Die letzte Unterschrift

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Betrug Falschheit Waghalsigkeit Schule Verzweiflung

Damals bei meinem Abiball haben wir auch unsere Zeugnisse überreicht bekommen. Ich bekam aber nur eine Kopie meines Zeugnisses, da ich noch nicht einen Entlastungszettel mit gewissen Unterschriften abgegeben hatte. Schon Wochen vor dem Abiball hatte ich alle Unterschriften bis auf eine gesammelt. Auch nach mehrmaligen Versuchen habe ich sie nicht bekommen, da diese Person nie anwesend war. Also versuchte ich es nach dem Abiball weiter, aber erfolglos. Meine letzte Chance war der letzte Tag vor den Sommerferien. An diesem Tag war diese Person natürlich auch nicht da. Auch als ich nachfragte, wusste niemand wo sie ist. Da ich aber mein Abizeugnis gerne vor den Ferien haben wollte, entschloss ich mich dazu, die Unterschrift einfach zu fälschen. Ich meine die Frage war ja nicht, ob ich sie bekomme, sondern wann. Ich hatte so etwas noch nie vorher gemacht und kritzelte einfach irgendetwas hin. Als ich den Zettel dann vorzeigte, schaute die Sekretärin ihn kurz an, ging in den Hinterraum und übergab mir mein Originalzeugnis. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht verließ ich den Raum.

Beichthaus.com Beichte #00029236 vom 06.08.2011 um 16:21:10 Uhr (14 Kommentare).

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KO in der ersten Runde

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Aggression Gewalt Trunksucht Last Night Graz

Gestern Abend hatte ich (m/29) keine Lust fortzugehen und verbrachte den Abend Computer-spielend in meiner Wohnung. Nach einiger Zeit hörte ich, wie jemand vor meiner Wohnung lallte und schrie, als ob er gerade in einem Fußball-Stadion wäre. Ich dachte "na, der Besoffene wird wohl weitergehen", aber die Pöbelei hielt mehrere Minuten an (genau vor meinem Fenster). Also öffnete ich kurz die Jalousien von meinem Fenster, um nachzusehen, was da los ist. Es stand ein etwa 50-jähriger (mir unbekannter) Mann direkt vor meinem Fenster, und fing aus heiterem Himmel an, mich wüst zu beschimpfen. Ich solle "Scheißen gehen" und ich wäre "ein A-Loch" sind auszugsweise die Beschimpfungen, die ich mir anhören durfte. Ich habe darauf nicht reagiert, schloss unkommentiert die Jalousien und widmete mich wieder meinen Computer-Spiel. Für mich wäre das erledigt gewesen, aber nicht für den Betrunkenen. Er blieb weiter vor meiner Wohnung stehen, und schrie aus vollem Leib weiter.
Irgendwann wurde es mir dann zu blöd, ich öffnete das Fenster und fragte ihn kurz und bündig, welches Problem er hat. Er maulte/lallte etwas von wegen "du traust dich eh nicht runterzukommen" und beschimpfte mich weiter. Damit das ganze ein Ende hat, folgte ich also seiner Einladung und besuchte ihn am Gehsteig unterhalb meiner Wohnung. Der Typ war so besoffen, dass er kaum noch stehen konnte. Als er versuchte, mir eine zu schnallen, wich ich kurz aus, und rammte ihm anschließend meine Faust in sein Gesicht. Das war ein K.O. in der ersten Runde, der Typ ging sofort zu Boden und leistete keine Gegenwehr mehr. Ich ging wieder zurück in meine Wohnung.


Meine Beichte daher: Ich hab jemanden eine geschnallt, der zu diesem Zeitpunkt gar nicht mehr wusste, was Sache ist, und praktisch kampfunfähig war. Hab bis zu diesem Zeitpunkt noch nie meine Hand gegen jemanden erhoben, aber der Kollege hat danach gebettelt. Stolz bin ich drauf nicht, aber danach war es wenigstens ruhig. War aber wenigsten so nett, ein paar Minuten danach noch mal nach ihm zu sehen. Er ging selbstständig weiter, und war augenscheinlich nicht verletzt. Ein wenig Kopfschmerzen dürfte er aber nach der Aktion haben. Ob von mir oder vom Alkohol ist dann auch schon egal.

