Katze auf der Jagd

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Aggression Gewalt Stolz Nachbarn Tiere

Es ist schon ungefähr 35 Jahre her, da wohnte ich mit meinen Eltern in einem Mietshaus im vierten Stock. Aus einem der Fenster konnte man in einen kleinen Hinterhofgarten sehen. Beim Blick aus dem Fenster habe ich Nachbars Katze gesehen, die es auf einen Vogel abgesehen hatte. Ganz langsam schlich sie durch das Gras auf den ahnungslosen Vogel zu. Um den Vogel zu retten, griff ich zum Luftgewehr meines Vaters. Es war ein sehr kräftiges Gewehr, das man heute nicht mehr so einfach zu kaufen bekäme. Auf knapp 25 Metern - vom Fenster bis zur Katze - dachte ich mir, würde ich die Katze nicht verletzen, aber vielleicht erschrecken, damit sie vom Vogel ablässt. Also habe ich auf die Hinterbacke der Katze gezielt und geschossen. Keine Reaktion! Die Katze hat nicht einmal mit dem Ohr gezuckt. Also nachladen, zielen - Schuss. Wieder keine Reaktion! Dann noch einmal das gleiche Spiel. Nachladen, zielen, Schuss! Nach dem dritten Schuss muss der Vogel wohl etwas bemerkt haben und ist davongeflogen. Ich war etwas frustriert, da ich trotz sorgfältigem Zielen nichts bewirkt hatte. Nun, wenigstens war dem Vogel nichts passiert.


Einige Tage später hörte ich, wie die Nachbarin und Besitzerin der Katze sich über die Bosheit der Welt beschwerte. Irgendein Perversling hätte auf ihre Katze geschossen. Der Tierarzt hätte ihr drei Projektile aus der Hinterbacke herausoperiert. Die Katze hat die Verletzung gut überstanden und noch sehr lange gelebt. Mir tat die ganze Geschichte danach natürlich leid und ich frage mich, ob eine Katze bei der Jagd wirklich so konzentriert sein kann, dass sie nicht merkt, wenn sie von drei Kugeln getroffen wird? Irgendwie bin ich auch ein bisschen stolz, dass ich auf 25 Meter mit drei Schüssen eine Fläche von der Größe eines 5-Markstücks getroffen habe. Auf jeden Fall habe ich danach nie wieder auf ein lebendes Ziel geschossen.

Beichthaus.com Beichte #00034743 vom 02.01.2015 um 12:04:44 Uhr (12 Kommentare).

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Happy New Women!

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Verzweiflung Fremdgehen Ehebruch Last Night Silvester

Happy New Women!
Meine Frau und ich haben uns am 31.12. morgens getrennt und einen riesigen Streit gehabt. Ich bin dann zum Feiern nach Köln zu meiner Schwester gefahren - mein Silvester war auch wirklich toll! Allerdings habe ich mich neu verliebt. Ja, so komisch es auch ist, ich habe eine Frau kennengelernt und es hat sofort gefunkt. Natürlich war später auch Alkohol im Spiel und vielleicht hätten wir erst später Sex haben sollen, aber wir sind ja auch keine Kinder mehr. Ich will irgendwie gar nicht zurück nach Hamburg fahren. Inzwischen bin ich schon am Überlegen, ob ich mir hier nicht einfach ein neues Leben aufbauen soll. Allerdings mache ich mir wirklich Gedanken darüber, wie ich meiner Frau wieder gegenübertreten soll. Wir haben uns getrennt, und für mich ändert sich das auch bestimmt nicht mehr, aber irgendwie habe ich trotzdem ein schlechtes Gewissen.

Beichthaus.com Beichte #00034742 vom 02.01.2015 um 08:02:02 Uhr (21 Kommentare).

