Der Dreikäsehoch auf dem Platz der alten Dame

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Aggression Feigheit Zorn Kinder Bahn & Co.

Ich fuhr mit dem Bus von der Arbeit nach Hause. Ich saß vorne, schräg hinter dem Busfahrer. Direkt hinter dem Fahrer befindet sich ein Zweier, schräg hinter ihm, wo ich saß, ein einzelner Sitz. Bald darauf stiegen ein türkischer Vater und sein etwa dreijähriger Sohn ein. Der Mann setzte sich seinen Sohn auf den Schoß, wobei dieser offensichtlich alleine sitzen wollte. An einer der nächsten Haltestellen stieg eine sehr alte Frau ein. Total wackelig. Ich machte ihr Platz. Aber sie war leider total verwirrt und verstand das nicht direkt. Ich war ja aufgestanden, die Frau stand auch noch im Gang und der Sitz war dann ja frei, da sprang der Junge vom Schoß seines Papas und setzte sich auf den Platz. Der Vater sagte auch etwas zu ihm, aber das konnte ich nicht verstehen, weil es türkisch war. Letzten Endes machte eine andere Person etwas weiter hinten der alten Frau Platz und ein dreijähriger Dreikäsehoch saß frech alleine auf seinem Platz und sein Vater sagte kein Wort. Und ich muss sagen, dass mir die ganze Zeit etliche Schimpfwörter für den frechen Knirps im Kopf herumschwirrten und dass ich mich ärgerte, dass ich, ohne es zu wollen, für ein dreijähriges Kind meinen Platz geräumt hatte, obwohl der ohne Weiteres auf dem Schoß hätte sitzen können. Ich denke, ich hätte vielleicht was sagen sollen, aber letztendlich hat die Frau sich ja gesetzt.

Beichthaus.com Beichte #00033240 vom 10.05.2014 um 11:39:32 Uhr (25 Kommentare).

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Mord an der Mitbewohner-Spinne

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Ekel Zorn Tiere Mord Villach

Vor ein paar Tagen sah ich unter dem Rand der Klomuschel, wo sich der Dreck gerne sammelt, etwas hervorlugen. Bei näherer Betrachtung stellte sich heraus, dass sich eine ziemlich große Spinne unter dem besagten Rand häuslich niedergelassen hatte. Da ich aber, entgegen aller Vorurteile gegenüber Frauen, keine Angst vor Spinnen habe, ließ ich sie an ihrem Platz und wunderte mich nur, was es in einem Klo für eine Spinne wohl zu fressen gibt. Da sie allerdings ziemlich groß war, dürfte sie nicht an Hunger gelitten haben. Einige Tage ging das Zusammenleben gut - bis heute Morgen. Ich hatte gerade mein kleines Geschäft verrichtet und pflege danach noch eine Viertelstunde eine Zeitschrift am stillen Örtchen zu lesen. Auf einmal spürte ich, wie die "Mitbewohner-Spinne" flink über mein Hinterteil und meinen Intimbereich krabbelte. Ich sprang auf, die Spinne fiel zurück ins WC und krabbelte wieder in ihr Versteck. Ich habe sonst wirklich nichts gegen Spinnen, aber mich hat es so angewidert, dass die Spinne auf mich gekrabbelt ist! Ich habe die Spinne deshalb mit einer gefüllten Wasserflasche aus ihrem Versteck gespült. Als sie im Wasser zappelte und zurückklettern wollte, hätte ich sie einfach runterspülen können. Nein, ich habe meine schärfsten Putzmittel zusammengesucht und habe sie dem Tierchen ins Wasser geleert. Die Spinne zappelte noch ein oder zwei Minuten, aber die Mittel waren so scharf, dass sogar Rauchschwaden aus dem Wasser aufstiegen und die Spinne ihr Leben lassen musste. Ich möchte hiermit beichten, dass ich einem eigentlich schönen aber doch ziemlich lästigen Lebewesen vorsätzlich Leid zugefügt habe. Eigentlich bin ich sonst nicht so, aber das musste sein. Ich bitte um Absolution für meinen Spinnenmord.

