Warum man seine Geschwister gut behandeln sollte

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Boshaftigkeit Ignoranz Familie

Ich (m/25) habe in meiner Kindheit und Jugend meinen kleineren Bruder (21) sehr schlecht behandelt. Ich war herablassend, verachtend, boshaft, ignorant und habe ihm massiv das Leben erschwert. Komplett ohne selber irgendeine Einsicht oder ein echtes Verantwortungsbewusstsein für mein Handeln zu haben. Ich habe mich sehr schlecht verhalten. Das Familienleben war ebenfalls nicht gut. Irgendwann hat mein aktives Verhalten nachgelassen und sich in Ignorieren gewandelt. Nochmal bisschen Älter habe ich einfach mein Ding gemacht und ich hatte ihn überhaupt nicht mehr auf dem Schirm. Erst als ich seinem Laster (Rauchen) ebenfalls nachging hat sich etwas verändert. Zunächst mieden wir uns beim Rauchen, dann schweigend, bis hin, dass wir anfingen täglich und länger miteinander zu reden.

Obwohl ich ihn (aus meiner Sicht) schon lange in Ruhe lies, begann er erst in der Zeit unserer Annäherung richtig aufzublühen. Pflegte wieder Freundschaften, machte Zukunftspläne, strahlte und war glücklich. Das fiel auch der ganzen Verwandtschaft & unserem Umfeld auf. Wir machten irgendwann Zukunftspläne, zwecks gemeinsamer Wohnung (im Elternhaus), evtl. sogar mal eine Firma zusammen. Er lernte viele Sternenbilder von mir, worauf er stolz war. Bis hin, dass er mich sogar mit Sandwiches überraschte. Dass währe 2,5 Jahre zuvor undenkbar gewesen! Doch dann letztes Jahr in der Nacht weckte mich mein Vater. Im Wohnzimmer waren Polizisten & Seelsorger. Mein kleiner Bruder hatte einen Unfall und war sofort gestorben.

Mich zerreißt es innerlich. Auf der einen Seite bin ich zu einem riesigen Anteil daran Schuld, dass er zurückgezogen und nicht lebensfroh war. Und auf der anderen Seite habe ich ganz stark beeinflusst, dass er Anfing aufzublühen, einfach ein fröhlicher toller Mensch mit klasse Persönlichkeit zu sein. Wir waren gerade dabei unsere Freundeskreise verschmelzen zu lassen. Mir kommt alles so vor, als währen wir lange Zeit im Nebel nebeneinander gegangen, ohne den anderen wahrzunehemen. Als es heller wurde habe ich erst angefangen meinen Bruder zu sehen. Wir wanderten zusammen weiter, beschlossen viele Abenteuer gemeinsam zu erleben. Doch schon beim Anstieg der ersten Bergtour haben sich unsere Wege auf tragische Weise getrennt. Ich bin am Boden zerstört. Er fehlt mir so sehr. Ich war doch erst am Anfang meinen wundervollen kleinen Bruder kennenzulernen.

Warum habe ich euch an meiner ausführliche Beichte teilhaben lassen? Es ist Zeit zu Handeln! Ich weiß, dies hier wird jemand lesen, der sich in irgend einer Weise wiedererkennt. Und wenn es nur, das Ignorieren ist, was allein sehr hart sein kann. Wenn ihr Täter seid, macht die Augen auf. Glaubt nicht, dass eure Handlungen an den anderen Abprallen. Wenn ihr Opfer seid, dann zeigt dem Täter, was er wirklich macht. Seid einfach mal mutig! Es gibt nichts zu verlieren, aber alles zu gewinnen! Die Zeit drängt.

Beichthaus.com Beichte #00041880 vom 16.07.2019 um 19:19:53 Uhr (10 Kommentare).

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Keime & Bakterien

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Ekel Neurosen Familie

Ich (w/19) habe Zwangsneurosen und ekel mich seit ich 8 bin, vor mehr Keimen und Bakterien. Aus irgendeinem Grund habe ich total Angst, dass Bakterien in mein Gesicht kommen (durch Anfassen oder so) und ich dadurch Pickel/Hautunreinheiten bekomme. Dazu muss man sagen, dass ich einen schwerstbehinderten älteren Bruder (m/30) habe und der bis vor Kurzem noch bei uns im Elternhaus lebte. Er musste von meinen Eltern auch regelmäßig gewindelt werden. Aufgrund der vollständigen Lähmung hatte er meistens Verstopfungen und wegen der ganzen Medikamente durfte er meistens keine Abführmittel bekommen, da er da sehr sensibel ist. Also haben die Ärzte meinen Eltern zum "manuellen Ausräumen" geraten. Das bedeutet plump: Finger in Popo und herausholen. Weder sind meine Eltern 100 % reinlich, noch haben sie sich danach 30 Sekunden die Hände gewaschen, geschweige denn immer mit Seife. Desinfiziert wurde auch nicht.

