Angefasst vom Pfarrer

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Feigheit Verzweiflung Missbrauch Kinder

Angefasst vom Pfarrer
Mit 12 habe ich angefangen, in unserer Gemeinde aktiv zu werden. Ich mochte den Pfarrer, er war immer sehr locker, wir haben auch zusammen getrunken und gegrillt, es war immer witzig. Ich fühlte mich wohl. Er sagte immer, wir seien Erwachsene und so hat er uns auch behandelt. Was er damit wirklich meinte, habe ich erst später erfahren. Nach meiner Konfirmation wechselte er die Gemeinde und wir besuchten ihn dort. Da er dort noch keine älteren Jugendlichen kannte, fuhren wir als Betreuer auf dem Konfirmantenwochenende der anderen Gemeinde mit. Wir fuhren immer öfter hin und kurz vor meinem 16. Geburtstag, ich und eine Freundin waren gerade auf dem Weg zu ihrem Auto, küsste er mich kurz auf die Hüfte und meinte "Ich freue mich schon so drauf, wenn du endlich 16 wirst!" Ich hatte mir nichts Großes dabei gedacht. Ich hatte sehr strenge Eltern und musste immer als Erstes nach Hause, weswegen ich dachte, die Aussage würde sich darauf beziehen. Beim nächsten Konfirmantenwochenende (die allerdings eine Woche lang war) hatten wir, die Betreuer, uns eine Lounge eingerichtet, in der wir abends was trinken, uns unterhalten und nebenbei Rauchen konnten. In dieser Zeit ist mir der Pfarrer öfter abends an die Brust gegangen, ohne dass es die anderen bemerkt haben. Ich wollte es ihnen sagen, aber er war wie ein extrem cooler Vater für uns, weswegen ich dachte, es würde mir keiner glauben. Da wir oft einen anstrengenden Tag hatten, fand es keiner seltsam, dass ich früh schlafen gegangen bin.

Eines Abends teilte ich mir mit einem Kerl eine Flasche Sekt und als wir zusammen auf dem Sofa lagen, bin ich eingeschlafen. Ich wachte auf, weil mir jemand anfing, an die Hose zu gehen. Wir waren zugedeckt und die meisten lagen in der Gegend herum und schliefen oder unterhielten sich leise. Aber irgendwas stimmte nicht, denn ich sah den Kerl von vorher draußen vorbei gehen. Als ich mich umblickte, sah ich den Pfarrer und ich war geschockt.
Soweit kennen gute Freunde diese Geschichte auch, nur mit einem anderen Ende. Bisher hatte ich jedem gesagt, ich sei aufgestanden und schlafen gegangen und sei am nächsten Tag abgereist. Die Wahrheit ist aber, dass er mir irgendwann ins Ohr flüsterte, dass es ihm hier zu riskant sei, er jetzt ins Bett geht und ich nachkommen soll. Ich war verwirrt, da mein Körper trotzdem erregt war, obwohl ich das nicht wollte. Ich weiß nicht, warum ich das getan habe, ich erinnere mich nicht, was ich gedacht habe, aber ich ging hinterher. Ich hatte mich hingelegt und er wollte weitermachen. Ich drehte mich weg und er bezeichnete mich als Schlampe. Am nächsten Tag meinte ich, dass meine Eltern angerufen hätten und ich dringend heim müsse. Ich brach den Kontakt zu meiner und der anderen Gemeinde ab und suchte mir einen anderen Freundeskreis. Später erfuhr ich, dass es eine Art Prozess innerhalb der anderen Gemeinde gegeben hatte, da er sich an viele Mädchen rangemacht hatte. Ich konnte mich aber nie als Zeugin melden, weil ich Angst hatte, dass man mich wegen meines Verhaltens verurteilen würde. Er wurde dennoch aus der Gemeinde geworfen, scheint aber in einer anderen Landeskirche aktiv zu sein. Aber vielleicht hätte es vor ein Gericht gehen können, wenn ich nicht so selbstsüchtig gewesen wäre. Wer weiß, was er anderen Mädchen antut, ich will es eigentlich gar nicht wissen. Aber es tut mir unendlich leid. Bis heute, ich bin jetzt 19, konnte ich niemandem die volle Wahrheit erzählen.

Beichthaus.com Beichte #00031016 vom 11.04.2013 um 17:09:31 Uhr (21 Kommentare).

