Der Ex von der Ex

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Rache Ex Partnerschaft Auto & Co. Todtnau

Ich möchte eine Racheaktion am Ex-Freund meiner damaligen Freundin beichten. Ich lernte meine Freundin kennen, als ich 30 war und sie 18. Ein halbes Jahr vorher hatte ich mich von meiner fremd gehenden Frau geschieden, mit der ich gerade ein Haus zusammen baute. Zwischen meiner damaligen Freundin und mir lief es anfänglich sehr gut; zu gut um wahr zu sein vielleicht. Es gab nur einen Faktor der immer störte, und das war ihr Ex. Er stalkte ihr ständig hinterher, schrieb ihr zehnmal am Tag SMS, die sie gegen mein Anraten und meinen Willen immer brav beantwortete. Leider war sie zu naiv um zu erkennen, dass er sie mit allen Mitteln zurück wollte. Sie weigerte sich auch eine einstweilige Verfügung zu beantragen, als er meine Autospiegel abtrat und stundenlang vor meinem halbfertigen Haus stand und uns beobachtete. Wir stritten uns seinetwegen ziemlich häufig, da sie der Meinung war, dieses Verhalten würde schon irgendwann von selbst aufhören. Sie beteuerte auch immer dass sie nur mich liebe und ihr Ex ihr genauso auf die Nerven ging wie mir. Eines Tages streute er das Gerücht, er hätte mich mit einer anderen beobachtet, und obwohl meine damalige Freundin genau wusste, das ihr Ex dieses Gerücht in die Welt gesetzt hatte, traf sie sich heimlich mit ihm, um herauszufinden ob da "etwas dran war". Es kam wie es kommen musste: Er log ihr das Blaue vom Himmel und die beiden schliefen miteinander. Danach zog sie zu ihm, nur um einen Monat später bei mir wieder weinend vor der Tür zu stehen und zu sagen sie hätte "einen riesigen Fehler" gemacht. Ja, das hatte sie tatsächlich. Ich brach den Kontakt zu ihr komplett ab.


Doch ich war noch nicht fertig mit ihrem Ex, der jetzt überall Geschichten über mich herum erzählte, die er von ihr gehört hatte. Er wohnte wegen seines Studiums noch zu Hause bei seinen Eltern, und er besaß einen weißen Fiat Tipo, das waren die Informationen, die ich brauchte, denn beim Bau meiner Garage hatte ich mich arg verrechnet und so waren noch ungefähr 20 Quadratmeter schnell härtender Fließstrich übrig geblieben. Als er also im Urlaub war, besorgte ich mit einigen Kumpels zusammen einen Kipplaster und wir schütteten den Fließstrich in einer Nacht-und Nebelaktion durch das Fenster in sein Auto. Dann klebte ich ihm einen Zettel unter den Scheibenwischer, dass er, wenn er weiter bestimmte Dinge über bestimmte Menschen erzählen würde, ab jetzt jede Woche mit einer Aktion ähnlicher Art rechnen dürfe, und dass, wenn er mich anzeigen würde, ich einen Haufen Beweise für Sachbeschädigung und üble Nachrede seinerseits hätte. Seitdem lässt er mich in Ruhe. Meine damalige Freundin ist übrigens glücklich geworden mit ihrem besten Freund. Mein Haus ist mittlerweile fertig, allerdings entlockt mir der Anblick des Garagenfußbodens immer noch ab und zu ein gemeines Grinsen.

Beichthaus.com Beichte #00029377 vom 20.09.2011 um 12:20:34 Uhr in Todtnau (30 Kommentare).

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Geheime Hähnchenmission

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Morallosigkeit Falschheit Ernährung

Ein Großteil meiner Freunde lebt vegetarisch, einige sogar vegan. Wir mischen auf großen, politischen Veranstaltungen mit, sind häufig auf Demonstrationen und Kundgebungen anzutreffen und verbringen unsere Freizeit in veganen Cafés und damit, Fleischesser in Grund und Boden zu diskutieren. Auch meine Handtasche schmücken Buttons mit Aufschriften wie "Fleisch ist Mord", "I don't eat anything with a face" oder "Vegan Tofukiller". Ich engagiere mich in der Szene und wenn ich einem Bekannten mit Döner in der Hand begegne, bekommt er einen halbstündigen Vortrag von mir zu hören - mindestens.


