Eskalation auf dem Kindergeburtstag

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Zorn Verzweiflung Kinder

Da wir von Thüringen nach NRW gezogen sind, kennt mein 7-jähriger Sohn natürlich kaum andere Kinder. Er ist sehr liebenswert, aber anfangs immer etwas schüchtern. Wenn er aber die anderen Kinder erst einmal kennengelernt hat, geht er mit ihnen durch dick und dünn. Idealerweise hatte er nicht lange nach dem Umzug Geburtstag. Da bot es sich an, beim Kindergeburtstag neue Freundschaften zu schließen. Die meisten waren aus seiner neuen Klasse und es war unter anderem ein Junge namens Fynn dabei, der mit einem Mädel aus Max' Klasse befreundet ist. Sie fragte Max, ob Fynn kommen darf und er freute sich sehr, schließlich kannte er ja kaum ein anderes Kind. Leider hat Fynn meinen Sohn dann vom gemeinsamen Spiel ausgeschlossen und hat ihm verboten, ins Zimmer zu kommen. Und wenn er das doch wagen sollte, würde er ihn schlagen. Mein Sohn kam weinend zu mir und erzählte mir das Ganze - weshalb ich natürlich zusammen mit ihm in das Zimmer ging. Und dieser Fynn beschimpfte meinen Sohn tatsächlich. Er fragte ihn, warum er in das Zimmer gekommen sei, obwohl er doch wisse, dass er Schläge bekommt.


Ich habe dem Jungen dann angeboten, sich zu entschuldigen, meinen Sohn mitspielen zu lassen und rücksichtsvoll mit den anderen Kindern umzugehen, denn wenn er das nicht mache, müsste ich seine Mama anrufen, damit diese ihn abholt. Seine Reaktion war, dass er mich beschimpfte und meinen Sohn verspottete, weil er mir von der Sache erzählt hatte. Natürlich rief ich daraufhin seine Mutter an - als diese jedoch kam, kämpfte ich selbst mit den Tränen, da der erste Kindergeburtstag in der neuen Heimat gelaufen und mein Sohn am Boden zerstört war. Die Kinder haben sogar gekichert, als Max geweint hat! Ich war dermaßen verzweifelt, dass ich der Mutter einen Erziehungsratgeber in die Hand drückte und meinte, dass es beim nächsten Kind vielleicht besser klappt, denn sie war offensichtlich im neunten Monat schwanger. Leider erfuhr ich kurz darauf, dass der Vater des Jungen zwei Monate zuvor an einem Infarkt gestorben war. Die Mutter blieb mit ihm und dem Ungeborenen alleine zurück. Mir tut deshalb furchtbar leid, was ich gesagt habe - aber meine Wut in dem Moment war einfach zu groß.

Beichthaus.com Beichte #00033279 vom 15.05.2014 um 20:13:09 Uhr (23 Kommentare).

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Kommentare der Beichthaus-Bewohner

VioletButterfly

was hat der tot des vaters damit zu tun dass das kind unerzogen ist? auch wenn es trauert kann man ihm nicht einfach alles durchgehen lassen

17.05.2014, 11:54 Uhr     melden


Dolly_Desaster

Für Deine Aufklärungsarbeit hast Du tatsächlich einen sehr ungünstigen Moment gewählt. Das betrifft auch das Betreten des Zimmers, es war einfach provokant und Du hast dadurch nur Öl ins Feuer gegossen. Hast Du Dich wenigstens bei der Mutter entschuldigt und ein Gespräch über die Vorkommnisse geführt?

17.05.2014, 11:57 Uhr     melden


makromann

Wahnsinnig schwierige Situation, aber ich bin mir sicher, dass du einfach das richtige getan hast, vor allem bei diesem Umstand.

17.05.2014, 12:50 Uhr     melden


autovaz2104

Du hast richtig gehandelt. Das Unverhalten von klein Fynn war bestimmt schon vor dem Tod des Vaters angelegt.

17.05.2014, 12:59 Uhr     melden


bettyford

ne du brauchst kein schlechtes gewissen zu haben klein fynn ist ein arschlochkind. kann dich gut verstehen dein armer sohn

17.05.2014, 13:23 Uhr     melden


Entreri

Du hast viel zu human gehandelt! Ich hätte den Panz an Kopp und Arsch gepackt und hinausbefördert! In meinem Haus droht kein Gast einem Mitglied meiner Familie Prügel an! Ein Kardinalfehler ist es, kleinen Rabauken nicht ihre Grenzen aufzuzeigen!

17.05.2014, 15:55 Uhr     melden


DasGehtGarNicht aus ein kleines Dorf in der Eifel, Deutschland

Also, ich kann hier gar nichts schlimmes erkennen. Du schilderst etwas, was tagtäglich wohl tausendfach in Deutschland vorkommt. Trotz des Todes ihres Mannes sollte sich die Mutter des Fynn-Rabauken langsam um die Erziehung ihres Balges kümmern.

17.05.2014, 16:15 Uhr     melden


Psychobold aus Blechwerk Happendorf, Deutschland

Na, also wenn einer schon Fynn heisst... Immer, wenn ich den Namen Fynn oder Finn lese muss ich an den Schweinefinnenbandwurm denken und lachen. Warum auch immer. Hat jetzt nix mit deiner Geschichte zu tun, wollt ick aber mal jesacht ham.