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Leben in sündiger Gesellschaft

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Morallosigkeit Sex Verzweiflung Unglaube Gesellschaft Marburg

Dies ist meine erste Beichte. Eigentlich habe ich sehr viel zu berichten. Ich (w/20) wurde christlich erzogen und lebte auch aktiv meinen Glauben. Ich strebte immer nach einer besseren Beziehung zu Jesus (für Ungläubige klingt das vermutlich ziemlich verrückt). Und ich versuchte, wie ein guter Christ zu leben. Ich sehnte mich, seit ich 14 war, unglaublich stark nach einem Freund, doch obwohl der ein oder andere an mir interessiert war, blockte ich immer ab. Ich wartete auf die große Liebe, auf den Richtigen. Ich hatte auch, wie viele Christen, die Einstellung, vor der Ehe keinen Sex zu haben. Voll hinter dieser Einstellung stand ich aber erst mit 15/16 Jahren. All die Jahre passierte nichts und ich traf niemanden, der mir gefiel. Und wenn ich doch Interesse hatte, war ich zu schüchtern, um das zu zeigen und wartete, bis es vorbei ging. Die Sehnsucht nach Zärtlichkeit und Nähe wurde immer stärker. Dazu kam, dass ich mit meinem Glauben in eine Krise kam. Die Leute in meinem Jugendkreis nervten mich. Es wurde immer frustrierender, dass scheinbar jeder eine bessere geistliche Beziehung zu Jesus hatte, als ich. Ich nenne sie immer die Superchristen. Dazu kamen starke Selbstzweifel und Depressionen, die ich aber nie zugab, geschweige denn darüber sprach. Ich lächelte immer und tat so wie immer, und in meinem Zimmer schrieb ich düstere Tagebucheinträge und dachte über Selbstmord nach. Das war vor etwa drei Jahren.


Seit Mitte 2011 bin ich nicht mehr in den christlichen Kreisen. Ich hing immer mehr mit Nicht-Christen herum und wurde zusehends asozialer und verlor meine Ideale. Ich muss sagen, ich bin nicht hässlich, habe eine gute Figur und bin groß. Ich bin mir dessen bewusst. Aber da ich sehr unsicher bin, denke ich nicht, dass ich als attraktiv gelte. Nun zu meiner Beichte. Bis Mitte/Ende 18 war ich also absolut unerfahren in Sachen Männer. Ich hatte auch noch nie einen geküsst, nicht mal auf einer Party, und betrunken war ich bis dahin auch noch nie gewesen. Aber ich schaute mir schon seit Längerem gelegentlich Pornos an und machte es mir beinahe täglich selbst. Ich dachte nahezu jeden Tag an Sex und litt darunter, keine Erfahrung zu haben. Ich meldete mich aus Spaß auf einer Webseite an, wo man Leute kennenlernen kann. Ich habe mit einigen geschrieben, und mich spontan mit einem getroffen, da er zufälligerweise direkt neben meiner Schule wohnt. Ich kenne die Gefahren solcher Webseiten, aber ich bin manchmal leichtsinnig und mutig, daher ging das schon in Ordnung. Er war drei Jahre älter als ich und durch seine körperliche Nähe - eine Umarmung reichte aus - hat er mich total verunsichert. Ich mache es kurz. Ich dachte, aus uns würde was werden. Ich hatte auch nichts dagegen, mit ihm mein erstes Mal zu haben, allerdings nicht vor drei Monaten. Er ist ziemlich undurchsichtig, hat mich belogen und letztendlich habe ich herausgefunden, dass ich eine Affäre war, mit der er seine Freundin betrogen hat. Glücklicherweise fühlte ich nichts für ihn außer Bedauern und Aggression. Mein erstes Mal hatte ich mit ihm und zwar nach sechs Wochen.


