aus unserer Klasse fanden es auch nicht mehr lustig. Eines Montags fehlten dann drei Personen in unser Klasse. Der eine saß in Untersuchungshaft und die anderen beiden lagen auf der Intensivstation. Jemand aus unserer Klasse muss wohl herausgefunden haben, wer fast ausschließlich für die Mobbinggeschichten verantwortlich war. Eventuell hat er von jemand anderem vorher einen Brief mit einigen Beweisen dazu gekriegt. Ich wollte wirklich nicht, dass es so läuft. Vor allem tut es mir leid, dass unser Mobbingopfer wegen versuchten mehrfachen Todschlags eine Haftstrafe gekriegt hat und seine Ausbildung abbrechen musste. Die beiden Anderen hatten zwar jede Menge Knochenbrüche, allerdings nichts Bleibendes. Interessant war auch, dass niemand unser Mobbingopfer im Gefängnis besucht hat, dafür aber die beiden eigentlichen Täter im Krankenhaus mehrfach täglich Beileidsbekundungen zu hören bekommen haben. Vielleicht war ich doch nicht der einzige, der dem Typen gesteckt hat, wer hinter der Sache stand.

Beichthaus.com Beichte #00030440 vom 08.11.2012 um 17:17:44 Uhr in Bochum (Wittener Straße) (20 Kommentare).

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Geheiligtes Hundefutter

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Unglaube Ignoranz Tiere Bochum

In einer Phase innerer Rebellion, als Zehn- oder Elfjähriger, habe ich die Hostien, die in der Messe, zu der mich meine Eltern zwangen hinzugehen, ausgeteilt wurden, nie selber gegessen. Ich tat jedes Mal nur so und steckte sie in meine Tasche, um sie dann Zuhause an unseren Hund zu verfüttern. Ebenjener Hund hat mittlerweile seine Lebenserwartung bei Weitem übertroffen.

Beichthaus.com Beichte #00030356 vom 18.10.2012 um 19:17:05 Uhr in Bochum (Westring) (19 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Premium Bier ohne Happy End

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Diebstahl Dummheit Auto & Co. Polizei Bochum

Ich war in einem großen Supermarkt und wollte Bier kaufen. Dafür habe ich mir einen Einkaufswagen geholt und habe zwei Kästen günstiges Bier zu 5 Euro pro Kasten in den Wagen gestellt. Ich wollte nicht viel Geld ausgeben. Die Beiden Kisten füllten den oberen Teil des Einkaufswagens perfekt aus. Ich weiß nicht warum, aber irgendwie bekam ich Lust auf ein gutes Weizenbier eines Premiumbrauers. 14,99 für einen Kasten wollte ich aber nicht bezahlen, habe die Kiste aber trotzdem auf die untere Fläche des Einkaufswagens, gestellt. Ich ließ es auf einen Versuch ankommen und ging nun mit den drei Kisten Bier zu Kasse, ließ dort aber alle drei Kisten im Wagen, da sie ja zu groß für das Band waren. Als ich dran kam sagte die Verkäuferin "2 Kästen XY-Bier". Sie sagte das in einem etwas fragenden Ton, ich überhörte das und deutete nur ganz leicht ein Nicken an. Die Kiste die unten stand konnte man aus ihrer Position auch unmöglich sehen. Also bezahlte ich, inklusive Pfand knapp 17 Euro und ging sehr zufrieden mit meinen drei Kisten zum Auto.


Da es ein großer Supermarkt ist, wird das ganze sicher erst spät auffallen und auch nicht auf einen Fehler dieser bestimmten Verkäuferin zurück zu führen sein, da war ich mir sicher. Die beiden Kisten mit dem Billigbier stellte ich nun nebeneinander in den Kofferraum des Autos meiner Eltern. Die dritte Kiste mit dem teuren Bier passte nicht mehr daneben, deshalb stellte ich sie auf die beiden anderen drauf. Ich fuhr los, und war total euphorisch, holte mein Handy raus und rief meine Freunde an, um ihnen von dieser genialen Aktion zu berichten und verabredete mich direkt für den Abend, um das Freibier zu trinken. Abgelenkt durch das Telefonat übersah ich dann plötzlich ein Rechts-vor-Links, wo gerade ein anderes Auto raus kam. Um einen Unfall zu verhindern trat ich schlagartig auf die Bremse, der Wagen stand auch fast sofort. Unfall verhindert, schön und Gut. Aber das Bier! der gute Kasten der oben stand flog durch die Vollbremsung über die Rücksitzlehnen, wurde dann in schräger Position von den Vordersitzen gestoppt. Leider zeigte die Öffnung des Kastens auch nach vorne. Daher wurden die Bierflaschen nicht gebremst, sondern flogen weiter, bis aufs Armaturenbrett, in das neue Radio, ja sogar bis vor die Windschutzscheibe. Ich stieg sofort aus um die teilweise aufgegangenen Flaschen daran zu hindern, komplett auszulaufen. Aber 4 Flaschen waren sogar zerbrochen, und nochmal 3 haben sich durch die Wucht geöffnet. Auto war nun voller Bier und Scherben, und ich hatte nicht mal Taschentücher dabei, um jedenfalls das Lenkrad oder mein Gesicht zu trocknen, das Bier schoss nämlich wirklich Fontänenartig durchs Auto. Also fuhr ich so weiter nach Hause, es gab nun mal kaum eine andere Möglichkeit, meine Eltern würden es sowieso merken, der Biergeruch würde sich nie komplett entfernen lassen. Damit sollte ich auch nach gründlicher Reinigung recht behalten.


