Das Klischee des begehrten Football-Spielers

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Maßlosigkeit Schamlosigkeit Sport

Ich (m/22) studiere seit einem Jahr in den USA. Ich spiele seit meinem zwölften Lebensjahr American Football und es war natürlich mein Traum, auch in den USA endlich die Footballspiele verfolgen zu können und natürlich auch die Trainings und Spiele meines Colleges. Ich hätte mir allerdings niemals ausgemalt, selbst mal im Team zu spielen. Wie es der Zufall aber so wollte, kam ich mit dem Coach ins Gespräch und erzählte ihm vom eher unbekannten Football in Deutschland und dass ich seit vielen Jahren selbst spiele. Er ließ mich ein paar Mal mittrainieren, und ehe ich mich versah, war ich im Team. Ich hatte das geschafft, wovon Millionen Highschool-Spieler in den USA träumen, in ein College-Team zu kommen. Was, wie man weiß, auch ein großes Trittbrett für den Sprung in die NFL ist. Wobei ich aktuell keine Wunschträume daran verschwende, es in die NFL zu schaffen.


Worauf ich eigentlich hinaus will: Ich hielt es mein Leben lang für eine Erfindung der Filmindustrie, dass die Mädels in den USA, bei den Football-Spielern Schlange stehen, aber es stellte sich als Tatsache heraus. Ich hatte in meinem Leben bisher eher mäßigen Erfolg, aber seit ich im Team bin, habe ich insgesamt 43 Mädels gevögelt, teilweise auch mehrere auf einmal. Ich vernachlässige mein Studium und teilweise sogar das Training, weil ich mal wieder die ganze Nacht Bettsport getrieben habe.

Beichthaus.com Beichte #00037454 vom 22.01.2016 um 14:27:32 Uhr (16 Kommentare).

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Liebe Moralapostel, denkt doch mal nach!

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Ignoranz Ungerechtigkeit Zorn Gesellschaft

Ich möchte hiermit beichten, dass manche selbst ernannten Moralapostel solche Gewaltfantasien in mir (m/25) auslösen, dass es mich doch manchmal selbst erschreckt. Folgendes hat sich gestern zugetragen: Ich saß in der Straßenbahn, habe an eine Sitcom denken müssen und an Dummheiten, die ich als Teenager gemacht habe und darüber einen kleinen Lachanfall bekommen, zumindest konnte ich mir einige Stationen das Kichern nicht verkneifen. Mir gegenüber saß eine Rollstuhlfahrerin mit Begleitung, die aber eine Station vor mir ausgestiegen sind.


Als ich dann ausstieg, stieg ein Mann mit mir aus, und als wir an einer Ampel standen, schnauzte er mich an, was mir doch einfiele, die Kleine im Rollstuhl auszulachen. Ich war zunächst erst einmal sprachlos über diese Unterstellung, habe dann erklärt, dass ich überhaupt nicht die Person vor mir meinte, sondern an etwas Lustiges denken musste, doch dann schimpfte er nur noch, wie armselig ich sei. Da ich selbst ehrenamtlich mit Menschen mit Behinderungen arbeite, wollte ich das nicht auf mir sitzen lassen und das mit ihm ausdiskutieren, doch er machte nur eine abweisende Geste und ist weggegangen. Das hat mich persönlich richtig aggressiv gemacht und das Einzige, was mich noch davon abhielt, ihm nicht hinterherzulaufen und ihm eine reinzuhauen, war der Gedanke, dass das solche Leute nur noch weiter in ihrem Weltbild bestätigen würde.


