Eine Kiste voller Erinnerungen

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Falschheit Neugier Morallosigkeit Partnerschaft

Mein Freund (31) und ich (26) sind vor Kurzem zusammengezogen. Gestern hat er ein paar Fotos von uns in eine Schachtel einsortiert und diese geöffnet im Schlafzimmer stehen lassen. Heute Morgen fiel sie mir auf, ebenso wie all meine alten Haftnotizen und kleinen Nachrichten, die er gesammelt und dort hineingepackt hatte. Ich freute mich, dass er diesen Kleinigkeiten so viel Wert beimisst, und wollte das Ganze nochmals lesen. Schnell wurde mir allerdings klar, dass dieser Karton voll mit anderen Erinnerungsstücken war - mit Postkarten, Tickets und Ähnlichem. Ganz unten aber lagen unzählige Briefe und Nachrichten von seiner Ex-Freundin, mit der er noch heute gut befreundet ist. Außerdem waren ein paar Zettel dabei, die aussahen wie die Tagebucheinträge, in denen er die, damals für ihn sehr schlimme Trennung, zu verarbeiten versuchte.

Ich möchte beichten, dass ich die Privatsphäre meines Freundes verletzt und all die Sachen - bis auf die Tagebucheinträge - gelesen habe. Und das, obwohl sich jeder denken kann, dass diese Intimitäten einer längst vergangenen Beziehung mich absolut nichts angehen. Ich schäme mich vor mir selbst, dass seine Sachen nicht vor mir sicher sind, ich würde auch nicht wollen, dass er all die alten Liebesbriefe und Zeugnisse meiner vergangenen Beziehungen liest, aber ich konnte der Neugierde nicht widerstehen. Ich finde es okay, so etwas aufzuheben, weil man mit jedem/jeder Ex auch schöne Zeiten geteilt hat - man sollte sicher sein dürfen, dass der Partner das respektiert und die Finger davon lässt. Was mich noch mehr beschämt, ist, dass ich respektvoll genug war, seine Tagebucheinträge nicht zu lesen - aber ihre Briefe über ihr intimstes Gefühlsleben geradezu aufgesogen habe. Ich habe ein furchtbar schlechtes Gewissen, wenn ich daran denke, wie enttäuscht er wohl von mir wäre. Und wie sie wohl von mir denken würde, wenn sie wüsste, dass ich gelesen habe, was vor etlichen Jahren nur für ihn bestimmt war. Es tut mir leid, dass ich mich so kindisch verhalten habe!

Beichthaus.com Beichte #00032130 vom 28.10.2013 um 15:23:12 Uhr (9 Kommentare).

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Der Zwang zur Eskalation

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Drogen Zwang Verzweiflung Trunksucht Duisburg

Ich beichte, dass ich vermutlich ein echtes Problem habe. Die meisten von euch kennen sicherlich die Filme der Hangover-Reihe. Derartiges passiert mir alle paar Wochen. Das ist wie ein Drang bei mir. Ich muss einfach regelmäßig komplett eskalieren, um ausgelastet […]
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Beichthaus.com Beichte #00032055 vom 15.10.2013 um 12:39:52 Uhr in 47051 Duisburg (Hogenweg) (20 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Warum man Frauen hassen muss

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Falschheit Engherzigkeit Verzweiflung Zorn Gesellschaft

Hiermit oute ich mich selbst als Frauenhasser. Ich war nicht immer so, denn ich bin ein Mann, der für seine Frau oder Freundin alles tun würde. Allerdings habe ich mich damit wohl selbst ins Aus geschossen. Inzwischen bin ich knapp dreißig Jahre alt und habe genug Erfahrung gesammelt, um mir über das weibliche Geschlecht ein ausgiebiges Urteil bilden zu können. Sobald eine Frau merkt, dass ein Mann sich um sie sorgen möchte, begegnet sie ihm mit Ignoranz. Normalerweise sollte das Idealbild einer Beziehung doch so sein, dass man viel gibt, aber auch viel zurückbekommt. Bei Männerfreundschaften funktioniert das auch echt gut, aber bei einer Frau gerät man in die Opferrolle, wenn man sich für sie aufopfert. Ein Großteil der Frauen steht einfach auf Männer, die sie von vorne bis hinten belügen, betrügen und sie wie Dreck behandeln. Den Männern, die am asozialsten mit ihnen umgehen, rennen sie am ehesten hinterher. Ich allerdings kann niemanden schlecht behandeln, den ich in mein Herz geschlossen habe, und bin deshalb wohl der Depp, was Beziehungen mit Frauen angeht. Im Endeffekt kann man Frauen also nur hassen, damit man die Chance auf eine lange und glückliche Beziehung haben kann. Das klingt zwar paradox, aber leider entspricht es der Wahrheit.

Beichthaus.com Beichte #00031995 vom 03.10.2013 um 21:18:22 Uhr (38 Kommentare).

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Scharf auf die Hochzeit

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Begehrlichkeit Maßlosigkeit Partnerschaft

Als ich (w/26) vor etwas über einem Jahr mit meinem Freund (32) zusammenkam, kam nebenbei das Thema Heirat auf. Und natürlich der richtige Zeitpunkt für einen solchen Schritt. Nachdem all meine Beziehungen nach zwei bis drei Jahren in die Binsen gingen, war ich der festen Überzeugung, dass ich auch erst nach diesem Zeitraum ernsthaft über so etwas nachdenken wolle. Inzwischen bin ich jedoch so glücklich, dass ich am liebsten sofort einen Antrag hätte. Dass ich ihm einen mache, kommt für ihn nicht infrage und ich finde das auch sehr süß so - aber dass ich meine Meinung über "den richtigen Zeitpunkt" inzwischen revidiert habe, überhört er natürlich. Und nun fragt der Trottel mich immer wieder mit einem schelmischen Blick Dinge, wie zum Beispiel ein Verlobungsring auszusehen hat. Er macht mich damit völlig verrückt.


Ich muss der undankbarste Mensch der Welt sein, dass ich so wenig Geduld habe - vermutlich habe ich einfach nur Angst, dass er mich am Ende doch nicht haben will, oder kriege Torschlusspanik. Ich weiß nicht einmal, warum ich so scharf aufs Heiraten bin - dass ich ihn freiwillig nicht mehr hergebe, weiß ich schließlich auch so. Es tut mir leid, dass ich so undankbar bezüglich meines Glücks bin, gerade wo so viele das Vertrauen in die Liebe und ein Happy End verloren haben. Ich sollte mich über das, was ich habe, mehr freuen und ich bereue meine mangelnde Bescheidenheit.

Beichthaus.com Beichte #00031986 vom 02.10.2013 um 00:21:27 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Jeden Tag eine Dosis Gift

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Eifersucht Neid Maßlosigkeit Ex Internet

Ich (w/22) wollte gerade schlafen gehen, aber im letzten Moment hielt mich ein starker Drang davon ab. Wie sooft in letzter Zeit brachte er mich dazu, mich nochmal in einem bekannten sozialen Netzwerk einzuloggen und auf das Profil der Ex meines Freundes zu klicken. Begegnet bin ich ihr bis jetzt erst zweimal und wir hatten keinen Kontakt. Mein Freund hat immer nur in Nebensätzen Fakten über sie erzählt, die ich alle begierig aufsauge, denn wenn ich ihn etwas über sie frage, will er nie antworten. Das Internet verrät mir da schon mehr. Leider hat sie ihr Profil sehr eingeschränkt, aber immerhin kann ich, neben den wenigen Fotos, die sie freigibt, die Kommentare lesen. So weiß ich, welche Tiere sie mag, wohin sie reist, wer ihre besten Freundinnen sind, welche Insidersprüche sie so untereinander austauschen und wie ihr neuer Freund heißt. Bei ihm gibt es wesentlich mehr zu holen, denn er hält wohl nichts von Privatsphäre und postet fröhlich Bilder von sich und ihr. Zusammen mit den spärlichen Infos, die mir mein Freund ab und an liefert, kann ich mir so einiges zusammenreimen. Somit weiß ich inzwischen sehr viel mehr über die Ex meines Freundes und ihre neue Beziehung, als sich diese drei Leute jemals träumen lassen würden.


Mittlerweile ist es wie meine tägliche Serie, die ich schauen muss: Ich klicke mich abends durch die Profile der Ex und ihres Neuen. Aber was bringt mir das eigentlich? Eigentlich ist es nicht einmal besonders spannend, denn es gibt nur alle paar Wochen mal etwas Neues. Wenn ich ehrlich bin, ist es vermutlich so ein Drang, mich selbst zu verletzen. Mein Freund hatte vor mir schon so einige Beziehungen, aber ich bin nur auf diese eine Ex so eifersüchtig. Der Grund ist, dass er sie, wenn er von ihr spricht, als sehr hübsch bezeichnet. Sie ist zwar ziemlich schlank, aber ihr Gesicht ist, meiner Meinung nach, durchschnittlich, ja schon fast unscheinbar - um nicht zu sagen unschön. Natürlich verwirrt es mich, dass er ausgerechnet diese Frau so schön fand - es ging bei seiner Aussage rein ums Äußerliche und nicht um innere Werte. Dazu kommt, dass ich sie teilweise sogar recht sympathisch finde. Das alles macht mich umso eifersüchtiger. Und so verabreiche ich mir Tag für Tag eine kleine Dosis von diesem Gift, ohne zu wissen, warum ich den Schmerz überhaupt brauche.

Beichthaus.com Beichte #00031985 vom 03.10.2013 um 00:04:55 Uhr (9 Kommentare).

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