Unser Bunker im Wald

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Dummheit Engherzigkeit Waghalsigkeit Kinder Dessau-Roßlau

Unser Bunker im Wald
Ich (m/23) möchte einen Dummerjungenstreich beichten. In der Grundschulzeit haben wir (drei Jungs) oft und gerne Bunker und Buden im Wald gebaut. Bei einem Bau haben wir uns dann irgendwann ziemlich gestritten. Normalerweise wurde das mit einer Prügelei aus der Welt geschafft, aber mein Freund und ich waren so sauer auf den dritten, dass wir ihn einsperrten und für eine gewisse Zeit nicht gehen ließen.


Problem dabei: dieser Junge litt an Diabetes, musste regelmäßig gespritzt werden und war darüber hinaus in dem Moment schon sehr spät damit dran. Wir wussten das und haben es ignoriert. Erst nachdem er uns minutenlang anflehte, haben wir ihn gehen lassen. Er ist dann nach hause getorkelt. Glücklicherweise ging alles gut und er bekam noch rechtzeitig seine Dosis. Rückblickend schäme ich mich für unser Verhalten. Wie grausam Kinder sein können. Ich bin mir auch nicht sicher, ob man das noch unter Dummerjungenstreich verbuchen kann.

Beichthaus.com Beichte #00030928 vom 25.03.2013 um 11:21:20 Uhr in Dessau-Roßlau (13 Kommentare).

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Der Schülerschreck

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Zorn Verzweiflung Schule Arbeit

Der Schülerschreck
Ich bin 33 Jahre alt und Lehrerin für Deutsch und Geschichte an einem Gymnasium, das sich nach einem berühmten deutschen Schriftsteller benannt, auf Sprachförderung spezialisiert hat. Das hört sich zwar toll an, ist aber eigentlich völlig nichtssagend. Die Schule unterscheidet sich kaum von anderen Lerninstituten, außer vielleicht in der technischen Ausstattung. In jedem noch so unwichtigen Raum hängt ein Smartboard, mit dem viele meiner älteren Kollegen überhaupt nicht zurechtkommen. Die Tafeln wurden vollends abgeschafft, wenn die Technik versagt, ist der Unterricht also Improvisation. Aber das ist eigentlich alles völlig unnötig, die Klassensätze Netbooks für die Informatikkurse und dieser ganze angeblich hilfreiche Technik-Quatsch macht keinen Sinn, wenn besagtes Gymnasium in einem Problemviertel liegt. Ich habe nichts gegen ausländische Schüler oder gegen Kinder von mittellosen Eltern, aber die Einstellung zum Lernen ist schon in den unteren Klassenstufen einfach schlecht. Keiner hat Lust, Hausaufgaben zu machen, zu lernen oder auch einfach nur zuzuhören, geschweige denn mitzuarbeiten. Je höher die Klassenstufe, desto höher der Prozentsatz der Schüler, die jährlich sitzen bleiben. Ich muss auf Fragen wie: "Was heißt untermauern?" in der elften Klasse antworten. Neulich hat mich ein Mädchen aus der achten Klasse gefragt, ob Europa ein Kontinent ist!