Ich glaube, mittlerweile verstehe ich ganz gut, warum der rechte Mob hier in Deutschland wieder so stark ist, denn damit, anderen Leuten, besonders aus anderen Kulturkreisen, falsche Unterstellungen zu machen, macht man es sich sehr, sehr einfach. Ich glaube, ich habe gestern noch gegen die eine oder andere Mülltonne getreten. Ich bin froh, dass mir nicht noch irgendjemand begegnet ist, denn da war ich schon sehr geladen. Tja, vielleicht liest das derjenige sogar und erkennt sich wieder, wenn ja möchte ich ihm nur noch sagen: Pauschalisieren und Unterstellungen verbreiten, das ist einfach! Das macht die rechte Szene so, und wenn einem dann Argumente einfach mal egal sind, dann ist man keinen Deut besser. Also, und das gilt an alle: Denkt zwei Mal nach, bevor ihr einfach jemandem Böswilligkeit attestiert. Und ich hoffe, ich begegne diesem Mann so schnell nicht noch einmal, denn dass ich dann noch ruhig bleibe, das kann ich leider nicht garantieren.

Beichthaus.com Beichte #00037394 vom 13.01.2016 um 22:26:20 Uhr (18 Kommentare).

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Obszöne Gesten aus Hangover

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Peinlichkeit Schamlosigkeit

Ich (m/21) möchte etwas Peinliches beichten. Als ich die Szene aus Hangover gesehen habe, in der Chao (der kleine Asiate) die Jungs mit einer Handbewegung abfertigt, welche gestikulieren soll, dass er sein Ejakulat in deren Richtung wirft, hat sich dieser Move in meinen Kopf gebrannt und wurde zum ständigen Begleiter. Ab und an begrüße oder verabschiede ich mich so von Freunden und Bekannten, die diesen Humor teilen können und bis jetzt wurde es immer mit einem Lachen oder kommentarlos hingenommen. Nun zu meiner eigentlichen Beichte:


Kurz vor Weihnachten wollte ich noch ein Paket verschicken und habe mich auf den Weg zur nächsten Poststelle gemacht. Auf dem Weg vom Parkplatz bis zum Eingang der Filiale bemerkte ich einen Wagen, der in meine Richtung fuhr. Marke, Farbe und Modell haben mit dem Wagen eines sehr guten Freundes übereingestimmt und ein kurzer Blick auf die Buchstaben des Kennzeichens und ich war mir sicher, dass es der besagte Kumpel sein musste, denn der Wagen blinkte und signalisierte, dass er am Straßenrand halten will. Leider konnte ich wegen der Lichtverhältnisse den Fahrer nicht erkennen, aber alles schien mir passend und so vollführte ich den besagten Move und ging auf den Wagen zu. Direkt danach fiel mir ein, dass mein Kumpel unmöglich in dem Wagen sitzen konnte, weil er momentan von der Bundeswehr aus im Norden Deutschlands stationiert ist.


Ich lief ein, zwei Schritte auf den Wagen zu und sah, wie ein Mann und eine Frau mich völlig perplex ansahen und nicht wussten, wie sie reagieren sollten. Die Frau stieg mit einem Paket aus und ich habe lachend versucht, mich zu entschuldigen, aber die Dame sagte nur: "Jaja! Jetzt entschuldigen, uns aber grade noch anwichsen." Ich habe noch versucht, die Situation zu erklären, aber sie lief kommentarlos in die Postfiliale und das Ende der Geschichte war, dass ich gefühlte 20 Minuten lang hinter ihr in der Schlange stand und an Chao, diesen miesen Wichser, dachte. In Zukunft möchte ich dieses vulgäre Verhalten in der Öffentlichkeit ablegen.

Beichthaus.com Beichte #00037338 vom 05.01.2016 um 01:55:49 Uhr (10 Kommentare).

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Weihnachten in Amerika

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Maßlosigkeit Ekel Peinlichkeit Drogen Weihnachten USA

Ich (m/36) bin seit fünf Jahren mit meinem Freund (27) zusammen, einem in Deutschland lebenden Amerikaner. Dieses Jahr verbringen wir zum ersten Mal Weihnachten zusammen bei seiner Familie, bislang haben wir immer in Deutschland oder getrennt gefeiert. Bei bisherigen Besuchen habe ich mich mit seiner Familie eigentlich ganz gut verstanden, und auch dieses Mal sind sie sehr freundlich zu mir. Nichtsdestotrotz gehen sie mir entsetzlich auf die Nerven. Jeden Abend sitzen sie hier im Wohnzimmer vor dem Fernseher rum, trinken Rotwein, kiffen und fressen sich mit Eiscreme voll. Alle. Die Eltern meines Freundes, seine Schwester, deren Mann und mein Freund. Ich selbst kiffe nicht und trinke nur ganz selten Alkohol. Mein Freund kifft zwar so einmal im Jahr und trinkt ab und an Wein, aber so habe ich ihn noch nie erlebt.


