Nach dem Fleiß kam die Faulheit

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Faulheit Trägheit Trunksucht Arbeit Bielefeld

Ich habe eine Firma, die gut läuft. Das ist noch nicht lange so, und der Anfang war echt die Hölle, über Jahre hinaus. 100 Stunden-Wochen (sogar Weihnachten habe ich gearbeitet!), überhaupt keine Kohle, ich wusste ja teilweise gar nicht, wie ich unsere Miete und das Brot für meine Familie kaufen sollte. Selbst 3 Euro war für mich sehr viel Geld, denn ich hatte es einfach nicht. 3 Euro sind auch viel, wenn man sie nicht hat. Klingt vielleicht blöde, war aber so. Es gab Druck von allen Seiten: Meiner Frau, die nicht immer den Vermieter auf der Matte und endlich mal etwas Geld für Lebensmittel haben wollte, Lieferanten, die Kohle wollten, die ich nicht hatte, und Kunden, die Ware wollten, die ich nicht hatte, denn ich hatte ja keine Kohle, um Rohmaterial zu kaufen. War eine echt krasse Erfahrung, die über 3 1/2 Jahre ging.

Das habe ich getan, weil ich von meinem Erfolg überzeugt war. Ich hatte ein gutes Produkt, ein nahezu einzigartiges Konzept, dazu einen guten Preis und einen großen Markt. Jedenfalls läuft es mittlerweile ganz gut. Bin schuldenfrei, arbeite kaum mehr, habe mehr Geld in der Tasche als andere Leute im Monat verdienen und habe super Mitarbeiter, auf die ich mich absolut verlassen kann. Meine Beichte ist die: Ich arbeite kaum. Saufe sehr viel. Und lasse meine Leute arbeiten. Und daher fühle ich mich schlecht. Gut, ich zahle Übertarif und wir haben ein unglaublich gutes Betriebsklima, was mir wichtig ist. Meine Aufgabe ist es, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen, und das gelingt mir; Die Auftragsbücher sind brettvoll, und wir sind einfach sehr gut aufgestellt. Aber ich fühle mich einfach schlecht. Eine Kiste Bier hält gerade mal 3 Tage. Seit Jahren. Irgendwie ist das nicht richtig. Ich fühle mich so leer und ausgebrannt. Ich bin nicht reich an Geld, habe aber keine Geldsorgen, sondern ein Guthaben. Dazu habe ich Kinder und eine Frau, die man sich besser nicht wünschen kann. Nur ich fühle mich so falsch, leer und unsinnig. Werde nicht mehr gebraucht, noch nutze ich etwas.

Beichthaus.com Beichte #00029319 vom 29.08.2011 um 20:04:45 Uhr in Bielefeld (Seidenstickerstr.) (29 Kommentare).

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Falsche Freunde

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Falschheit Lügen Internet Dorfen

Ich habe eigentlich das gleiche gemacht wie die Beichte (00028565), nachdem ich sie gelesen habe.
Ich habe meinen Kater im blauen sozialen Netzwerk angemeldet und mache seit gestern fleißig Freundesliste anfragen an Leute aus meiner Umgebung. Ziemlich viele fragen wer ich denn sei, aber auch viele nehmen sie einfach an, ohne irgendwelche Fragen zu stellen. Den Leuten, die es genauer wissen wollen, erzähle ich, dass ich ein junger Mann, 19 Jahre alt bin, der früher mal 2 Jahre auf das hiesige Gymnasium ging, dann aber wieder nach Köln gezogen bin und dort mein Abi gemacht habe. Nachdem ich mit der Schule fertig war, bin ich ein Jahr in Kanada gelandet und jetzt seit 3 Monaten wieder in ein kleines Örtchen in dieser Umgebung gezogen, war gerade für einen Monat mit meinem Opa in Italien und werde mich jetzt erst einmal an die Bewerbungen für Unis machen. Ich beichte hiermit, dass ich manchen sehr hartnäckigen Leuten erzähle, ich wäre einmal auf der gleichen Party gewesen, wie sie selber und habe mit ihnen geredet, an was sie sich leider wegen übermäßigen Alkoholkonsums anscheinend nicht mehr erinnern können. Das Beste ist aber immer der Moment an dem diese Menschen dann plötzlich behaupten, dass sie sich doch wieder erinnern könnten und dass sie wissen wer ich bin, obwohl es diesen Menschen hinter dem Profil gar nicht gibt, nie gegeben hat und nie geben wird. Das macht jeden Tag wieder um ein Stück weit lustiger.