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“Beichte

Gefährliche Böller an Silvester

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Zorn Aggression Feigheit Waghalsigkeit Silvester Herford

Die Geschichte trug sich an Silvester zu. Nun - jeder wird wohl in seiner Nachbarschaft einige Leute haben, die an Silvester mit den Raketen und Böllern nicht so sehr aufpassen und es nicht ganz genau nehmen. Obwohl ich in einer Wohngegend lebe, in der es eigentlich nur ältere Menschen gibt, wohnen in einem Haus der Straße drei um die 18-jährigen Geschwister und deren Eltern. Ich will jetzt keine Namen nennen, aber in der Nachbarschaft weiß jeder, wen ich meine. Also besagte Eltern waren dieses Jahr nicht da und die Drei veranstalteten - alleine zu Hause - eine kleine Silvesterparty. Wie das bei übermütigen Möchtegern-Erwachsenen so ist, tranken sie natürlich viel Alkohol und machten Lärm und so weiter. Um 12 Uhr starteten natürlich die ersten Raketen. Diese wurden dann, weil es ja so lässig und cool ist, aus der Hand abgeschossen. Gleichzeitig haben sie versucht, möglichst flach über das Haus unserer Nachbarin zu schießen, welche ebenfalls nicht da war.


Bereits letztes Jahr hatten sie in ihrer Unvorsichtigkeit die Jacke einer älteren Dame, der wir glücklicherweise helfen konnten, angezündet. Dieses Jahr schossen sie aber im wahrsten Sinne des Wortes übers Ziel hinaus. Die ersten Raketen explodierten über unserem Haus. Eine Weitere blieb bis zum Holz-Schaft im Rasen stecken. Dann flog eine ihrer Raketen volle Pulle gegen die Vorderseite unseres Hauses. Dabei wurden mehrere Dachschindeln zerstört und es entstand ein teurer Schaden, aber darum geht es jetzt nicht. Eine Rakete explodierte direkt auf dem Haus, neben dem sich die Partygäste befanden, eine mitten zwischen ihnen. Das Schlimmste war aber die Rakete, die ungefähr in einem Meter Höhe erst über den Bürgersteig und dann durch unseren Vorgarten flog, auf dem mehrere Leute standen, und dann am nächsten Haus explodierte. Dabei hätte jemand stark verletzt werden können, vielleicht sogar bleibende Schäden davontragen können. Ein entfernter Bekannter hat bereits ein Auge durch eine Silvesterrakete verloren! Jetzt zu meiner Beichte: Ich beichte, dass ich diesen hirnlosen Vollidioten und ihren verantwortungslosen Eltern nicht kräftig in den Hintern getreten habe. Ich hätte dem Vorschlag meines Kumpels zustimmen sollen, einen Kanonenschlag zu dieser Bande von Traumtänzern zu werfen!

Beichthaus.com Beichte #00034738 vom 01.01.2015 um 22:29:32 Uhr in 32049 Herford (Wüstener Weg) (6 Kommentare).

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Mein unvergessliches Jugenderlebnis

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Neugier Masturbation Urlaub Frankreich

Mein unvergessliches Jugenderlebnis
Ich (m) war mit drei Freunden im Sommerurlaub in Frankreich. Wir waren an der Atlantikküste zelten und hatten unendlich viel Spaß. Wir haben uns extrem gut verstanden, doch wie es so ist, können zwei Wochen mit drei Jungs und hunderten gut aussehenden Schönheiten am Strand, die auch gerne mal oben ohne dalagen, für einen Jungen meines Alters extrem anstrengend sein. Es dauerte keine drei Tage und ich lief fast permanent mit einer enormen Beule in der Badehose herum. Da - obwohl ich nicht schlecht aussehe - ich mir keine Chancen bei einer der Strandschönheiten einräumte, verbrachte ich ab dem fünften Tag ein wenig mehr Zeit unter der Campingdusche. Dort waren immer einzelne Kabinen nebeneinander und ich hoffte, dass man mich nicht hören könne, wenn ich das Wasser laufen ließ.