17.05.2014, 17:14 Uhr     melden


nikeairboy

Konkret in dieser Situation hast du alles richtig gemacht. Aber ohne dir jetzt zu nahe zu treten, dein Sohn ist ein Weichei. In Zukunft sollte dein Sohn (auch wenn er wahrscheinlich noch sehr jung ist) sich selbst verteidigen können (körperlich und moralisch bzw. schlagfertig). Meld deinen Sohn zu einem Boxtraining an, da lernt er Disziplin und Selbstverteidigung. Aber das traurigste an dieser Geschichte finde ich, dass Mädchen schon in diesem Alter auf A-lochtypen aus sind.

17.05.2014, 17:29 Uhr     melden





Tonelock

Du konntest über die private Situation des Kindes nichts wissen und hast dir deshalb überhaupt nichts vorzuwerfen, ich finde es ausgesprochen gut, wie du in der Situation gehandelt hast. Wer sich bei fremden Leuten so benimmt, und das schon in dem Alter, dem gehören ganz klar Grenzen aufgezeigt.

17.05.2014, 18:05 Uhr     melden


hell619

Kommt das nur mir so vor oder ist einfach jedes Kind das Fynn heisst total verzogen und rotzfrech??

17.05.2014, 21:21 Uhr     melden


mostmichl aus der schönen Oberpfalz, Bayern, Deutschland

Du hast deinen Sohn falsch erzogen und nicht die andere Mutter ihren. Wenn dein Sohn mein Sohn gewesen wäre, hätte er diesem Fynn ersteinmal eine in sein vorlautes Maul gegeben...

17.05.2014, 22:24 Uhr     melden


Entreri

Dolly_Desaster auf welcher Parallelwelt lebst du? Es ist provokant ein Zimmer der eigenen Wohnung zu betreten? "Diejenigen die ihre Schwerter zu Pflugscharen schmiedeten- wurden Diener von denen die ihre Schwerter behalten haben" (geklaut)

17.05.2014, 23:02 Uhr     melden


OnkelHorst aus Deutschland

Du warst noch viel zu nett. "Fynn" wäre bei mir aber nicht so leicht davongekommen.

17.05.2014, 23:26 Uhr     melden


Wendy

Lass doch einfach erstmal die Kinder unter sich versuchen den Streit zu klären. Willst du jedesmal hinlaufen wenn klein Max am flennen ist ? Es ist natürlich jetzt schwer darüber zu urteilen, aber Fakt ist, zu einem Streit gehören nunmal immer zwei dazu.

17.05.2014, 23:33 Uhr     melden


G.Now

Asikind Fynn hätte ich in den Schuppen gesperrt, bis die Mama ihn abholt. Soweit kommt's noch, dass das Geburtstagskind aus dem eigenen Zimmer geschickt wird. Bei der Mutter solltest Du Dich im Nachhinein entschuldigen. Konntest ja nicht wissen, was los ist.

18.05.2014, 00:17 Uhr     melden


Lalilu

Du hast richtig gehandelt. Dem kleinen Mistkerl gehört mal ordentlich die Meinung gesagt. Wie schon bemerkt wurde, wäre es aber vielleicht tatsächlich eine gute Idee, deinen Sohn bei irgendeinem Sport anzumelden, so dass er mehr Selbstbewusstsein bekommt und sich beim nächsten mal selbst verteidigen kann. Da lernt er sicher auch mehr Kinder kennen. Eine Entschuldigung der anderen Mutter gegenüber würde ich in Erwägung ziehen.

18.05.2014, 12:49 Uhr     melden


indietasse aus Deutschland

Klar, darf man in 20 Jahren Menschen töten weil man keinen Vater mehr hat? Um Himmelswillen Reiß dich zusammen!

18.05.2014, 18:06 Uhr     melden


Tunichtgut aus Deutschland

Ich kann diesen Kinderscheiß nicht mehr hören. Frauen mutieren zu irgendetwas komischen und abartigen, wenn sie abgeferkelt haben.

19.05.2014, 11:32 Uhr     melden


Mr.Goodkat

Tja, dass ist zwar tragisch, dass der kleine Fynn seinen Vater verloren hat, letztendlich muss man aber wohl sagen, dass der Vater auch zu Lebzeiten seinem Erziehungsauftrag nicht nachgekommen ist.

19.05.2014, 16:57 Uhr     melden


TimPF

Meine Mutter ist auch gestorben als ich sieben war - und ich habe nie auch nur im Traum daran gedacht, damit derartiges Verhalten rechtfertigen zu können.

20.05.2014, 02:13 Uhr     melden


nbhawkeye

Dir braucht nichts leid tun, ich an deiner Stelle hätte den guten Fynn so nieder gemacht das er von selber gegangen wäre. So ein bescheidenes Verhalten kann man nicht einfach auf den Tod des Vaters schieben, der war schon vorher so.

10.11.2014, 08:14 Uhr     melden


Chadeech aus Słubice, Deutschland

Wie hieß der Ratgeber, "Wie man sein Kind zu einem jämmerlichen Lappen macht" oder "Es ist ok, ein Opfer zu sein, Deine Eltern sind es auch"?

14.10.2021, 07:50 Uhr     melden


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