Schlafparalyse

23

anhören

Verzweiflung Neurosen Köln

Ich (w) denke, dass ich verrückt bin. Angefangen hat es, als ich plötzlich in der Nacht schreiend aufwachte. Es waren Schlafparalysen. Einmal wachte ich auf und sah, wie zwei dämonenartige Gestalten auf mich zu krabbelten, während ich wehrlos im Bett lag. Sie wollten mein Blut trinken. Ich schrie, dann waren sie weg. Danach hatte die Schlafparalyse aufgehört. Jedoch hatte ich in zwei Nächten das Gefühl, dass mich ein Schattenmann beobachtet, während ich schlief.

Als mein Freund in das Schlafzimmer kam, war ich noch wach, fühlte mich aber fremdgesteuert, denn ich fragte ihn: "Wo ist der Kerzenständer?" Mein Freund dachte, ich würde im Schlaf reden und antwortete nicht. Ich schlief aber nicht, fragte ihn in Gedanken: "Warum antwortest du nicht?" Das war nicht ich, die da gesprochen hat. Auch träume ich von Ereignissen, die eintreffen. Ich habe von einem Anschlag in London geträumt, als ich aufgewacht bin, sah ich es in den Nachrichten. Ich werde mir einen Psychologen suchen, ich bin krank.

Beichthaus.com Beichte #00039942 vom 24.06.2017 um 15:30:29 Uhr in Köln (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

03:18 Uhr. Ich kann nicht schlafen.

16

anhören

Verzweiflung Liebe Köln

Ich liege im Bett, doch mein Kopf gibt keine Ruhe, meine Gedanken kreisen. "Wer wohl gerade bei ihm ist?", "Betrügt er mich wieder?", "Ist es meine schuld, dass er es bei mir nicht aushält?" - ein Druck überkommt mich, ich muss ihm schreiben. Ich muss ihm sagen, wie sehr es mich zerreist, auch wenn ich weiß, dass es ihm gleichgültig ist. Er würde mir wieder tief in die Augen sehen und mir ins Gesicht lügen. Er liebt mich, nur leider nicht genug. Irgendwie schafft er es sowieso wieder, dass ich mich für seine Fehler verantwortlich fühle, ich schreibe lieber ins Internet, bevor er mich wieder verlässt.

Ich will ihm sagen, dass ich das Beste bin, das ihm je passieren wird - schon wieder.
Ich will ihm sagen, dass er mir endlich mal zeigen muss, dass ich ihm wichtig bin - schon wieder.
Er wird mir versprechen sich zu ändern, der beste für mich zu sein, mich nie wieder zu betrügen, aber es doch tun - schon wieder.
Ich hasse ihn, ich hasse ihn, ich hasse ihn.

Warum tu ich mir das an, warum lasse ich mir von jemandem, von dem ich weiß, er wird sich nie ändern, immer und immer wieder das Herz brechen? Ich liebe ihn. Ich liebe ihn mehr als ich mich selbst liebe. Ich werde eher sterben, als ihn aufzugeben. Vielleicht ändert er sich, wenn er mich wirklich liebt, dann wird er sich ändern. Er ändert sich nie. Vielleicht wird er mir noch ein paar mal wehtun, man kann sich nicht sofort um hundertachtzig Grad drehen, wenn man sich ändert. Meine Gedanken kreisen immer noch. Er wollte mich heiraten, er liebt mich, aber wenn er mich liebt, warum will er dann jetzt auf einmal nicht mehr mit mir zusammenziehen?

Er hat bestimmt schon eine Andere. Ob sie gerade bei ihm ist? Ich ertrage das alles nicht noch mal. Ich kann ihm nicht schon wieder einen Fehltritt verzeihen, aber wir sind schon seit drei Jahren zusammen, so etwas wirft man doch nicht einfach so weg. Ich fühle mich leer, ich fühle nichts, nur diesen Schmerz. Die Enttäuschung, die Traurigkeit und die Wut sind schon lange verschwunden und haben sich in Schmerz verwandelt, es tut körperlich richtig weh. Mein Herz sticht, meine Gelenke sind kraftlos, dieser Druck scheint meinen Körper zu zerfetzen. Er ist es wert, ich kann ohne ihn nicht leben. Ich liebe ihn, bedingunslos, unendlich - und ich würde für ihn sterben. Ich liebe ihn mehr als mein Leben, er liebt sich mehr als mich.

Beichthaus.com Beichte #00039739 vom 15.05.2017 um 03:46:12 Uhr in Köln (Rheinufer) (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Schnäppchenjäger auf dem Flohmarkt

8

anhören

Betrug Habgier Shopping Köln

An praktisch jedem Sonntag bin ich auf den Flohmärkten in und um Köln unterwegs. Dort kaufe ich Sachen, die ich mir normalerweise nicht leisten würde. Dazu nutze ich schlecht informierte Verkäufer aus. So habe ich mir vorletzten Sonntag eine wunderschöne Lavalampe geleistet, die regulär genau 100 Euro kostet - ich habe nur fünf Euro gezahlt. Ein schlechtes Gewissen habe ich dabei nicht, denn der Verkäufer bekommt den Preis, den er oder sie haben will. Die Tatsache, dass die Summe fast nie im Verhältnis zum tatsächlichen Wert steht, freut mich manchmal mehr als das betreffende Stück selbst.