Beichthaus.com Beichte #00033239 vom 10.05.2014 um 07:41:07 Uhr in 9500 Villach (Europaplatz) (19 Kommentare).

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“Beichte

Unfähige Praktikanten

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Faulheit Trägheit Zorn Arbeit Langen

Ich habe heute bei der Arbeit unseren Praktikanten so sehr zusammengestaucht, dass er einen Heulkrampf bekommen hat. Er ist 17 Jahre alt - hält sich aber für den Ober-Boss und versucht regelmäßig, mich herumzuscheuchen oder mir seine Arbeit anzudrehen. Ich (m/21) bin übrigens Azubi und stehe kurz vor meiner Abschlussprüfung. Und dann bringt er es doch tatsächlich, einfach unnütz in der Gegend herumzustehen, während draußen ungefähr 150 Leute beim Frühstück saßen und wir nur zu zweit waren - und eben der besagte Praktikant. Beim Aufräumen stand er dann in der Gegend herum und beobachtete uns beim Arbeiten, bis ich ihn mal fragte, ob er auf besseres Wetter warte. Seine Antwort "Nein, das Wetter ist so okay", sorgte irgendwie dafür, dass bei mir die Sicherungen durchbrannten. Ich habe ihn gefragt, was er sich denn einbilde und ob ihm eigentlich bewusst sei, dass er die Praktikumsstelle nur bekommen hat, weil seine Eltern bei uns im Housekeeping arbeiten, also Putzkräfte sind. Dann habe ich ihn noch darauf hingewiesen, dass er mir gefälligst ein bisschen Respekt entgegenbringen solle, sonst könnte ich ihm auch gerne ein paar Probleme verschaffen. Außerdem wies ich ihn noch auf ein paar andere Sachen hin, die heute so vorgefallen waren. Unter anderem, dass er die Gäste gekonnt ignoriert und diese dann zu mir kommen müssen, weil er sich einfach nicht darum gekümmert hat.


Ich sah dann nur noch, wie ihm die Tränen in die Augen schossen, aber trotzdem musste ich noch eins draufsetzen! "Wenn du mit der Einstellung hier weitermachst und mir weiter im Weg herumstehst bist du schneller hier raus, als du Hotelfachmann sagen kannst. Ich sage dir, wenn du noch einen Fehltritt hinlegst, schleife ich dich persönlich am Kragen zum Ausgang! Und wenn du jetzt unbedingt heulen musst, dann mach das gefälligst woanders, am Besten bei dir zu Hause. Dann tust du uns vielleicht auch gerade noch den Gefallen und bleibst einfach da!" Mir ging es danach super, und nach Feierabend ging ich zur Chefin und habe ihr das Ganze erzählt. Nicht, dass er dann noch angerannt kommt und ich am Ende den Ärger bekomme. Sie meinte nur, dass sie noch ein genaueres Gespräch mit dem Kerl führen würde, und hat mir für den "Hinweis auf seine Unfähigkeit" gedankt. Ich möchte deshalb beichten, dass ich einen Praktikanten zum Heulen gebracht habe und keine Reue verspüre, weil er es verdient hat.

Beichthaus.com Beichte #00033234 vom 09.05.2014 um 17:09:15 Uhr in 63225 Langen (Robert-Bosch-Straße) (17 Kommentare).

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Einbruch bei der Geheimgesellschaft

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Morallosigkeit Diebstahl Falschheit Nachbarn

Ich (m/33) wohne seit Jahren in einer sehr ruhigen und guten Wohngegend, und lege auch sehr viel Wert darauf, denn ich habe keine Lust, mir wie in meiner alten Wohnung ständig die Streitereien irgendwelcher Nachbarn anhören zu müssen, oder wilde Partys unter der Woche zu ertragen. Mein Job als Berufsschullehrer ist anstrengend genug. Eines Tages zog im Haus neben mir ein junger Mann ein, er schrie schon beim Einzug ständig herum, hing die ganze Zeit wahlweise an einer Zigarette oder an einer Bierflasche. Kurz darauf fingen bei einer alten Frau, die im Erdgeschoss wohnte, kleine Bagatelldiebstähle an. Zuerst nur Balkonpflanzen, dann auch mal ein Windlicht. Die Pflanzen standen anschließend bei ihm in der Wohnung am Fenster. Die alte Frau traute sich aber nicht, etwas dagegen zu unternehmen, was den Typen immer dreister werden ließ. Bald waren Kellertüren aufgebrochen und es fehlte Kleinkram, Teile von Fahrrädern kamen abhanden, manchmal auch gleich das ganze Fahrrad. Alle Anzeigen verliefen im Sand, und die Polizei schien auch kein sonderlich großes Interesse daran zu haben, die Sache aufzuklären. Wir äußerten mehrmals den Verdacht, dass es sich bei dem Täter um den jungen Mann handelte, der auch sonst ziemlich viel Unruhe in die Siedlung brachte, nachts auf der Straße herumgrölte, und immer so tat, als könnte er tun und lassen, was er wollte. Irgendwann waren ihm die Keller nicht mehr gut genug, und er begann, dilettantische Einbruchsversuche in die Wohnungen der Umgebung zu unternehmen.


Natürlich war auch das der Polizei wieder relativ egal, obwohl unsere Wohnungstüren eindeutige Spuren aufwiesen. Er hingegen stellte sich bei der Auswahl der Wohnungen gar nicht so dumm an. Er fand heraus, wessen Auto zu welcher Wohnung gehörte und versuchte es dann jeweils dort, wenn das Auto nachts weg war. Erfolgreich war er dabei zwar nie wirklich, aber immerhin hartnäckig genug, um in unsere Falle zu tappen. Ich parkte einfach eines Nachts mein Auto ein paar Straßen weiter, und lud ein paar Kumpels ein, um ihn zu überraschen und vielleicht sogar so lange festhalten zu können, bis die Polizei eintraf. Beim Warten auf ihn, und dem einen oder anderen Bier legten wir uns bestimmte Szenarien zurecht, was man mit ihm anstellen könnte. Natürlich kam er dann nicht genau in dieser Nacht, aber wir wiederholten die Aktion ein paar Wochen lang, und schließlich klappte es. Mitten in der Nacht hörten wir Türgeräusche. Er versuchte, mit einem langen Schraubenzieher die Tür aufzuhebeln. Ich riss die Tür auf, und er sah mich überrascht an, als einer meiner Kumpels ihm auch schon eine volle Ladung Pfefferspray ins Gesicht sprühte. Er wich instinktiv zurück, laut aufheulend, stolperte dabei, und prallte dummerweise mit dem Kopf direkt auf das Treppengeländer.


