Der Freund einer Freundin

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Fremdgehen Selbstsucht Falschheit Uetersen

Eine gute Freundin hatte mal einen unglaublich abartigen Freund. Er war unglaublich eingebildet und noch dazu nicht gerade das, was man treuherzig nennen konnte. Nunja, die erste Zeit habe ich noch versucht meiner Freundin das normal zu verklickern, allerdings wollte das einfach nicht in ihren Schädel rein, es war nun mal ihr unglaublich toller Typ. Einmal, als wir zusammen mit Freunden in unserer Stammkneipe waren ergab sich jedoch die Situation, dass sie eher gehen musste. Kaum hatte sie den Raum verlassen, begann er dann ziemlich eindeutig mich anzugraben. Ich wollte erst nicht darauf eingehen, schließlich mochte ich ihn nicht sonderlich, doch als er nicht locker ließ hatte ich die Idee, bei der wohl der Alkoholkonsum ein gutes Stück mit beitrug. Wenn ich mitspielen würde und notfalls Beweise mitliefere würde sie sich sicher von ihm trennen. An sich wäre es auch nur fair, dass ich ihn wieder loswerde, da sie ihn über mich kennengelernt hatte. Ich ließ mich darauf ein, wir knutschten also etwas herum.


Am nächsten Tag rief mich dann besagte Freundin an und heulte mich erst mal voll. Offenbar hatten die Anderen es ihr bereits erzählt. Wieder meiner Erwartungen war sie jedoch keineswegs wütend auf mich, nein sie bedankte sich bei mir, dass ich ihr so eine gute Freundin bin, nachdem ich ihr erzählte, was meine Gedankengänge am Vortag waren und das es mir Leid täte. Nunja, sie hatte via SMS mit ihm Schluss gemacht und er hatte das wohl akzeptiert und meinte zu ihr, er habe eh Schluss machen wollen. Besagter Typ schrieb mir daraufhin im Übrigen eine SMS, in der er mir mitteilte, dass er mich eh von Anfang an haben wollte, aber dachte er hätte keine Chance bei mir und das wir dann ja jetzt zusammen sein könnten. Meine Antwort darauf war wohl ziemlich niederschmetternd, denn Freunde von mir erzählten mir später, dass er bestimmt eine Woche deshalb nur am heulen war, er schrieb mir in der Zeit auch noch einige SMS, die aber alle unbeantwortet blieben.
Meine Beichte ist also, dass ich mit einem unglaublich abartigen Typen geschlafen habe, ihm dadurch das Herz gebrochen, meine beste Freundin hintergangen und es später so gedreht habe, dass ich jetzt sogar noch besser bei ihr da stehe.

Beichthaus.com Beichte #00029639 vom 21.12.2011 um 13:50:21 Uhr in Uetersen (25 Kommentare).

Gebeichtet von Melina
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Die spaßbremsende Betschwester

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Hass Engherzigkeit Zwietracht Partnerschaft

Ich habe mich im Frühling in eine Arbeitskollegin verguckt, wirklich eine ganz Hübsche. Wir gingen also mal miteinander essen. Sie kam erst etwas arrogant rüber, das schreckte mich zunächst ab, aber dann unterhielten wir uns schließlich doch ganz gut. Nach drei oder vier Dates küssten wir uns und beschlossen, dass wir jetzt ein Paar wären. Was für ein frappierender Fehler. Bei unserem ersten Sex stellte ich fest, dass ihre Figur nicht ansatzweise so gut war, wie ich dachte. Sie ist eine Mogelpackung sondergleichen. So etwas wie Brüste hat sie nicht, sie besitzt nur BH's mit großen Einlagen, aber ihre Brust sieht ansonsten so aus wie die eines dicklichen Mannes, nur mit riesigen, seltsam geformten Brustwarzen. Der knackige Hintern entpuppte sich als Cellulite-Schlachtfeld, und der Bauch war einfach nur in eines dieser Taillenformungsteile eingequetscht, daher erschien er unter T-Shirts flach und straff. Das wäre ja alles verkraftbar gewesen, wenn sie nicht auch noch so phänomenal schlecht im Bett wäre. Fellatio und Cunnilingus sind für sie nichts als lateinische Fabelwesen und sie besitzt die Leidenschaft, Hingabe und Beweglichkeit eines langsam verrottenden Holzbrettes.

Ich versuchte daher, mich unauffällig in Schadensbegrenzung zu üben, und ihr zu sagen, dass wir doch nicht so gut zueinander passen würden. Das akzeptierte sie aber nicht recht und hing mir weiter auf der Pelle, mit der Argumentation ich solle kein Arschloch sein, das eine Frau einmal flachlegt und dann nichts mehr von ihr wissen will. Dazu konnte ich nicht wirklich etwas sagen, denn ich kam mir ja selber schäbig und oberflächlich vor. Bereits nach vier Wochen lernte ich ihre Eltern kennen und mich traf fast der Schlag. Verborte, missionarisch eifernde Christen, wie es sie konservativer nur in Niederbayern geben kann. Als erstes redeten wir über Gott. Ich hatte bis dato nichts gegen Religionen oder religiöse Menschen, aber das hat sich mittlerweile gründlich geändert. Auf meinen Einwand, warum uns denn der liebe Gott denn erst den freien Willen gegeben habe, wenn wir aufgrund seiner Benutzung in die Hölle kommen würden, reagierten sie wie Veganer die ein Tier schlachten sollen. Jedenfalls muss ich jetzt jeden Sonntag morgen, Punkt 7:30 mit in die Kirche, um mein Seelenheil doch noch zu retten. Als wäre das nicht schon schlimm genug, zeigt meine Freundin langsam Verhaltensweisen, die mit christlicher Nächstenliebe herzlich wenig zu tun haben. Sie hat sich mir gegenüber einen Kasernenhoftonfall angewöhnt, und wenn man nicht auf sie hört, wird sie zickig wie eine mailänder Operndiva.

Ihre Arroganz anderen Menschen gegenüber nimmt auch langsam Dimensionen an, die ich nie für möglich gehalten hätte. Als ich mich dazu erdreistet habe, sie auf die sehr unangenehmen Seiten ihrer Persönlichkeit hinzuweisen, ist sie erst halb explodiert, um mir dann dieses dämliche Bibelzitat mit dem Splitter und dem Balken im Auge des anderen an den Kopf zu werfen. Im Bett läuft schon seit Monaten nichts mehr, weil ja Sex eigentlich nur zum Kinderzeugen da ist und man gefälligst keinen Spaß daran zu haben hat. Falls doch, muss man hinterher aufs Tiefste bereuen und Buße tun. Ich habe beschlossen, meine Freundin, die olle spaßbremsende Betschwester, einen Tag vor Weihnachten zu verlassen, da ist die Gelegenheit günstig. Seit ein paar Wochen habe ich unsere Streits und Meinungsverschiedenheiten heimlich mit dem Handy aufgenommen, um ihr zu zeigen, dass sie und ihr herablassendes und verletzendes Getue in den allermeisten Fällen der Auslöser ist. Außerdem habe ich mir schon einen anderen Job gesucht, damit ich ihre Visage nicht jeden Tag sehen muss. Ihre Eltern wünschen mir sicherlich im wahrsten Sinne des Wortes den Teufel an den Hals, aber das ist mir vollkommen egal. Vielleicht hätten sie bei der Erziehung ihrer Tochter mehr christliche Werte und weniger bescheuerte Bibelzitate vermitteln sollen.

Beichthaus.com Beichte #00029636 vom 20.12.2011 um 10:59:10 Uhr (44 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Verfolgungsjagd

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Dummheit Waghalsigkeit Auto & Co. Duisburg

Als mein Freundeskreis und ich mit circa 19 unsere ersten Autos bekamen, waren wir natürlich fast jeden Tag mit der Karre auf Achse. Es hat wirklich unglaublich Spaß gemacht, die Gegend zu erkunden und neue interessante Orte zu entdecken. Meistens waren wir dann am Abend und in der Nacht unterwegs. Doch irgendwann wurde uns mit der Zeit auch das zu langweilig. Eines Tages fuhren wir durch eine eher ländliche Gegend. Vor uns fuhr ein Fahrzeug. Da kam ein Freund von mir auf die Idee, den vor uns fahrenden PKW zu verfolgen. Das taten wir zwar nicht lange, wahrscheinlich merkte es der Verfolgte gar nicht, doch dadurch wurde ein neues Spiel erfunden: Autos verfolgen.


Immer wenn wir seitdem nichts zu tun hatten, spielten wir es. Die Opfer wurden entweder willkürlich auf der Straße ausgewählt oder wir legten uns an bestimmten Orten mit dem Auto auf die Lauer. Der beliebteste Ort dafür war der Parkplatz einer innerstädtischen Diskothek. Unsere beliebtesten Opfer waren Mütter die bis Mitternacht ihre minderjährigen Töchter von jener Disko abholten. Der Spaß fing erst richtig an, als wir begannen die Zeit mitzustoppen. Unsere längsten Verfolgungsjagden kamen in eine entsprechende Bestenliste. Natürlich versuchten wir uns immer gegenseitig mit einem neuen Rekord zu übertrumpfen. Die Verfolgungsjagd galt immer dann offiziell als beendet, wenn wir den Verfolgten verloren hatten oder wir durch plötzliches Anhalten oder Wenden des Verfolgten zum Überholen gezwungen waren. Den Rekord hielt bis zum Ende ein Freund, der eine Mutter mit ihren Töchtern über eine halbe Stunde lang durch zwei Städte gehetzt hat. Das Ganze ist mittlerweile acht Jahre her. Wenn ich heute daran zurück denke, hatten wir natürlich eine Menge Spaß. Allerdings hätte den Verfolgten und sogar uns etwas zustoßen können, da die Verfolgungen manchmal sehr rasant wurden.

Beichthaus.com Beichte #00029630 vom 17.12.2011 um 23:00:53 Uhr in 47228 Duisburg (Moerser Straße) (15 Kommentare).

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Jalapeño Burger

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Boshaftigkeit Dummheit Waghalsigkeit Ernährung Restaurant Burghammer

Ich habe eine Zeit lang in einem namhaften Fast-Food-Unternehmen gejobbt. Eine Arbeitskollegin und ich haben uns manchmal einen Spaß daraus gemacht auf die Burger von Kunden, welche mit Jalapeños belegt waren, zusätzlich ein paar Tropfen von einer megascharfen Soße, welche ich bei eBay erworben hatte, hinzuzufügen. Ich habe sie selbst einmal ausprobiert. Ein Tropfen und mir flossen die Tränen. Wir taten das nur bei den besagten Jalapeño-Burgern, weil die Kunden bei diesen sowieso von einer gewissen Schärfe ausgingen. Bei anderen wäre unsere Aktion aufgeflogen und wir hätten wahrscheinlich ärger bekommen. Am lustigsten war, wie die Gäste Sekunden nachdem sie in ihre Burger gebissen haben, wieder an der Kasse standen und sich Milchshakes bestellten. Ich bereue es.

Beichthaus.com Beichte #00029628 vom 17.12.2011 um 12:58:13 Uhr in Burghammer (14 Kommentare).

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Arme New Yorker Putzfrau

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Faulheit Unreinlichkeit Urlaub USA

Ich habe einer Putzfrau in einem New Yorker Hotel wohl deutlich mehr Arbeit gemacht, als es hätte sein sollen. Zwei Kollegen und ich waren im August für einen Wochentrip nach New York geflogen. Der Trip selber war super, allerdings hatten wir gerade das Pech, dass unser Heimflug wegen Hurrikan Irene gecancelt wurde. Das haben wir bereits einen Tag vor Abflug erfahren und konnten so die Hotelbuchung um einen Tag verlängern.
Im Endeffekt waren es drei Tage, aber nur einer in diesem Hotel. Wir haben uns noch gerade so mit Fressalien und Getränken versorgt - zumindest soviel wir in den den Läden um das Hotel herum überhaupt noch finden konnten (falls die Läden überhaupt offen waren). Da wir dann quasi fast zwei komplette Tage nicht aus dem Zimmer kamen, hat sich da ein ziemlicher Müllberg angestaut. Der Mülleimer war auch schon längst überfüllt. Unserer Faulheit war es aber geschuldet, dass wir nicht an der Rezeption fragten, ob man den irgendwo leeren und den restlichen Müll entsorgen konnte, nein, wir haben einfach den restlichen Müll in die vielen Einkaufstüten gesteckt und alles neben dem Mülleimer platziert. Als wir dann am nächsten Tag abgereist sind, standen da ein übervoller Mülleimer, ein fast leerer Wasserkanister und fünf oder sechs volle Einkaufstüten mit allem möglichen Müll. Das Zimmer an sich war auch nicht mehr wirklich sauber, besonders hinter den Betten ist einiges an restlichem Müll gelandet, den wir auch nicht mehr komplett rausgefischt hatten.


Wir fanden die ganze Sache auch nicht so toll und so haben wir, statt der üblichen 3 Dollar pro Tag, die wir sonst immer hinterlegt hatten (es war ein Zwei-Sterne Hotel), einfach möglichst alle restlichen kleinen Scheine bis 5 Dollar da gelassen. Im Endeffekt waren es irgendwas zwischen 20 und 30 Dollar und ich habe gar noch einen kleinen Entschuldigungsbrief geschrieben, in dem ich drauf verwies, dass wir wegen Irene einfach länger bleiben mussten als erwartet. Es tut mir trotzdem Leid, dass die arme Putze für unseren ganzen Müll wohl mehrfach ins Zimmer kommen musste und es ihr sicher den Arbeitstag, der durch den Hurrikan wohl eh schon scheiße genug war, nochmal erschwert hat. Hoffe das bisschen Extra-Trinkgeld hat es wenigstens etwas entschädigt.

Beichthaus.com Beichte #00029627 vom 17.12.2011 um 00:02:50 Uhr in USA (New York) (11 Kommentare).

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