Antiautoritäre Erziehung bei den Nachbarn

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Zorn Aggression Kinder Nachbarn

Ich (m/35) wohne mit meiner Tochter (9) in einem Mehrfamilienhaus, in dem hauptsächlich junge Familien und Studenten-WGs wohnen. Wir haben einen schicken Hof mit Spielplatz und eigentlich ist immer genug Action, um die Tage mit einigen der anderen Hausbewohner im Hof zu verbringen. Unsere Kinder spielen dann zusammen und wir Erwachsenen sitzen dann auf den Bänken und reden über Gott und die Welt. So weit, so gut. Ich verstehe mich letztlich mit allen Leuten im Haus ziemlich gut, meine Tochter ebenso, und alles könnte wahrlich entspannter nicht sein, aber dieses nette Gefüge habe ich gestern wohl etwas strapaziert.

Eine der Familie im Haus erzieht ihre Kinder etwas freier als die anderen, was letztendlich bedeutet, dass bestimmte grundsätzliche Regeln für ihre Kinder anscheinend nicht gelten. Das fängt beim Grüßen der anderen Hausbewohner an, geht weiter mit der Definition von fremdem Eigentum und bis hin zu respektablem Verhalten gegenüber den Erwachsenen. Das mag jetzt klingen als wäre ich einer dieser Gartenzaunwächter aus der Reihenhaussiedlung, bin ich aber nicht. Ich bin durchaus tolerant bzw. freigeistig und versuche meine Tochter ebenso zu erziehen, aber ich bestehe auf ein paar dieser grundlegenden Regeln, die immer gelten sollten: z.B. dass eben gegrüßt und sich verabschiedet wird, dass die Kids sich gegenseitig und uns nicht wehtun und dass bestimmte Ansagen seitens der Eltern durch die Kinder nicht infrage gestellt werden bzw. diese nicht diskutabel sind. Betreffende Kinder sind nun der Meinung, aufgrund ihrer Erziehung, dass diese Regeln für sie eben nicht gelten - was sich darin äußert, dass Ansagen der Eltern komplett ignoriert werden, nur gegrüßt wird, wenn man gerade Lust dazu hat und dass Dinge nur dem Eigentümer gehören, solange man selbst kein Interesse daran hat. Die benutzten Dinge wieder wegzuräumen oder dem jeweiligen Kind wiederzugeben ist selbstredend optional. Darüber habe ich mich mit den Eltern schon mehrfach unterhalten und habe versucht, ihnen zu erklären, dass ich dieses Verhalten nur sehr schlecht tolerieren kann. Außerdem, dass ich es nicht verstehen kann, dass man seinen Kindern in diesem Alter aufbürdet, die eigenen Grenzen selbst zu finden.

Als meine Tochter und ich gestern Morgen auf dem Weg zur Schule an der Wohnung der betreffenden Familie vorbeikamen, standen die Kinder dieser Familie vor der Tür und machten sich gerade ebenso für die Schule bereit. Wie man das halt so macht, sagten wir beide guten Morgen und es passierte nichts. Also sagte ich noch einmal: "Guten Morgen", und sah dabei dem Jungen der Familie ins Gesicht. Dieser hat die Angewohnheit, die anderen in solchen Situationen frech anzugrinsen, da ihm durchaus bewusst ist, dass er wieder einmal die Regeln des Zusammenlebens ignoriert und damit den anderen Menschen auf den Sack geht. Leider bin ich morgens nicht immer der Sonnenschein, der ich gern wäre, und war daraufhin ziemlich angepisst - was sich letztlich darin äußerte, dass ich ihm den Stinkefinger gezeigt und ihn unflätig angemurmelt habe, während ich ihn mit dem Todesblick bedacht habe. Mag ja eher unwichtig klingen, aber den Topscore habe ich für diese Aktion erhalten, weil ich viel zu spät bemerkt habe, dass die Eltern und die Etagennachbarn plus deren Kinder das gesehen haben.

Nun ist Sturm im Paradies. Ich werde versuchen es den Eltern zu erklären, denn es tut mir letztlich leid, die Beherrschung verloren zu haben. Aber ganz ehrlich, der Halbling und seine Schwester haben in meinen Augen ein paar Monate Bootcamp zum Erlernen grundsätzlicher, gesellschaftlicher Regeln verdient. Ich beichte also, dass ich als erwachsener Mann einem 10-Jährigen den Stinkefinger gezeigt habe, weil er mich mit seiner Arschlochpersönlichkeit auf die Palme bringt, wobei diesen eigentlich nicht er, sondern seine Eltern für ihre Erziehungsmethoden verdient haben.