Am vorletzten Tag stand ich also mal wieder unter der viel zu heißen Dusche, während ich zwei Mädels miteinander redend in die Dusche gehen höre. Eine von beiden geht in die Kabine direkt neben meiner. Mir fällt ein kleines Loch in der Trennwand auf. Die hübsche Stimme des Mädchens, das ungefähr in meinem Alter sein musste, brachte mich dazu, einen Blick durch das Loch zu werfen. Ihr Körper war wunderschön und ich konnte von den Brüsten bis zu den Knöcheln alles an ihr begutachten, viel besser als gedacht. Ich begann natürlich zu masturbieren, guckte aber nicht mehr durch das Loch, da ich mich schämte und auch Angst hatte, erwischt zu werden. Doch nach kurzer Zeit vernahm ich ein Geräusch, welches mich noch neugieriger machte und ich guckte erneut. Sie rasierte sich in der Bikini-Zone und gab mir einen perfekten Blick auf alle Details. Ich riss mich wieder zusammen und versuchte, einfach leise zu Ende zu masturbieren und zurück zu meinen Kumpels zu gehen. Doch ich konnte nicht anders, als erneut zu spannen und da sah ich, wie sie selber zu masturbieren begann. Ich konnte nicht mehr an mich halten, wurde auch etwas lauter und so bekam ich den besten Orgasmus meines Lebens. Ich duschte mich ab, zog mich an und verließ die Dusche.

Ich bereue mein Verhalten, dieses Mädchen benutzt zu haben und hoffe, dass sie, so weit sie doch etwas mitbekommen hat, von meinem Handeln nicht beeinträchtigt wurde. Das Schlimmste jedoch ist, dass ich es so erotisch fand, wie sie sich vermeintlich unbeobachtet duscht und masturbiert, dass sich ein Fetisch bei mir entwickelt hat. Ich hoffe, dass ich nie wieder so in die Privatsphäre anderer eindringe. Ich glaube aber, dass diese Vorliebe auch für meine Unerfahrenheit mit dem weiblichen Geschlecht steht und bin der Meinung, dass, sobald ich eine Beziehung habe, auch mit dem Verlangen nach dem Spannen Schluss ist.

Beichthaus.com Beichte #00034737 vom 01.01.2015 um 22:29:11 Uhr in Frankreich (Saint-Nazaire) (17 Kommentare).

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“Beichte

Mein Leben in einer Sekte und der Ausstieg

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Unglaube Verzweiflung Gesellschaft

Diese süß-melancholische Stimmung an Silvester treibt mich an, diese Beichte zu schreiben. Ich sitze alleine vor meinem PC. Diese Beichte ist gleichzeitig auch die düsterste Seite meines bisherigen Lebens. Ich bin männlich, erst 22 Jahre alt, doch was ich in den letzten drei Monaten erlebt habe, ist für mein Alter nahezu grausam.

Im September dieses Jahres verließ ich eine religiöse Sekte, deren Namen ich nicht nennen will. Fakt ist, dass mein ganzes Leben an dieser Sekte gebunden war. Auch meine ganze Verwandtschaft ist Teil dieser Sekte. Von klein auf wurde ich von meinen Eltern glaubensgemäß erzogen, ging missionieren und traf mich mit anderen Sektenmitgliedern in der Woche. An sich nicht schlimm, denn einige Werte dieser Erziehung teile ich bis heute. Meine besten Freunde waren Jungs in meinem Alter, die auch in diese Sekte hineingeboren waren. Eigentlich wie mit Sandkastenfreunden vergleichbar. Ohnehin waren fast alle meine Freunde in dieser Sekte, der Rest halt Klassenkameraden und Nachbarsbekanntschaften.

