Fremdenhass und Sozialschmarotzer

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Vorurteile Hass Zorn Gesellschaft

Ich (w/22) beichte, dass ich mich langsam aber sicher zur Rassistin entwickle, dabei habe ich selbst eine Migrantengeschichte hinter mir. Zwar bin ich in Österreich geboren und habe auch die österreichische Staatsbürgerschaft, jedoch habe ich meine ersten Lebensjahre in Ungarn verbracht, meine Muttersprache ist daher auch ungarisch. Über viele Umwege bin ich vor 12 Jahren in einer Großstadt in NRW gelandet. Meine Mutter, mit der ich den Weg zwangsläufig gegangen bin, hat sich immer durchgekämpft. Jahrelang haben wir unter dem Existenzminimum gelebt, uns über Wasser gehalten, ohne "Sozialschmarotzer" zu sein. Meine Mutter arbeitet mittlerweile in einer Ganztagsschule im "Ghetto" der Stadt. Und dort findet sich das typische Schema wieder, das alle Vorurteile gegenüber Ausländern bestätigt: Die Kinder verwahrlost, bekommen das Mittagessen an der Schule vom Amt bezahlt, jedoch mit einem iPhone in der Tasche und die Eltern, Hartz-IV-Empfänger, fahren mit einem nagelneuen BMW oder Mercedes vor, um die Kinder von der Schule abzuholen. Im Herbst, wenn die neuen Kinder kommen, müssen alle Klassenräume in den Pausen abgeschlossen werden, weil regelmäßig Sachen aus den Räumen und Taschen der Kinder geklaut werden. Schon 6-Jährige geben vor, auf die Toilette zu müssen, um dann die Klassenräume nach stehlbarem Material zu durchsuchen. Momentan sind es Rumänen, die gehäuft einwandern. Ursprünglich sind das aber größtenteils Sinti und Roma, das kenne ich auch noch aus Ungarn. Ich war immer diejenige - und bin es immer noch, wenn ich dort zu Besuch bin - die versucht, die Leute zu beschwichtigen und ihnen zu erklären, dass Vorurteile nicht immer zutreffen müssen und dass man Menschen unabhängig von ihrer Herkunft offen gegenüberstehen sollte, bis man vom Gegenteil überzeugt wird. Wer die momentane politische Lage in Ungarn kennt, kann erahnen, wie tief der Fremdenhass, speziell gegenüber Sinti und Roma, in der Gesellschaft verankert ist. Leider treffen die Vorurteile dort viel zu häufig zu, es ist ein Teufelskreis.


Mit den Faschos hier in Deutschland hat man es leicht, die rattern ihre auswendig gelernten Texte ohne Sinn und Verstand runter und es steckt nichts dahinter, außer Dummheit, Angst und persönliches Versagen. Hier können sie nicht generalisieren, denn es entsprechen nun einmal nicht alle "Ausländer" ihrem Bild. Es fällt mir leider mit der Zeit immer schwerer, so zu argumentieren, wenn ich es am eigenen Leib anders erfahre. Zahllose Male werde ich in der Stadt angepöbelt und versucht zu beklauen. Erst heute verfolgte mich gezielt ein 10-jähriges Mädchen und versuchte, mir mein Handy aus der Hand zu reißen. Sie war mir vorher schon aufgefallen, ein kleines Zigeunermädchen, das scheinbar von ihren Eltern auf Diebestour geschickt wurde. Und das war leider nicht das erste Mal. Es macht mich wütend, dass die Menschen, die bereits von unseren Steuergeldern leben, sich noch wie selbstverständlich alles nehmen, was nicht niet- und nagelfest ist. Es macht mich wütend, dass so viele das Sozialsystem ausnutzen. Und es macht mich wütend, dass denen, die von irgendeiner Art von Sozialhilfe leben und sich aber wirklich bemühen, da rauszukommen, durch solche Menschen der Weg erschwert wird, denn letzten Endes werden sie mit den Betrügern und Schmarotzern in einen Topf geworfen. Ich selbst habe seit meinem dreizehnten Lebensjahr Nebenjobs und wohne seit meinem achtzehnten Lebensjahr alleine. Mir wurde nichts geschenkt und ich musste mir alles erarbeiten. Zwar würde ich aus den ganzen Gedanken heraus niemals eine rechte Partei wählen, aber ich bekomme diese Wut und Enttäuschung nicht aus meinem Kopf - es haben sich einfach zu viele Vorurteile bestätigt, sodass ich mittlerweile voreilig über Andere urteile und manchen Menschen gleich aus dem Weg gehe. Echt bescheuert, aber ich kann in dem Punkt nicht aus meiner Haut raus.