Beichthaus.com Beichte #00035799 vom 27.05.2015 um 10:58:33 Uhr (30 Kommentare).

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Beziehung vs. Freundschaften

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Rache Eifersucht

Ich (w) habe etwas getan, wofür ich mich sehr schäme. Früher haben meine drei besten Freundinnen und ich alles zusammengemacht. Doch seit die Eine einen Freund hat, ist alles anders. Klar, jede von uns hatte schon Beziehungen, aber wir haben uns gegenseitig nie vernachlässigt. Doch seit diese Freundin mit ihrem Freund zusammen ist, hat sie keine Zeit mehr für uns andere. Falls sie uns doch mal wieder irgendwann die Ehre erweist, dann selbstverständlich nur, wenn er auch dabei ist. Und reden kann man mit ihr auch nur noch über ein Thema: Ihn. Man muss dazu sagen, dass sie immer gesagt hat, sie würde uns nie wegen eines Kerls vernachlässigen und wir sollen sie darauf ansprechen, wenn es tatsächlich mal der Fall sein sollte. Das haben wir auch mehrmals getan, doch es ist ihr egal. Die Krönung der ganzen Sache ist, dass sie, nachdem sie drei Wochen zusammen waren, angefangen hat, ungebetene Tipps zu verteilen und meinte, erörtern zu müssen, wieso wir anderen drei momentan keinen Freund haben. Sie führte sich auf, als sei sie der Männerschwarm schlechthin und ein richtiger Beziehungsexperte - dabei ist das ihr erster richtiger Freund!


Nun ja, anfangs habe ich mich sehr für sie gefreut, da sie ja wie gesagt zuvor noch nie einen richtigen Freund hatte. Doch als sie anfing, mich ständig auf Snapchat mit Bildern von ihnen zusammen zuzuspammen, mit den Worten "Schau mal, wie süß wir sind", und mir teilweise sogar Bilder schickte, wie sie ihn gerade auszog, wurde es mir zu viel. Natürlich will ich kein Foto sehen, wie sie ihm die Hose öffnet! Nun ja, dann habe ich etwas getan, was mir unbeschreiblich leidtut. Ich habe mit einem Fake-Profil auf Facebook einen Streit provoziert. Ich habe mir das Profil eines hübschen Mädchens erstellt und ihren Freund angeflirtet. Er ist irgendwann voll darauf eingegangen und deshalb habe ich meiner Freundin die Chatverläufe anonym zukommen lassen. Zeitgleich habe ich mich - mit meinem richtigen Namen und Foto - auf einer bekannten Dating-App angemeldet und mir sozusagen einen Freund gesucht. Die meisten Typen dort sind verzweifelt und wollen sich unbedingt mit einem Mädchen treffen und daher sind sie gar nicht besonders wählerisch. Ich hatte also große Auswahl und kam kurz darauf mit einem Jungen zusammen.


Während meine Freundin und ihr Freund also World War III auslebten, zog ich mit ihr das Gleiche ab, wie sie mit uns anderen. Ich schickte ihr massenhaft Bilder mit "meinem Freund", auch solche, wie sie mir geschickt hatte, also etwas unanständigere. Außerdem gab ich ihr Beziehungstipps, wegen ihres Streits. Sie war zu dieser Zeit ganz schön fertig und plötzlich wollte sie sich wieder mit uns anderen treffen und sich ausheulen. Ich habe ihr dann eiskalt jeden Tag gesagt, ich hätte keine Zeit, weil ich mich mit "meinem Freund" treffe und ich habe ganz genau gesehen, wie sehr sie mein Verhalten verletzt. Und das Schlimmste daran: Ich habe mich in diesem Moment diebisch darüber gefreut, da sie mich genauso verletzt hat. Aber nach zwei Wochen haben sie und ihr Freund sich wieder vertragen und dann habe ich mich auch von "meinem Freund" getrennt. Es tut mir inzwischen unendlich leid, dass sie wegen mir so gelitten hat, und ich durch die Sache mit meinem angeblichen Freund noch derartig Salz in ihre Wunde gestreut habe. Und das alles nur, weil ich genervt von ihr war. Außerdem tut es mir für den Jungen leid, ihn so ausgenutzt und für meine Zwecke missbraucht zu haben. Ich habe ihm immerhin Hoffnungen gemacht und das Ganze nach wenigen Wochen zerstört, einfach, weil er keinen Nutzen mehr für mich hatte. Ich bin wohl die schlechteste beste Freundin, die man haben kann und ein noch schlechterer Mensch.