Ich entschloss aber, wie gesagt, im September dieses Jahres, die Sekte zu verlassen, da ich einige Glaubensansichten dieser Sekte nicht mehr teilte. Ich merkte dies spontan durch mein Bauchgefühl, vielleicht auch spät. Ich war aber überhaupt nicht sicher, wer ich eigentlich bin. Mein Reifeprozess dauerte länger, über die Entscheidung war ich aber zu 100 Prozent sicher, genau wie jetzt. Meine Verwandtschaft reagierte entsetzt, mittlerweile akzeptieren sie es. Ich fühle mich auch jetzt frei - im Sinne, dass ich mich nicht mehr verstellen muss und offen mein "Ich" ausleben kann.

Das tönt alles schön und gut, wäre da nicht dieser verdammte Haken, den ich bei meiner Entscheidung berücksichtigen musste. Es ist so: Einem tatsächlichen Sektenmitglied ist es verboten, mit einem ehemaligen Mitglied sozialen Kontakt zu pflegen. Das bedeutete, dass sich meine "Freunde" aufgrund ihres Glaubens von mir abwendeten. Auch familiär änderte sich vieles: Dort ist der Kontakt nicht untersagt, es wird jedoch strikt gehalten. Beispielsweise heiratet meine Cousine nächstes Jahr und ich bin als einziges Familienmitglied nicht eingeladen. Diese Sache oder Regel traf mich sehr hart. Da ich mein bisheriges Leben bei der Sekte verbrachte und alle sozialen Kontakte von dort stammten, verlor ich alle meine "Freunde". Das ist, als wäre euer Freundeskreis mit einem Schnips weg. Eine Einsamkeit, die ihr euch nicht vorstellen könnt. Ich empfand dies als größte Ungerechtigkeit überhaupt und war gleichzeitig wütend auf mich selbst. Mein bester Freund, den ich von der Hochschule kenne, war eine echte Stütze für mich, ein Segen. Trotzdem, diese Sache nagt noch immer an mir. Ich merke das vor allem an meiner Extrovertiertheit, denn die ist praktisch verschwunden. Früher war ich locker drauf, nach diesem Schlag habe ich extrem Mühe, mich der Welt zu zeigen. Das ist eh schon schwierig genug, da ich früher aufgrund meiner ängstlichen und frommen Sichtweise fast nie in den Ausgang ging und keine Gleichaltrigen aus der Stadt oder so kenne. Selbstmordgedanken überrollten mich, denn die Einsamkeit war unerträglich schlimm. Es bleiben die täglichen Konsequenzen: Ich bin ständig alleine im Zimmer, wechsele widerwillig mit meinen Eltern ein Wort und stehe unmotiviert vor der schwierigen Planung, wie ich mein Freundeskreis von Neuem beginnen soll.

Da dies Beichthaus.com ist und ich hier schon eine Beichte geschrieben habe, fragt ihr euch bestimmt, wo die Beichte ist. Ich kann euch sagen, was die Beichte ist. Gerade an solchen Tagen wie Silvester, oder Weihnachten, Konzerte, Events - wo man mit Freunden herumhängt - geht in mir so ein unbeschreiblich trauriges Gefühl hoch, dass ich meinen Ex-Freunden die totale Einsamkeit und das Pech im Leben wünsche. Dass es ihnen mindestens so miserabel geht, wie es mir ging. Da ich doch eigentlich ein pazifistischer Mensch bin und Streit und Hass verabscheue, verweilen diese Gedanken. Doch wie kann den Menschen nicht klar sein, dass Freundschaft nicht auf Religion basiert? Merken das auch die Mitglieder meiner ehemaligen Sekte?

Liebe Leser, ich möchte keine Diskussion starten, doch lasst mich euch etwas mitteilen: Tretet keiner Religionsgemeinschaft bei! Es ist dann ein Desaster, wenn ihr austreten wollt und ein sensibler Mensch seid. Mein Wunsch an Silvester wäre nur, dass es eine Welt ohne Religion gäbe, so wie es John Lennon in einem seiner Lieder dichtete. Welch eine Gedankenverschwendung!

Beichthaus.com Beichte #00034736 vom 01.01.2015 um 01:18:38 Uhr (21 Kommentare).

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