Beichthaus.com Beichte #00033294 vom 18.05.2014 um 21:23:26 Uhr (24 Kommentare).

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Ein perfektes Leben mit Drogen

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Drogen Sucht

Ich (35) möchte beichten, dass ich drogenabhängig bin. Ich kiffe täglich, ich schmeiße mir ab und zu Benzos und ziehe Koks. Das Ganze schon seit über 20 Jahren! Ich bin verheiratet und habe zwei wunderschöne Töchter. Vor und während der Schwangerschaft haben meine Frau und ich natürlich nichts genommen, die Kinder waren geplant und deren Gesundheit wollten wir nicht aufs Spiel setzen! Ich verdiene gutes Geld und ich wette, auf der Arbeit hat noch keiner etwas davon gemerkt! Ich habe ein schönes Haus mit Garten, zwei Autos in der Garage und überhaupt kann ich mich über nichts beklagen! Trotz meiner Drogenabhängigkeit habe ich in meinem Leben mehr erreicht, als so manch anderer und habe eine Menge, auf das ich stolz sein kann. Ich wüsste nicht, warum ich was ändern sollte. Ich setze nur meine eigene Gesundheit aufs Spiel, deshalb kann es eigentlich allen egal sein. Ich finde, jeder sollte nehmen können, was er will, dadurch wird ja niemand belästigt! Nicht jeder, der Drogen nimmt, ist ein Assi oder wird es nie zu irgendwas bringen, man wird immer in eine Schublade gesteckt. Ich wette, ihr habt alle Menschen in eurem Bekanntenkreis, die auch Drogen nehmen, ihr wisst es nur nicht! Ich kenne Bullen, Anwälte und Ärzte, die sich regelmäßig irgendwas einschmeißen.

Beichthaus.com Beichte #00033292 vom 18.05.2014 um 18:07:17 Uhr (37 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Eskalation auf dem Kindergeburtstag

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Zorn Verzweiflung Kinder

Da wir von Thüringen nach NRW gezogen sind, kennt mein 7-jähriger Sohn natürlich kaum andere Kinder. Er ist sehr liebenswert, aber anfangs immer etwas schüchtern. Wenn er aber die anderen Kinder erst einmal kennengelernt hat, geht er mit ihnen durch dick und dünn. Idealerweise hatte er nicht lange nach dem Umzug Geburtstag. Da bot es sich an, beim Kindergeburtstag neue Freundschaften zu schließen. Die meisten waren aus seiner neuen Klasse und es war unter anderem ein Junge namens Fynn dabei, der mit einem Mädel aus Max' Klasse befreundet ist. Sie fragte Max, ob Fynn kommen darf und er freute sich sehr, schließlich kannte er ja kaum ein anderes Kind. Leider hat Fynn meinen Sohn dann vom gemeinsamen Spiel ausgeschlossen und hat ihm verboten, ins Zimmer zu kommen. Und wenn er das doch wagen sollte, würde er ihn schlagen. Mein Sohn kam weinend zu mir und erzählte mir das Ganze - weshalb ich natürlich zusammen mit ihm in das Zimmer ging. Und dieser Fynn beschimpfte meinen Sohn tatsächlich. Er fragte ihn, warum er in das Zimmer gekommen sei, obwohl er doch wisse, dass er Schläge bekommt.


Ich habe dem Jungen dann angeboten, sich zu entschuldigen, meinen Sohn mitspielen zu lassen und rücksichtsvoll mit den anderen Kindern umzugehen, denn wenn er das nicht mache, müsste ich seine Mama anrufen, damit diese ihn abholt. Seine Reaktion war, dass er mich beschimpfte und meinen Sohn verspottete, weil er mir von der Sache erzählt hatte. Natürlich rief ich daraufhin seine Mutter an - als diese jedoch kam, kämpfte ich selbst mit den Tränen, da der erste Kindergeburtstag in der neuen Heimat gelaufen und mein Sohn am Boden zerstört war. Die Kinder haben sogar gekichert, als Max geweint hat! Ich war dermaßen verzweifelt, dass ich der Mutter einen Erziehungsratgeber in die Hand drückte und meinte, dass es beim nächsten Kind vielleicht besser klappt, denn sie war offensichtlich im neunten Monat schwanger. Leider erfuhr ich kurz darauf, dass der Vater des Jungen zwei Monate zuvor an einem Infarkt gestorben war. Die Mutter blieb mit ihm und dem Ungeborenen alleine zurück. Mir tut deshalb furchtbar leid, was ich gesagt habe - aber meine Wut in dem Moment war einfach zu groß.

