Wlan-Krieg mit den Nachbarn

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Rache Engherzigkeit Selbstsucht Internet Nachbarn

Ich bin dieses Jahr aus beruflichen Gründen in eine neue Stadt gezogen, die im Süden Deutschlands liegt. Bisher war ich ja auch immer gerne mal in Bayern - aber diese Stadt ist nicht wirklich bayrisch und hat einen völlig anderen Menschenschlag. Da ich durch den recht spontanen Umzug eine berufliche Verbesserung erreichte, tat ich es dennoch. Da ich es allerdings nicht geschafft habe, sofort einen Internetvertrag abzuschließen, beschloss ich, mich im Haus mal vorzustellen und auch gleich zu fragen, ob ich kurzfristig, und gegen eine Übernahme der Monatsrechnung, deren Wlan mitbenutzen könne. Ich wurde angemault, einmal sogar bedroht, mir wurde die Türe vor der Nase zugeschlagen und keiner hatte auch nur den Anstand, mir zur Begrüßung die Hand zu geben. Dazu muss ich sagen, dass ich selbst bei bester Selbstreflexion weder unhöflich noch arrogant war, und mit meiner an sich lockeren, offenen und freundlichen Art eigentlich überall schnell Kontakte knüpfen kann.


Jedenfalls musste ich für einen Monat auf einen teuren LTE-Stick ausweichen, einer mit Prepaid, da ich ihn ansonsten ja nicht brauchte. Als ich diese Story einem Freund erzählte, fragte er mich, wie viele Wlan-Netze es gebe. Die Netze der Nachbarhäuser erreichen mich nicht, da mein Wohnhaus relativ frei steht, waren das nur die der Bewohner. Er sagte mir, er habe kürzlich an einem Gerät gearbeitet, welches Wlan-Netze lahmlegen könne. Und zwar vollständig, es wäre einfach kein Empfang mehr möglich. Gut, dachte ich, wer dermaßen unfreundlich ist, sollte auch kein Netz mehr haben. Fragt mich nicht, ich bin elektronisch gesehen eine Niete, aber er brachte mir das Kästchen mit und siehe da, plötzlich ging nirgends mehr Internet per Wlan. Natürlich wurde ein Stördienst gerufen, und das an einem Sonntag. Aber natürlich ging alles perfekt, solange dieser anwesend war. Dieses Spielchen habe ich etwa drei Wochen getrieben, bis mir der einzige halbwegs normale Nachbar im Haus gestand, dass alle so angespannt und gestresst wegen der erfolglosen Fehlersuche seien, dass man kurz davor sei, sich gegenseitig die Schuld zu geben und sich die Köpfe einzuschlagen. Ich wurde natürlich auch gefragt, aber ich bevorzuge ja kabelgebundenes Internet. Das wurde mir auch anstandslos geglaubt. Und man glaubt es nicht, als ich den Störsender oder wie man es nennen will, abschaltete, waren alle im Haus so erleichtert, dass sich die allgemeine Stimmung inzwischen zu einem halbwegs normalen Verhältnis zwischen den Nachbarn entwickelt hat. Aber bitten werde ich hier sicher niemanden mehr um etwas.

Beichthaus.com Beichte #00032491 vom 31.12.2013 um 03:56:34 Uhr (25 Kommentare).

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Die Last der Schuld

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Verzweiflung Ignoranz Familie Tod

Mein Sohn (29) litt unglaublich unter dem Druck seiner Frau und seiner Schwiegereltern und kam damit einfach nicht mehr zurecht. Er war sehr fleißig und wurde auf der Arbeit sehr geachtet - aber ihr und ihren Eltern konnte er es nie recht machen. Vor zwei Jahren wollte er sich dann von ihr trennen, um dem Druck zu entgehen, und vertraute mir diese Pläne an. Aber anstatt ihn zu unterstützen, sagte ich ihm, dass er seine Familie doch nicht im Stich lassen könne. Mir war das Ausmaß seiner Probleme einfach nicht bewusst! Ich habe dann sogar hinter seinem Rücken mit seiner Frau geredet, da ich nicht wusste, wie sehr er litt. Wir wohnten sehr weit voneinander entfernt und ich konnte nicht sehen, wie belastend die ständigen Auseinandersetzungen waren. Gerade mit dem Schwiegervater schien auch so manche Konfrontation zu eskalieren. Mein Sohn war natürlich tief enttäuscht von mir und hat mir nichts mehr von den Schwierigkeiten erzählt, mit denen er zu kämpfen hatte. Und ich dachte, dass alles wieder gut wäre. Bis er den einzigen Weg wählte, der ihm scheinbar noch blieb. Sein Suizid stürzte mich in tiefe Trauer und schwere Schuld. Er musste unglaublich verzweifelt sein und in dem Abschiedsbrief an seine Frau schrieb er, dass er hoffe, dass er jetzt endlich mal etwas richtig macht. Er konnte nicht mehr, obwohl er seine Kinder sehr liebte und unter anderen Umständen bestimmt nicht verlassen hätte. Ich mache mir heute schwerste Vorwürfe, dass ich mich so in sein Leben eingemischt habe, ohne die wahren Hintergründe zu kennen. Für seine Schwiegereltern ist jetzt natürlich jedes Problem gelöst. Sie behaupteten ja immer, dass mein Sohn ihnen die Tochter genommen hätte. Und jetzt sind sie wieder glücklich vereint - mein Sohn ist kein Hindernis mehr. Und er musste das alles erleiden, nur weil er dachte, dass er mit ihr glücklich sein könne!

Beichthaus.com Beichte #00032479 vom 29.12.2013 um 01:16:16 Uhr (26 Kommentare).