Beichthaus.com Beichte #00035794 vom 26.05.2015 um 19:06:03 Uhr (23 Kommentare).

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Die Krähe

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Aggression Morallosigkeit Boshaftigkeit Mord Tiere

Ich (m/30) habe heute eine Krähe getötet. Es fing damit an, dass ich durch einen Park joggte und eine junge Krähe auf dem Boden sah. Allem Anschein nach konnte sie noch nicht fliegen. Ich sah es nur ein paar Sekunden an, bis mich eine pechschwarze Krähe gerade so […]
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Beichthaus.com Beichte #00035778 vom 23.05.2015 um 20:02:46 Uhr (29 Kommentare).

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Versteckter Rassismus bei der Parkplatzsuche

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Vorurteile Ungerechtigkeit Auto & Co. Studentenleben Erlangen

Gestern Morgen bin ich im leicht verkaterten Zustand mit meinem Auto in meine Studienstadt gefahren, um eine Veranstaltung zu besuchen. Da um den Campus herum immer recht wenige Parkplätze zur Verfügung sind, bin ich einige Zeit umhergefahren, bis ich eine freie Lücke gefunden hatte. Ich wollte gerade den Motor abstellen, als ein klappriger Golf neben mir hielt und die Fahrerin ihr Fenster runter ließ. Sie war Afroamerikanerin und erklärte mir durch das geöffnete Fenster, dass ich ihr den Parkplatz weggenommen hätte und dass sie extra gewendet hat, um hier parken zu können, was ich doch hätte sehen müssen. In der Tat war sie mir mit ihrem Wendemanöver aufgefallen, da sie das aber in einer Hofeinfahrt tat, hatte ich sie für eine Anwohnerin gehalten und im Zustand meiner geistigen Umnachtung nicht weiter wahrgenommen. Von der Rechtslage her war die Situation eindeutig, sie hatte weder Blinkzeichen gegeben, noch sonst wie ihren Anspruch auf die Parklücke deutlich gemacht. Auf meine Frage hin, was ich ihrer Vorstellung nach jetzt tun solle, hat sie kackfrech gemeint ich solle woanders parken.


Ich bin normalerweise echt kein Mensch, der klein beigibt, sondern jemand der auch mal den Mund aufmacht und sagt, wo das Problem liegt und seine Ziele durchsetzt. Nur in diesem Moment habe ich aufgrund ihrer Hautfarbe gekuscht und dann den mir eigentlich rechtmäßig zustehenden Parkplatz wieder freigegeben. Allerdings hat mich dieser Zwischenfall so zum Nachdenken gebracht, dass ich gestern gar nichts mehr auf die Reihe bekommen habe. War es eventuell rassistisch, ihr den Parkplatz zu überlassen? Hätte ich sie einfach ignorieren sollen? Was wäre passiert, wenn ich einfach ausgestiegen und zur Uni gegangen wäre? Hätte ich bei einem Menschen mit anderer Hautfarbe anders gehandelt? Letztlich habe ich dann direkt vor der Uni einen Parkplatz bekommen, allerdings ist meine Veranstaltung dann entfallen.

Beichthaus.com Beichte #00035772 vom 22.05.2015 um 10:28:45 Uhr in 91054 Erlangen (Hindenburgstraße) (16 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Joints mit meiner Lehrerin

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Drogen Sucht Schule

Ich (m/26) möchte nun eine Sache beichten, die einige Jahre zurückliegt. Damals war ich 16, in der 10. Klasse und habe absolut nichts gemacht. Ich habe mir ständig die Birne voll gekifft und bin auch die meiste Zeit auf Dingern (Ecstasy) rumgelaufen. Oft war ich […]
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Beichthaus.com Beichte #00035763 vom 20.05.2015 um 21:04:28 Uhr (4 Kommentare).

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