Beichthaus.com Beichte #00033279 vom 15.05.2014 um 20:13:09 Uhr (23 Kommentare).

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Splitterfasernackt auf einem Trip

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Drogen Peinlichkeit Last Night

Ich möchte hiermit etwas beichten, das schon einige Jahre zurückliegt und wovon ich bis heute absolut niemandem erzählt habe. Vor einigen Jahren pflegte ich den Brauch, an Wochenenden in eine relativ große deutsche Stadt zu fahren, um mir mit Kumpels im Kneipenviertel gepflegt die Kante zu geben. Normalerweise war es so, dass wir uns dabei gegen 20 Uhr am Hauptbahnhof zu einer größeren Gruppe versammelten und dann gemeinsam losgegangen sind. Auch an besagtem Tag trug sich das so zu, allerdings standen wir etwas länger am Bahnhof herum, weil wir, wie der Zufall es wollte, spontan mit ein paar anderen Leuten ins Gespräch gekommen waren, nämlich einem abgedrehten Percy aus Afrika und seiner osteuropäischen Freundin, die beide auf irgendeine Reggae-Party wollten und das Problem hatten, dass sie noch eine fast volle Flasche Weißwein in der Hand hielten.


Obwohl ich normalerweise keine Getränke von fremden Menschen annehme, gelang es ihnen, dass ich mich dafür opferte, sie von ihrer Bürde zu befreien und so nahm ich mich ihrer fast vollen Weinflasche an. Davor hatte ich übrigens erst zwei Bier getrunken, war also noch weit davon entfernt, besoffen zu sein. Ab dem Moment, als ich begann, aus der Flasche zu trinken, kann ich mich nicht mehr genau daran erinnern, was ich an dem Abend gemacht habe. Anders gesagt: Ich hatte einen 6-7 Stunden andauernden Filmriss und das von lediglich zwei Bier und ein bisschen Wein, obwohl ich nach all dem regelmäßigen "Training" zu jener Zeit ziemlich trinkfest war. Das Nächste, woran ich mich erinnern konnte, war, dass ich gegen drei Uhr morgens, mitten auf einem öffentlichen Platz, splitterfasernackt herumgerannt bin und es mir komplett egal war, ob mich jemand sieht oder möglicherweise sogar die Polizei ruft. Bei mir war übrigens ein Kumpel, der sich über mich kaputtlachte und alles fröhlich mitfilmte. Jetzt gibt es zwei Interpretationsmöglichkeiten: Entweder, ich habe an jenem verhängnisvollen Abend komplett den Verstand verloren, oder ich war nicht mehr ganz bei Sinnen. Jedenfalls habe ich schon viel Scheiße im Suff angestellt, aber ich bin noch nie splitterfasernackt in der Öffentlichkeit herumgelaufen - bis auf dieses eine Mal. Darum merkt euch: Niemals Getränke von Leuten annehmen, die ihr nicht kennt. Vielleicht war da noch etwas anderes drin außer Alkohol, aber ich werde es wohl nie erfahren. Vielleicht bin ich auch einfach nur pervers und komplett bescheuert.

Beichthaus.com Beichte #00033274 vom 14.05.2014 um 20:27:05 Uhr (15 Kommentare).

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Einbruch ohne Spuren

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Diebstahl Zorn Hass Arbeit Uetze

Ich beichte, dass ich verschiedene Arbeitgeber einer Branche angerufen habe, um sie vor einem Mitarbeiter mit Langfingern zu warnen, nachdem dieser freigesprochen wurde - im Zweifel eben für den Angeklagten. Ich bin mir aber absolut sicher, dass derjenige den Diebstahl begangen hat. Allerdings ist jemandem, der einen Schlüssel besitzt und Handschuhe trägt, leider nichts nachzuweisen. Vor allem nicht, wenn ein alter und unter Medikamenteneinfluss stehender Mensch bestätigt, dass er nachts von demjenigen überrascht wurde.

Beichthaus.com Beichte #00033273 vom 14.05.2014 um 14:04:53 Uhr in Uetze (10 Kommentare).

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