Beichthaus.com Beichte #00029231 vom 06.08.2011 um 01:13:06 Uhr in Graz (33 Kommentare).

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Weihnachtsshopping

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Rache Boshaftigkeit Habgier Shopping Weihnachten

Folgendes trug sich letztes Jahr um die Weihnachtszeit zu: Einkaufen mit Mutti fürs gemeinsame Essen vom Heiligabend bis zum 2. Weihnachtstag. An Feiertagen, sogar an einem verlängerten Wochenende drehen die Leute kollektiv am Rad und hamstern, als stünde ein Atomkrieg bevor. Dementsprechend kahl gefressen waren auch die Läden. Meine Mutter war schon bedient, als wir in den überfüllten Laden marschierten und die Leute sich da fast gegenseitig auf die Füße traten. An der Kühltruhe mit dem Fleisch suchten wir nach Minutenschnitzeln, die waren natürlich aus. In dem Moment kam eine Mitarbeiterin mit einem ganzen Wagen neuer Ware und die Leute drängelten sich schon herum, meine Mutter hingegen fragte höflich, ob sie sich was runter nehmen dürfte, was natürlich kein Problem war.
Sie nahm also drei Pakete Schnitzel und freute sich selbst wie eins, dass das Heiligabend-Wunschessen gerettet war, da rauschte ihr plötzlich eine Frau vom Typ "Herrische, fette Matrone" entgegen und riss ihr kommentarlos das oberste Paket vom Stapel. Meine Mutter bekam große Augen und meinte noch mit einem Lachen: "Hey, das sind meine." Woraufhin der Pelztragende Wal aufs Herrischste keifte: "Pech, jetzt hab ich die." Meine Mutter war völlig perplex und auch ein bisschen eingeschüchtert und ich hatte im ersten Moment auch nichts schlagfertigeres als ein eher lahmes, geknurrtes "Warum nicht gleich ein halbes Schwein auf Toast" auf Lager. Die Angestellte brummte auch noch was von wegen grob unhöflich und Leute gibt's.

Miss Plantschkuh schob ihren Wagen unbeeindruckt weg und ich wurde immer angefressener, denn ich selbst bin ein ziemlich höflicher Mensch und erwarte das auch von anderen. Nachdem ein paar Minuten ins Land gegangen waren und die Alte gerade bei den Cornflakes-Packungen stand, ging ich kurzentschlossen hin, kidnappte ihren Wagen und lief damit trotz Herzklopfen durch die Gänge, um allen möglichen Scheiß rein zu werfen: Toilettenpapier, Warzenpflaster, Hundefutter, einen kitschigen Plastikschneemann, Konserven. Die Uschi regte sich schon auf, denn ihre Handtasche hing am Wagen. - Nein, ich habe ihr nichts geklaut! Mit dem völlig überfüllten Wagen bin ich dann zu ihr zurück und meinte im vertraulichsten Tonfall, dass ich die Kondome nicht finden könnte und auch den Einkaufzettel verloren hätte, aber die wesentlichsten Dinge wären ja da. Dann bin ich aber doch abgehauen, meine Mutter war schon zur Kasse gegangen.
Ich werde künftig einfach viel früher einkaufen gehen, und entschuldigen möchte ich mich bei den Mitarbeitern, die den ganzen Mist eventuell ausräumen durften, obwohl sie zu dieser ätzenden Zeit sicher schon genug um die Ohren hatten. Darüber habe ich in dem Moment nämlich nicht nachgedacht.

Beichthaus.com Beichte #00029225 vom 04.08.2011 um 18:15:16 Uhr (25 Kommentare).

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Behindert für ein Bierchen

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Falschheit Betrug Lügen Urlaub Sylt

Es muss im Sommer 2005 gewesen sein. Ich (jetzt m/22) war mit meiner Familie auf Sylt in Reha, weil meine Schwester ihre Krebserkankung überlebt hatte. Der ansonsten angenehme Aufenthalt wurde nur ab und an vom schlechten Wetter befleckt. Schnell konnte man sich mit Gleichaltrigen anfreunden und sobald das Eis gebrochen war ging der Spaß los. Natürlich wurde in diesem Alter auch der Konsum von Alkohol das ein oder andere Mal eingehender diskutiert. Mit meinen frischen 15 Jahren war in einer dermaßen snobbigen Umgebung nicht viel zu machen um an etwas Bier ranzukommen, wie man das sonst von zu Hause gewohnt war.