Es war mir egal, dass ich ihm nicht viel bedeutete, ich wollte nur endlich nicht mehr Jungfrau sein. Nach drei Monaten beendete ich die Geschichte. Das ist jetzt anderthalb Jahre her. Seitdem hatte ich mit neun Männern Sex. Alle waren One-Night-Stands, bis auf vier, die ich auf der selben Webseite kennengelernt hatte und mit denen ich mich vorsätzlich zum Sex verabredet hatte. Ich hatte noch immer keine Beziehung, weil ich einfach in Bezug auf Männer sehr kalt bin und mich nicht verlieben kann. Ich bin zwar zärtlich und genieße es mit ihnen, aber in meinem Herzen fühle ich einfach nichts. Und ich habe noch immer diese krasse Sehnsucht nach jemandem, der mich komplett macht. Wo ich theoretisch weiß, dass das nur Gott sein kann, der diese Sehnsucht stillt. Zu meiner Beichte: Meine beste Freundin, die ich noch aus der Kirche kenne, die einzige, mit der ich noch Kontakt habe, denkt, ich sei noch Jungfrau. Auch meine Familie glaubt, ich sei ein unschuldiges Lamm. Meine Brüder denken sogar, ich sei lesbisch, da ich nie Männer mit nach Hause bringe. Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich meine Freundin anlüge und ich tue mir selbst leid, dass ich so eine Schlampe geworden bin. Ich weiß, dass mein Platz bei Gott ist und es nicht gut ist, wie ich lebe, aber andererseits fühle ich mich bei diesen Christen nicht wohl und bin lieber in sündiger Gesellschaft mit Party und Saufen.

Beichthaus.com Beichte #00030971 vom 04.04.2013 um 15:53:06 Uhr in Marburg (41 Kommentare).

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Gift in der Schokolade

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Rache Ernährung Kinder Weihnachten Uster

Gift in der Schokolade
Meine Geschichte liegt schon eine Weile zurück. Ich (w) war damals circa 16 Jahre alt. Jedes zweite Wochenende ging ich meinen Vater besuchen, der in einem Mehrfamilienhaus wohnte. In diesem Wohnhaus war er Hausmeister. Zur Weihnachtszeit hat er das Treppenhaus auf jedem Stock mit einem Tannenzweig voller Schokolade geschmückt. Nach einer Weile haben einige Nachbarsjungen dies bemerkt und pünktlich nach dem Schmücken jeden Samstag alle Schokolade runter gerissen und sich mit der Beute aus dem Staub gemacht. Trotz der Warnungen meines Vaters haben die Jungs immer weitergemacht. Nun zu meiner Beichte: Wir haben uns von meiner Stiefmutter eine Spritze mit einer ganz feinen Nadel geborgt. Danach haben wir die Schokolade mit Tabasco gefüllt und sie pünktlich am Samstagmorgen an die Zweige gehängt. Wir lauerten draußen auf die Jungs und siehe da, sie kamen genau so pünktlich wie immer. Sie rannten ins Haus und rissen wieder die ganze Schokolade von den Zweigen. Mit der Beute sind sie zum nächsten Bushäuschen gerannt. Als sie genussvoll in die Schokolade rein bissen, spuckten sie es genauso schnell wieder raus. Wir haben ihnen dann lachend erzählt, dass wir in die Schokolade Gift gespritzt haben. Sie machten sich ziemlich schnell aus dem Staub. Etwas später standen auch schon die Eltern der Diebesbande vor der Tür. Wir haben sie natürlich aufgeklärt. Es tut mir leid, dass wir mit der Angst anderer gespielt haben, aber der Rest war echt lustig.

Beichthaus.com Beichte #00030903 vom 19.03.2013 um 18:53:26 Uhr in Uster (Haberweid) (21 Kommentare).

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21 Jahre Drogensumpf

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Drogen Maßlosigkeit Sucht Verzweiflung Arbeit

21 Jahre Drogensumpf
Ich möchte hiermit beichten, dass ich nicht in der Lage bin, mein Leben auf die Reihe zu bekommen. Ich habe schon recht früh angefangen, mir Selbiges zu versauen. Im frühesten Jugendalter habe ich angefangen zu kiffen und es hat auch nicht lange gedauert, bis ich diverse härtere Substanzen zu mir genommen habe. Dadurch habe ich mir meine erste Lehrstelle als Dachdecker versaut, weil ich nicht in der Lage war, zu erkennen, dass man mich fördern will. Stattdessen habe ich alles an Rügen und Maßnahmen sehr persönlich genommen und nach satten zweieinhalb Jahren meine Ausbildung selber beendet. Nach einigem Leerlauf habe ich mich dann entschlossen, meinen Wehrdienst freiwillig aufzunehmen. Ich habe die Musterung auch gut hinter mich gebracht, weil ich es geschafft habe, mich von Drogen zu distanzieren. Ich wollte wirklich was erreichen. Die Grundausbildung lief recht gut und ohne weiteren Zwischenfall. Nach meiner Versetzung zu der Stammeinheit hatte ich dann aber wieder Kontakt zu Personen, die diverse Drogen konsumiert haben und bin so dumm gewesen, mich wieder hinreißen zu lassen, selber zu konsumieren. Mein Konsum wurde schlimmer als zuvor. Nachdem ich dann irgendwann einfach nur noch fertig war und im Drogenrausch zwei Wochen eigenmächtig dem Dienst fernblieb, habe ich mich dann selber gestellt und mich geoutet. Mit den Konsequenzen konnte ich recht gut leben, zwei Wochen Bau, im Anschluss neun Wochen Ausgangssperre und kein Aufstieg im Dienstrang. Ich habe meinen Wehrdienst auch ehrenhaft beenden können, wenn auch nur im Rang eines Gefreiten. Den Konsum habe ich nicht eingestellt.

Weitere Arbeitslosigkeit folgte, bis ich irgendwann im Elternhaus Druck bekam. Also kümmerte ich mich um eine weitere Ausbildungsstelle. Über mehrere Umwege und eine weitere abgebrochene Ausbildung zum Koch, bekam ich dann meine Chance, in einem renommierten Gasthaus in unserer Umgebung zu arbeiten. Ich begann meine Ausbildung zum Restaurantfachmann. Ich war mit Eifer bei der Sache, hätte mir jedoch beinahe den Job auch wieder versaut, weil ich total verstrahlt zur Arbeit ging, nachdem ich eine Nacht lang feiern war und dementsprechend nichts auf die Reihe bekam. Das war dann einer der Knackpunkte in meinem Leben, der mich bewegte, mich vom Drogenkonsum zu befreien. Ich wandte mich von meinem gesamten Freundeskreis ab und lebte von da an erst einmal nur noch für die Arbeit. Ich wurde, was die chemischen Sachen anging, clean, kiffte nur noch abends zu Hause. Ich beendete meine Ausbildung erfolgreich, hatte auch eine Freundin, die zwischenzeitlich, aufgrund einiger Probleme, die sie hatte, bei mir eingezogen war.

Sie war jedoch nicht die Richtige für mich. Wir kifften wie die Blöden, ich versemmelte einen Job nach dem anderen und letztendlich, nachdem unsere Wohnung verlebt und versifft war und ich wieder arbeitslos wurde, zogen wir um. Sie wurde schwanger, wir bekamen eine Tochter und es machte abermals klick bei mir. Ich wurde aus eigenem Antrieb absolut drogenfrei, trainierte abends und musste ansehen, wie meine damalige Gefährtin sich weiter der Kifferei ergab. Auf mein Drängen hin, aufzuhören, sagte sie immer nur: "Ich bin ja noch jung und will was erleben!" Es endete in einer sehr heftigen Trennung und beinahe mit einer Psychose bei mir. Ich musste mit meinen 26 Jahren wieder bei meinen Eltern unterkriechen; eines der erniedrigsten Erlebnisse meines Lebens. Immerhin bekamen meine Ex und ich uns soweit in den Griff, dass ich meine Tochter sehen durfte, wann immer ich wollte. Ich konnte einen guten Job in der Branche ergattern, in dem ich über sehr weite Strecken erfolgreich und vor allem gerne tätig war. Trotzdem hatte ich leider immer wieder Rückschläge, was die Kifferei betraf. Irgendwann fand mich eine andere Ex von mir wieder und wir gingen eine Beziehung miteinander ein, die bis heute andauert. Nachdem wir beide zweimal miteinander gekifft hatten, erkannten wir, dass wir uns in diesem Zustand nicht ausstehen können und ließen es einfach bleiben, weil wir zusammen sein wollten. Leider war damit auch eine Verdrängungstaktik nicht mehr verfügbar, ich kündigte in einem Anfall von Depression meinen Job, beziehungsweise ich blieb einfach im Bett liegen und konnte mich nicht mehr motivieren, aufzustehen. So versemmelte ich ihn wissentlich.

Dennoch zogen meine Partnerin und ich zusammen. Ich habe inzwischen einen Sohn von ihr und wir erwarten jede Sekunde ein weiteres Kind, eine Tochter. Unsere Beziehung ist echt glücklich und dennoch schaffe ich es nicht, mich zu sortieren, geschweige denn einen Job zu suchen, der mich erfüllt. Ich schaffe es zwar, eine Maßnahme der ARGE zum Abschluss zu bringen, habe aber Angst, mich auf einen Job zu bewerben. Die Ungewissheit, was mich erwartet, und die Angst zu versagen sind einfach zu groß. Inzwischen trinke ich beinahe jeden Abend, zumindest im Augenblick, jedoch immer erst, wenn mein Sohn im Bett ist. Auf ihn nehme ich Rücksicht. Inzwischen haben wir auch einen Familientherapeuten, der uns auf häuslicher Ebene hilft, uns zu sortieren, weil wir Schwierigkeiten haben, den Haushalt vernünftig zu organisieren. Vielleicht hilft er mir ja auch, einen Psychologen zu finden, dem ich vertraue, damit ich meinen eigenen Seelenmüll mal loswerden kann. Ich bin mit meinen bald 35 Jahren mehr als 21 Jahre süchtig und gewillt etwas zu ändern, und doch habe ich Angst.

Beichthaus.com Beichte #00030817 vom 24.02.2013 um 11:51:33 Uhr (41 Kommentare).

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Hairy Blossom Bilder

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Dummheit Peinlichkeit Arbeit Medien Internet Niederlande

Hairy Blossom Bilder
Ich muss etwas beichten, was mir sehr peinlich ist. Ich bin über einige Umwege in den Beruf des Trainers geraten. Das heißt, ich erstelle für Firmen, Workshops und Ähnliches Trainings zu recht unterschiedlichen Themen. Wenn zum Beispiel bei einer Firma neue Produkte wie Software eingeführt werden, schule ich die Mitarbeiter darin. Auf der einen Seite sind das Sachen, in die man sich selber einarbeiten kann, um das Wissen zu vermitteln und auf der anderen Seite vermittele ich auch Themen, die ein hohes Eigen-Know-how in dem Bereich erfordern. Im zweiten Bereich habe ich immer mal wieder Workshops zu Fotografie und digitaler Bildbearbeitung gehalten. Letztens musste ich kurzfristig für einen Kollegen einspringen, der mir einen Workshop zugeschustert hat, den er selber nicht halten konnte. Ich sagte zu, die Sache hatte jedoch einen Haken, denn dieser Workshop fand in Utrecht in Holland statt. Da mein Holländisch etwas eingerostet ist, war der Vortrag von Anfang an, auch durch meinen Kollegen, in Englisch konzipiert, was die Sache leichter machen sollte.


Im Bereich der digitalen Bildbearbeitung ging es dann um das Thema "Schärfen". Diesbezüglich gibt es in diversen Programmen weit mehr als nur einen Regler, so dass man zielgerichtet bestimmte Sachen schärfen oder besser akzentuieren kann. Ich wollte dies an einem Bild einer Blume beispielhaft darstellen. Die Blume im Vordergrund war durch den kreativen Einsatz der Blende des Objektivs schön freigestellt und ich wollte in der Bearbeitung zeigen, wie man die feinen Härchen der Blüte herausarbeiten kann, ohne den schön verschwommenen Hintergrund zu verunstalten oder ein total überzogenes Ergebnis zu erhalten. Diesbezüglich sprach ich bei der Blume immer wieder von der "beautiful hairy blossom". Zwei der Teilnehmer grinsten schon permanent, ich dachte mir aber noch nichts dabei. Ich empfahl den Teilnehmern, dann für Zuhause selber Bilder zu machen oder einfach mal kurz im Internet, etwa bei der Google-Bildersuche, nach "haarigen Blumen" zu suchen, an denen sie sich in der Praxis versuchen können. Zwei Tage später bekam ich eine E-Mail eines Workshop-Teilnehmers, dass mein Part über die hairy blossoms legendär gewesen wäre. Ich vermute, es war einer der zwei grinsenden Typen. Als ich bei Google nach "hairy blossom"-Bilder gesucht habe, wäre ich fast vor Scham vom Stuhl gefallen. Ich habe es auch sofort meinem Kollegen gebeichtet, der mir den Auftrag gegeben hat, falls er irgendwelche Rückmeldungen negativer Art über mich erhalten sollte. Auch er fiel fast vor Lachen vom Stuhl und fand es, Gott sei dank, nicht schlimm. Mir ist es dennoch furchtbar peinlich und ich werde so schnell nicht mehr nach Utrecht reisen. Hiermit beichte ich, dass mir dieser offensichtlich feststehende Begriff im Englischen vollkommen unbekannt war und ich es bereue, ihn auch noch immer besonders betont zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00030644 vom 03.01.2013 um 21:58:12 Uhr in Niederlande (Utrecht) (29 Kommentare).

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