Meine Eltern verstehen meine Zwangsstörung und mich nicht. In meinen Gedanken ist alles was sie anfassen verseucht. Ich bin schon richtig traurig, ich hab meine Familie doch lieb, würde aber am liebsten Auswandern oder zumindest weit weg. Ich fühle mich immer total schmutzig, wenn ich Haushaltsgegenstände anfassen muss und habe auch nicht die allerbeste Haut.

Beichthaus.com Beichte #00041846 vom 26.05.2019 um 22:42:30 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Selbstgespräche

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Peinlichkeit Manie Memmingen

Ich (w/22) führe Selbstgespräche. Also eigentlich schon mein Leben lang. Wenn mich irgendetwas beschäftigt oder ich über etwas nachdenke, bespreche ich das quasi mit mir selber. Also ich stelle mir dabei keine andere Person vor, sondern spreche einfach nur das, was ich gerade denke laut aus. Die meisten Probleme mach ich auch so mit mir selbst aus, ich brauche wenig Ratschläge von anderen Personen. Liebeskummer z.B. hab ich so am besten überwunden. Ich frage mich immer, ob das normal ist oder mal im Kindesalter etwas passiert ist was das ausgelöst hat. Ich weiß nur, dass mein Bruder das auch macht. Vielleicht ist das auch in den Genen ich weiß es nicht.

Auf jeden Fall hab ich immer Angst ertappt zu werden weil ich nicht weiß wie andere darauf reagieren. Es gibt von Selbstgesprächen ja verschiedene Arten. Beim Arbeiten zum Beispiel, aber bei mir ist das wirklich, als würde ich mit einer anderen Person über verschiedene Themen reden. Ich stelle mir aber niemanden vor. Ich wollte das jetzt einfach mal loswerden, weil außer meinen Eltern das keiner weiß. Nicht mal mein Freund.

Beichthaus.com Beichte #00041837 vom 10.05.2019 um 11:37:13 Uhr in Memmingen (11 Kommentare).

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Der Abschiedsbrief meines Ex

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Fremdgehen Ex Selbstverletzung Darmstadt

Ich (w/34) möchte beichten, dass ich meinen Exfreund vom ersten bis zum letzten Tag unserer Beziehung betrogen habe. Schon als wir zusammenkamen hatte ich zwei bis drei weitere Freunde, mit denen ich gekifft habe und immer wieder - meist ungeschützten - Sex hatte. Mit meinem Exfreund kam ich nur zusammen, weil er ein sehr lieber Junge war, der mich schon vergöttert hat, seitdem ich 14 war. Unsere Beziehung dauerte fast 9 Jahre und war geprägt von hunderten Lügen, teilweise log ich, um andere Lügen zu decken. Ich habe meine beste Freundin, meinen Bruder und meine Cousins so manipuliert, dass sie ebenfalls meine Lügen gedeckt haben. Die Freundschaft zu meiner besten Freundin ist daran zerbrochen.

Als mich mein Exfreund nach seinem Studium heiraten wollte, sagte ich zunächst "JA" und merkte dann, dass ich fast niemanden aus meinem Freundeskreis oder meiner Familie hätte einladen können, weil alle die Wahrheit kannten. Also trennte ich mich - unter fadenscheinigen Gründen - von meinem Verlobten. Schuld empfand ich keine. Ich warf ihm vor, mich als Mensch nicht zu schätzen und mich nicht wirklich zu begehren. Ich warf ihm sogar vor, dass er nie eifersüchtig gewesen wäre, selbst wenn ich hunderte Male mit Schulfreunden, Studienkollegen oder anderen Leuten feiern war, während er selbst studierte und arbeitete um uns ein schönes Leben zu finanzieren. Er war seit dem Ende der Beziehung bemüht befreundet zu bleiben, wir treffen uns ca. fünfmal im Jahr. Er war beruflich äußerst erfolgreich, heiratete eine ebenfalls erfolgreiche Frau, bekam zwei Kinder und baute ein Haus auf dem Grundstück, auf dem wir als Jugendliche spielten.