Ich verzweifle einfach nur in meinem Job. Die Eltern schieben die Verantwortung für schlechte Noten auf die Lehrer, die Lehrer verlieren jeglichen Tatendrang und die Schüler verdummen von Jahr zu Jahr mehr. Sie wissen, wie man das Smartboard benutzt, aber kriegen es nicht auf die Reihe, sich zu merken, dass die Weimarer Republik keine Diktatur war. Einmal war ich so sauer, dass ich mit einem Stück Gurke nach einem Schüler geworfen habe. Das war mir extrem peinlich, aber wurde allgemein als Spaß aufgefasst. Ich sehe einfach nicht ein, meine Zeit damit zu verschwenden, einen interessanten, abwechslungsreichen Unterricht vorzubereiten für einen Haufen primitiver Affen, der nicht fähig ist, sich länger als fünf Sekunden zu konzentrieren. Also habe ich dementsprechend resigniert und reagiert, obwohl mir das sehr missfällt, weil ich sicherlich nicht dafür jahrelang studiert habe. Ich bin einfach absichtlich zum Schülerschreck geworden. Ich gebe jeden Tag Hausaufgaben auf, ich zwinge die Kinder, jedes Mal aufzustehen, wenn ich in die Klasse komme. Sobald jemand unerlaubt spricht, fliegt er raus und kriegt eine sechs, wer seine Aufsätze oder Referate nicht rechtzeitig fertig hat, bekommt einen Brief nach Hause. Ich weiß, dass Angst nicht das beste Mittel ist, um Kindern etwas beizubringen, aber neuerdings ist es wunderbar ruhig. Ich lese gewissenhaft angefertigte Hausarbeiten und rege mich nicht mehr so doll auf. Ich denke, ich werde die Schüler noch eine Weile quälen und wenn ich das Gefühl habe, dass sie es verinnerlicht haben, werde ich wieder etwas milder sein. Diese Lehrer mochte ich als Schülerin damals auch am meisten und habe bei ihnen am besten gelernt.

Beichthaus.com Beichte #00030926 vom 24.03.2013 um 19:38:33 Uhr (69 Kommentare).

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Ich finde keine Freunde

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Verzweiflung 50+ Gesellschaft Schwerin

Ich beichte, dass ich (m/50) nicht normal bin. Alle denken, dass ich es bin, aber ich bin es nicht. Ich habe nämlich überhaupt keine Freunde. Und ich meine wirklich: keinen einzigen. Wenn ich zum Beispiel Geburtstag habe, rufen meine Eltern an (wenn sie daran denken, das tun sie aber nicht immer) und vielleicht gratuliert mir ein Nachbar. Das war es. Ich glaube, die letzten Freunde hatte ich, als ich in der Schule war. Seitdem ist es mir nicht gelungen, dauerhafte freundschaftliche Beziehungen aufzubauen, obwohl ich alles probiert habe, was man so gemeinhin empfiehlt.

Ich bin zum Beispiel zur Zeit Vereinsvorsitzender und in vielen Bereichen ehrenamtlich aktiv. Und auf der sachlichen Ebene kann ich ohne Probleme mit Menschen zusammenarbeiten. Aber ich schaffe es nicht, diese vielfältigen Kontakte irgendwie auf die private Ebene zu ziehen. An guten Tagen kann ich damit leben. An schlechten Tagen denke ich, dass ich der schlimmste Mensch auf der Welt sein muss, weil doch alle anderen, die ich kenne, Freunde haben. Am schlimmsten finde ich, dass selbst Menschen, die total arrogant und egozentrisch sind, sich vor Freunden kaum retten können. Das Komische ist: Ich hatte noch nie Schwierigkeiten, eine Partnerin zu finden. Aber Freunde finde ich ums Verrecken nicht.

Beichthaus.com Beichte #00030925 vom 23.03.2013 um 23:01:03 Uhr in Schwerin (21 Kommentare).