Ich bin entsetzt, wie maßlos diese Sippe ist. Mittlerweile ekeln sie mich richtig an, allen voran mein Freund, wie er dümmlich vor sich hinlacht und nonstop Eiscreme in sich reinfrisst. Ich beichte, dass ich nur noch mit Mühe eine freundliche Fassade aufrechterhalten und es gar nicht abwarten kann, bis ich am Sonntag wieder abreise. Die Zügellosigkeit dieser Leute widert mich an, egal, wie freundlich sie zu mir sind. Ich will hier nie wieder herkommen.

Beichthaus.com Beichte #00037310 vom 30.12.2015 um 07:32:32 Uhr in USA (Washington) (18 Kommentare).

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Ich habe genug vom Ghetto!

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Engherzigkeit Selbstsucht Ignoranz Gesellschaft Studentenleben

Ich (m/22) bin halb-halb. Deutsch mit Migrationshintergrund. Ich habe einen guten Draht zur Familie, Kultur und Sprache. Außer meinem Namen und meiner original hellbraunen Haut erinnert nichts an meine Herkunft. Selbst mein Name ist so selten, dass er aus ganz anderen Kulturen vermutet wird. Ich beichte mehrere Sachen: Mir ist das Leben der Menschen aus den sozialen Brennpunkten Deutschlands völlig egal und auch deren Sorgen interessieren mich nicht. Sie können sie selbst lösen, sich selbst Hilfe suchen, denn es gibt genug. Wer wirklich Hilfe will, dem wird auch geholfen. Meine Familie ist hoffentlich auch bald raus hier, sobald ich ausgezogen bin. Außerdem beichte ich, dass ich meine Herkunft teilweise verrate. Ich bin nicht integriert, sondern assimiliert. Ich habe die kulturellen Eigenschaften meiner anderen Hälfte völlig aufgegeben, weil ich damit nichts mehr zu tun haben will und ich schäme mich nicht dafür.


Die Welt kann wunderschön sein, aber umso bitterer ist auch die Realität in den Ghettos. Meine Akademikerfamilie hat sich super in Deutschland angepasst und lebt hier ohne Sorgen. Leider hat es beruflich nicht so geklappt wie erhofft und leben in einem sozialen Brennpunkt einer Großstadt. Hier sieht es aus wie auf der Müllhalde und ist voller Unsicherheit, Elend und Perspektivlosigkeit. Die meisten jungen Menschen ohne Abschluss, Geld oder Zukunft wissen sich nur mit Sachbeschädigung, Abzockerei, Störungen und Belästigung zu beschäftigen. Ihr Leben ist ihnen völlig egal. Hauptsache sie spielen den harten Gangster. Daher kommt wohl mein Drang nach Karriere und Erfolg.


Ich studiere, bin dabei recht erfolgreich, habe Freunde, bin oft unterwegs und verdiene gut nebenbei. Eine nette Freundin dazu wäre super, aber wichtig ist nur, dass ich in ein paar Wochen in meine eigene Wohnung ziehen kann. Etwas teurer, aber gute Gegend. Ich stehe vor einer glorreichen Zukunft, während die Anderen jeden Tag Handys verkaufen müssen, um sich das nächste Mittagessen oder Bier leisten zu können. Ich habe genug von diesem Ghetto!

Beichthaus.com Beichte #00037307 vom 29.12.2015 um 23:20:36 Uhr (8 Kommentare).

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