Weil unsere Beziehung schon fast 10 Jahre vorbei ist, habe ich ihm an Silvester die ganze Wahrheit gestanden. Ich habe nach all den Jahren jemanden gesucht, mit dem ich über meine Fehler reden kann. Er beging 4 Wochen danach Selbstmord, was ich selbst zu diesem Zeitpunkt nicht damit in Verbindung brachte. Seine Witwe schrieb mir nun einen Brief mit einer Kopie seines Abschiedsbriefes. Ich bin schuldig.

Beichthaus.com Beichte #00041823 vom 28.04.2019 um 14:25:25 Uhr in Darmstadt (38 Kommentare).

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“35.000

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Verheiratet mit 19

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Verzweiflung Partnerschaft Berlin

Ich (w/19) bin gerade zu dem Entschluss gekommen, dass ich mir mein eigenes Leben komplett und gänzlich verbaut habe. Kurz vor meinem Abi lernte ich durch meinen Nebenjob in einem Café einen Mann kennen. Wir plauderten ab und zu und mir gefiel es, plötzlich von einem Wildfremden so viel Aufmerksamkeit zu bekommen. Irgendwie fand ich ihn schön anzusehen, obwohl er sichtlich älter ist. Er ist nämlich 46, hat keine Kinder und ist geschieden. Ich war 17 als wir Nummern austauschten. Das störte mich aber nicht im Geringsten. Wir fingen an zu texten, zu telefonieren, uns zu treffen, und es fühlte sich gut an. Ich verliebte mich dann in ihn, und er sich in mich. Er war unheimlich zuvorkommend, spendabel und ist ein durchaus gutaussehender Mann.

Jetzt, nach meinem Abitur, sind wir also frisch verheiratet. Jegliche Freunde und Familienmitglieder rieten mir ab, mich auf ihn einzulassen. Ich brach mit jenen Freunden also schnurstracks den Kontakt ab, da ich nicht wollte, dass sie mir in mein Leben hineinreden. Ich wollte eigentlich studieren, eine eigene Bude haben und so weiter. Ich bin direkt von meinen Eltern mit meinem Mann zusammengezogen. In gewisser Hinsicht fühle ich mich komplett unvorbereitet auf das Leben als Ehefrau (Ehefrau, mit 19!) und fühle mich irgendwo noch etwas kindlich und unerfahren. Vielleicht hat ihn genau das so angezogen.

Jetzt, wo die rosarote Brille langsam an Farbe abnimmt, fällt mir plötzlich auf, dass wir inkompatibel sind. Wir haben keinerlei gemeinsame Interessen. Wir kommen aus zwei verschiedenen Zeiten. Er verbietet mir zu studieren oder zu arbeiten, weil er nicht will, dass ich mich "überarbeite", denn er erwartet von mir, dass ich den Haushalt führe und mich um unsere zukünftigen Kinder - die er alleine geplant hat, ohne meine Meinung einzuholen - kümmere. Er ist ein hohes Tier bei der Polizei und arbeitet oft und gerne, deshalb habe ich zwar keine Geldsorgen, aber was ist mit meinem persönlichen Wachstum? Studium? Reisen? Das gibt es nicht mehr. Ich liebe ihn, ich verstelle mich nicht, wenn er da ist, aber wie soll ich mit einem Mann umgehen, der mir nicht zuhört, mein Leben ohne mich plant und fast schon wie ein Elternteil agiert?

Meine Familie hört meinen Sorgen mittlerweile gar nicht mehr zu, denn sie haben mich von vorneherein schon vor genau dieser Situation gewarnt, und jetzt sagen sie, dass ich selber schuld bin. Aber bin ich schuld an meinem eigenen Unglück, weil ich einen Mann liebe und geliebt habe und ihm demnach auch vertraut habe? Jetzt sitze ich hier, habe niemanden, der mir helfen kann, höre traurige Musik und weine. Ich bitte um Vergebung, dass ich so dumm bin und war, und auch um Ratschläge und ein offenes Ohr.

Beichthaus.com Beichte #00041704 vom 04.01.2019 um 23:20:54 Uhr in Berlin (Steglitz) (26 Kommentare).

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