Manche Händler scheinen überhaupt keine Recherche zu betreiben, denn einmal habe ich auf dem Tisch eines Händlers das Buch "Die Spur der toten Sonne" von Iain Banks gefunden. Dieser Band aus dem Kultur-Zyklus wird auf den einschlägigen Buchhandelsplattformen für 50 bis 70 Euro gehandelt. Dieser Mensch wollte nur zwei Euro dafür haben. Da ich dieses Buch bereits besitze, wollte ich dem Mann eine Freude machen, klärte ihn über den wirklichen Wert auf und empfahl ihm, das Buch online zu verkaufen. Daraufhin antwortete er mir, dass er kein Internet habe und dass ihm der tatsächliche Wert egal sei. Kopfschüttelnd ging ich meiner Wege.

Beichthaus.com Beichte #00039507 vom 20.03.2017 um 23:15:52 Uhr in Köln (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Vom LKW geköpft

6

Feigheit Auto & Co.

Seit beinahe zwanzig Jahren habe ich meinen Führerschein. Fast täglich sitze ich hinter dem Steuer und fahre bei jedem Wetter, egal ob geschlossene Schneedecke bei -20°C, Glatteis, Starkregen oder brüllende Hitze. Autobahn oder unbefestigter Waldweg - das ist mir auch egal. Und die letzten fünf Jahre in Köln haben mich auch gegenüber total bescheuerten Verkehrsteilnehmern abgehärtet. Aber in einer bestimmten Situation fühle ich mich immer sehr unwohl. Und zwar, wenn ich an einem stehenden LKW mit geöffneter, angehobener Ladebordwand vorbei muss. Ich gehe dann immer vom Gas und ziehe ein Stück zur Straßenmitte rüber, auch wenn eigentlich kaum Platz ist. Manchmal halte ich sogar an, lasse den Gegenverkehr vorbei und fahre dann ganz langsam weiter.

Als Koch, der manchmal umfangreiche Lieferungen bekommt, weiß ich, dass diese Dinger enorm praktisch und unverzichtbar sind. Aber immer wenn ich mit meinem Auto auf so eine große, stumpfe Klinge genau in Halshöhe zufahre, wird mir ganz anders. Ich habe dann oft eine Horrorvorstellung, dass ich durch einen dummen Unfall genau in diese Ladebordwand fahre und von ihr geköpft werde. Ich hoffe, dass ihr mir diese irrationale Vorstellung aufgrund derer ich manchmal den Verkehr aufhalte, verzeihen könnt.

Beichthaus.com Beichte #00039391 vom 23.02.2017 um 23:13:23 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Köln ist sterbenslangweilig und spießig!

23

anhören

Vorurteile Lügen Falschheit

Ich bin vor zwei Jahren jobtechnisch von Berlin nach Köln gezogen - der Rubel muss ja rollen. Man muss sagen, dass ich gebürtig aus dem Rheinland komme, die letzten 16 Jahre durch Studium und Job allerdings in den neuen Bundesländern verbracht habe. Ich hasse Köln: Diese Stadt ist eng im Stadtbild, eng im Denken, unglaublich selbstverliebt, sterbenslangweilig und für mich persönlich total uninteressant. Eine typisch saturierte West-Stadt, in der sich seit 30 Jahren nichts bewegt. Unangenehm spießig und piefig, überteuert und von Mentalität und Städtebau irgendwo in den späten 60ern stehen geblieben. Ständig besoffen von sich selbst und so unangenehm ignorant dem restlichen Weltgeschehen gegenüber. Und über allem schwebt das furchtbare Motto: Liebe Deine Stadt.

Für mich am Unverständlichsten allerdings sind dieser total überzogene Lokalpatriotismus und die Ansicht, dass Köln der geilste Arsch der Welt sei. Beim Bäcker, in der Sauna, am Tresen: Spätestens nach fünf Minuten wird man zugetextet, wie toll diese Stadt doch sei, wie schön, wie weltoffen und überhaupt. Ich beichte, dass ich den Kölnern mittlerweile knallhart ins Gesicht lüge: Wenn ich gefragt werde, ob es mir gefällt, antworte ich so euphorisch wie möglich: "Ja, voll schön hier", "Klar, ich fühle mich total wohl", "Köln ist einfach wow". Ich habe einfach keine Lust mehr, gegen Windmühlen zu diskutieren, denn die Leute können es einfach nicht verstehen, wie unglaublich beschränkt und limitiert ihre "Metropole" ist. Bitte vergebt mir.

Beichthaus.com Beichte #00038303 vom 28.05.2016 um 01:23:29 Uhr (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht