Briefe an einen Unbekannten

6

anhören

Neugier Köln

Ich (20) habe es schon immer geliebt, Briefe zu schreiben. Manchmal schreibe ich Briefe und lege diese an verschiedenen Orten ab, mal in einer ruhigen Lese-Ecke in einem Buchladen oder in einem Cafe. Habe ich den Brief platziert, setze ich mich in die Nähe und warte. Es ist erstaunlich, wie viele Menschen den Briefumschlag mit den erfundenen Adressen öffnen, um den Inhalt zu lesen. Oft hatte ich nur geschrieben, dass ich hoffe, der Leser hätte einen schönen Tag gehabt. Mit der Zeit wurde es langweilig, weshalb mir die dümmsten Dinge eingefallen sind. Einmal schrieb ich, dass ich mich von dem Empfänger liebend gern in jeder Stellung nehmen lassen würde. Ich schmückte die Sache noch ein wenig erotisch aus und zum Abschluss sprühte ich das Parfüm meiner Mitbewohnerin auf das Papier. Lustigerweise wurde der Brief von einem Jugendlichen mitgenommen.

Erst letzte Woche hatte ich einen Drohbrief verfasst, ganz klischeehaft mit ausgeschnittenen Buchstaben aus Zeitungen. Im Brief stand, dass ich "Stefanie", so hieß die fiktive Empfängerin, schon lange beobachten würde, einmal wäre ich sogar bei ihr eingebrochen und hätte sie beim Schlafen beobachtet. Mit den Worten "Wenn ich dich nicht haben kann, wird dich keiner haben!" schloss ich den Brief ab. Der arme Kerl, der den Brief geöffnet hatte, suchte kreidebleich das Weite.

Beichthaus.com Beichte #00040350 vom 23.09.2017 um 22:18:51 Uhr in Köln (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Vertrag mit meiner Mutter

4

anhören

Morallosigkeit Mutter Kinder

Als ich noch ein kleines Mädchen war, gab es in der Grundschule, oder viel eher nach Schulschluss, ständig Probleme mit den Hausaufgaben. Ich war eigentlich lernbegeistert und auch wissbegierig, aber die Art, wie meine Mutti an die Hausaufgabenhilfe oder Übungen rangegangen ist, gefiel mir gar nicht und ich konnte so nicht lernen. Entsprechend gab es immer Zoff. Nun, meine Mutti begann dann irgendwann, für jede Kleinigkeit wie Benehmen, Zimmer aufräumen und Hausaufgaben machen, schriftlich einen Vertrag aufzusetzen, in dem jeweils stand, dass ich, das Kind, mit diesem Vertrag verspreche und gelobe, mich zu benehmen, aufzuräumen etc..

Nette Idee, leider gab es nur immer einen Haken: ich wurde praktisch gezwungen, den Vertrag zu unterschreiben und das Versprechen abzugeben. Ich hatte gar nicht die Wahl, nicht zu unterschreiben. Mal davon abgesehen, dass es irgendwie dumm ist, einem achtjährigen Kind so etwas aufzusetzen, habe ich mich letztendlich nie an meine Vertragspflicht gehalten, weil ich eben nicht freiwillig unterschrieben habe und es gab immer weiter Stress und Ärger. Heute weiß ich, dass Verträge, zu denen eine Partei gezwungen wurde, ungültig sind, aber noch viel schlimmer ist eigentlich: Als Erwachsene scheiße ich gelinde gesagt auf Eide, Versprechen und dergleichen. So etwas wie Moral diesbezüglich und soziale Verpflichtung durch die Versicherung dieser kenne ich nicht. All das geht mir am Hintern vorbei, auch gegenüber Menschen, die ich eigentlich sehr gerne habe. Ich glaube, diese Aktionen von damals haben da irgendwas in meinem Hirn kaputtgemacht. Das Einzige, woran ich mich halte, ist mein Arbeitsvertrag, aber nur, weil die Regelungen dort nicht sonderlich mit meiner Schiene kollidieren.

Beichthaus.com Beichte #00040349 vom 23.09.2017 um 17:50:20 Uhr (4 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Meine perfekte Silikon-Frau

9

Fetisch Begehrlichkeit Liebe

Ich hatte mein ganzes Leben ein Faible für Statuen und Figuren jeder Art, ob groß oder klein. Ich verdiene sehr gut und habe eines Tages eine lebensechte weibliche Silikonfigur gekauft, für 10.000 Euro, also nicht so eine Love-Doll sondern eine Figur, die eher den […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00040348 vom 23.09.2017 um 01:25:15 Uhr (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Birnen aus dem Nachbardorf

7

anhören

Morallosigkeit Diebstahl Maßlosigkeit Familie

Mein Bruder arbeitet in einem Büro. Wenn er abends im Herbst nach Hause kommt, schleicht er sich weg, um in einem benachbarten Dorf Birnen zu stehlen. Dazu zu sagen ist, wir haben selbst mehr als genug Birnen und einige Kisten faulen ohnehin, weil wir sie nicht schnell genug essen können. Er hatte so viele gepfückt, dass man eine ganze Apfelkiste vollhatte. Eines Abends nahm ich einen seiner gestohlenen Eimer voller Birnen und schüttete, sie bevor er schlafen ging, in sein Bett. Er hat nichts an seinem Verhalten geändert und meine Eltern kümmern sich nicht um das, was er tut, und nennen mich seitdem einen Moralapostel. Ich beichte, dass ich (m/25) ein Moralapostel bin und mir nicht anders zu helfen weiß.

Beichthaus.com Beichte #00040347 vom 22.09.2017 um 22:50:08 Uhr (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Ich mag meine beste Freundin nicht!

7

anhören

Falschheit Boshaftigkeit Freunde Wien

Ich beichte, dass ich (w) meine beste Freundin eigentlich nicht mag. Sie ist irgendwie bei mir und ich bei ihr hängen geblieben. Sie weiß nicht, dass ich so von ihr denke und stellt auch auf Facebook Fotos von uns zwei rein. Wenn wir zusammen etwas tun, habe ich keinen Gesprächsstoff und kann nicht so sein, wie ich bin. Würde ich, dann kämen wir uns in die Haare. So bin ich immer freundlich und höflich, lasse sie von Plänen, Unternehmungen und Reisen in zwei, drei Jahren reden und denke mir, dass sich der Kontakt bis dahin hoffentlich verliert.

Beichthaus.com Beichte #00040346 vom 22.09.2017 um 22:33:27 Uhr in Wien (7 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge