Das Spiel mit der Alarmanlage

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Boshaftigkeit Auto & Co. Nachbarn Kinder Illschwang

Das Spiel mit der Alarmanlage
Als ich noch ein Junge von vielleicht zwölf Jahren war, bezog eine Familie unser leerstehendes Nachbarhaus. Der Familienvater gehörte zu der wohl unangenehmsten Form Mann: klein, eklig, jähzornig und cholerisch. Seine Frau war eine typische Nageltante, deren Fingernägel und Schminke im Gesicht ihr über alles gingen. Warum die Familie nun ausgerechnet unseren Ort (800 Seelen) ausgesucht hat, verstehe ich bis heute nicht. Zum Glück haben sie auch nur ein paar Jahre in der Nachbarschaft gewohnt. Der Vater brauchte, vielleicht aufgrund seines wenig beeindruckenden Äußeren, das Statussymbol Auto. Das ist an und für sich nichts Schlimmes, jedoch war er so dumm, eine Alarmanlage zu installieren. Auf unserem Dorf war das eine Neuerung, die niemand zuvor gesehen, beziehungsweise gehört hatte und selbst die Dorfbewohner, die sich einen großen Wagen leisten konnten und dies auch taten, verzichteten wohlweislich auf eine Alarmanlage. Denn diese war für einen Jungen von zwölf Jahren mit seinen Kumpels das beste Spielzeug, das uns ein ganzes Jahr beschäftigte. Entdeckt habe ich es, als die Alarmanlage durch Zufall anging, vielleicht durch einen Vogelschiss und die ganze Nachbarschaft aus den Betten trieb. Der Alarmton war nicht nur laut und schrill, er ging bis ins Mark. Ist es denn verwunderlich, dass dieses Auto dann zur Zielscheibe jugendlicher Streiche wurde? Da gerade Winter war, versteckten wir uns hinter einer Häuserecke, wo man uns nicht sehen konnte und warfen alle zehn Minuten einen Schneeball auf das Auto. Der Schneeball flog leise in hohem Bogen, platschte auf das Autodach und zerriss einen ruhigen Sonntag in ein Martyrium aus schrillen und ohrenbetäubenden Alarmgeräuschen. Der Mann kam dann immer wie ein tasmanischer Teufel aus der Tür geschossen, glotzte mit irrem, wütendem Blick die Straße hoch und runter und versuchte, den Saukerl ausfindig zu machen. Danach beendete er das Alarmsignal und verzog sich wieder ins Haus.

Wir sahen dann immer vom Versteck aus, wie er am Fenster schaute. Wir warteten, bis er kurz verschwunden war und schon flog der nächste Schneeball. Wir brachten unser Treiben manchmal ganz schön auf die Spitze. Als der Frühling kam und wir unsere Fahrräder wieder ausgepackt hatten, sind wir immer am Wagen vorbei gefahren und haben mit der flachen Hand kurz aufs Dach gehauen, um danach wie der Blitz in der nächsten Straße zu verschwinden. Das wurde wie eine Sucht für uns. Von der Schule heimkommen, Ranzen in die Ecke knallen, Fahrrad rausholen und losfahren. Dabei kurz an dem Wagen vorbeifahren und die Alarmanlage zum Klingen bringen. Dass es Kinder waren, hat er schnell herausgefunden und so ist er in die Dorfkneipe marschiert und hat vor allen Anwesenden verkündet, er würde alle strafrechtlich zur Rechenschaft ziehen, die ihre Bälger nicht im Griff hatten. Schwerer Fehler. Die meisten der Anwesenden waren einfache, schwer arbeitende Männer, denen diese Drohung nicht sehr nahe ging. Ich glaube, so schnell hat er noch nie ein blaues Auge gehabt. Nach einem Jahr hat er dann endlich die Alarmanlage komplett abgestellt und schon kam wieder Ruhe in die Straße. Meine Eltern haben mich nie aufgehalten. Mein Vater hatte für Statussymbole nie viel übrig. Ich möchte mich hiermit bei allen Nachbarn unserer Straße für dieses Jahr im Lärm entschuldigen. Ich weiß, dass die meisten das mit Humor gesehen haben, denn niemand verstand den Zweck einer Alarmanlage, besonders nicht in einer Straße, die bei fünf vorbeifahrenden Traktoren schon als vielbefahren gilt und die meisten nicht mal ihre Autos abschließen, geschweige denn ihre Häuser.

Beichthaus.com Beichte #00030914 vom 21.03.2013 um 13:24:35 Uhr in Illschwang (15 Kommentare).

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Gerechte Strafe für die Ex

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Boshaftigkeit Zorn Missbrauch Ex Emmelshausen

Ist man ein schlechter Mensch, wenn man sich an der miesen Situation eines anderen erfreut? Ich denke, es hängt von der Situation ab. Aber ihr könnt euch ja ein eigenes Bild darüber machen. Es geht um die Ex-Freundin meines Bruders. Die beiden kamen vor über sechs Jahren zusammen und mein Bruder ist auch schnell zu ihr gezogen, da sie wohl die Miete nicht mehr alleine tragen konnte. Er war 20, sie 17 und seine erste Freundin. Er tat alles für sie, kutschierte sie herum, gab ihr Geld und vernachlässigte seine Freunde. Wie es halt bei manchen so ist, wenn sie ihre erste Freundin haben. Das Mädchen selber war eine ignorante Schnepfe, nur auf sich bezogen. Sie hat nie auch nur ein Fitzelchen zurückgegeben. Mein Bruder mit der rosaroten Brille wollte aber auf niemanden hören und so kaufte mein Vater schlussendlich eine Wohnung in derselben Stadt und die beiden zogen dort ein. Davor machte mein Vater sich wochenlang Arbeit und renovierte die Wohnung von seinem Geld und mit seiner Freizeit. Innerhalb kürzester Zeit, und weil das Mädel sich immer mehr Haustiere anschaffen musste (drei Katzen, ein Streifenhörnchen, drei Vögel), war die Bude total heruntergekommen und durch das wenige Lüften stank diese auch bestialisch. Aber mein Bruder liebte sie und meine Eltern akzeptierten es, auch wenn sie sie immer mal wieder zum aufräumen, saubermachen und so weiter animierten. Meine Mutter legte sogar ganze Nachmittage ein, um zu helfen und die Küche wieder in Ordnung zu bekommen.

Man bezahlte ihr den Urlaub, verschaffte ihr einen Job in der Firma, in der meine Mutter arbeitet (wo sie viel zu oft krank machte und man sie längst gekündigt hätte, wäre meine Mutter nicht gewesen) und mein Bruder finanzierte ihre Hobbys wie Reiten. Mir war diese Frau schon lange nicht mehr geheuer, da sie so tat, als wäre das alles selbstverständlich und sie wäre ein Geschenk für die gesamte Menschheit. Selbst nach fünf Jahren Beziehung, am Geburtstag meiner Mutter, hat sie nicht einen Finger krumm gemacht, um mal einen Teller abzuräumen, während 30 Gäste da saßen. Ihre Aussage "Ich bin schließlich auch Gast!" brachte nicht nur mich zum kochen. Kein Bekannter oder Verwandter konnte ihre Art leiden. Jetzt hat sie Ende letzten Jahres ein paar Leute in einem Pferdeforum kennengelernt und einen stetigen Kontakt hergestellt. Sie verstand sich wohl gut mit den Leuten und lernte, was wir erst später erfuhren, noch einen neuen Kerl kennen. Alle wohnen weit oben, in der Nähe von Hamburg, was etwa 600 Kilometer von uns entfernt liegt. Sie machte irgendwann Urlaub, um zu einer Freundin zu fahren, so sagte sie uns. Aber in Wirklichkeit war sie bei dem Typen, um wohl zu schauen, ob es klappt. Das kam alles leider erst später raus. Am Ende fasste sie heimlich den Entschluss, hier unten alle Zelte abzubrechen - also den guten Job und natürlich die Beziehung zu meinem Bruder - und zu den anderen zu ziehen. Anscheinend hätte sie auch einen Job als Bürokauffrau auf einem Bauernhof einer Tierärztin bekommen können und dadurch auch jede Menge Kontakt zu Tieren gehabt.

Man könnte ja zusammen bleiben und mein Bruder könnte nachkommen und sein Studium da oben zu Ende führen, bot sie scheinheilig an. Das einzige, was sie wollte, war Absicherung, dass sie wiederkommen könnte, falls es dort nicht klappt. Mein Bruder war total fertig und schlief erst mal wieder Zuhause. Für ihn brach eine Welt zusammen. Noch ein Jahr zuvor sprach sie von heiraten und dann von jetzt auf gleich so etwas. Sie feierte krank und ist dann von jetzt auf gleich, nachdem mein Bruder gehört hatte, sie würde auch wegen einem Typen dahin ziehen, über Nacht mit Sack und Pack - inklusive einiger Sachen, die ihr gar nicht gehörten - nach Norddeutschland gezogen. Dabei hat sie noch die Wohnung demoliert und total verdreckt zurückgelassen. Da kommen noch immense Kosten und Arbeit auf uns zu. Sie gab meinen Eltern die Schuld, dass die Beziehung nicht funktioniert hätte. Meine Eltern hätten ja damals, als sie 17 war, meinem Bruder eingeredet, dass ein Kind zu diesem Zeitpunkt noch nicht in Ordnung wäre. Er solle erst seine Ausbildung und dann sein Studium zu Ende führen und sie solle überhaupt erst mal eine Ausbildung anfangen. Gestern habe ich dann von meiner Mutter erfahren, wie es mit ihr im Moment aussieht. Die tolle Ex-Freundin hat ihrem Ex-Chef eine E-Mail geschrieben, dass es gar nicht so toll da oben sei und sie in diesem Loch vergammeln würde. Kein Geld, um in das nächste Dorf zu fahren oder ihre vier Katzen (sie hat wohl noch eine aufgegabelt unterwegs) zu unterhalten. Der Ex-Chef ist aber so was von sauer, weil sie ihn einfach hat sitzen lassen und denkt nicht daran, sie wieder zurück zu holen. Der neue Typ hat wohl nur einen schlechten Job und kann sie weder unterstützen, noch will er von Zuhause aus- und zu ihr ziehen und die Miete teilen. Sie hatte hier unten alles, man hat ihr den Arsch hinterhergetragen, sie bekam Geschenke, hatte durch meine Mutter einen super Job und ein mehr als gutes Gehalt, für das sich viele Bürokaufleute die Finger nach lecken würden. Bei Geldmangel sprang sofort mein Bruder ein, er war ehrlich zu ihr und hat sie auf Händen getragen und dann zahlt sie es ihm so zurück. Gerade nach sechs Jahren hätte man auch in Freundschaft auseinander gehen können und nicht mit Arschtritt und zerstörter Wohnung. Ich hoffe, du bereust es ein Leben lang! Vergebt mir, dass ich mich darüber freue.

Beichthaus.com Beichte #00030912 vom 21.03.2013 um 09:37:52 Uhr in Emmelshausen (19 Kommentare).

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“Folge

Geburtstagsgeschenk: Untreue

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Drogen Fremdgehen Trunksucht Last Night

Ich muss etwas beichten, wofür ich mich sehr schäme. Ich war vor etwa drei Monaten auf dem 18. Geburtstag meiner Freundin. Es waren wirklich viele Leute da, was mich sehr gewundert hat, denn sonderlich beliebt war sie nie. Der Abend nahm seinen Lauf, nach drei bis […]
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Beichthaus.com Beichte #00030906 vom 20.03.2013 um 16:41:22 Uhr (20 Kommentare).

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Rache am fremdgehenden Freund

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Falschheit Rache Ex

Ich (w/23) muss jetzt auch mal etwas beichten. Ich war bis vor Kurzem noch in einer längeren Beziehung, jedoch habe ich erfahren, dass mein ach so toller Freund sich nach jeden Streit, den wir hatten, mit anderen Mädchen getroffen hat. Erst hat mich das sehr verletzt, da ich dachte, dass unsere Beziehung auch heftige Streitigkeiten aushalten kann und es nicht gleich zu so etwas kommt. Aber nachdem sich all die verschiedenen Mädchen bei mir ausgekotzt haben, nachdem er sie alle wieder abgeschoben hat, weil ich ihn zurückgenommen habe, habe ich erfahren, was da alles zwischen ihm und den anderen gelaufen ist. Er hat jedes Mal versucht, alles abzustreiten, was wieder zu endlosen Diskussionen geführt hat. Ich war am Tiefpunkt unserer Beziehung angekommen. Aus Frust und Kummer habe ich mich mit einem guten Freund von damals getroffen und mit ihm stundenlang über Gott und die Welt geredet. Nach stundenlangen Gespräch kam es dazu, dass wir uns an einander gekuschelt haben und schlussendlich auch mehr. Ich muss dazu sagen, dass ich mit ihm den allerbesten Sex der Welt habe und mein Ex-Freund eine ziemliche Null dagegen ist. Nun zu meiner Beichte: Nachdem nach zwei Tagen mein Ex-Freund sich wieder gemeldet hat, habe ich ihm wochenlang nur noch die Hölle heiß gemacht, was ihm nur einfällt, sich mit anderen Mädchen zu treffen und was mit denen zu machen. Dabei bin ich kein Stück besser! Aber er ist selber schuld, hätte er nicht mit so etwas angefangen, wäre es niemals so weit kommen.

Beichthaus.com Beichte #00030905 vom 20.03.2013 um 11:59:04 Uhr (18 Kommentare).

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“Beichte

Meine Leben als Beamter

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Faulheit Vorurteile Arbeit

Meine Leben als Beamter
Ich arbeite im öffentlichen Dienst in einer kleinen Kommune im südlichen Teil Deutschlands und muss sagen, dass alle Vorurteile gegenüber den Beamten wahr sind. Ich habe zuvor in einem sehr großen Unternehmen mit mehr als 10.000 Mitarbeitern gearbeitet, allerdings in einer für meinen Bildungsstand sehr niedrigen Position, aber zu dem Zeitpunkt war es eben nicht einfach einen Job zu finden. Jedenfalls sehe ich hier jeden Tag Leute, die nur große Augen machen, wenn ich ihnen sage, dass ich freitags länger als bis 13 Uhr gearbeitet habe und auch manchmal wochenlang jeden Tag bis 18 Uhr. Ich kann mir dann immer anhören, dass das menschenverachtend wäre. Das Arbeitsklima ist zwar super, aber wirklich auf die Reihe bekommt man kaum was. Wir verbringen mehr Zeit mit tratschen und Kaffee trinken und manchmal auch saufen (während der Arbeitszeit), als mit sonst irgendwas. Wenn von einem Bürger eine Beschwerde kommt, dass irgendein Vorgang länger als zwei Wochen dauert, dann wird direkt zurückgefeuert, was die Leute sich denken und wir hätten hier so viel zu tun. Dienstgänge sind hier zu 80% nur ein Pseudonym für "früher Feierabend machen".

Manchmal, wenn ich mal wieder zu lange wach war, habe ich mir einen Termin von 8-12 in den Kalender geschrieben, das Büro abgeschlossen und habe gepennt. Dann bin ich pünktlich zur Mittagspause aufgestanden, habe gut gegessen und die restlichen vier Stunden mit Surfen, tratschen und Kaffee trinken verbracht. Ich würde mein Verhalten ja ändern, da alles auf Kosten des Steuerzahlers geht, aber dafür verdiene ich viel zu gut, und die Arbeit gefällt mir auch wirklich. Letztes Jahr habe ich sogar eine Leistungsprämie im mittleren vierstelligen Bereich erhalten, weil ich mal so circa einen Monat normal gearbeitet und auch mal was auf die Reihe bekommen habe.

Beichthaus.com Beichte #00030889 vom 15.03.2013 um 12:23:03 Uhr (37 Kommentare).

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