Chili-Schnitzel

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Peinlichkeit Ekel Restaurant Auto & Co. Autobahn AWallau

Chili-Schnitzel
An einem Freitagabend traf ich (m/30) mich mit Freunden in einem Lokal in Wiesbaden, gemütlich etwas Essen und später etwas Trinken gehen. Es gab ein sehr leckeres Chili-Schnitzel, dazu 2 alkoholfreie Weizen, da ich ja noch fahren musste. Danach gesellten sich noch ein paar weitere alkoholfreie Biere dazu. Als ich zu später Stunde nach Hause fahren wollte, merkte ich schon, dass etwas in meinem Magen gärt. Aber nochmal alleine in ein Lokal und etwas bestellen? Wie bescheuert sieht das denn aus? Nein, sind ja nur 20 Minuten bis daheim, klappt schon irgendwie. Also losgefahren auf die Autobahn. Nach wenigen Minuten wurde es immer schlimmer, ging sogar bis zu Magenkrämpfen. Um das noch im Griff zu haben drückte ich das linke Bein gegen die Fußstütze neben der Kupplung. Die Fast-Schiss-Anfälle kamen und gingen im 2-Minuten Takt. Plötzlich lugte es schon etwas hervor und ich bin raus auf den Standstreifen gefahren. Warnblinkanlage an und mich strategisch in die Gegend rechtes Vorderrad gehockt, so dass es wenigstens irgendwie nach Reifenwechseln aussieht. Einige goldene Götter entfleuchten mit viel Druck. Zum Glück hatte ich Taschentücher im Auto. Problematisch war noch die Boxershorts hochzuziehen, das geht nicht in der Hocke.

Ich habe aus Eitelkeit nicht alleine in einem Lokal zu sitzen auf die Autobahn geschissen. Diese Geschichte werde ich mir aufheben und sie an meinem Sterbebett, wenn jeder erwartet ich würde etwas Bedeutungsvolles über mein Leben oder meine Familie sagen, zum Besten geben. Bis dahin konnte ich immerhin hier mein Gewissen erleichtern, Danke.

Beichthaus.com Beichte #00029037 vom 15.06.2011 um 08:31:49 Uhr in Autobahn A66 Wallau (18 Kommentare).

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Fahndung nach Rentner

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Hass Vorurteile Boshaftigkeit Flug & Co. Flughafen München

Ich hatte vor Kurzem ein unschönes Erlebnis mit einem älteren Herren. Eine Freundin und ich (beide türkische Studentinnen) wollten uns ein paar erholsame Tage in München gönnen und sind deshalb mit dem Flugzeug aus Berlin angereist. Eine große deutsche Airline bietet einen Shuttle-Service in die Münchner Innenstadt an, den allerdings auch Fluggäste anderer Fluggesellschaften nutzen können, so wie wir welche waren. Der Bus hält in München an beiden Terminals. Als wir zustiegen, war der Bus schon sehr voll. Es saßen überwiegend Fluggäste der Airline im Bus, die den Shuttle-Service auch anbietet. Beim Einsteigen wurde ich dann von einem Rentner beschimpft, dass er wegen uns nun warten müsse und dass wir in diesem Bus doch sowieso nichts zu suchen hätten. Völlig unangebracht, da alle Fahrgäste den gleichen Ticketpreis zahlen müssen. Zuerst versuchte ich diesen Herren zu ignorieren, doch er wurde immer aufmüpfiger und war der Meinung, dass er mit türkischen Passagieren einer Billigfluggesellschaft nicht in einem Bus einer renommierten Airline sitzen muss. Dies gab er auch dem Rest des Busses zu verstehen. Irgendwann platzte mir dann der Kragen und ich zückte mein Handy und tat so, als ob ich die Polizei anrufen würde. Ich erwähnte die Begriffe Nötigung, Beleidigung und Rassismus und gab an, dass ich mich nochmal melden würde, wenn der Mann den Bus verlässt. Auch versicherte ich der Polizei, dass ich eine gute Personenbeschreibung und Zeugen haben würde.
Fortan war dann Ruhe im Bus und mein Urlaub konnte beginnen. Als der Mann dann an der ersten Haltestelle in der Münchner Innenstadt ausstieg, zückte ich wieder mein Handy. Sagen musste ich schon gar nichts mehr, da er den Bus schon verlassen hatte und augenscheinlich auch sehr in Eile war. Ich beichte, dass ich einem Rentnerehepaar wohl einen ordentlichen Schrecken eingejagt habe. Immerhin waren sie in der Annahme, dass die Polizei nach ihnen fahndet.

Beichthaus.com Beichte #00029030 vom 12.06.2011 um 11:24:53 Uhr in Flughafen München (34 Kommentare).