Pläne wurden geschmiedet und so versuchte ich mit einem Freund kurzerhand in einer Strandkneipe mein Glück. Als die Sprache auf mein Alter bzw. auf das Vorzeigen meines Ausweises kam, erklärte ich nach kurzer, vergeblicher Suche ich hätte meinen Personalausweis nicht dabei und fügte mit gespielten leichten Zuckungen hinzu, dass ich leider auch meinen Behindertenausweis vergessen hatte. Es war im Ort wohl üblich, dass die meisten Jugendlichen, die auf Grund ihrer Krebserkrankung einen Behindertenausweis ausgestellt bekamen, diesen auch zum Alkoholkauf benutzten und wer möchte schon einem armen krebskranken Jugendlichen sein Bierchen verwehren, zumal er auch noch dummerweise seinen Ausweis hat liegen lassen? Der Abend und auch einige Andere wurden also feuchtfröhlich gefeiert und ich konnte mich immer klasse durchlügen. Ich möchte also beichten, dass ich ungeachtet des Schicksals anderer Menschen, die schlechter dran sind als ich, die Gutgläubigkeit, das Mitleid und die Hilfsbereitschaft meiner Nächsten ausgenutzt habe. Ich habe mich fälschlicherweise als Behindert ausgegeben, obwohl ich ja derartige Situationen aus erster Hand erfahren hatte und es hätte besser wissen müssen. Früher kam mir der Plan genial vor, heute schäme ich mich sehr! Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00029223 vom 04.08.2011 um 11:52:45 Uhr in Sylt (Wenningstedt-Braderup) (12 Kommentare).

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14 Tage Fernsehverbot

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Boshaftigkeit Ignoranz Ekel Familie Bamberg

Ich muss beichten, dass meine Mutter sich meinetwegen in die Hose geschissen hat. Das ganze ist jetzt einige Jahre her, ich war 13 oder 14 Jahre alt. Wie Frauen so sind wollte meine Mutter mal wieder etwas abnehmen. Da sie aber zu faul ist und von Sport sowieso nichts hält wollte sie etwas neues ausprobieren. Durch eine Freundin die ganz begeistert davon war, gelangte meine Mutter damals an ein Diätpulver. Zuvor musste sie aber Abführmittel nehmen um ihren Körper von innen zu reinigen wie sie meinte. Nachdem sie das Abführmittel zu sich genommen hatte, kam sie also zu mir gelaufen und meinte das ich die nächste Zeit das Klo bitte nicht blockieren sollte. Und genau das war ihr Fehler. Ich, in meinem jugendlichen Wahnsinn, wartete einen günstigen Moment ab und sperrte mich im Badezimmer ein. Etwa 20 Minuten später hörte ich sie dann auch schon kommen. Sie versuchte verzweifelt reinzukommen und schrie mich an die Tür zu öffnen. Zeitweise hatte ich Angst das sie die Tür aufbricht. Nach 5 Minuten verzweifeltem Kampf die Tür aufzubekommen, wurde es plötzlich ruhig. Ich wartete noch kurz und öffnete dann die Tür aber meine Mutter war nicht zu sehen. Was ich dann sehen sollte werde ich wohl mein Leben lang nicht vergessen. Ich ging ins Schlafzimmer meiner Eltern und sah meine Mutter in ihrer voll geschissenen Unterhose nach einem Handtuch suchen. Sie konnte es wohl nicht mehr zurückhalten und ihr eigener Sohn hat die Tür nicht geöffnet. Ich musste damals so lachen, dass ich aufpassen musste mir nicht gleich selbst in die Hose zu machen. Ich bekam 14 Tage Fernsehverbot, heute kann sie darüber lachen. Sorry Mama.

Beichthaus.com Beichte #00029215 vom 01.08.2011 um 11:39:56 Uhr in 96052 Bamberg (Hauptstrasse) (25 Kommentare).

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