Meine schlimmste Sünde nenne ich "Geheime Hähnchenmission". Ich bin ein schwacher Mensch. Ich habe schon immer den Geschmack von Fleisch geliebt, doch die Qualen der Tiere stehen in keinem Verhältnis dazu. Natürlich gibt es tolle und vergleichbare Ersatzprodukte aus Milch, Tofu oder Seitan, aber an den Geschmack von einem fettigen, halben Hähnchen aus einem siffigen Grill-Imbiss kommt einfach kein fleischloses Produkt heran. Etwa einmal in sechs Monaten überkommt es mich und ich fahre mehrere Stunden zu einem möglichst abgelegenen Hähnchengrill, wo ich mich über ein leckeres Geflügel hermache. Dabei schaue ich paranoid aus dem Fenster, um ja noch rechtzeitig flüchten zu können, falls doch jemand meiner Freunde zufällig auftauchen sollte. Wenn sie wüssten, dass ich - militanter Veganer und Verfechter des Straight Edge Lebensstils - dann und wann auf geheimer Hähnchenmission unterwegs bin. Ich möchte über die Folgen nicht nachdenken!

Beichthaus.com Beichte #00029375 vom 20.09.2011 um 01:00:53 Uhr (66 Kommentare).

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“Beichte

Getränke umsonst

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Diebstahl Lügen Schamlosigkeit Last Night Darmstadt

Ich war mit einigen Freunden in einer bekannten örtlichen Großraumdisko, die Stimmung war mittelmäßig. Um richtig Stimmung aufkommen zu lassen, waren wir wohl alle noch zu nüchtern. Die Disko von der ich spreche, verwendet für die Bezahlung der Getränke, welche wahlweise an Automaten oder den Theken bezogen werden können, Plastik-Magnetkarten im Format von ec-Karten. Scherzhaft meinte ich zu einem meiner Freunde bevor es abends losging noch, dass es nicht verkehrt wäre eine verloren gegangene Plastikkarte zu finden. Der Abend neigte sich schon gegen Ende als ich, auf dem Weg zu den Porzellanschüsseln, aus den Augenwinkeln etwas Ungewöhnliches an einem der besagten Automaten feststellte. Als erfahrener Hase war mir aus dem Augenwinkel aufgefallen, dass im Display des Bierspenders nicht wie üblich ein fröhliches "Herzlich Willkommen" zu lesen war, sondern eine Reihe von aneinandergereihten Ziffern einen Geldbetrag anzeigten.


Clever wie Sherlock kombinierte ich, dass dies nur einen Grund haben konnte: Eine herrenlose Karte musste sich noch im Lesegerät des Automaten befinden. Zügigen Schrittes eilte ich zur Hilfe und rettete unbeobachtet das wertvolle Stück um im nächsten Moment zurück zu meinen Freunden zu spurten. Hier verkündete ich die frohe Botschaft und holte mir Unterstützung um in möglichst kurzer Zeit möglichst viele Getränke aus dem Kasten zu leiern. Nach dem dritten Getränk stand plötzlich eine wunderschöne Frau neben mir, sichtlich aufgelöst. Während ich weiterhin, leicht irritiert, Getränke aus der Alkoholmine förderte sprach die Dame auf uns ein, ob wir ihre Magnetkarte gesehen hätte, welche sie nur einige Momente vorher an diesem Automaten hatte liegen lassen.

Für einen kurzen Moment hin- und hergerissen zwischen Alkohol und der schönen Frau entschied ich mich dann, ihr ahnt es sicherlich, für den Alkohol und stritt ab ihre Karte gesehen zu haben. Trotzdem waren wir natürlich nicht unhöflich und gaben ihr noch den Tipp an der Infotheke nachzufragen, ob die Karte eventuell abgegeben worden sei, bzw. dort die Karte sperren zu lassen. Die Dame eilte hinfort, wir in die entgegengesetzte Richtung zum nächsten Automaten um von dort aus eine Tour durch den Laden zu starten, aus Angst an einem Automaten ertappt zu werden. Nach einigen weiteren Getränken war die Karte dann gesperrt, woraufhin wir diese entsorgten.


Fröhlich über unseren Schatz suchten wir einen Stehtisch direkt neben einer Tanzfläche gelegen auf, auf welchem wir unsere Flaschen positionierten. Fröhlich, noch am Lachen über diese Geschichte fiel mir dann auf, dass eben diese Frau wieder auf der Tanzfläche unterwegs war. In meinem Übermut trat ich vor sie und erkundigte mich besorgt um den Verbleib ihrer Karte. Sie schilderte mir daraufhin, dass sie noch in der Infotheke mit der Mitarbeiterin verfolgen konnte, wie verschiedene Getränke von der Karte gebucht wurden. Ich sprach ihr mein Beileid über die Unkosten aus und gesellte mich wieder zu meinen Freunden. Keine 2 Minuten später stand die nette Dame dann plötzlich zwischen uns und fragte mich, ob es Zufall sei, dass wir genau diese Getränke auf unserem Tisch hätten, die von ihrer Karte abgebucht worden seien. Kurzum, ich war etwas empört über diesen Verdacht und wir stritten alles ab, was sie uns zu glauben schien. Es kam zwischen ihr und mir zu einem sehr netten Gespräch, bis sie mit ihren Freunden die Disko verlassen wollte, nicht aber ohne meine Handynummer zu erfragen, welche ich ihr bereitwillig aushändigte. Ich möchte beichten, dass ich am nächsten Tag nicht nur mit einem ordentlichen Kater erwachte, sondern mich auch das schlechte Gewissen plagte. Anderseits sagte sie selbst, dass sie wohl genauso gehandelt hätte, wenn sie eine Karte gefunden hätte. Da sie sich nie bei mir meldete hatte ich auch keine Chance ihr meine Sünde zu beichten, weshalb ich es auf diesem Weg tue, in der Hoffnung um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00029368 vom 15.09.2011 um 17:04:47 Uhr in Darmstadt (26 Kommentare).

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Straßenkerb

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Betrug Habgier Trunksucht Süßen

Vor einiger Zeit war bei uns in der Nähe eine Straßenkerb. Am ersten Abend, der im Verhältnis zu dem was am zweiten Abend folgen sollte ziemlich harmlos verlief, stellten wir fest, dass an einem der Bierstände diese typischen kleinen Standard-Getränkemärkchen von der Rolle verwendet wurden. Meines alkoholischen Zustandes bewusst notierte ich mir sicherheitshalber die Farben und Beschriftungen aller verwendeten Getränkemarken im Handy.


Direkt am nächsten Tag suchte ich unseren örtlichen Dealer für Party- und Festbedarf auf, in der Hoffnung dort die verwendeten Getränkebons käuflich erwerben zu können. Nun, mein Glück war nicht ganz auf meiner Seite, so hatte der Laden zwar Märkchen in der richtigen Beschriftung, als auch Märkchen in der richtigen Farbe, lediglich die richtige Kombination war nicht im Sortiment des Fachhandels. Nach einigem Abwägen entschied ich mich trotzdem 4,50 Euro zu investieren und erstand eine 1000er Rolle mit der korrekten Beschriftung, aber einer falschen Farbe. Die Farbe war jedoch sehr ähnlich und war bei schlechtem Licht kaum noch zu unterscheiden.