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Tod den Pflanzen

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Rache Vandalismus Engherzigkeit Familie

Wir haben einen gemeinschaftlichen Familiengarten. Und ich möchte beichten, dass ich gerade alle Wurzeln der Pflanzen und Bäume eines bestimmten Familienmitgliedes gekappt habe. Diese Person hat nämlich einen uralten Baum fällen lassen, der das Herzstück unseres Familiengartens darstellte. Und zwar ohne Absprache. Trotzdem tut es mir für die Pflanzen leid.

Beichthaus.com Beichte #00032462 vom 26.12.2013 um 19:11:41 Uhr (11 Kommentare).

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Unfreundliche Senioren

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Engherzigkeit Zorn 50+ Gesellschaft

Ich bin 20 Jahre alt und habe bisher noch nie ein schlechtes Erlebnis mit Mitmenschen im gehobenen Alter gehabt. Ich respektiere die älteren Leute sehr und gebe auch gerne meinen Sitzplatz im Bus frei, wenn dieser wiedermal überfüllt ist. Als ich vor ein paar Tagen ein Gebäude verlassen wollte, sah ich, wie eine ältere Dame mit Krücken mit Mühe versuchte, die Tür zu öffnen. Ich rannte die letzten zehn Meter dann regelrecht zur Tür, und meine Hand erreichte gerade den Türknauf, als die ältere Dame sich mit voller Wucht dagegen drückte und die Tür dadurch aufging. Ich stand dann dort und hielt ihr die Tür auf. Sie lief dann ins Gebäude und statt einem Lächeln oder etwas Ähnlichem schaute sie mich nur grimmig an und schrie mich regelrecht an, dass ich auch mal "Danke" sagen könnte, wenn ich mir schon von ihr die Tür öffnen lassen würde. Sie endete dann damit, dass die Jugend von heute so unverschämt ist, und sie das gar nicht Verstehen könne. Offensichtlich dachte sie wirklich, dass ich dort gewartet hätte, damit sie die Tür für mich öffnet. Ich war regelrecht schockiert und konnte kein Wort sagen. Auch ihr Ehemann schritt dann wortlos durch die Tür. Wenn man heutzutage also behilflich sein will, ist alles, das man bekommt, dass man angeschnauzt wird. Für mich war dann der ganze Tag gelaufen und ich wünschte dieser alten Dame tatsächlich etwas Schlechtes. Und das möchte ich beichten, denn ich nehme solche Dinge offensichtlich viel zu ernst. Vielleicht hatte sie einfach nur einen schlechten Tag.

Beichthaus.com Beichte #00032461 vom 26.12.2013 um 22:09:17 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Stromausfall an Weihnachten

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Arbeit Weihnachten Zaußwitz

Stromausfall an Weihnachten
Ich arbeite bei einem regionalen Energieversorger. Ein Kollege bat mich Heiligabend zu einem Haus, das zwei Dörfer weiter steht, zu fahren, das keinen Strom hat. Einfach, weil er gerade eine andere Störung bearbeitete und dort noch eine Weile brauchen würde. Da man einem Kollegen natürlich gerne mal aus der Patsche hilft, erklärte ich meiner Familie kurz, was Sache ist, und bin dann zu der Adresse gefahren. Ein alter Mann hat mich dann "begrüßt" und sich gleich mal beschwert, warum das so lange gedauert hat. Dabei war ich keine fünfzehn Minuten nach seinem Anruf bei ihm. Aber gut - der Mann hatte an seinem Verteiler herumgespielt und die Haussicherung abgeschossen. Auf meine Frage, ob er am Heiligen Abend nichts Besseres zu tun hat, als an seiner elektrischen Anlage herumzupfuschen hat er mich mit derbsten Schimpfworten bedacht. Ich meinte dann nur, dass es schon okay ist und dass ich nur eine neue Sicherung einsetzen muss, ehe ich wieder gehen könne. Seine Antwort war allerdings, dass ich ein dummes Arschloch bin und mich gar nicht erdreisten brauche, da er den Einsatz nicht zahlen würde. Also habe ich ihm höflich erklärt, dass ich in meiner Freizeit zu ihm gefahren bin, und ohnehin nichts aufgeschrieben hätte - während der Kollege sicherlich noch einige Stunden gebraucht hätte. Aber anstatt mir dann zu danken, dass ich diese Mühe auf mich genommen habe, fragte er mich, wie dumm man doch sein muss, um in seiner Freizeit eine Störung zu beheben. Und dann ist mir der Kragen geplatzt!

Ich hätte einfach eine neue Sicherung einbauen können, und hätte dann gehen können. Da seine Anlage und die Hauptleitung aber schon ziemlich ramponiert waren, habe ich nach Rücksprache mit der Leitstelle das Einsetzen der Sicherungen verweigert - mit der Berufung auf Gefahr im Verzug. Dann habe ich noch ein paar Fotos zur Dokumentation gemacht und weg war ich. Ich möchte hiermit also beichten, dass ich einem verbitterten, alten Mann an Weihnachten ohne Strom zurückgelassen habe, weil sein Verhalten absolut unmöglich war. Und das bleibt auch so, bis ein Elektriker die Anlage überprüft und sein OK für die Konstruktion bei uns abgibt. Für die Einschaltung des Stroms werden also noch ein paar Tage vergehen. Aber andererseits kann ich mit der Schuld auch gut leben, denn sollte etwas mit der Anlage passieren, bin ich voll haftbar, da ich den Zustand der Elektrik ja begutachten konnte und dann auch geduldet hätte. Und damit gehört der Schwarze Peter jetzt der zuständigen Elektrofirma. Ich bitte dennoch um Absolution für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00032460 vom 25.12.2013 um 20:57:01 Uhr in 04758 Zaußwitz (Oschatzer Strasse) (23 Kommentare).

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