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Wenn der Zensus Mann zweimal klingelt

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Hass Zorn Unreinlichkeit WG Studentenleben Köln

Ich (w) beichte, dass ich im Bezug auf meine Mitbewohner sehr rücksichtslos geworden bin. Gestern Nacht habe ich bis halb zwei meine Lieblings-Dance-Mix-CD mit voller Lautstärke gehört. Ich weiß, dass ich das auch über Kopfhörer hätte hören können, aber jeden morgen werde ich geweckt, weil meine Mitbewohnerin es nicht schafft, eine Tür mit der Klinke zu schließen. Stattdessen wird die Tür jedes Mal mit voller Kraft ins Schloss gehauen. Mein Mitbewohner kifft den ganzen Tag, was mir persönlich egal ist, wenn der ganze Mist nicht in meine frisch gewaschene Wäsche ziehen würde. Und wenn er wenigstens nicht high gewesen wäre, als der Zensus-Mann da war. Außerdem bin ich vor zwei Monaten gezwungener Maßen hier eingezogen. Die Wohnung wurde mir vom Studentenwerk zugeteilt, ich hatte kein Mitspracherecht und musste das Zimmer nehmen. Und es war so dreckig, das glaubt einem niemand. Vor allem Küche und Bad sahen ganz übel aus. Ich bereue, dass ich so rücksichtslos und abgestumpft geworden bin, weil sich das ja auch auf andere Bereiche des Lebens überträgt. Das tut mir dann gegenüber Unschuldigen Leid, wenn ich rücksichtslos handele. Mit meinen Mitbewohnern habe ich kein Mitleid und ich zähle die Tage, bis ich endlich hier wieder raus komme. Falls jemand für den Biologie-Unterricht oder eine Bachelorarbeit in Biologie Schimmelkulturen braucht, bei uns im Bad hat meine Mitbewohnerin knapp fünf Jahre ein schönes Exemplar herangezüchtet.

Beichthaus.com Beichte #00029021 vom 08.06.2011 um 20:20:42 Uhr in Köln (20 Kommentare).

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Verhasstes Papakind

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Selbstverletzung Hass Falschheit Familie

Ich hatte eine komplizierte Kindheit. Mein Vater verließ meine Mutter und mich, als ich 7 Jahre alt war, weil er eine neue Frau kennenlernte, woraufhin meine Mutter in tiefe Depressionen verfiel. Ich habe meinen Vater abgöttisch geliebt, er war wirklich alles für mich. Ich war so gesagt ein Papa-Kind. Seine Erziehung war geprägt von Herzenskälte und absoluter Härte. Wer Gefühle zeigt, ist schwach. Das lehrte er mich auch mit Erfolg. Mein Vater hat nie verheimlicht, dass er puren Hass meiner Mutter gegenüber hegte, was mich als 7-Jährige natürlich völlig überforderte. Heute, wo ich es besser weiß, muss ich mir leider eingestehen, dass wir uns in Vielem gleichen, was mich immer wieder erschreckt.
Wir haben soviel Hass und Wut auf andere, dass wir es kaum schaffen, Menschen zu zeigen, dass wir sie gerne haben. Sie sogar lieben. Ich schließe relativ schnell mit Menschen ab, wenn ich mich verletzt fühle. Ich kann es kaum ertragen zu zeigen, dass mich etwas verletzt. Aber, nur weil ich mir dessen völlig bewusst bin, heißt das leider nicht, dass ich das abstellen kann.


Mit vielleicht 10 Jahren war ich diejenige, die die erwachsene Person im Haus war. Ich habe so gut es ging meine Mutter beschützt. Mir blieb auch nichts anderes übrig. Das war als Kind nicht leicht, zumal ich alle 2 Wochen, da besuchte ich meinen Vater, immer wieder fein runtergeputzt wurde. Dass ich so Fett bin, wurde immer mal wieder Thema zwischen ihm und seinen Freunden, obwohl ich daneben saß. Ich konnte nur nichts sagen. Ich war wie gelähmt. Ich war ein Kind!
Ich konnte ihm nie etwas Recht machen. Ich habe aus Frust alles in mich hineingefressen. Ich konnte spüren wie meine Haut am Bauch riss. Diese Dehnungsstreifen, die bei Schwangeren als Schwangerschaftstreifen bekannt sind. Das ist ein sehr ekelhaftes Gefühl. Ich kann es nicht beschreiben. Ich habe gefressen, bis ich kotzte. Ich habe mir die Fingernägel so weit abgefressen, bis sie bluteten. Noch schlimmer war das Händewaschen. Wenn die Haut weich wurde aufgrund des Wassers. Es tat so weh! Ich habe angefangen, Zigarettenstummel auf meinen Armen und Beinen auszudrücken. Ich habe mich absichtlich verletzt, weil ich diesem unglaublichen Druck einfach nicht mehr standhielt. Danach war ich für einen kurzen Moment einfach nur ich.