Meine Eltern begutachteten nun beide ihr Auto und waren total entsetzt. Dass der Kasten umsonst war, erzählte ich nicht. 7 Flaschen waren ja sowieso schon kaputt und ausgelaufen. Stattdessen erzählte ich, dass mir die Vorfahrt genommen wurde, also ein anderer Schuld an dem Schaden war, und nicht ich selbst weil ich durchs Handy abgelenkt war. Ich wurde gefragt ob ich mir Kennzeichen des "Schuldigen" gemerkt hatte, ich dachte mit schnell ein paar Kennzeichenfragmente aus und sagte dazu, dass es ein roter Kombi war. Ohne das Auto zu reinigen, wir legen nur Handtücher auf die Sitze, fuhr mein Vater mit mir zur Polizei, um den Fahrer des imaginären roten Kombis anzuzeigen. Der Polizist nahm alles auf, erzählte mir noch etwas von Ladungssicherung und Gepäcknetz und sagte, man werde sich bemühen den Halter ausfindig zu machen. Das Auto haben wir dann zu einer professionellen Reinigungsfirma gebracht. Zuhause habe ich dann meine Verabredung abgesagt und bin ins Bett gegangen. Es sollte mir wohl eine Lehre sein, nie wieder etwas ohne es zu bezahlen mitzunehmen, denn das konnte doch alles wirklich kein Zufall sein. Es tut mir Leid für den Supermarkt, dem Bier fehlt, meine Eltern, dessen Auto auch nach der Reinigung wie die letzte Kneipe stinkt, und natürlich für den Polizisten, der nun umsonst nach einem Auto fahndet, was es so gar nicht gibt.

Beichthaus.com Beichte #00030204 vom 25.08.2012 um 14:36:03 Uhr in Bochum (26 Kommentare).

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Fieser Schnupfen

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Unreinlichkeit Ekel Bahn & Co. Menteroda

Seit Wochen habe ich wieder einen ziemlich fiesen Schnupfen. Während ich heute in Bochum auf den Zug wartete, kam es plötzlich von einer Sekunde auf die andere über mich: Ich hatte einen heftigen Niesanfall und habe mir auf einmal meinen gesamten Naseninhalt versehentlich voll in die eigene Hand reingerotzt. Da ich leider kein Taschentuch mehr hatte, musste ich meine vollgerotzte Hand natürlich schnellstens irgendwo säubern, bevor jemand mein ekliges Malheur bemerken würde. Nachdem ich also in den Zug einstieg und einen freien Zweier fand, setzte ich mich ans Fenster und wischte meine Hand unauffällig auf dem leeren Nachbarsitz ab. Zwei Stationen weiter stieg plötzlich ein junges Mädchen ein und wollte sich neben mich hinsetzen. Anstatt sie auf den gelben Fleck auf dem Sitz aufmerksam zu machen, habe ich einfach nichts gedacht und mir meinen Teil gedacht, als sie später mit einem großen gelben Fleck am Arsch wieder ausstieg. Ich bitte um Verzeihung - manchmal bin ich schon ein Ferkel!

Beichthaus.com Beichte #00030024 vom 02.06.2012 um 18:50:54 Uhr in Menteroda (29 Kommentare).

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“Beichte

Verzehrkarte

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Diebstahl Schamlosigkeit Last Night Bochum

Ich (m/27) beichte, dass ich vor einigen Jahren in einer Disco einem hübschen Mädel die Verzehrkarte geklaut habe. Der Grund war, dass ich einfach kein Geld ausgeben wollte. Das Mädel bewahrte die Karte in ihrer Gesäßtasche auf, wo sie ein wenig hervorguckte. Das hatte ich schon öfter bei Frauen bemerkt und mich sogar ein wenig darüber aufgeregt, für wen sich diese Tussis doch halten würden, dass sie so unachtsam mit ihren Verzehrkarten umgehen. Jedenfalls beschloss ich besagtes Mädel für ihre Unachtsamkeit zu bestrafen und zog ihr die Karte aus der Tasche. Ich soff mit meinen Kumpels bis die Karte voll war, obwohl mich schon da ein wenig das schlechte Gewissen plagte. Jedoch nicht genug um nicht am Ende meine eigene, leere Karte an der Kasse abzugeben, während das Mädel wahrscheinlich das Maximum von 40 Euro zahlen musste.

Beichthaus.com Beichte #00030000 vom 19.05.2012 um 09:03:55 Uhr in Bochum (Konrad-Adenauer-Platz 3) (36 Kommentare).

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