Dann blieb er benommen liegen. Einer der anwesenden Kumpels war glücklicherweise Rettungssanitäter und sah sofort nach, ob der Typ ernsthafte Verletzungen hatte. Es schien allerdings nicht so, er war einfach nur weggetreten. Wir beratschlagten, was zu tun war, dann beschlossen wir, ihm mal einen ordentlichen Schrecken einzujagen, einem Szenario entsprechend, das wir uns beim Bier ausgeklügelt hatten. Wir fesselten ihn also in meinem Flur an einen Stuhl, dann stülpten wir ihm einen Kissenüberzug mit Luftlöchern über den Kopf, knebelten ihn mit einer Socke, und hielten ihm Riechsalz unter die Nase. Er wurde wach und begann sofort an seinen Fesseln zu zerren. Ich tat in der Zwischenzeit so, als würde ich mit jemandem telefonieren. Einer meiner Kumpels schritt immer auf und ab, und die anderen tuschelten leise im Wohnzimmer. Der Typ wurde indessen immer unruhiger, als er mir beim Telefonieren zuhörte. Ich sprach unter anderem davon, dass ich nicht wüsste, was und wie viel er gesehen hatte, und dass wir ihn erst noch befragen müssten. Außerdem müssten wir ja herausfinden, ob er für die Gegenseite arbeitete, allerdings sagte ich auch, dass ich das angesichts des Dilettantismus seines Versuches nicht glaubte. Es stelle sich also die angebliche Frage, ob wir ihn verschwinden ließen, oder erst einmal unserer Organisation übergaben. Er bäumte sich auf, kippte fast mit dem Stuhl um, sackte aber dann irgendwann zusammen und begann erstickt zu schluchzen, was mir doch etwas leidtat. Vom Knebel befreit bettelte er uns an, ihm nichts zu tun, er würde auch bestimmt nichts sagen. Ich erklärte ihm, dass er ab jetzt rund um die Uhr beobachtet werden würde, und wir ihn, wenn er ein Sicherheitsrisiko für unsere Organisation darstellen würde, direkt aus dem Verkehr ziehen würden. Quasi noch in derselben Sekunde. Dann jammerte ich noch kurz mit meinen Kumpels herum, was das wieder für ein sinnloser Aufwand mit den Satelliten sei, und ob man ihn nicht einfach beiseite hätte schaffen können, aber schließlich entließen wir scheinbar zerknirscht das jammernde Häufchen Elend nach Hause. Zwei Wochen später war er mit Sack und Pack weg. Nur die gestohlenen Pflanzen vertrockneten langsam im Fenster vor sich hin.

Beichthaus.com Beichte #00033225 vom 08.05.2014 um 15:09:11 Uhr (11 Kommentare).

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Respekt vor Älteren

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Aggression Gewalt Verzweiflung Familie

Ich (w/20) möchte etwas beichten, das zwei Jahre zurückliegt und mir immer noch zu schaffen macht. Ich bin an sich ein sehr ruhiger und wirklich ausgeglichener Mensch und sehr schwer reizbar. Damals jedoch habe ich mich sehr heftig mit meiner Mutter wegen einer Kleinigkeit gestritten, und es flogen nicht nur Worte umher, sondern auch Gegenstände. Während um meine Ohren ihre Hausschuhe flogen, demolierte sie gleichzeitig meine Zimmereinrichtung. Ich jedoch saß ganz ruhig auf meinem Bett und war bis dato noch amüsiert. Ich besaß damals allerdings ein wunderschönes altes Telefon in Grün mit Drehscheibe aus den 60er Jahren und ich sah irgendwann nur noch in Zeitlupe, wie sie das Telefon nahm und an die Wand schmiss. Ab dem Moment an habe ich Rot gesehen und erst dann habe ich angefangen, zu schreien. Ich bin völlig ausgerastet. Ich bin wutentbrannt auf sie zugerannt, habe sie für zwei Sekunden gewürgt, sie gegen meinen Kleiderschrank gedrückt, habe sie angebrüllt und dann voller Wucht auf mein Bett geschmissen und war schon dabei, sie an den Haaren zu ziehen und mit meinem Kissen zu ersticken, bis ich die Angst in ihren Augen gesehen habe.


In diesem Moment habe ich von ihr losgelassen und habe sie schreiend und mit Tränen in den Augen gebeten, aus meinem Zimmer zu verschwinden. Ich verachte Gewalt wirklich sehr, vor allem da ich in meiner Kindheit und Jugend sehr oft und hart geschlagen worden bin, und sogar einmal in die Notaufnahme musste, weil meine Mutter mir damals einen Plastikgegenstand so hart gegen die Stirn geschmissen hat, dass ich ohnmächtig wurde und eine Platzwunde hatte. Die Narbe habe ich immer noch und sie erinnert mich ständig an diesen Tag und die Schmerzen. Trotzdem tut es mir leid, dass ich damals vor zwei Jahren im Streit mit meiner Mutter die Kontrolle verloren habe und dabei war, Gewalt anzuwenden, die ich abgrundtief verachte. Letztendlich sollte man die Älteren respektieren und nicht die Beherrschung verlieren. Ich bitte um Verständnis.

Beichthaus.com Beichte #00033222 vom 07.05.2014 um 22:16:22 Uhr (21 Kommentare).

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