Rattengift für alle Tiere

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Boshaftigkeit Ernährung Tiere Tod Kutenholz

Ich habe neulich beim aufräumen der Garage Rattengift gefunden. Es scheint aus der Zeit meines Opas zu stammen. Ich wollte natürlich wissen, ob das Zeug noch Wirkung zeigt. Ich bin also Tags drauf in den Park gegangen und hatte bei mir eine Mischung aus zerbröseltem Trockenbrot und dem besagtem Rattengift. Mit dieser Mischung habe ich fleißig die Tauben und Enten und Schwäne, und was da noch so alles rumläuft, gefüttert. Ich glaube, ein paar Eichhörnchen waren auch dabei. Ein paar Tage später hatte die Stadtreinigung und eine Handvoll studierter Virologen und Ornithologen eine ganze Menge damit zu tun, die ganzen Kadaver einzusammeln, zu registrieren und zu untersuchen. Es tut mir leid, dass das Scheißzeug eine solche radikale Wirkung zeigte. Allerdings ist jetzt erstmal eine Weile Schluss mit zugeschissenen Gehwegen. Es tut mir wirklich leid wegen den vielen Tieren, die elendig verreckt sind. Aber lustig finde ich, wie die ganzen Schlauberger wie die Oberprofessoren nach irgendwelchen ansteckenden Vogelgrippeviren suchen und letztendlich nur Rattengift in den Viechern finden. Darüber könnte ich mich totlachen.

Beichthaus.com Beichte #00023060 vom 28.09.2007 um 23:48:57 Uhr in Kutenholz (13 Kommentare).

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Billigjob im Kaufhaus

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Engherzigkeit Faulheit Arbeit

Ich (w/18) arbeite in einem großen Kaufhaus. Als Aushilfe wird man dort allerdings behandelt wie der letzte Dreck. Wenn ich dort die Waren vorziehen muss, damit alles wie neu aussieht und keine Lücken bleiben und ich finde dort Gegenstände von anderen Abteilungen, lasse ich diese einfach hinter den Waren in den Regalen verschwinden. Ist mir egal, ob die später dann mal Ärger damit haben oder nicht. Auch irgendwelche angegessenen Lebensmittel von Kunden hebe ich nicht auf und mache sie nicht weg. Ich habe sie ja nicht dort hingelegt! Ich könnte zwar deswegen meinen Billigjob verlieren, aber was soll es. Mir gefällt es eh nicht da. Was ich auch schlimm finde, dass Kunden an mir vorbeigehen und über irgendwelche Dinge lachen. Allein die Vorstellung, dass die gerade Freizeit haben und sich amüsieren, finde ich zum Kotzen und könnte ihnen dauernd eine reindrücken. Ich hasse es.

Beichthaus.com Beichte #00023053 vom 28.09.2007 um 22:07:13 Uhr (7 Kommentare).

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Die heißen Geräusche aus der Nachbarwohnung

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Begehrlichkeit Masturbation Nachbarn

Wir haben seit zwei Monaten einen neuen Nachbarn, den ich eigentlich nicht leiden kann. Er wirkt auf mich eingebildet, arrogant und sieht nicht attraktiv aus. Dies änderte sich, als er ca. vor drei Wochen seine Freundin oder Geliebte bei ihm übernachtete. Unsere Schlafzimmer liegen nebeneinander und als ich mit meinem Mann nachts im Bett lag, konnte ich ziemlich genau hören, dass sie Sex hatten - ziemlich lauten Sex. Zuerst regte es mich auf, wie man so laut sein kann. Meinen Mann störte es nicht, er schlief ein wie ein Bär.

Ich lag da und hörte die zwei und sie schienen kein Ende zu finden und je länger ich sie hörte umso mehr erregte es mich. So kam es, dass ich meine Lust nicht mehr unterdrücken konnte und anfing, mich zu befriedigen und stellte mir vor, die Frau im anderen Zimmer zu sein. Ich hatte ziemliche heftige Vorstellungen, was er alles mit mir machen könnte und bekam dabei einen Höhepunkt. Seit diesem Abend bekomme ich diese Fantasien nicht mehr aus dem Kopf jedes Mal, wenn ich ihn auf der Treppe sehe, habe ich Schmetterlinge im Bauch. Das Schlimmste ist allerdings, dass ich mich ständig selbstbefriedige und dabei an ihn denke, wenn er mit mir harten Sex macht, meist habe ich danach ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00023051 vom 28.09.2007 um 19:40:58 Uhr (9 Kommentare).