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Die Schmarotzer-Familie

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Verrat Familie Geld

Es geht um die Familie meines Mannes. Ich bin Anfang 20, er ist Mitte 20. Vorweg: Der Vater würde meinen Mann heute noch schlagen, hätte ich ihm nicht mit Anzeige und Gericht gedroht. Seine Mutter schaut zu und tut nichts. Seine jüngere Schwester war schon immer der Liebling, denn sie war ein Wunschkind, während ihm die Schuld daran gegeben wurde, dass die Eltern so jung heiraten mussten. Südländer halt. Seine Schwester hat zwei Wochen vor mir entbunden. Während seine Eltern seit der Geburt vor nunmehr zwei Jahren genau zweimal bei uns waren, besuchen sie die Schwester täglich. Dazu muss man wissen, dass man mit dem Auto zu uns fünf Minuten, zur Schwester 30 braucht. Die Ausrede: "wir haben keine Zeit" oder "ihr seid zu weit weg!" Nun zum eigentlichen Thema. Wir waren kurz nach der Geburt bei seiner Schwester und nachdem mal wieder Stunden über Gejammer der Geldsorgen vergangen waren, habe ich mitbekommen, dass sowohl er als auch sie schwarz arbeiten und nebenher noch Leistung vom Arbeitsamt kassieren! Während wir hart arbeiten gehen und uns jeden Cent selber zusammensparen, bescheißen die, wo es nur geht und wollen mir dann noch was von Ehre und Anstand erzählen! Daraufhin ist mir innerlich der Kragen geplatzt! Ich habe am nächsten Tag einen anonymen Hinweis beim Arbeitsamt eingeschickt, worauf die Arbeitgeber und die beiden Herrschaften gründlich inspiziert wurden. Meine Beichte: ich bin daran schuld, dass zwei Betriebe wegen Schwarzarbeit Strafe zahlen mussten und ich habe dafür gesorgt, dass meiner Schwägerin und ihrem Stecher die Bezüge gestrichen und zurückverlangt wurden. Mein Mann weiß bis heute nichts davon und das soll auch so bleiben.

Beichthaus.com Beichte #00030918 vom 21.03.2013 um 21:40:54 Uhr (22 Kommentare).

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Das Leben mit dem falschen Mann

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Verzweiflung Ex Liebe

Am 1. September diesen Jahres sind es drei Jahre mit meinem Freund. Aber ich (w/20) habe ein Problem. Zu meiner Situation: Wir haben alles im Schnelldurchlauf bearbeitet. Zwei Wochen, nachdem wir uns kennenlernten, kamen wir zusammen, einen Monat später wohnte ich quasi bei ihm und drei Monate später war ich schwanger. Nein, ich war nicht zu dumm zum verhüten, ich wurde gut aufgeklärt und kann mir bis heute nicht erklären, wie es passiert ist. Mein Frauenarzt konnte mir auch keine Antwort geben. Aber egal, denn ich liebe meinen Engel! Seit anderthalb Jahren haben wir eine schöne, große Wohnung, also im Prinzip das perfekte Glück. wären da nicht ein riesiger Berg Schulden, den er mitgebracht hat und die Nachricht von meinem Ex vor drei Tagen. "Ich wandere aus, ich weiß, ich war ein Arschloch. Ich wollte mich trotzdem von dir verabschieden." Während mein Herz auf dem weg in meine Hose war und meine Hände von erdbebengleichen Erschütterungen heimgesucht wurden, hoffe ich immer noch, dass mein Freund meinen Gesichtsausdruck nicht gesehen hat. Meinen Ex habe ich damals wegen meinem Freund verlassen. Nicht, weil ich ihn nicht mehr geliebt habe, sondern weil er mir schlicht und ergreifend das Gefühl gab, nicht mehr wichtig zu sein.


All die Dinge, die er mir jetzt geschrieben hat, hätte er mir vor drei Jahren sagen sollen, aber er war zu stolz, zu verletzt, zu dumm, um es mir zu sagen. Hätte er es getan, wäre ich heute vermutlich noch mit ihm zusammen. Die Gefühle für meinen Ex kann ich nicht leugnen. Ich habe deswegen ein furchtbar schlechtes Gewissen und die Vorstellung, dass er ans andere Ende der Welt zieht, ist irgendwie komisch. Meinem Freund kann ich davon nichts sagen, weil der krankhaft eifersüchtig ist. Ich liebe meinen Freund wirklich, aber wenn ich zurück denke, dann war mein Ex meine große Liebe und ich fürchte, dass sich das auch in den nächsten Jahren nicht ändern wird. Auf diesem Weg will ich also beichten, dass ich seit drei Jahren das Gefühl habe, meine Familie zu betrügen, weil ich manchmal in Gedanken mein Kind packe und zu meinem Ex gehe. Doch ich tue es nicht, weil ich meinen Freund, meine Familie und mein Zuhause nicht verlassen will.

Beichthaus.com Beichte #00030917 vom 21.03.2013 um 18:22:26 Uhr (16 Kommentare).

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