Meiner Mutter habe ich nie Vorwürfe gemacht. Sie konnte gar nicht anders zu diesem Zeitpunkt. Man ist halt ab einem gewissen Punkt auch einfach nur ein Mensch. Sie starb vor 6 Jahren. Mein einziger Anker. Sie alleine wusste, gegen was ich da ankämpfe. Was habe ich Gott verflucht! Er nahm mir alles! Ich habe nun mehr als 4 Jahre Therapie hinter mir. Ich bekomme es nur leider nicht aus meinem Kopf! Ich habe seit meiner Kindheit eine unglaubliche Wut, soviel Hass in mir. Wenn man in frühen Jahren bereits gelernt hat, dass es wichtig ist eine Maskerade zu spielen ist es schwer dies abzulegen. Ich musste gut gelaunt sein- den Schein wahren. Ich habe Menschen verscheucht, die ich wirklich geliebt habe. Und ja, ich bereue dies zutiefst! Der Gedanke daran schmerzt! Stattdessen hatte ich bisher Partner, wo ich wusste, dass es im Grunde nicht dass ist, was mich glücklich macht. Ich habe Menschen absichtlich weh getan, die ich liebte. Und es tut mir so Leid! Was in mir vorging, wusste keiner.


Fakt ist, dass ich nicht fähig bin eine Beziehung mit Liebe und Vertrauen aufzubauen, weil ich vorher bereits die Flucht antrete. Ich rede mir immer ein, dass ich stark bin, dass ich keinen brauche. Aber zugeben, dass ich traurig und einsam bin und nicht weiß, wohin ich gehöre, fällt mir so schwer. Selbst mir gegenüber. Für Außenstehende ist all dies vielleicht albern, völlig überzogen und sie können dies nicht nachvollziehen. Ich bin kein Dummchen und ich bin alles andere als naiv! Ich bin gerade wieder an einem Punkt, wo ich aufgeben möchte. Weil ich einfach nicht mehr die Kraft habe. Und, weil ich mich frage, warum ich mir das Leben selbst so schwer mache. Es scheint, als würde es wirklich Menschen geben, die fast schon schwebend durch ihr Leben gleiten und ich habe den Schlüssel für meinen Klotz am Bein so gut versteckt, dass ich ihn selbst nicht finde. Ich hasse alles, was mich umgibt. Oft habe ich mir gewünscht, nicht zu existieren. Und ich wünschte, dass ich den Mut hätte, meinem Vater/Erzeuger die gerechte Strafe für das zu geben, was er mir antat. Ob es gerichtliche Konsequenzen für mich hätte, ist mir egal. Ich habe nichts, was ich verlieren könnte! Trotzdem würde ich ihm verzeihen. Und dafür schäme und hasse ich mich unglaublich. Ich trete das mit Füßen, wofür ich seit über 20 Jahren kämpfe und ich verrate mich selbst und dafür hasse ich mich unglaublich!

Beichthaus.com Beichte #00029019 vom 07.06.2011 um 12:40:22 Uhr (19 Kommentare).

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Der alte Käfer

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Vandalismus Diebstahl Lügen Auto & Co. Kinder Mülheim an der Ruhr

Ich und ein guter Kumpel waren im Alter von etwa 10 Jahren auf einem Fußballfeld ein bisschen den Ball rumkicken. Als wir dann fertig waren und nach Hause wollten, fiel uns ein alter Käfer in die Augen. Mein Freund ist hin und hat gemerkt das der Kofferraum auf ist. Im Kofferraum waren viele Paletten Bierdosen und massig Naschzeug. Wir haben also von dem Bier jeweils ein bisschen getrunken und durch die Gegend getreten. Fanden uns unheimlich lustig. Damit aber nicht genug. Als nächstes haben wir mit Schlüsseln das Lederdach aufgeschnitten und das Radio ausgebaut. Jedoch haben wir es nicht verkauft oder sonstiges, sondern haben es einfach in das nächste Gebüsch geworfen. Einen Tag später sind wir nochmal hin, um zu schauen, ob es noch dort steht. Der Käfer stand da und unverändert, Also das gleiche Spiel von vorne mit den Bierdosen. Was wir diesmal nicht wussten, dass im Nebenauto jemand saß. Ich wollte direkt weg rennen aber mein Freund blieb stehen und ich meinte zu ihm: "Komm lass uns abhauen", darauf sagte er nur: "Nein ich habe ihnen schon meinen Namen genannt". Ende des Lieds: Die Polizei hat uns mitgenommen, aber wir haben nur das mit den Bierdosen zugegeben und uns wurde geglaubt. Mir tut der Inhaber des Autos wirklich Leid. Das was er gekauft hat, war für einen Urlaub geplant, den wir ihm wohl total vermiest haben und das Auto brauchte dazu auch noch ein neues Dach. Wenn du das liest, es tut mir Leid. Und wenn mein Freund von damals das hier liest: Für deine Dummheit schäme ich mich noch heute, sofort den Namen verraten zu haben!

Beichthaus.com Beichte #00029014 vom 07.06.2011 um 11:05:28 Uhr in 45479 Mülheim an der Ruhr (13 Kommentare).

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