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Ein Montagmorgen in der Bahn

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Neulich stieg ich mit meinem MP3-Player in den Ohren in den Zug und setzte mich in ein Zwischenabteil, das nur aus zwei Viererplätzen bestand und das neben mir noch von einer alten Frau besetzt wurde. Ich wollte bloß noch das angefangene Lied zu Ende hören und dann in aller Ruhe etwas lesen, als diese alte Schachtel mich äußerst unhöflich fragte, ob ich einen Gehörschaden hätte, worauf ich sie in meinen Plan, lediglich dieses Lied noch zu beenden, einweihte und weiterhörte. Aber damit wollte sich diese runzlige Kuh nicht abfinden und sülzte mich von der Seite voll, woraufhin ich freundlich aber bestimmt fragte, ob sie denn einen Gehirnschaden hätte, weil sie die BILD vor sich ausgebreitet hat. Nun glaubte sie das Recht zu haben, mir ihre dümmlichen Beleidigungen an den Kopf zu werfen, die ich aber wegen meines MP3-Players nicht verstand.

Selbstverständlich schaltete ich ihn auf der ca. 50 Minuten dauernden Fahrt nicht mehr ab, obwohl ich eigentlich gar keine Musik mehr hören wollte, aber wenn irgendwelche alten Bastarde meinen, auf jegliche Anstandsregeln verzichten zu können, die sie von der Jugend stets einfordern, sollen sie ruhig ihre eigene Medizin zu schmecken bekommen. Der krönende Abschluss der Fahrt war allerdings, dass auf das heftige Gemecker hin jemand aus dem Nachbarabteil kam, um sich zu erkundigen, was denn hier vor sich gehe und auf die Aussage, ich höre zu laut Musik, entgegnete: "Ihn hört man im Nachbarabteil aber nicht, sie schon!" Damit war mein Montagmorgen gerettet. Ich beichte dies übrigens nicht, weil ich mich schäme, sondern weil ich auf mein Verhalten unheimlich stolz bin.

Beichthaus.com Beichte #00023038 vom 28.09.2007 um 07:09:15 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die Austauschschülerin aus Ecuador

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Dummheit Vorurteile Familie Kinder

Die Austauschschülerin aus Ecuador
1994 hatte ich für etwa 6 Monate eine Affäre mit einer Austauschschülerin aus Ecuador, die damals für 1 Jahr in Deutschland in der Stufe meiner älteren Schwester war. Die Zeit mit ihr war intensiv, aufregend und spannend. Auch wenn wohl keine wirkliche Liebe zwischen uns herrschte, so haben wir uns doch sehr gemocht und Spaß miteinander gehabt. Im Zuge der Lust und wohl auch unserer Naivität - ich hatte zwar vorher schon einige Sexualpartnerinnen, trotzdem mit knapp 14 Jahren noch keinen genauen Durchblick von Verhütung, Verantwortung und Konsequenzen, sie war mit damals 18 Jahren noch Jungfrau und zudem sehr katholisch erzogen worden und somit auch nicht 100% im Bilde - haben wir nie verhütet und es kam, wie es kommen musste. Sie wurde schwanger und mein weiteres Leben in seinen Gründzügen erschüttert. Da Ihre Eltern auf keinen Fall davon erfahren durften (nicht mal, dass sie einen Freund hatte), gleichzeitig aber eine Abtreibung für sie nicht in Frage kam, hat sie letztendlich das Kind in Deutschland ausgetragen, es 'uns' (meinen Eltern und mir) überlassen und ist in die Heimat zurück. Versteht sie nicht falsch, sie war keine schlechte Person oder gefühlslos. Es hat sie schier wahnsinnig gemacht, Ihre neugeborene Tochter für immer alleine in Deutschland zurücklassen zu müssen. Aber ihr Umfeld lies ihr keine andere Wahl.