Nun war nur noch das Problem, dass die Bons gestempelt waren. Aber auch da fiel mir eine Lösung ein. Mit Taschenmesser und 2 großen Speisekartoffeln (hartkochend) bewaffnet setzte ich mich nachmittags an einen See in die Sonne und begann mir 3 schöne Stempel zu schnitzen. Abends wurden die Bons in einer kleinen Runde abgestempelt. Wir verwendeten absichtlich etwas wenig Tinte, und verwischten die Farbe, um ein etwas unscharfes Abbild zu kommen. Anschließend, jeder von uns bewaffnet mit circa 30-40 Getränkemarken, suchten wir den Getränkestand auf und wagten einen ersten Versuch. Die zapfende Person kontrollierte meine Bons ganz genau und guckte etwas skeptisch, händigte mir dann aber drei frisch gezapfte Pils aus. Der Abend war damit eröffnet und mutierte innerhalb weniger Stunden zu einer meiner unglaublichsten Partys. Um nicht unnötig Verdacht auf uns zu lenken streuten wir noch einige Bons, indem wir zufällig einige von denen auf den Boden fallen ließen, oder unseren Freunden und Bekannten großzügig ein Bierchen ausgaben. Ich möchte an dieser Stelle beichten, dass ich aufgrund meiner Blödheit insgesamt sechs Stempel geschnitzt habe, da ich vergessen hatte, dass die Kartoffeln natürlich spiegelverkehrt zugeschnitten werden mussten. Deshalb habe ich unnötigerweise Lebensmittel missbraucht. Außerdem möchte ich beichten, dass ich mich auf Kosten anderer Betrunken habe, was im Nachhinein betrachtet wirklich nicht korrekt war. Ich hoffe ihr könnt mir verzeihen.

Beichthaus.com Beichte #00029365 vom 14.09.2011 um 13:20:41 Uhr in Süßen (15 Kommentare).

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Blitzer Berlin

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Trunksucht Drogen Boshaftigkeit Auto & Co. Last Night Berlin

Ich möchte beichten, dass ich jemanden mit voller Absicht zu einem gefährlichem Fahrmanöver gebracht habe. Doch von Anfang an: Es begann abends auf einer Party. Ich war mit dem Auto da und beobachtete ihn - dieser hatte zu diesem Zeitpunkt ein halbes Sixpack geleert und sich ordentlich mit THC zugepumpt und war schon da ein trauriger Anblick. Natürlich hatte er vor, mit dem Auto nach Hause zu fahren, und tat dies später auch - da ich niemals auch nur mit einem Schluck Bier Auto fahre und seit meinem Führerschein komplett auf THC verzichte, baute sich eine gewisse Wut auf, und komplett nüchtern setzte ich mich so in mein Auto und fuhr ihm hinterher, alleine schon, weil ich im Falle eines Unfalls sofort zur Stelle sein wollte. Doch schon an der dritten Ampel kam mir ein böser Gedanke. Seinem Fahrstil zu urteilen, konnte er sowieso nur noch mit Glück eine grüne von einer roten Ampel unterscheiden, so hielt er auf den Linksabbiegerspuren einer Kreuzung, die getrennte Ampelschaltungen für das Geradeausfahren und das Abbiegen hat. Rechts von uns fuhren Autos über die grüne Ampel, ich versicherte mich, dass er, wenn er über rot fährt, keinen anderen Verkehrsteilnehmer Schaden zufügen konnte. Dann benutzte ich Hupe und Lichthupe, als wenn ich nur darauf warten würde, dass er losfährt. Und er fuhr los, über die rote Ampel, schön durch einen Blitzer.


Ein paar Wochen sind seitdem vergangen, vor ein paar Tagen musste er seinen Führerschein dann endlich abgeben, nachdem er gegen das Urteil geklagt hat. Noch bevor seine Gegenklage durch war, fuhr er mit seinem Auto gegen eine Laterne (wobei mir unklar ist, wie er das geschafft hat), die nachfolgenden Tests bei der Polizei enthüllten 1,1 Promille und einen unglaublich hohen Pegel der THC-Abbauprodukte. Seinen Führerschein ist er jetzt los. Ich hab ihm zwar nur eine noch größere Geldstrafe aufgebrummt, da er das Auto später eh geschrottet hat und so aufgefallen ist, aber damit muss er nach so einer Rücksichtslosigkeit wohl leben. Außerdem hätte ich vielleicht Menschenleben gerettet, wenn er sich nicht selber verraten hätte.

Beichthaus.com Beichte #00029357 vom 11.09.2011 um 17:51:41 Uhr in 12347 Berlin (18 Kommentare).

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