Beichthaus.com Beichte #00029317 vom 28.08.2011 um 17:06:45 Uhr in 84405 Dorfen (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Deutschland in Asien

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Aggression Boshaftigkeit Gewalt Schamlosigkeit Ungerechtigkeit Tokio

Manchmal sehnt man sich einfach nach heimischer Kultur. Dabei spreche ich (m/24) nicht von Deutschlands kulinarischen Ergüssen wie Blutwurst oder Eisbein oder die gebotene kulturelle Vielfalt der Volksverdummung auf den privaten Sendern, sondern schlichtweg die allgemein bekannte und verhasste, deutsche Unfreundlichkeit.

Ich bereise gerade Asien und bin in Tokio. So verrückt asiatische Kulturen sind, sie haben alle was gemeinsam, die Wahrung des eigenen Gesichts und das Totschweigen von Konflikten. Zuerst war ich beeindruckt davon, aber nun nach 5 Monaten, bin ich so angenervt von dem Friede, Freude, Eierkuchen.

Ich beichte hiermit, dass ich nun seit Tagen mir keine Sehenswürdigkeiten mehr angeschaut habe, sondern meine Zeit nur damit verbringe, den kleinen, gleichgültigen Asiaten in der U-Bahn oder in anderen Menschenansammlungen mit voll Karacho auf die Füße zu treten oder sie unauffällig aber schmerzhaft mit meinem Ellbogen zu boxen, nur damit ich eine beleidigende Gefühlsregung von ihnen erhalte, wie ich es in Deutschland bekommen würde. Aber nein, sie entschuldigen sich noch bei mir. Ich weiß mein Verhalten ist nicht richtig, aber ich will einfach mal angeschnauzt werden. Ich vermisse Deutschland.

Beichthaus.com Beichte #00029308 vom 26.08.2011 um 05:20:15 Uhr in Tokio (34 Kommentare).

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Der erste Eindruck zählt

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Neugier Lügen Boshaftigkeit Morallosigkeit Nachbarn Stuttgart

Ich (m/22) möchte beichten, dass meine Mitbewohnerin (21) und ich einmal das Bett manuell heftig gegen die Wand gerammt und absichtlich laute Sexgeräusche gemacht haben, obwohl wir keinen Sex hatten als in der Wohnung nebenan eine Besichtigung war. Die Leute haben die Wohnung nicht genommen. Ich hoffe, das lag nicht an uns. Hiermit entschuldige ich mich bei meinem Vermieter und den armen Leuten. Ich hoffe, dass sie mittlerweile eine passende Wohnung gefunden haben.

Beichthaus.com Beichte #00029305 vom 24.08.2011 um 22:25:18 Uhr in Stuttgart (17 Kommentare).

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Katzenhäufchen

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Aggression Boshaftigkeit Rache Tiere WG Berlin

Mein Mitbewohner hält sich zu Hause eine Katze. Ihr Katzenklo steht im Bad, weshalb man immer die Tür offen lassen muss, wenn man nicht selbst gerade eine Sitzung abhält, damit die Katze ungestört und zu jeder Zeit ihr Geschäft verrichten kann. Einmal habe ich die Tür mit Absicht von außen zugemacht und die Katze hat auf den neuen Teppich meines verhassten Mitbewohners geschissen. Als er es gesehen hat, ist er komplett ausgerastet. Die Tür hatte ich natürlich zwischenzeitlich wieder geöffnet, damit er keinen Verdacht schöpft. Leid tut es mir lediglich für die arme Katze, die extrem Ärger bekommen hat, nicht jedoch für meinen dämlichen Mitbewohner.

Beichthaus.com Beichte #00029301 vom 22.08.2011 um 01:17:02 Uhr in Berlin (11 Kommentare).

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