Naja, es steht außer Frage, dass ich ohne die Hilfe meiner Eltern und meiner beiden Schwestern es nie hinbekommen hätte, meine Tochter einigermaßen kindgerecht grosszuziehen. Nichtsdestotrotz war meine Jugend, meine Unbeschwertheit, meine Unbekümmertheit schlagartig wie weggeblasen. Es ist als Pubertierender kaum abzuschätzen, was es heißt, Verantwortung für ein eigenes Kind zu übernehmen, insbesondere wenn man als Mann (Junge) in den ersten Monaten nicht mal die Grundbedürfnisse seines eigenen Kindes befriedigen kann. Mal davon abgesehen, dass mein Tagesablauf nun nicht mehr dem eines normalen Teenagers mit Basketball spielen, Mädels kennenlernen, Mist bauen etc. entsprach, sondern mit wickeln, füttern, spazieren gehen und trösten ausgefüllt war - und welcher Freund hat in dem Alter schon Lust auf Kinderwagen schieben? Es haben sich zwar nicht alle abgewendet, aber zwangsläufig wurde mein Freundeskreis immer kleiner. Ich musste - ich weiß, es ist meine eigene Schuld - auf so vieles Verzichten, im Prinzip habe ich damals mit 14 Jahren meine Kindheit für immer verloren. Wie ich es im Einzelnen geschafft habe, meine Schule inklusive Abitur und mein Studium neben der Erziehung, dem Alltag und meinen Problemen zu bewältigen, weiß ich nicht mehr. Was ich allerdings weiß, dass viele Aspekte - gerade persönliche Entwicklungen, Freundschaften, Beziehungen zu anderen Mädels, Sport - kaum noch stattfanden und ich heute noch Defizite habe - einfach weil ich nie die Zeit oder Chance hatte, diese Dinge auszuprobieren. Das es auch im Alltag oftmals nicht leicht ist/war, zum Beispiel als 20 Jähriger seine 6 jährige Tochter einzuschulen und den ungläubigen, teils auch verachtenden Blicken der anderen Eltern und Lehrern standzuhalten, sollte nachvollziehbar sein. Das man von den schrecklichen Bürozimmertanten in den Behörden und Ämtern wie ein Verrückter und Bekloppter behandelt wird, der seiner Tochter eh nichts bieten kann und Ihr geradewegs den Weg in ein ähnliches Schicksal ebnet, habe ich im Laufe der Jahre zu akzeptieren gelernt. Das ich generell unter Verdacht stehe ein Rabenvater zu sein und auch so kritischer als normale Eltern angesehen und beurteil werde, kann ich auch mit umgehen. Das aber nahezu die komplette Gesellschaft einen jungen, allein erziehenden Mann mit einem Mischlingskind ausgrenzt, vorverurteilt und abstempelt, ist leider immer noch schwer zu verstehen. Und das teilweise sogar meine Tochter für etwaige Versäumnisse oder Fehler Ihrer Eltern herhalten muss, macht mich rasend! Und doch, trotz all der Einschränkungen, Probleme und Hindernisse, bin ich der glücklichste Mensch und vor allem Vater der Welt, wenn meine mittlerweile 13 jährige Tochter zu mir kommt und sagt, dass sie mich liebt und stolz auf mich ist. Das berührt mich jedes Mal so, dass ich hemmungslos anfange zu weinen. Mein Schatz, ich weiß das ich Dir nicht den besten Start ins Leben geben konnte und es viele Dinge gibt, die ich Dir unendlich gerne gegeben hätte (eine Mutter zum Beispiel), aber leider nicht konnte. Trotzdem möchte ich, dass Du weißt, dass ich Dich über alles liebe und immer für Dich da sein werde. Den Tag Deiner Zeugung sehe ich schon lange nicht mehr als Unfall oder Pech, sondern vielmehr als das grösste Geschenk, dass mir je gemacht wurde. Ich liebe dich.

Beichthaus.com Beichte #00023024 vom 27.09.2007 um 21:05:50 Uhr (100 Kommentare).

Gebeichtet von das_philipp
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